Monatsarchiv: August 2014

Vom Besichtigen Teil 6

Irgendwann war es dann aber (endlich!) spät genug, dass wir uns in Richtung unserer Spontanbesichtigung bewegen konnten. Übrigens hatten wir der Mieterin der ersten Wohnung bereits unser eindeutiges Interesse signalisiert. Statt irgendwelcher klarer Ansagen (so in der Art „Ich entscheide mich bis dann und dann.“ oder auch „Tut mir leid, ich habe mich für jemand anders entschieden.“) kommunizierte sie nur mit Smalltalk. Das ist teilweise recht frustrierend.
Nun ja.
Unsere Spontanbesichtigung ist eine Wohnung in direkter Campusnähe in einem Hochhaus. Es gibt eine ungeheure Menge an Briefkästen und an Klingeln, sodass wir eine Weile brauchen, um die richtige zu finden. Währenddessen wundere ich mich darüber, warum an einem Briefkasten sechs verschiedene Nachnamen kleben. Wie die wohl in einer Einzimmerwohnung leben? Gestapelt?
Oder handelt es sich ganz einfach um eine reine Meldeadresse…
Vielleicht hat da doch jemand die Idee einer der Lehrerinnen an meiner FSJ-Schule umgesetzt, sich irgendwo gemeldet und wohnt in Wirklichkeit in einem Schrebergarten? (Übrigens ist „Schrebergarten“ ein wirklich schwieriges Wort. Ich dachte früher, dass das Strebergarten heißt und habe mich über die Wortherkunft gewundert! Das ist fast so wie mit den Schupfnudeln – für mich hießen die immer Schlumpfnudeln. Was ja auch ein viel hübscherer Name ist.)
Jedenfalls klingeln wir und eine freundlich klingende weibliche Stimme erklärt uns, in welches Geschoss wir denn müssen.
Wir folgen der Beschreibung und treffen auf ein hübsches Mädel und ihren sympathischen Freund. Kaum sind wir in der Wohnung und haben uns das erste Mal umgesehen, klingelt es abermals. Es ist ein weiterer Interessent. Quasi ein Konkurrent. Dennoch lächle ich ihn an und grüße. Er erwidert den Gruß nicht.
Die Wohnung ist hübsch und hat einen Balkon. Die Beiden, die jetzt darin wohnen („Seit ich meine Freundin kenne, komme ich nicht mehr zu spät zur Uni.“) sind unglaublich liebenswürdig.
Man soll ihnen per Mail Bescheid geben, ob man Interesse hat – und auch bereit ist, eine gewisse Summe für die Übernahme von Möbeln zu zahlen.
Der Freund meint, er würde sich auch dafür einsetzen, dass ich die Wohnung bekäme, er würde das einem Ersti echt gönnen.
Uns steht noch eine letzte Besichtigung bevor, die hoffentlich eine echte Alternative zu den bisherigen darstellt.
Bisher sind wir mit der Ausbeute nicht so recht zufrieden…

