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Von einer recht gelungenen Nullnacht, einem nicht sehr erfolgreichen Notlösungsabistreich und dem Unterricht am Tag danach (Teil 2)

Schon als ich im Dunklen auf dem Weg zur Turnhalle war (also vom Parkplatz aus), begegnete ich dem ersten Mitschüler. Es war Tahmid, wie ich an der Stimme erkannte, als er mich mit grellem Licht anleuchtete und grüßte. Ich grüßte zurück und ging weiter. Im Vorraum der Turnhalle traf ich dann auf Herrn Bleistift, der dort gerade Liegestühle aufstellte. Warum auch immer. Der nahm mich jedenfalls mit hinein und ich lief quasi in Frau Schick hinein. Wie man merkt, sind die Beiden die Lehrer, die zur Beaufsichtigung da waren. Noch dazu waren Frau Blümchen und Madame Ravissant. Wir hatten also eine echt geniale Lehrerbesetzung.

Frau Schick schaute mich an und meinte nur: „Muffin, du gibst echt alles.“ Allerdings wusste sie nicht wirklich, was ich darstellen sollte (aber das bin ich ja schon von Dienstag gewöhnt gewesen… 😉 <- Spoiiiiler!).

Dann kam ich auch mal in der Halle an. Frau Blümchen und Madame Ravissant hatten sich an einer Seite auf einem großen Kasten niedergelassen und beobachteten, auf der gegenüberliegenden Seite waren ein paar Tische mit Essen und Getränken aufgebaut. Dazu lagen die großen Weichbodenmatten auf dem Boden und die Kletterseile waren herausgezogen. Am Anfang stand das Erkennen von den verschiedenen Kostümen im Mittelpunkt. Einige waren auch noch nicht fertig und in der Umkleide (Ari zum Beispiel).

Der Einfachkeit halber werde ich bei denen, die ich nicht so häufig erwähne, übrigens keinen Extranamen einführen, sondern sie mit ihren Kostümen bezeichnen. Es lohnt sich einfach nicht mehr 😉

Ich hatte ziemlich viel Spaß bei der Nacht. Mir wurde einmal von Ari „Partyuntauglichkeit“ bescheinigt, weil ich nur sehr selten Alkohol trinke. So auch bei der Nullnacht. Mir ist bewusst, dass ich wenig vertrage.

Lorena ist eigentlich auch bewusst, wie viel sie verträgt. Das denke ich zumindest, so schätze ich sie ein. Als sie aber vor mir stand (ich saß mit Luna auf einer der Bänke) und folgendes von ihr gab, zweifelte ich ein bisschen daran.

„Ja, Muffin, du hast so einen kritischen Blick. Ich weiß, was du denkst: Ich bin die Jahrgangsschlampe! Hier, trink!“

Damit hielt sie mir ihren Becher mit einer Fantamische hin. Ich nahm einen Schluck – mit Betrunkenen diskutiere ich nicht 😉
Dazu muss ich sagen, dass ich das keinesfalls von Lorena denke. Ich respektiere sie. Sie ist geradlinig und hat immer einen lockeren Spruch auf Lager. Eigentlich mag ich sie sogar. Wirklich zum Tragen ist das allerdings nie gekommen. Dafür sind wir zu unterschiedlich. Schade eigentlich.
Auch als sie mir später auf dem Flur begegnet ist, machte sie einen, sagen wir, redseligen Eindruck. Sie fasste mich die ganze Zeit an und unterhielt sich über Liebesdinge – ich sollte für sie Informationen über einen Typen einholen.

Was es auch noch gab in dieser Nacht, war die Verleihung der Abi-Awards. Es wurden immer die ersten Drei genannt und der Erstplatzierte musste einen Kurzen trinken.
Es gab sowohl Schüler- als auch Lehrerkategorien. Eine der Lehrerkategorien war „Hätte lieber etwas Anderes werden sollen“. Da gab es Ärger, denn einige Spaßvögel fanden es wohl lustig, Frau Elder eine Alternativkarriere als SS-Offizier nahezulegen…

Aber Näheres dazu und zum Rest der Nullnacht gibt es dann ein anderes Mal 😉

(Ich liebe Cliffhanger! Aber nur, wenn ich sie selbst konstruiere ;P )

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Wie Tahmid sein Abi durch Mitleid bekam

Manchmal ist es sicher schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. So fühle ich auch mit Señor Enano.

Tahmid hätte eigentlich die null Punkte im Zeugnis verdient. Er kommt kaum und wenn er mal da ist, bemüht er sich nicht einmal, mitzuarbeiten.

Und dann ist da die Sache mit der Klausur…

Tahmid hat die Klausur nachgeschrieben (wie er alle Klausuren nachschreibt – absichtlich. Denn bei Señor Enano brauchen wir kein Attest, um bei einer Klausur zu fehlen. Señor Enano ist da schwer in Ordnung.). Tahmid schreibt nach, weil er dabei alleine ist und sein Smartphone benutzen kann, um die Klausur zu bearbeiten. Eigentlich wäre das ja nicht nötig, wenn er mal dem Unterricht beiwohnen würde… Aber sei’s drum.

