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Sonnige Smilestunden

Ich gebe zu, ich mag Ms. Smile. Sehr sogar. Bisher hatten wir sie zwar nur eine Woche á fünf Stunden Englisch und haben in einer Stunde besprochen, was nun vor uns liegt und in den beiden anderen Stunden einen Film (wobei die Technik auf Anhieb funktioniert hat, was Ms. Smile dann mit „Das explodiert bestimmt gleich.“ kommentiert hat. In unserer Schule funktioniert Technik doch nicht einfach so, ohne Weiteres 😉 ) geguckt.

Aber es macht einen vertrauenswürdigen Eindruck, das alles. Ich bin froh drüber…

Den Film, den wir geguckt haben, heißt „A time to kill“, auf deutsch (glaube ich zumindest) „Die Jury“ und es geht natürlich um den amerikanischen Süden beziehungsweise um Rassismus. Aber vor allem – meiner Meinung nach – um Gerechtigkeit.

Kurz zum Inhalt:
Zwei weiße Männer vergewaltigen die zehnjährige Tonya Hailey (die dunkelhäutig ist). Ihr Vater, Carl Lee Hailey, erschießt die beiden Männer im Gericht, als sie auf dem Weg zu ihrer Verhandlung sind, weil er befürchtet, dass sie wieder freigelassen werden könnten. Er wird verhaftet und vor Gericht gestellt. Sein Anwalt ist der Weiße Jake Brigance, der versucht, ihn freisprechen zu lassen. Brigances Gegenspieler ist der Staatsanwalt Buckley, der einen hohen Posten anstrebt und sich mit diesem Fall profilieren möchte.Der Fall erregt enormes öffentliches Interesse und die verschiedensten Menschen messen ihm große Bedeutung bei, beispielsweise die NAACP oder, als krasser Gegensatz, der Ku Klux Klan.

Wie der Film ausgeht, das verrate ich euch nicht, ich fand ihn jedenfalls sehr sehenswert. Ich möchte hierzu gerne Lorena zitieren, die meinte, dass das der interessanteste Film sei, den sie je in der Schule geschaut habe.

Was Ms. Smile noch sympathischer macht, ist zum Einen die Tatsache, dass sie für nächste Woche einen Kinobesuch für ihre Kurse anbieten („Django“, sie meinte, sie könne das ja unmöglich als Unterrichtsinhalt verkaufen, was sollte sie denn sagen, wenn The Whale fragen würde, wer denn dieser Tarantino sei. Es käme vielleicht nicht so gut, wenn sie ihr dann von „From Dusk til Dawn“ erzählen würde… 🙂 ), an dem ich leider nicht teilnehmen werde, da es an einem Donnerstagabend ist. Und donnerstags bin ich ab diesem Jahr viereinhalb Stunden in der Halle – I ♥ Karate.
Und natürlich, dass sie, als ich am Dienstag Muffins mithatte und sie verteilt hab, nach der üblichen Frage („Hast du Geburtstag?“) meinte: „I’m glad you’re in my class.“

Ich bin also zufrieden mit der jetzigen Lösung, obwohl es natürlich so ist, dass Ms. Smile jetzt mehr Stunden hat und darunter eben zwei LKs. Dazu haben Herr Ostreidae und Frau Blümchen in der Philosophiestunde ja ein interessantes Gespräch geführt, von wegen Überlastung…

Aber egal, daran will ich gar nicht denken. Ich freue mich einfach, dass es ist, wie es ist und es wird sowieso alles gut 🙂

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Umzug (Die Zweite)

An demselben Tag sollten natürlich auch schon die Betten stehen (sinnvollerweise 😉 ). Zusammengebaut werden mussten also zwei Hochbetten und ein normales. Beim Zusammenbauen der Hochbetten war ich nicht dabei, ich habe es nur immer mal wieder krachen hören (und teilweise auch Fluchen)… Dafür aber bei dem normalen. Nele war grad wieder irgendwo in der Wohnung unterwegs und Thomas und ich betrachteten die Einzelteile, die für den Zusammenbau so notwendig sein würden. Erstaunlicherweise waren auch kleine Holzklötzchen mit der Aufschrift „Jenga“ dabei. Wem das nichts sagt: Das ist ein Spiel, bei dem aus einem Turm aus ebendiesen Holzklötzchen immer abwechselnd eines hinausgezogen und oben drauf gelegt wird. Bei wem der Turm dann umfällt, der hat eben verloren.