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Vom Besichtigen Teil 5

Am nächsten Morgen stellte ich fest, dass entweder der Hotelfön zu schwach oder meine Haare zu wasserabsorbierend waren. Jedenfalls wurden und wurden sie nicht trocken. Zum Glück war unser erster Termin erst am späten Vormittag…
Auch dieser Termin war mit der aktuellen Mieterin vereinbart worden. Eigentlich sollte/wollte der Vermieter selbst auch dabei sein, hatte jedoch andere Verpflichtungen.
Es handelt sich eine Altbauwohnung mit einem geteilten Flur. Es geht also vom Treppenhaus in den Flur und von da aus in zwei Wohnungen. Sie liegt mitten in einem Wohngebiet mit wenigen Geschäften. Das Haus scheint von vorne ganz passabel zu sein, eine Fensterscheibe ist wohl allerdings eingeworfen worden. Sie wurde geklebt.
Man muss zur Seite des Hauses, um den Eingang zu finden. Hierbei fällt an einigen Stellen auf, dass der Putz bröckelt. Meine Mutter stolpert beinahe über eine unebene Wegplatte, während ich mich frage, warum dort draußen ein Toaster steht (nicht angeschlossen natürlich 😉 ).
Wir achten wie immer auf die Beschriftungen an Klingeln und
Briefkästen, schließlich kann man eventuelle Verwahrlosung unter Umständen schon daran ablesen.
Die Mieterin lässt uns rein und stellt sich kurz vor.
Bei meiner Mutter und ihr ist es spontane Antipathie. Man entscheidet ja recht schnell, ob jemand einem grundsätzlich sympathisch oder unsympathisch ist und bei meiner Mutter merkt man das (bei mir übrigens auch wurde mir schon mehrfach bescheinigt) einfach. Ob das gut gehen kann?
Wir betreten den Flur, der scheinbar nur als zusätzliche Abstellkamner genutzt wird (ein Fahrrad steht dort auch, damit wäre die für mich wichtige Frage der Fahrradunterbringung auch geklärt) und danach die Wohnung. Sie ist ziemlich vollgestellt und – meiner Meinung nach – nicht so eingerichtet, dass man den vorhandenen Platz auch nur annähernd optimal nutzt. Die Decke ist sehr hoch(ideal für Hochbetten!), allerdings ist die Tapete oben ziemlich fleckig.  Vom Zimmer geht die Küche ab und von der Küche das Bad.
Das heißt wohl, dass man zumindest keine Umwege machen muss, wenn man morgens schonmal den Wasserkocher anstellen will, ehe man ins Bad geht, um direkt danach einen Kaffee oder Tee zu trinken…
Insgesamt waren wir nur sehr sehr kurz in dieser Wohnung, was nicht zuletzt an der beschriebenen Antipathie lag.
Draußen teilte meine Mutter mir ihr Urteil mit: Da müsse dringend erstmal renoviert werden, die Mieterin sei ja total unsympathisch und es kam ihr gleich beim Betreten so vor, als würde es feucht riechen.

Hätte wir das also auch geklärt. Die zweite Besichtigung in dem Gruselhaus von gestern hatten wir bereits abgesagt und beim Frühstück auch spontan einen neuen Termin zu einer anderen Besichtigung vereinbart.

Zuvor gingen wir allerdings bei einer Genossenschaft fragen, ob sie nicht eine Wohnung hätten, die infrage käme. Wir wurden ganz nett beraten und auf die Warteliste für eine Wohnung gesetzt, die allerdings erst im September frei wird. Eigentlich wollten sie uns auch eine in einem Stadtteil anbieten, von dem ich nur einmal etwas gehört habe – mit gutem Grund, denn ebendieser Stadtteil liegt recht weit außerhalb…

Nun ja. Wir hatten also wieder ein wenig Zeit und verbrachten diese unter anderem damit, einen Fön zu kaufen („Schließlich brauchst du demnächst sowieso einen!“)…