Bei Señor Enano ist die Nachschreibeklausur eigentlich immer genau dieselbe Klausur, die auch die anderen Schüler am regulären Termin geschrieben haben. Und zumeist benutzt er irgendwelche Dinge, die wir im Unterricht besprochen haben, sodass es kein Hexenwerk ist, das inhaltlich hinzubekommen. Zudem gibt er meistens auch Hinweise, was drankommen wird. In diesem Fall das siebte Kapitel unserer Lektüre.

Da ich das vorbereiten sollte und auch vorgetragen habe, hatte ich davon eine Zusammenfassung, die ich auch schon abgetippt hatte, weil Ilvy, die krank gewesen ist, mich darum gebeten hatte, dass ich ihr das schicke und ich es für besser hielt, es abzutippen, als es einfach einzuscannen. Das ist so einfach lesbarer und ich kann eventuelle Fehler (also zumindest die, die mir auffallen) ausbügeln.

Diese Zusammenfassung (und eine Charakterisation einer Figur aus diesem Kapitel) habe ich also Tahmid geschickt, weil ich wollte, dass er sich auf die Klausur vorbereiten kann. Weil ich wollte, dass er eine anständige Note hinbekommt, weil er ja zwei Halbjahre Spanisch ins Abi einbringen muss.

Fakt ist, dass ich ihm damit quasi die Lösung zweier Aufgaben aus der Klausur geliefert habe. Auf relativ hohem Niveau.

Was macht Tahmid also, der Arbeit zu gerne mal scheut?

Er druckt sich das aus und nimmt es mit zur Klausur. Den Text schreibt er komplett so ab.

Dass das nicht unbemerkt bleiben konnte, war offensichtlich. Denn Tahmid bringt im Unterricht keinen einzigen spanischen Satz zustande und dümpelt im Unterkursbereich umher. Und plötzlich soll er so einen Text verfasst haben? Unglaubwürdig…

Das führte dazu, dass Señor Enano, als er uns am Montag die Klausuren austeilte, ihm seine nicht wiedergab. Stattdessen forderte er Tahmid auf, sich in’s Vorzimmer unseres Raumes zu setzen und seine Klausur zum Großteil ins Deutsche zu übersetzen. Ein Ding der Unmöglichkeit für ihn. Er versuchte es dennoch, mehr oder minder erfolgreich und wieder mit Einsatz elektronischer Hilfsmittel.

Ich hatte das schlechte Gewissen wohl ins Gesicht geschrieben, denn so fühlte ich mich. Verantwortlich dafür, was passiert war, denn ich wusste sofort, worum es ging.

Heute war Tahmid (wie zu erwarten war…) nicht anwesend und Señor Enano wandte sich an mich und meinte, dass ich Tahmid ja ausrichten könnte, dass es eine Doppelnull geworden sei (wobei er am Montag sagte, dass es, hätte er’s gewertet, wohl elf oder zwölf Punkte geworden seien).

Nach dem Unterricht sprachen wir noch weiter und er fragte mich, wie es denn um Tahmids Abi stünde, woraufhin ich meinte, dass ihm null Punkte das Genick brechen würden. Denn null Punkte bedeutet Kursaberkennung – eigentlich zu verschmerzen, doch Tahmid MUSS diesen Kurs belegt haben. Dementsprechend zöge das die Nichtzulassung zum Abitur nach sich.
Señor Enano meinte, Tahmid hätte durchaus null Punkte verdient, doch er würde ihm, wenn die Dinge so seien, einen Punkt geben.
Ein Mitleidspunkt. Der Tahmids Abitur rettet.

Dann sagte er auch noch: „Wenn man so blöd ist und das so auffällig macht wie Tahmid, dann hat man allein dafür schon null Punkte verdient…“

Dem kann ich nur beipflichten…

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The Whale

Oder: Herr Otto ist weg.

Nun ist es also soweit, Herr Otto ist in Rente gegangen. Leider Gottes.

Dementsprechend war heute auch, da für alle(außer uns) das Halbjahr geendet hat, Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Es waren viele da, vor allem auch viele alte Gesichter. Mit alt meine ich richtig alt – zum Beispiel unser Mathelehrer Herr Fuchs zum Beispiel, der vor vier (oder fünf?) Jahren in Rente gegangen ist. Irgendwie ist der seitdem ein bisschen älter geworden^^
Auch unser anderer ehemaliger Mathelehrer Herr Hut war da.
Wer nicht da war (glücklicherweise) war Frau Rank. Ich weiß nicht, wie ich dieser Dame gegenübertreten würde. Leider nicht da war Herr Blume.

Ach, außer für Herrn Otto war es auch der letzte Tag für Herrn Frettchen. Man glaubt gar nicht, wie sehr der sich darüber gefreut hat 😉

Jedenfalls hatten Ari, Luna und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir etwas für den Abschied von Herrn Otto machen wollen. Nach ein wenig Überlegen kamen wir dann auf die Idee, einige Szenen aus „Das Leben des Brian“ nachzuspielen. Zum Einen, weil das absolut den Humor von Herrn Otto trifft und zum Anderen, weil wir eben unter anderem die eine Szene nachgespielt haben, in der Brian „Römer geht nach Hause“ an eine Wand schmieren will und seine Grammatik dann von einer römischen Patrouille verbessert wird… Das passte einfach.