Was das aber beim Zusammenbau eines Bettes sollte?

Nele gab uns wenig später grinsend die Antwort: Da es ein Doppelbett sei und zwei solcher Einlegelattenroste habe, müsse man ja etwas dazwischen stecken, damit die Dinger an ihrem Platz bleiben.

Eine interessante Verwendungsmöglichkeit, muss ich schon sagen 😉

In der Nacht habe ich dann übrigens in dem einen Hochbett geschlafen – glücklicherweise hat es mich ausgehalten. Ja, ich gebe es zu, ich habe ein wenig meine Zweifel an den Baukünsten derjenigen, die’s eben aufgebaut haben, gehabt…

Am nächsten Tag ging es dann weiter, es war ja bei weitem nicht alles fertig.

Das letzte Bett wurde aufgebaut und ich durfte Bücher ins Regal sortieren (nachdem ich es ausgewischt habe natürlich). So etwas mache ich ja nun gerne, aus diesem Grunde habe ich ja auch mal ein Praktikum in einer Bibliothek gemacht. Ominöserweise passten allerdings nicht mehr alle Bücher in das Regal, die laut Neles Aussage vorher dringestanden haben. Merkwürdig, aber nicht zu ändern.

Beim Einsortieren habe ich auch gleich ein Buch gefunden, was mir sehr gefallen hat (einfach vom Titel und Klappentext her – mittlerweile habe ich es aber auch gelesen):

„Ich darf das, ich bin Jude“ von Oliver Polak.

Und, man kann es nicht anders sagen: Der Name ist Programm. Wer aber nicht über politisch Inkorrektes lachen kann, der sollte dieses Buch eher meiden 😉

Später hatte ich noch so wahnsinnig verantwortungsvolle Aufgaben wie Kindersicherungen in Steckdosen zu kleben und auf Leitern stehenden Leuten Schrauben wieder aufzuheben. Ach, und nicht zu vergessen: Den Staubsauger beim Löcher bohren drunterhalten 😉

Erwähnenswert ist auch noch der Tischler, der am Freitag kommen sollte, um den Zaun auszubessern und die Arbeitsplatte in der Küche zuzuschneiden (und um Nele glücklich zu machen, erwähne ich es hier extra: Nele hat eine tolle Küche! Mit Spülmaschine! Und grünen Fliesen, gelben Schränken und einer dunklen Arbeitsfläche. Total schick!).

Ausgemacht war halb Zehn. Wann klingelte es? Um dreiviertel Acht – für alle Normaldeutschen ( ;P ) übrigens Viertel vor Acht. Das war schon eine Merkwürdigkeit, aber da er und sein Kollege sich sowieso erst um den Zaun kümmern wollten nicht weiter schwierig. Um Eins kam dann Thomas (ja, genau der, mit dem ich das Regalbrett kaputt gemacht habe *hust*). Der sollte nämlich die Lampen aufhängen und die Wasserleitungen wieder anschließen, sobald die neue Arbeitsfläche angebracht ist. Das kann der nämlich 😉

Und eigentlich hat Nele diese fachkräftige Hilfe Katja zu verdanken, der Lebensabschnittverschönerin von Thomas, das ist nämlich eine Freundin von ihr. Dadurch entstand folgendes Gespräch:

Nele: „Das macht er toll, oder Muffin?“
Thomas: „Ja… empfehlt mich bitte nicht weiter.“
Nele (grinsend): „Oh, ich kenn da einen, der hat mir meine Küche gemacht, der hilft dir bestimmt auch gerne…“
Thomas: „Ja, genau. Den kannst du auch rund um die Uhr anrufen, um halb Drei nachts, deutschlandweit, der hilft dir gerne.“

Nele: „Ihr scheint eine sehr glückliche Beziehung zu führen.“
Thomas: „Ja, seitdem ich Umzüge mache: „Schatz, mach‘ du mal deinen Umzug und lass mich machen.““