To be continued…

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Vom Besichtigen Teil 4

Auch das Dachgeschoss ist still und dunkel. Wir betreten einen breiten Flur, den Blick an den Ziffern neben den Türen. Schließlich sind diese der einzige Anhaltspunkt, den wir haben. Etwas anderes ist hier nicht individuell.
Ein gutes Stück den Flur herunter entdecken wir etwas Ungewöhnliches. Ein rechteckiges Stück des Bodens ist erhellt. Kurz darauf entdecken wir auch die Quelle des Scheins: Eine offenstehende Wohnungstür.
Ein Blick auf die Nummer bestätigt uns, dass es sich um die gesuchte Wohnung handelt.
Es riecht nach Farbe.
Der Höflichkeit halber klopfe ich an den Türrahmen.
Ein junger Mann taucht auf und lächelt uns an. Er trägt ein Flunkyball-T-Shirt.
Wir besichtigen die Wohnung, die schon beinahe leer ist (nur das Bett steht noch mitten im Raum, darauf ein XXL-Pizzakarton). Sie ist gar nicht so schlecht – allerdings auch frisch gestrichen. Bevor wir uns das Bad anschauen können, lächelt der bisherige Mieter uns entschuldigend an und meint, dass er mal eben sein Fahrrad da herausholen müsste. Gesagt, getan.
Das Rad scheint recht hochwertig zu sein und ich frage – halb im Ernst und halb aus Spaß -, ob es denn immer dort drin steht. Nein, das stünde dort nur ausnahmsweise, normalerweise hinge es an der Wand.
Kurz stelle ich mir vor, wie ich mein Hollandrad an meine Wand hänge, nachdem ich es zuvor die sechs Treppen nach oben bugsiert habe. Keine schöne Idee.
Er fährt fort, dass es zwar auch einen Fahrradkeller gäbe, er diesen allerdings nie benutzen würde, es sei denn, man hätte ein schrottreifes Fahrrad.
Vertrauenserweckend.
Unten seien übrigens auch die Waschmöglichkeiten.
Wieder eine Vorstellung von mir – Waschmaschinen ganz unten im Keller, ich habe gerade meine frischgewaschene Wäsche herausgeholt, in einen Korb verfrachtet und laufe damit dann die Treppen hoch, in der Hoffnung, dass mich niemand sieht, weil irgendwer ein rotes T-Shirt in der Maschine vergessen hat, das nun meinen weißen Karateanzug rosa gefärbt hat.
Wir plaudern noch ein wenig, stellen fest, dass der Bruder des Vormieters in meiner Heimatstadt wohnt (die Welt ist klein!) und verabschieden uns dann.
Als wir wieder draußen stehen, bin ich erleichtert. Ein Blick ins Gesicht meiner Mutter sagt mir, dass sie dasselbe fühlt – ein Glück, dass wir noch andere Besichtigungen haben!

Unser erster Besichtigungstag ist vorbei, wir sind nur noch zurück ins Hotel gefahren, in der Hoffnung, dass wir am nächsten Tag nicht noch so etwas besichtigen würden.

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Vom Besichtigen Teil 3

Das Hotel haben wir strategisch günstig gewählt, sodass es nah an der ersten Wohnung ist, sodass das mit dem Termin auch klappen kann (undenkbar meine Mutter mit dem Mobiliar einverstanden ist – sie hat da sehr spezielle Vorstellungen).
So nah dran, dass wir zu Fuß dorthin gehen können und dabei die Umgebung ein wenig unter die Lupe nehmen können. Es handelt sich um ein Wohngebiet (wer hätte das gedacht?) mit eigentlich allen Discountern in fußläufiger Entfernung. Einen Baumarkt gibt es auch in der näheren Umgebung.
Wir besuchen eine Studentin, die ihren Master in einer anderen Stadt machen wird und deswegen einen Nachmieter sucht. Sie ist noch ein bisschen fertig vom Feiern am Vorabend, bietet uns aber einen Kaffee an.
Ihre Möbel möchte sie gerne mit verkaufen und das für einen recht hohen Preis. Naja…
Die Wohnung ist wirklich schön. In der Küche gibt es eine Herd-Backofen-Mikrowellenkombi, im Badezimmer kann man eine Miniwaschmaschine anschließen und es gibt sogar eine Badewanne. Wir unterhalten uns nett, schauen uns alles an und am Ende empfiehlt sie uns noch ein Restaurant für’s Abendessen.

Vorläufiges Fazit:
Tolle Wohnung, nett eingerichtet. Hier könnte ich mich wohlfühlen, vor allem auch durch die schöne Küchenausstattung.

Wir folgen der Empfehlung und landen bei einem Italiener, der uns allerdings nicht überzeugen kann (ich finde es nicht lustig, kleine Salamistücke auf meiner Pizza Margherita zu finden… durch den Geschmack. Der ist sehr intensiv und wie ich finde, unglaublich eklig!).