So saßen wir denn also zu Beginn der „Dienstbesprechung“ im Lehrerzimmer. Erst einmal herrschte einiger Trubel, es wurden einige sehr interessante Gespräche geführt und wir konnten einige interessante Dinge beobachten…

Dann kam The Whale und hakte die ersten Punkte der Dienstbesprechung ab. Die Punkte, bei denen ich verstanden hätte, dass wir nicht dabei sein sollten. Dann ging sie über zur Verabschiedung und wir waren dran.

Dafür mussten wir in die Aula gehen. Am Ausgang vom Lehrerzimmer verteilte Ari dann Kreuze. Luna behauptete, sie müsse nicht zur Kreuzigung, sondern sei freigesprochen, gibt dann aber zu, dass das ein Scherz gewesen sei… Die Szene kennt man 😉
Am Eingang zur Aula hockte ich und bat um eine Spende für einen „Ex-Leprakranken“. Herr Otto spendete mir sein Kreuz (wie gemein, dann werde ich ja gekreuzigt^^).
Herr Guetta saß mittlerweile auf der Bühne und sollte ein Schild hochhalten, auf dem „Judäische Volksfront“ stand. Als Herr Otto das sah, freute er sich und meinte „Ich weiß, was auf dem anderen Schild steht!“
Luna und Ari setzten sich mit einigem Abstand neben Herrn Guetta und Luna begann, über diese „Sche*ß Volksfront von Judäa“ herzuziehen. Ari guckte sie daraufhin indigniert an und meinte, dass sie selbst doch die Volksfront von Judäa seien. Gleichzeitig hielt sie dann das Schild, auf dem ebendieses stand. Luna sah sie entgeistert an: „Was?! Ich dachte, wir wären die populäre Front!“, woraufhin Ari verneinte und auf  Herrn Otto zeigte. „Nein. Die steht da drüben.“ (wenn man den Film kennt, ist es umso lustiger, da der Vertreter der populären Front so ein alter, komischer Kauz ist…^^).
Dann kam ich und rief „Otternasen, frische Otternasen!“ und bot sie Ari und Luna an. diese ignorierten mich, woraufhin ich nur meinte, dass das Geschäft auch nicht mehr das sei, was es mal war und Herrn Otto die Otternasen in die Hand drückte (unsere Otternasen waren Lakritze 😉 ).
Dann schrieb Luna als Brian „Romanes eunt domus“ auf ein Bettlaken. Ich als römische Patrouille kam vorbei und korrigierte sie. Wobei es sehr lustig war, dass sehr viele Lehrer wie pubertierende Kiddies bei dem Wort „- anus“ gelacht haben – dabei ging es nur um die Endung von Romanus^^
Nachdem ich Luna dann aufgetragen hatte, den richtigen Satz hundertmal zu schreiben, richtete ich einige Worte an Herrn Otto.
Unter anderem fielen Sätze wie:
„Ich selbst habe ja jahrelang in Latein unter ihnen gelitten.“
„Sie haben ihre Lieblingsvokabel „vexare“ – für die Nicht-Lateiner „quälen“ – gelebt und immer authentisch rübergebracht.“
„Ich werde nie vergessen, wie sie sich mit Truman um einen Stuhl geprügelt haben, die Drei-Sekunden-Regeln, nach der man sie innerhalb von dre Sekunden zurückschlagen durfte, wenn sie uns geschlagen haben oder ihre diskriminierenden, sexistischen und sonstwie verletzenden Äußerungen. Aber keine Bange – Wir wissen ja alle, dass das alles genau so gemeint war, wie sie es gesagt haben.“

Das klingt vielleicht jetzt fies. Aber so ist er gar nicht. Man muss mit seiner Art klarkommen, natürlich. Aber er meinst es nicht so, das ist nur sein Humor.

Dann gab uns Frau Drama noch Tipps, was wir hätten verbessern können (typisch Darstellendes-Lehrerin^^) und ich wurde von mehreren Lehrern nach den sexistischen Äußerungen gefragt^^ (aber nicht so ernst, sondern eher so, dass sie sich drüber amüsieren wollten).

Danach ging es wieder ins Lehrerzimmer und The Whale – schmiss uns raus.

Ziemlich deutlich sogar. Anfangs sagte sie noch, dass wir jetzt nach Hause wollten (witzig, da Luna sowieso abgeholt werden musste und das frühestens eine Stunde später – wegen der Krücken -.-), dann, dass sie das „unter ihnen“ „im kleinen Kreis“ gerne weiterführen würde. Ahja.

Hätte ich verstehen können, wenn es dann um dienstliche Dinge gegangen wäre. Aber es war einfach nur weitere Verabschiedung, ein umgeschriebenes Lied für Herrn Otto, ein Loriot-Sketch von Frau Neon und Mr. Suit – und Herr Otto meinte zuvor zu uns, wir könnten gerne bleiben (später meinten auch andere Lehrer, sie hätten nicht verstanden, warum wir denn gehen mussten…). Mitbekommen haben wir trotzdem alles, da wir von draußen, wo wir dann gezwungenermaßen warteten, exzellent hören konnten.