Ich mag ihn ;D

Irgendwann war der Tischler dann auch mal wieder zurück, der hatte nämlich Mittagspause und meinte gleich, dass er nochmal wiederkommen müsste, wegen des Zauns… da hätten sie nämlich zehn Latten zu wenig mitgebracht. Er hatte also getreu dem Wortsinn nicht alle Latten am Zaun 😀

Sehr sympathisch war auch, dass er die ganze Zeit, während er seine Berechnungen auf der Arbeitsfläche anstellte wegen der Löcher für Ceranfeld und Spüle, vor sich hinmurmelte, sodass Nele ganz leise meinte: „Ich dachte, dass das nur Frauen machen, beim Reden Lösungen finden…“. Das war ziemlich lustig. Fast so lustig wie Neles Gesichtsausdruck, als der Tischler dann irgendwann meinte: „Hm, jetzt hab ich was falsch gemacht.“…

Zum Glück, bevor er irgendwas zugeschnitten hat 😉

Nele ist daraufhin aber lieber aus der Hörweite verschwunden…

Schlussendlich hat aber doch alles mehr oder weniger gut geklappt und auf dem einzigen Bild, das Nele vom Umzug hat, sitze ich (sehr elegant natürlich *hust*) auf ihrer neuen Arbeitsplatte (damit die nicht verrutscht) und Thomas steckt so halb im Schrank über dem ich sitze, weil er ja die Arbeitsplatte festschrauben musste.

Übrigens sind diese schicken Muffins, die in meinem Blog-Hintergrund zu sehen sind, in ebendieser tollen Küche entstanden. Die übrigens eine Spülmaschine hat. Hab‘ ich das schon erwähnt? 😉

 

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Köln, Muffins und Kindergarten

Ein ganz normaler Oberstufentag 😉

Wobei ich jetzt natürlich so spannende Dinge wie Stundenausfall, Lehrerinnen mit Gips, Lehrerkonferenz in der Pause, Elfriede Jelinek und so weiter und so fort frech unterschlagen habe. Es passiert einfach viel zu viel in diesem „Mikrokosmos Schule“ (wie es eine gewisse Bloggerin ausdrückte 😉 ), um alles weiterzugeben 😀

Das Wörtchen Köln bezieht sich – natürlich – auf den Abstieg des 1. FC Köln aus der Bundesliga. Dazu muss man wissen, dass Lehrer auch nur Menschen sind und gewisse Vorlieben bezüglich ihrer Lieblings-Fußballclubs haben, genauso wie es auch unter den Schülern verschiedene Ansichten gibt.

Frau Blümchen beispielsweise hält es (obwohl im Norden geboren und aufgewachsen) mit Bayern München, Herr Otto steht für Kickers Emden ein (ich habe keine Ahnung, in welcher „Liga“ die spielen 😀 ) und mit Herrn Waschbär hat der 1.FC Köln einen treuen Fan.

Da die spielerischen Leistungen dieses Clubs zu wünschen übrig lassen, wird Herr Waschbär natürlich auch damit aufgezogen. Von mir heute leider nicht, da ich es total vergessen hatte, als ich ihn gesehen hab‘. Schade aber auch 😦

Aber Timon hat auch nicht dran gedacht. Und dummerweise ist es eigentlich nur das Wahre, wenn man es aktuell macht… das heißt, bis Köln sich wieder was leistet, wird das nichts mit dem Waschbär-Ärgern 😀

Kommen wir nun zu den Muffins. Diese habe ich ausnahmsweise mal nicht gebacken, sondern in den Ohren gehabt. Ich habe nämlich wunderschöne Muffin-Ohrringe, die meine Freundin mir geschenkt hat. Heute hatte ich die dann drin und in der Biostunde schaute Timon mich an und rief aus:

„Du hast ja Muffins in den Ohren!“

Sascha kommentierte daraufhin: „Muffins in den Ohren? Muffins AN den Ohren hat sie! Muffins in den Ohren wäre eine gute Ausrede, wenn man was nicht gehört hat. So von wegen „Warum hast du nichts gehört?“ – „Ich hab Muffins in den Ohren.““