Nach einer kleinen Sightseeingtour (die meine Mutter nicht so genießen konnte, weil sie so auf die Wohnungssuche fokussiert war), ging es zum nächsten Termin, diesmal bei einer Art kommerzielles Wohnheim.
Wieder bin ich durch Nachmietergesuche darauf aufmerksam geworden und habe neben dem Termin jetzt noch einen weiteren am nächsten Tag vereinbart.
Das Wohnheim macht von außen einen ganz passablen Eindruck – solange man nicht näher hinsieht. Teilweise scheinen sich die Einwohner keine Vorhänge leisten zu können – warum sonst sollte man sich Müllsäcke vor’s Fenster hängen?
Wir gehen rein und zum Fahrstuhl. Es ist sehr still. Eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte.
Der Fahrstuhl kündigt sich mit einem unheilvollen Quietschen und Ächzen an. Wir betreten ihn und bereuen es beinahe sofort, denn es stinkt. Verziert ist die Kabine beinahe so wie eine Schultoilette – Schmierereien an den ganzen Wänden. Wir suchen den Knopf für das sechste Geschoss, denn wir wollen uns eine Dachgeschosswohnung ansehen. Den gibt es nur leider nicht. Also drücken wir auf den für den fünften Stock.
Der Fahrstuhl setzt sich schwerfällig in Bewegung. Die Geräusche, die er dabei von sich gibt, sind alles andere als vertrauenserweckend. Nach einer gefühlten Ewigkeit hält er an, die Türen öffnen sich und entlassen uns.
Wir betreten den fünften Stock, der genauso still und dunkel daliegt wie das bisherige Gebäude. Es gibt kaum Licht und keinerlei Anzeichen für Leben.
Eine Treppe nach oben gibt es – auf den ersten Blick zumindest – auch nicht.
Vorsichtig erkunden wir die Flure und entdecken schließlich nach zwei Ecken die gesuchte Treppe.
Mittlerweile wollen wir eigentlich jetzt schon einfach wieder gehen, aber die Neugier treibt uns voran.
Wird es einen Menschen in diesem totenstillen Gebäude geben? Was erwartet uns im gut versteckten Dachgeschoss?
Und vor allem: Kommen wir hier wieder heil heraus?

To be continued…

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Vom Besichtigen Teil 2

Meine Mutter schaut mich fragend an und ich fahre fort.
„Wir haben auf die falschen Daten gebucht.“

Wir hatten da so ein bisschen Probleme beim Bestellen des Onlinetickets, darum mussten wir den ganzen Mist mehrfach eingeben. Schlussendlich ist es uns dann wohl passiert, dass wir die automatischen Daten gebucht haben – und die sind jeweils der nächste Tag für die Hin- und der Tag darauf für die Rückfahrt.

Dank Sparpreis war dann unsere gesamte Fahrkarte für die Mülltonne. Yeeey… ob das ein Omen sein sollte?

Wir buchten also nochmal neu und redeten uns ein, dass es hätte schlimmer sein können – wir hätten schließlich auch für zwei Leute ein Ticket gebucht haben können…

Währenddessen war mir der Appetit auf’s Frühstück total vergangen. Louis brachte ein wenig Humor herein, indem er anfing, ein Lied von den Wise Guys zu singen:
„Meine Damen und Herren, danke, dass Sie mit uns reisen, zu abgefahrenen Preisen auf abgefahrenen Gleisen. Für Ihre Leidensfähigkeit danken wir spontan: Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn.“

Mein Vater fuhr uns zum Bahnhof und wir standen am Gleis und warteten. Der Zug kam (natürlich nicht auf unserem Gleis, sondern auf dem Gleis gegenüber 😉 ), wir stiegen ein und es ging los.
Das Umsteigen klappte prima und so kamen wir nach ein paar Stunden Fahrt am Zielort an.

Zuerst ging es ins Hotel und dann auch gleich schon ab zur ersten Besichtigung.