Nach einer Stunde oder auch etwas mehr, kam The Whale auch raus (viele waren schon gegangen und hatten kurz mit uns gequatscht) und zu uns. Und ihr „Mitgefühl“ für Luna, das konnte sie sich dann echt schenken. Als wenn sie da irgendein Mitgefühl gehabt hätte… (es ging darum, dass wir ja soo lange warten müssten, bla)

 

Naja. Diese Schulleiterin weiß einfach nicht, was sie an uns hat.

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Kranke Augen

Ich war die letzten vier Tage von Samstag an (eigentlich schon von Freitag an… :/ ) krank, erkältet. Blöderweise tränt bei mir bei einer Erkältung automatisch ein Auge und das, als hätte man da drin einen Wasserhahn aufgedreht (wer’s nicht glaubt, möge bitte Senor Enano fragen, ich hab nämlich trotzdem am Montag Spanisch geschrieben).

Dementsprechend war ich dann auch Montag und Dienstag nicht in der Schule bzw. nur für die Spanischklausur da.

Heute war ich dann aber wieder voll dabei (unter anderem, weil wir ja heute Geschichte geschrieben haben – was ich verhauen habe… -.- ) und weil heute der Infoabend für neue Oberstufenschüler war. Da wollten wir, so die Planung, Kuchen verkaufen. Für unsere Abikasse. Das haben wir an Nikolaus schon einmal gemacht, vielleicht schreibe ich da auch noch etwas zu.

Nach meinen zehn Stunden machte ich mich also auf den Weg zurück zu meiner Schule und setzte mich zu Ari und Luna. Wieder war an Engagement nur der Englishcleistungskurs beteiligt, aber das wundert ja wohl niemanden…

Das Programm war mäßig, der Umgang mit der Technik teilweise echt grottig. Es gab viel zu kommentieren und wer mich kennt, weiß, dass ich das mit Vorliebe tue… Wenn zum Beispiel gesagt wird, dass wir eine familiäre Oberstufe haben, assoziiere ich das natürlich mit den vielen Schwangerschaften!

Frau Neon saß neben unserem Kuchentisch und grinste manches Mal sehr amüsiert über meine Sprüche. Als sie gekommen war, meinte sie ja erst einmal zu mir, dass ich ins Bett gehöre und dass sie es ja gut fände, dass ich trotzdem für Geschichte da war, andere würden sich da ja lieber einen Arzttermin geben lassen (Lorena. Den hat sie auch gar nicht erst mit Frau Neon abgeklärt, sondern gleich mit Mr. Suit 😉 ).

Später, als es fast schon vorbei war, kam Frau Schick zu uns – nicht ohne vorher durch die Aula zu verkünden, dass ich ins Bett gehöre, dass sie das ja schon von hier (=anderes Ende der Aula) sehen könne. Sie legte mir dann auch gleich die Hand auf die Stirn, um zu schauen, ob ich Fieber habe (hatte ich natürlich nicht).
Später meinte sie auch noch, dass ich keinen Tishc tragen solle, ich sei ja krank… O.o

Auch The Whale fragte, ob ich erkältet sei. Ich bejahte und sie meinte, dass ich sie dann wohl angesteckt hätte. Sehr lustig.

Luna meinte, dass man das an meinen Augen sehen könnte.
Ich sehe da nichts. Weil ich eben wieder gesund bin! Mensch, versteht das doch… -.-

Auch schön war Frau Blümchen, die uns erstmal mit einer großen Taschenlampe anleuchtete und meinte, dass sie uns auf den ersten Blick erkannt hätte…

Und zum Abschluss des Tages haben Luna und ich noch Smileys, Herzen und Sterne in den Schnee auf Frau Schicks Auto gemalt. Und reingeschrieben: „Fr. Schick ist toll!“. Stimmt ja auch 😉

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Lustiges Ostreidaeboykottieren II

Wie schon erwähnt, sollten wir dann also dieses Gedankenexperiment auf Hobbes übertragen.

(Natürlich, nachdem aus jeder Gruppe jemand vorgestellt hatte. Herr Ostreidae merkte übrigens an, dass in Saudi-Arabien gerade diskutiert würde, ob man Frauen das Autofahren erlauben sollte… Woraufhin Lorena dann die frage in die Runde warf, ob das Auto dann auch verschleiert sein muss… 😉
Herr Ostreidae meinte dazu dann auch noch, dass es ja Gründe dafür und dagegen gäbe, was ihn in meinen Augen etwas unsympathisch erscheinen ließ – wie kann man denn ernsthaft der Auffassung sein, dass es gut sei, wenn Frauen nicht Autofahren dürfen?! Albernes Machogetue -.-)

Hierfür sollten wir dann erst einmal kurz erläutern, worin Hobbes‘ Theorie denn bestand. Anouk und Elli sagten etwas dazu, aber nichts Wesentliches. Also nicht das, was er hören wollte.

Ich erbarmte mich dann und meldete mich (ich muss mich ja selbst in solchen Stunden einmal beteiligen). Er guckte mich an und grinste, sagte aber nichts. Also sagte ich auch nichts, ich fühlte mich ja nicht drangenommen. Dann nickte er mir aber zu und ich musste wohl oder übel annehmen, dass er dies für eine adäquate Art und Weise hielt, Leute aufzurufen… Ob er meinen Namen nicht weiß? Das kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. Er fragte auch nicht nach meinem Namen, wie er es bei anderen schon getan hat.