Und wo wir gerade bei der Biostunde sind, der letzten Stunde, die ich heute hatte, dank des Ausfalls der Spanischstunden, kommen wir doch auch gleich zum Kindergarten. In Bio haben wir nämlich schön Kreise Ionen ausgeschnitten. Wir sollen uns dort nämlich (mal wieder) ein Thema „verdeutlichen“. Verdeutlichen heißt in dem Falle, ein Video oder so dazu zu machen. Oder es selbst darzustellen. Oder es zu malen. Ziemlicher Kindergarten-Kram und auf dem entsprechenden Niveau ist mein Bio-Kurs leider auch. Na ja, meine 15 Punkte hab‘ ich da zumindest sicher, ich will mich mal nicht beschweren^^

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Käfermuffins-Rezept

Da Inch in einem Kommentar den Wunsch nach dem Käfermuffins-Rezept (https://muffinitiv.wordpress.com/2012/04/08/kafermuffins/) äußerte, werde ich es hier einmal aufschreiben. Für verunstaltete Küchen übernehme ich keinerlei Verantwortung 😉

Zutaten:

Für den Teig:

280 g Mehl
120 g Zucker
1 Tütchen Backpulver
2 Eier
250 ml Milch
ca. 90 g weiche Butter
ein paar Tropfen Bittermandelaroma
Marzipanrohmasse

Für das Drumherum:

12 Muffinförmchen
Puderzucker
dunkle Zuckerschrift
rote Lebensmittelfarbe
Schoko-Mikadostäbchen
etwas Wasser

Und so geht’s:

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zuerst einmal werden das Mehl, das Backpulver und der Zucker in eine Schüssel gegeben und etwas durchmengt. Dasselbe geschieht mit der Milch, den Eiern, dem Aroma und der Butter (die ich persönlich dazu schmelzen lasse – alternativ kann man auch Öl nehmen, davon dann circa sechs Esslöffel) in einer anderen Schüssel. Die Reihenfolge wähle ich so, damit ich denselben Rührbesen benutzen kann – würde ich’s andersrum machen, wäre er ja schon feucht, wenn er in die trockenen Zutaten käme 😉

Die vermischten flüssigen Zutaten werden nun zu den trockenen hinzugegeben und verrührt, bis ein glatter Teig entsteht.

Dieser Teig wird dann in Muffinpapierförmchen gegeben. Jeweils bei der Hälfte der Füllung wird ein Stück Marzipanrohmasse in das Förmchen getan, das sorgt für einen leckeren Marzipankern. Die gefüllten Förmchen werden so auf ein Backblech gestellt. Natürlich kann man auch eine Muffinform benutzen, aber dann gehen die Muffins eben eher nach oben auf und nicht so schön breit und flach wie auf meinem Bild zu sehen. Diese breite und flache Form ist allerdings ideal, um daraus Käfer zu zaubern (die Muffins schmecken aber auch unkäferig klasse 😀 ).

Gebacken werden die Muffins etwa 20 Minuten lang. Danach werden sie herausgeholt und der Spaß (und eventuell auch die Sauerei – Zuckerguss hat das bei mir so an sich, dass dann alles klebt :D) beginnt.

Zuerst muss natürlich der Zuckerguss erst einmal angerührt werden. Wenn man flüssige rote Lebensmittelfarbe verwenden möchte, sollte man mit ebendieser anfangen, den Zuckerguss anzurühren, da man sonst Gefahr läuft, dass dieser zu flüssig wird. Ansonsten einfach Wasser (bloß nicht zuviel!) zum Puderzucker hinzugeben und verrühren, bis sich eine zähflüssige Masse ergibt.

Mit dem so entstandenen Zuckerguß werden ungefähr zwei Drittels jedes Muffins bestrichen. Dann zieht man mit dunkler Zuckerschrift die Konturen, das heißt die Abtrennung vom nicht gefärbten „Kopf“ zu den Flügel und die Abtrennung der beiden Flügel voneinander. Es folgen für jeden Käfer zwei Äuglein und wer mag kann die Flügel noch mit Punkten versehen.

Für die Fühler werden einfach besagte Schokomikadostäbchen in Stücke gebrochen und in den Kopf gesteckt.

Und voilà – Die Käfermuffins sind fertig 🙂

Viel Spaß beim Ausprobieren 😉

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Käfermuffins

Da meine Freundin Geburtstag hatte, sie mir zu meinem letzten Geburtstag ein Muffinrezeptebuch geschenkt hat und ich es liebe, Muffins zu backen (und dabei ein höchst kreatives Chaos anzurichten 😉 ), lag nahe, dass es zu ihrem Geburtstag Muffins geben würde.