To be continued…

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Vom Besichtigen Teil 1

Der Tag lässt sich nicht gut an.
„Warum bist du denn noch nicht wach?“, schallt es mir unerwartererweise ins Ohr. Ein Blick auf den Wecker verrät mir, dass ich keineswegs verschlafen habe, die Geschwindigkeit meiner morgendlichen Gedanken allerdings auch, dass dreieinhalb Stunden Schlaf vielleicht nicht unbedingt ein erholsames  Erwachen zustande bringen.
Ich stehe also auf, dusche und ziehe mich an und gehe nach unten in die Küche (wo bereits mein riesiger Becher mit Tee bereitsteht, an dieser Stelle große Liebe an meinen Papa „Wie soll denn das Wetter werden?“, werde ich gefragt und ohne, dass Luft geholt wird, geht es gleich weiter. „Und kannst du mein Ticket mal ausfüllen?“


Wir haben nämlich ein Onlineticket für mich gekauft und für meine Mutter hatten wir noch zwei Mitfahrerfreifahrten von Ferrero.


Ich schaue also zuerst nach dem Wetter (nicht so pralle, aber auch nicht ganz schlecht) und hole dann die Fahrkarte heraus, lege sie auf den Tisch und die Freifahrt daneben.


Ein Blick auf die Fahrkarte, ein Blick auf den Kalender und mir wird übel.


„Du, Mama…“, beginne ich, „da ist uns ein Fehler unterlaufen…“

To be continued…

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Grundschullyrik

In der Grundschule haben wir doch alle wunderbare Geschichten geschrieben, oder? Ich teile jetzt meinen allerersten lyrischen Versuch mit euch…

„Ein neuer Tag bricht an
Und Vögel singen dann.
Katzen miauen jetzt,
Doch zu guter Letzt
Sind sie schließlich still,
Weil ich das so will.“

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die Woche 😉

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Eingeordnet unter Muffins Schulzeit

Vom Besichtigen

Okay.
Sechs Besichtigungstermine habe ich vereinbart und in drei Tage (inklusive An- und Abreise) gequetscht.
Meine Mutter fährt mit mir in meine neue Heimatstadt, um sich die potentiellen Angebote anzuschauen. Zum einen, weil sie sowieso für mich bürgen muss, zum anderen, weil sie auf andere Dinge achten wird. Ich habe ja keine Erfahrung.
Ich stelle mir Fragen, um mich abzulenken von der Möglichkeit, dass all‘ diese Termine Fehlschläge sein könnten.
Zum Beispiel diese:
Was ziehe ich denn nur an?
Vier von diesen Terminen sind Nachmietergesuche, zumeist von (ehemaligen) Studenten. Ich glaube, da ist eine Jeans und ein ordentliches Oberteil okay. Hoffe ich zumindest.
Dazu wie immer Chucks.
Ob das zu leger wirkt?

Ich versuche einfach, zuversichtlich zu sein. Aber ich bin nervös.
Wünscht mir Glück.

Bitte.

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Eingeordnet unter Zukunft

Auszugsgedanken

Wie ist das eigentlich, sein Leben komplett zu ändern?
Der Beginn des Studiums wird alles auf den Kopf stellen. Mein gesamtes Leben wird anders werden.
Innerlich habe ich schon seit langem diesen Plan gehabt, aber wenn es nun wirklich nur noch etwas über einen Monat bis zum Beginn meines ersten Semesters ist, wird alles etwas greifbarer, wenn auch immer noch unglaublich.
Ich habe bislang mit wenigen Leuten darüber geredet. Es fällt mir, ehrlich gesagt, schwer.
Denn ich muss Schlussstriche ziehen. Einige habe ich schon gezogen, hinter meinem FSJ zum Beispiel oder auch hinter meine ehrenamtliche Tätigkeit in meiner Kirchengemeinde (den hatte ich schon mit dem FSJ aus Zeitmangel gezogen). Einige stehen noch aus.
Der hinter meinem Verein beispielsweise. Ich werde ja nun nicht länger als Trainerin tätig sein können. Das muss ich noch endgültig mitteilen.
Oder der hinter dem anderen Engagement, das ich trotz FSJ durchgehalten habe. Dort bin ich zeitliche Verpflichtungen eingegangen. Entweder ich mache hier einen richtigen Schlussstrich oder ich bemühe mich darum, auch von meinem neuen Zuhause aus meinen Teil zu leisten.
Bei diesem Punkt bin ich unschlüssig und ich werde wohl noch Gespräche dazu führen müssen.