„Thomas Hobbes‘ Leviathan bietet insofern Schutz für die Angehörigen dieses Staates, da sie miteinander einen Gesellschaftsvertrag eingehen, der besagt, dass man seine eigene Freiheit aufgibt und dafür Sicherheit bekommt, sofern das alle anderen auch tun. Das heißt, die Sicherheit besteht in diesem kollektiven Einverständnis, dass man nicht angegriffen werden wird und daher auch kein Zwang zum Präventivangriff da ist  anders als im Naturzustand nach Hobbes.
Die Machtübertragung auf den Staat funktioniert so, dass alle ihren Willen quasi an eine höhere Ebene abgeben, dies kann sowohl eine Einzelperson oder auch eine Gruppe sein, die herrscht. Auf dieser Ebene wird dann aus den vielen Willen ein einziger. Diesem einen Willen müssen sich dann alle Individuen unterordnen, auch wenn ihr eigener Wille eigentlich nicht damit übereingestimmt hätte.“

So beziehungsweise so ähnlich klang mein Unterrichtsbeitrag. Anscheinend zu viel für Herrn Ostreidae, der bereits zuvor Calvin bitten musste, seine Stellungnahme zu wiederholen, weil er sich nur an einen von insgesamt drei Punkten erinnern konnte…

Er konzentrierte sich dann auf den Punkt mit der Gruppe, die laut meiner Aussage ebenso in Hobbes‘ Theorie passte wie der einzelne Herrscher, und stellte dazu Nachfragen an den Kurs. Nachfragen, die so klangen, als sei meine Aussage falsch gewesen (dass sie es nicht war, wusste ich zwar, aber trotzdem…).
Nach spärlichsten Aussagen dazu, forderte er mich auf, meinen Beitrag noch einmal zu wiederholen.

Ich fühlte mich vorgeführt. Hatte ich etwas falsches gesagt und Herr Ostreidae wollte mich nun einmal schön vorführen? Anders konnte ich mir das kaum erklären, denn normalerweise wird doch jemand anderes aufgefordert, die Aussage zu wiederholen, in eigenen Worten, damit diejenigen, die die Aussage von mir nicht verstanden haben, die Chance bekommen, dieselbe Aussage noch einmal anders formuliert zu hören.

Ich wollte also nicht und dementsprechend tat ich es auch nicht (wobei er mich immer noch nicht mit Namen ansprach -.-). Zumindest erst einmal. Ich sagte, dass ich es nicht verstünde, warum ich das jetzt noch einmal wiederholen solle und wollte eigentlich eine Aussage dazu hören. Bekam ich aber nicht. Er guckte mich nur an und wartete. Ich guckte ihn an und wartete auch.

Teil Drei gibt’s auch heute noch 😉

 

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Stundenplan und Chaos

So, es ist soweit, das neue – mein letztes – Schuljahr hat begonnen… und zwar furchtbar.

Wir kamen pünktlich zur Schule, zur ersten Stunde, die wie immer um acht beginnen sollte. Ein kurzer Blick auf den Vertretungsplan verriet uns, dass alle Oberstüfler (außer denen, die jetzt neu auf die Schule gekommen sind) in den ersten beiden(oder in den ersten dreien?) Unterricht bei ihrem Erst-LK-Lehrer haben sollten. Soweit, so gut.

Blöderweise wussten wir ja gar nicht, WER denn nun unser Lehrer sein würde! (wir erinnern uns… Frau Rank war schwanger…)

Dafür konnten wir dem Plan unseren Raum entnehmen. Beziehungsweise auch nicht, weil wir doppelt da standen, der andere Deutschleistungskurs aber gar nicht. Wir haben uns den Raum dann aber logisch erschlossen und warteten vor ebendiesem.

Zu neunt.

In unserem Englischleistungskurs sind jetzt noch Teresa, Elli, Anouk, Calvin, Timon, Lorena, Marisa, Luna und ich. Und Tahmid, der fehlte heute aber, weil er noch in Jordanien weilt (Hochzeit und so…).

Damit ergibt sich, dass wir in unserem Deutschleistungskurs nur noch fünf Leute sind. Stimmt so auch. Wir wurden nicht zusammengelegt oder sonst was. Wir sind zu fünft.

Jedenfalls standen wir also zu neunt vor dem Raum. Der Flur leerte sich allmählich und irgendwann standen nur noch wir da. Wie bestellt und nicht abgeholt. Lehrerlos.

Es wurde gewitzelt, dass wir ja uhrzeittechnisch bei Frau Blümchen haben könnten, die käme ja immer zu spät. Oder bei Frau Rank, die käme ja gar nicht erst (woraufhin einige klar und deutlich meinten, dass sie gehen würden, wenn wir Frua Rank wieder hätten). Luna erinnerte an die Paralellen zu der Situation vor den Ferien, als Herr Frettchen einfach nicht kam…

Nun ja. Die Minuten vergingen und noch immer war kein Lehrer in Sicht.