Was würde man auch anderes von mir erwarten?

Die netten Muffins hier rechts sind ganz ganz leckere Marzipanmuffins (mit jeweils einem richtigen eingebackenen Marzipanstück – hmmm, lecker!). Die Fühler sind aus gebrochenen Mikadostäbchen (nicht die zum Spielen, sondern die zum Essen 😉 ) und das rosane ist gefärbter Zuckerguss. Die Punkte, Augen und Striche habe ich mit Zuckerfarbe gemacht.

Ich hatte sehr viel Spaß dabei, muss ich schon sagen 😀

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Dietstalking

Auf den Titel diesen Eintrags bin ich durch einen Blogeintrag auf der Seite der lieben Frau Falke gekommen(dieser Blog ist sowieso ganz empfehlenswert und gehört zu meinen täglich besuchten Internetseiten 😉 ). Wer ihren Artikel gerne lesen möchte, hier der Link:

http://sovielzumthemaschule.wordpress.com/2012/02/24/dietstalking/

 

Eigentlich hat es erst überhandgenommen, dieses Dietstalking, seit eine Mitschülerin Weight Watchers macht. Um es gleich zu sagen: Sie war vielleicht nicht gertenschlank, eben einfach normal. Ihr „Zielgewicht“ hingegen grenzt schon an’s Untergewicht

Meinem Empfinden nach hat es damit angefangen. Wenn ich nun aber darüber nachdenke, hat es eigentlich schon viel früher angefangen. Nur war es da nicht so, dass alle Mädels sich daran beteiligt haben. Und nicht nur die Mädchen, das muss man dazu sagen. Auch die Lehrerinnen, zwei zumindest. Zum einen unsere Frau Englisch. Die ist nebenberuflich nämlich Fitnesstrainerin/Ernährungsberaterin und mischt sich schonmal in Gespräche über’s Gewicht und Ernährung ein und bietet an, mal eine Liste mit Dingen mitzubringen, die man abends noch zu sich nehmen darf, wenn man abnehmen möchte. Und zum anderen unsere Frau Geschichte:

In der kleinen Pause während einer Doppelstunde saß Teresa(die WW-Mitschülerin) mit einem Kinderriegel an ihrem Platz und aß ihn. Keiner sagte etwas dazu, sie sagte dennoch in einem rechtfertigenden Ton: „Ich mache ja immer noch Weight Watchers, aber im Moment bin ich nicht so gut…“
Hier hakte sich Frau Geschichte ein: „Ja, es beginnt doch bald die Fastenzeit, da kannst du ja den Süßkram weglassen. Ich mache das auch.“

So schlossen die beiden einen Pakt und „fasten jetzt gemeinsam“ (O-Ton Teresa).

Dann gibt es da noch Anouk. Ein nettes Mädchen. Zum Essen hat sie eigentlich immer eine Brotdose voller Gemüse oder Obst mit. Es sei denn, sie hat gebacken. Dann bringt sie das Ergebnis auch mit zur Schule und verteilt es. Sie selbst isst meist aber nichts davon. Schokolade isst sie auch nicht und ernährt sich wirklich rundum gesund, wenn man ihrer Aussage Glauben schenken darf. Sie ist auch diejenige, die oft Salat isst, wenn man mit ihr weggeht (es sei denn, sie geht mit ihrer besten Freundin Sushi essen). Eine beneidenswerte Disziplin.

Ein anderes Mädchen ist sehr unzufrieden mit ihrem Gewicht und würde gerne abnehmen. Immer wieder versucht sie es und „scheitert“ dann doch daran, dass sie lieber das isst, was ihr schmeckt.

 

Und dann wird beäugt, was die anderen denn so mithaben. Einen Schokoriegel? Aua, Todsünde, das kann die sich doch gar nicht erlauben, guck sie dir doch mal an… und die Klamotten sollte sie lieber sowieso nicht tragen, das sieht furchtbar aus!

Gemüse/Obst? Ja, das hat sie ja auch nötig, bestimmt haut sie sich dann zu Hause die wahren Kalorienbomben rein.