Ich betrachte die Dinge in meinem Zimmer bereits mit der Frage im Kopf, was ich davon mitnehmen werde. Einiges steht natürlich fest, meinen Schmuck beispielsweise. Aber ist das nicht auch die Gelegenheit, auszusortieren?
Einiges ist schon aussortiert, eine Menge Bücher beispielsweise. Dennoch habe ich noch sehr viele (meine Wände bestehen quasi nur aus Bücherregalen 😉 ). Eigentlich alle habe ich bereits gelesen, manche natürlich mehrfach. Das könnte dafür sprechen, sie alle hierzulassen, aber das brächte ich nicht über’s Herz. Ich liebe meine Bücher und könnte mich in meinem neuen Zuhause ohne niemals wohlfühlen (wobei ich garantiert in kürzester Zeit wieder einige ansammeln würde).
Sie haben alle ihre Geschichten und tragen Erinnerungen in sich. Die Protagonisten sind wie gute Freunde, die Geschichten ein Teil meines Lebens.
Nun kann ich aber natürlich nicht alle mitnehmen. Ich muss entscheiden…
Das fällt mir schwer. Rebecca Gablé, Ken Follett, Jojo Moyes, Trudi Canavan, Carlos Ruiz Zafón, Dan Brown, Markus Heitz, Tamora Pierce, und und und…
Wen soll ich mitnehmen, wen zurücklassen?

Gut, dass ich noch etwas Zeit habe…

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Eingeordnet unter Muffin und die Bücher, Zukunft

Von der studentischen Wohnungssuche

Es ist anstrengend, eine Wohnung zu suchen. Vor allem als angehende/r StudentIn. In den meisten Fällen hat man da nämlich nicht allzu viel Geld zur Verfügung. Dennoch soll die Wohnung viele Kriterien erfüllen. Uninah soll sie liegen, möglichst billig sein und dennoch möglichst groß. Hinzu kommen Extrawünsche wie ein Balkon oder Ähnliches.
Einen zusätzlichen Anstrengungsgrad erreicht man dadurch, dass man eine Wohnung in einer anderen Stadt sucht.
Unter Umständen kennt man sich ja ein wenig aus und weiß, welche Stadtteile beliebt sind und welche verrufen, welche ruhig sind und welche gar nicht gehen.
Unter Umständen, wie gesagt. Vielleicht aber auch nicht.

Ich suche eine Wohnung. Noch nicht verzweifelt, aber schon ein wenig unruhig. In eine WG möchte ich lieber nicht ziehen, das fällt für mich also schon einmal weg.
Der Markt ist hart umkämpft, vor allem,  da jetzt die Meisten ihre Zusagen bekommen haben.
Da wird einem schon einmal an einem Tag für drei Stunden später eine Besichtigung angeboten, kann man die nicht wahrnehmen, ist man raus (und wenn man es wagt, sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen – da besagte Wohnung noch auf den einschlägigen Seiten zu finden ist – wird man äußerst unhöflich abgefertigt).
Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele, die nette Studentin, die einen Nachmieter sucht und gleich anruft, oder den Wasserfallplapperer von Makler, der alles versucht, um eine Besichtigung möglich zu machen…
Allerdings steigt meine Unruhe so langsam. Was mache ich denn, wenn ich keine Wohnung finde?

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Eingeordnet unter Zukunft