Um halb neun gingen Teresa, Luna und ich dann runter zum Büro von Mr. Suit. Der ist zwar nicht da, aber trotzdem.

Für mich ergab sich da eine Überraschung, denn Herr Otto, mein ehemaliger Lateinlehrer, macht die Vertretung für Mr. Suit. Er konnte uns leider nicht sagen, wen wir denn gehabt hätten. Dafür konnten wir schonmal einen Blick in unsere Stundenpläne werfen. Und was wir dort sahen, war der blanke Horror… doch dazu später mehr.

Inzwischen lief The Whale vorbei und ich fragte sie, wer denn jetzt unser Profil übernehmen würde.

Herr Frettchen.

Gut. Dann wussten wir wenigstens, wer uns versetzt hat.

Frau Schick verteilte uns dann unsere Stundenpläne.

Soll ich euch mal verraten, wie lange ich in der Schule sein darf?

Montags von 8-10:25 Uhr, dann zwei Freistunden, dann eine Doppelstunde Kunst – MOMENT mal, Kunst?! Das hatte ich doch abgewählt?! (steht aber scheinbar bei ziemlich vielen falsch drin), dann um 14:30 Uhr Schluss.

Dienstags von 8:50 bis 12:20 Uhr.

Mittwochs von 8:50 bis 16:10 Uhr.

Donnerstagmorgen in der ersten eine Stunde, dann zwei Freistunden, dann von 10:45 bis 16:10 Uhr.

Freitags von 8 Uhr durchgehend bis 14:30 Uhr.

Soweit wäre das ja noch vertretbar. Aber da fehlt noch etwas.

Spanisch nämlich, das haben die nämlich wieder mal nicht hinbekommen mit der Kommunikation zwischen den Schulen. Spanisch ist zwangsweise am Nachmittag, weil schulübergreifend. Also vier Nachmittagsstunden mehr. Nur wann?

Also ab zu Herrn Otto, fragen. Der schrieb sich das zunächst einmal auf, entschied dann aber, dass wir uns ja selber drum kümmern können und gab Luna und mir die Telefonnummern der jeweiligen Schulen. Juhu.

Dann gab es noch Unklarheiten wegen den Biokursen, die sind nämlich entweder falsch eingetragen oder neu zusammengewürfelt worden. Dummerweise kann man unsere beiden Biokurse nicht neu mischen, weil der andere das Thema, was wir bereits hatten, noch machen muss und umgekehrt. Aber gut, wir werden sehen.

Unser riesiger Pädagogikkurs wurde aufgeteilt. Anouk und ich sind in demselben, allerdings wohl nicht in dem, den Herr Waschbär weiterhin macht. Angeblich wird jemand Neues unseren Kurs übernehmen. Man darf gespannt sein.

Zwischenzeitlich kam auch Frau Rock, Lunas Biolehrerin, vorbei und meinte fröhlich: „Das Schuljahr fängt an, wie es aufgehört hat – mit Luna vor dem Lehrerzimmer!“

Auch Herr Frettchen kam irgendwann.

Ich: „Herr Frettchen, wir hätten Sie eben gehabt – Profilleiterunterricht in den ersten beiden Stunden.“
Herr Frettchen: „Ach, behalte ich euch? Das war Freitag noch nicht ganz klar.“

Oh mann. Diese Schule kennt das Wort Organisation auch nur aus dem Fremdwörterlexikon, oder?

Er meinte dann aber, er würde dann aber morgen zu den beiden Englischstunden kommen.

Teresa meinte daraufhin: „Ähm danke.“, sah mich mit großen Augen an, „Diese Schule kennt auch keine Arbeitsmoral…“

Nun waren die ersten beiden Stunden um und wir hatten noch eine Stunde Unterricht in unserem zweiten Leistungskurs. Also Deutsch bei Frau Neon.

Wir haben beschlossen, dass wir eine Wochenendfahrt nach Weimar machen werden, darauf freue ich mich schon. Und sie meinte, sie würde uns in Anbetracht unserer Kursgröße und Stundenpläne wohl keine Hausaufgaben aufgeben und freute sich darüber, dass wir ihr Kopierkontingent nicht sehr belasten würden.

Nach dieser Stunde hatten wir dann Schluss und ich fuhr bei der Schule, in der wir Spanisch haben, vorbei, um mich vor Ort zu erkundigen, engagiert und motiviert, wie ich bin…

Nun ja, was soll ich sagen.

Zu den schon aufgeführten Stunden kommen Montags ab 14:45 Uhr und Mittwochs ab 16:25 Uhr noch jeweils zwei Stunden Spanisch hinzu. Ich darf mich also beamen, innerhalb von fünfzehn Minuten von einer Schule zur anderen. Mit dem Fahrrad komme ich dann vielleicht nur fünf Minuten zu spät, das ist gar nichts, letztes Schuljahr überschnitten sich meine Stunden ja und ich durfte immer eine Viertelstunde zu spät kommen. Aber wenn ich mal Bus fahren sollte… Da kann ich schon fast die erste Spanischstunde knicken.

 

Jetzt darf ich übrigens mein Leben umplanen, danke, liebe Schule.