Wenn jemand etwas backt und für die Klasse mitbringt, wird süßlich lächelnd abgelehnt, „Nein, danke, sind mir zu viele Kalorien“. Oder „Also, ich sollte ja eigentlich nicht…“ Oder aber angenommen und hinterher darüber gelästert. Zumindest, wenn unsere Ernährungsspezis  anwesend sind. ansonsten kann es durchaus mal mit ehrlicher Freude angenommen werden.

 

Was ich daran auch traurig finde, ist dieses unterschwellige „Du musst auch abnehmen“, was dadurch transportiert wird. Glücklicherweise habe ich noch meine beiden Nichternährungsverrückten im Profil, die auch kaum über dieses Thema reden und normal essen, sich auch mal was gönnen können, ohne gleich in großer Runde ihre Scham darüber auszubreiten(was ich echt nicht verstehen kann – wenn man sich schämt, breitet man darüber nicht eher ein Mäntelchen des Schweigens?). Denn, ehrlich gesagt, hängen mir diese Diskussionen zu den Ohren hinaus. Auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass sie doch eine gewisse Faszination auf mich ausüben…

 

Ich glaub, ich gönne mir jetzt erst mal einen Muffin 😉

 

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Regenbogenmuffins und zu viel zu tun

Regenbogenmuffin mit ZuckergussHeute war ein ganz normaler Montag. Was gleichbedeutend ist mit: Heute war ein schrecklich langer, stressiger Tag. Nächste Woche müssen zwei Vorträge fertig sein, die dann gehalten werden sollen, samt Powerpoint und allem Drum und Dran. Eine davon wird als Klausurersatzleistung gewertet. Außerdem „darf“ ich eine Stadtansicht von oben mit Fluchtperspektive zu nächstem Montag zeichnen – natürlich ebenfalls mit Wertung. Dazu noch die üblichen Hausaufgaben, die Projektarbeit, die schließlich ins Abi zählen soll, und das Leben außerhalb von Schule.

Das wird eine interessante Woche.

Da morgen (Valentinstag 😀 ) ein süßes und knuffiges Mädel ihren Geburtstag begeht, habe ich mich eben in die Küche begeben und gebacken. Herausgekommen dabei sind Regenbogenmuffins, wie man auf dem Bild  sehen kann. Diesmal habe ich an’s Fotografieren gedacht 😉

Ob sie mir gelungen sind, kann ich erst morgen verraten, gut aussehen tun sie zumindest (und geduftet haben die! Herrlich *-* ).

Auf den morgigen Tag freue ich mich. Sehr viele Fächer, die ich mag, und lang ist der Dienstag mit sieben Stunden auch nicht wirklich. Meine Schultasche wird leichter sein als heute. Warum beginnt die Woche nicht einfach mit dem Dienstag? Das wäre doch eine Idee.

Ich wünsche einen wunderschönen Tag.

Sunshinemuffin

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Hanutamuffins

Bevor morgen nun wieder der Ernst des Lebens beginnt, wurde heute noch einmal gebacken. Unglaublich leckere, extrem schokoladige Hanutamuffins waren das Ergebnis (ich würde zu gerne ein Foto davon zeigen, allerdings ist mir das erst zu spät eingefallen…). Hanuta in den Teig zu bröckeln war eine grandiose Idee. Man muss eben manchmal kreativ sein 😉

Morgen also wieder Schule. Noch mal eben rasch nachsehen, ob auch alle Hausaufgaben gemacht sind und mit den Überlegungen anzufangen, welche Bücher man am nächsten Tag nicht braucht. Denn es ist mir unmöglich, in meiner Schultasche alle fünf Schulbücher unterzubringen, die ich eigentlich mithaben müsste. Schließlich sind das teilweise Bücher für die drei Jahre der Oberstufe in dementsprechender Dicke!

Das reguläre Deutschbuch kann ich getrost zu Hause lassen, denn wir beschäftigen uns derzeit mit Effi Briest von Theodor Fontane. Das wiederum muss ich dabeihaben. Aber die anderen vier Bücher? Wenn ich sie mitnehme, brauchen wir sie sicherlich nicht, lasse ich sie hingegen zu Hause, kann ich darauf bauen, dass wir sie unbedingt benötigen. Eine schwere Entscheidung.

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