Und Mr. Suit behauptet noch, wir bekämen dieses Schuljahr einen besseren Stundenplan…

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Rank

Es ist nichts neues, dass Luna und ich nach Englischstunden Kopfschmerzen haben. Neu ist aber, dass die Zahl derer, die nach Stunden mit Frau Rank Kopfschmerzen haben, drastisch ansteigt…

Einige haben heute die Noten für unsere Vorträge bekommen. Ich zum Beispiel. Dass ich gegenüber Frau Ranks Benotung gewisse Bedenken habe, habe ich ja schon hier geäußert:

http://wp.me/p2dcKQ-3k

Sagen wir es so: Ich durfte mich heute darin äußerst bestätigt fühlen. Sieben Punkte. In „normalen“ Noten: Eine Drei Minus.

Das ist meine halbe schriftliche Note… und das dann für das Zeugnis, mit dem ich mich vielleicht mal irgendwo bewerben muss/möchte…

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Vortrag und Notengebung

Heue musste ich dann auch mal – endlich – meinen Vortrag in Englisch halten. Mein Thema war Virginia Woolf und ich war eigentlich recht gut vorbereitet. Nur nervös war ich. Sehr sogar, denn Frau Ranks Notengebung ist… nun ja, sagen wir mal, zweifelhaft. Unverständlich. Tahmids Klausurersatzleistung aus dem letzten Halbjahr war ebenfalls ein Vortrag, ebenfalls mit PowerPoint. Und ihm sagte sie dann, dass ihr Mann das besser könne. Der macht das scheinbar beruflich. Wieso will sie uns mit ihrem Mann vergleichen?

Und von dieser Note hängt viel für mich ab.

Da hilft es nicht, dass wir nach unserem jeweiligen Vortrag einen Zettel bekommen und darauf uns selber bewerten sollen. Frau Rank selbst hat genau denselben Zettel und notiert sich unten drauf während der Vorträge etwas.

Es gibt verschiedene Kategorien. Hand-out, Content, Language and Use of media.

Es tut mir Leid, aber ich kann nicht sagen, ob meine Betonung gut war oder ob ich zu schnell gesprochen habe. Ich höre mich zwar selber, aber doch nicht aus der Perspektive eines Zuhörers. Ich kann nicht sagen, ob ich Dinge einleuchtend erklärt habe, sodass alle in der Lage waren, es zu verstehen. Es ist mir nicht möglich, zu beurteilen, ob meine PowerPoint-Präsentation gut herübergekommen ist.

Dieser Zettel ist absoluter Unfug. Denn er basiert einfach auf der Voraussetzung, dass man den Vortrag gehört hat, nicht dass man ihn selbst gehalten hat.

Ich habe ihn dennoch ausgefüllt, musste ich ja. Mit Rücksprache mit Luna. Dennoch fürchte ich die Notengebung. Vor allem, da sie selbst meinte, sie hätte nicht alles lesen können, da ich im Weg gestanden hätte. Nun… was kann ich dafür, wenn sie sich so weitab von dem restlichen Kurs setzt und dann auch noch in einem nicht ganz günstigen Winkel zur Wand? Und vor allem, wieso sagt sie mir das nicht? Gelegenheit dazu hätte sie ja gehabt, während meines Vortrages wurde ich mehrfach davon unterbrochen, dass jemand hineinkam (Valentina beispielsweise. Oder Frau Schick).

Ich verstehe sie nicht…

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Zerstörung

Bei uns in der Aula gib es ein Gestell, auf dem Bilder hängen. 84 Sück, die im Rahmen des Kunstunterrichts enstanden sind. Ich weiß leider nich, von welchen Klassen. Nur dass es Mittelstufenklassen waren, ist mir bekannt.

Man sieh diesen Bildern deutlich an, wieviel Mühe sich damit gegeben wurde, wieviel Anstrengung, Zeit und Kreativität die Anfertigung erfordert haben muss, wieviel Geduld hineingesteckt wurde. Motive, die mit vielen, vielen Punkten getupft worden sind.

Einige sind wirklich so wunderschön, die würde ich mir ins Wohnzimmer hängen. Besonders ein Bild hat es mir angetan, eine grau/schwarz-weiße Katze mit einem tollen Hintergrund. Da werde ich richiggehend neidisch, dass ich nich so schön malen kann.

So weit, so gut. Könnte man zumindest denken. Ist es aber nicht.

Gestern schaute ich mir die Bilder an und was sah ich?

Löcher. Große, klaffende Löcher, in die Leinwände hineingschnitten, so wie es aussieht. Nicht in allen, aber doch in acht, neun, zehn Stück, wenn nicht gar mehr.

Warum macht man so etwas einfach kaputt?!

Haben diese Leute denn gar keinen Respekt vor dem Schaffen, vor den Leistungen anderer?

Es macht mich traurig, so etwas zu sehen. Und ich kann es einfach nicht verstehen…

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Vom Zuspätkommen

Natürlich, es passiert jedem mal, dass er oder sie zu spät kommt. Das ist ganz normal und auch menschlich.

Bei Schülern beobachte ich dieses Verhalten jedoch ziemlich oft. Bei einigen Lehrkräften auch 😉

Eines Tags, letzte Woche. In den ersten beiden Stunden hatten wir Unterricht in unseren jeweiligen Leistungskursen, das heißt für mich stand Deutsch auf dem Programm. Mein Schulweg ist nicht allzu lang, mit dem Fahrrad brauche ich zwischen einer Viertelstunde bis 25 Minuten, je nachdem, wie schnell ich fahre. Das sorgt nun aber auch dafür, dass ich, seit ich meinen Schulweg allein zurücklege, immer später losfahre. Momentan hat es sich bei um 7:35 Uhr das Haus verlassen eingependelt, so komme ich immer noch rechtzeitig zur Schule. Zum Vergleich: In der Mittelstufe fuhr ich immer mit zwei Mitschülerinnen. Damals bin ich immer um Viertel nach Sieben los 😉

An besagtem Tag war ich nun relativ spät dran und das ausgerechnet bei Frau Deutsch, für die Unpünktlichkeit „ein grober Akt der Unhöflichkeit“ ist. An der Schule angekommen, musste ich natürlich auch noch in den obersten Stock und mich da durch wahre Schülermassen quetschen. Man hätte wirklich denken können, dass in den Naturwissenschaftsräumen eine Party oder so stattfindet, so voll war es!
Schließlich habe ich es zumindest durch die dicksten Menschenmassen hindurchgeschafft(die natürlich alle bei der Treppe im Weg herumstanden. Toll.), ein paar Leute beiseitegeschoben, Luna(beste Freundin, hat leider nicht Deutschleistungskurs gewählt, trotz… Naja, erzähl ich vielleicht mal) zugewunken, deren Kurs natürlich noch auf dem Flur herumlungerte – ihre Lehrerin kommt meist ein paar Minuten später – und sehe schon die Tür zu dem Raum, in dem wir haben. Ganz am Ende des Flurs. Erleichtert registriere ich, dass die Tür noch geöffnet ist. Um genau zu sein, steht Frau Deutsch in der Tür und unterhält sich mit meinem ehemaligen Lateinlehrer, der einmal pro Woche neben uns unterrichtet. Ich schlüpfe zwischen den beiden hindurch, lächle lieb und sehe in dem Raum nur zwei(!) MitschülerInnen. In Zahlen: 2. Wir sind ja sowieso nicht gerade ein riesiger Kurs(ganze zehn Leute), aber dass nur Timon und Elli da sind?
Ich höre meine Deutschlehrerin sagen: „Da ist ja noch eine.“
Mein Lateinlehrer erwidert: „Ja, die ist ja auch zuverlässig. Die hatte bei mir Latein.“ (*grins* Natürlich. Ich bin nuuuuur zuverlässig, weil ich ihn in Latein hatte 😉 )

Nun, ich bin jedenfalls noch pünktlich gekommen, setze mich neben Timon und frau Deutsch schließt die Tür. Wir sitzen wie immer in der „letzten“ Reihe. Die Tische sind in diesem Raum u-förmig aufgebaut, deswegen die Anführungszeichen. Das heißt, manchmal sitzen wir auch nicht in dieser Reihe und zwar dann, wenn es kalt ist. Dann sitzen wir auf den Heizungen(macht Frau Deutsch übrigens auch. Seit wir das gemacht haben^^). Frau Deutsch zieht mit ihren Sachen vom Lehrerpult aus in die Mitte des Us, um nicht so weit von uns weg zu sein. Wir reden noch ein bisschen. Da klopft es und Anouk und Niobe schneien herein, diskutieren kurz, ob sie zu spät sind („Es ist genau acht Uhr!“) und setzen sich. Wir beginnen mit dem Unterricht, das heißt, wir versuchen es. Denn schon klopft es wieder und der einzige Junge aus unserem LK(außer Timon) und der einzige, der nicht auch in unserem Englischleistungskurs ist, kommt herein.

Schüler: „Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.“
Frau Deutsch: „Wieso?“
Schüler: „Was?“
Frau Deutsch: „Wieso soll ich sie entschuldigen?“
Schüler: „Ich hab zu lang geschlafen.“
Frau Deutsch: „Zu lang geschlafen? Glaubst du etwa, dass ich zu lang geschlafen habe? Ich bin auch nicht heute morgen freudestrahlend aus dem Bett gehüpft und zur Schule gekommen!“

Hm, dabei hätte ich ihr das durchaus zugetraut 😉
Er setzt sich also und wir machen weiter.

Da klopft es erneut. Valentina kommt herein. Dass sie zu spät kam, hat mich ja nicht gewundert, vielmehr erstaunte mich die Tatsache, dass sie überhaupt kam.

Valentina: „Entschuldigen Sie die Verspätung.“
Frau Deutsch: „Also, dazu fällt mir langsam nichts mehr zu ein.“
Valentina(eigentlich laut genug, um gehört zu werden): „Das verlangt ja auch keiner von Ihnen.“

Au, au… das hätte Ärger geben können… Zum Glück hat Frau Deutsch es (scheinbar) nicht verstanden. Sie fragte zumindest nach, Valentina war aber klug genug, das nicht zu wiederholen… Glück gehabt, sage ich da nur.

Mehr Schüler beehrten uns in dieser Doppelstunde aber nicht mehr 😉

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