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Der Anfang

Die ALLERERSTE Stunde meines Lebens!

Ich habe sie gehalten! Woaaaaah, total gutes Gefühl.

Ich war vorher meganervös. So nervös, dass ich sogar kurz vorher am Zittern war. Die Nerven 😉

Aber als ich dann vor der Klasse stand… da war das alles weg. Ich habe mich gefühlt als würde ich wieder vor den Kindern beim Karatetraining stehen. Die Situationen sind ja auch ähnlich, das erklärt dieses Gefühl vermutlich. Einfach ziemlich selbstbewusst und vor allem meiner Position bewusst.

Während meines FSJs war ich ja in einer sehr einzigartigen Position und stand quasi auf halbem Wege zwischen Lehrkraft und Schülerin. Das ist jetzt natürlich einfacher, weil ich eine klare Rolle innehabe.

Aber jetzt zur Stunde. Ich hatte quasi zwei Tage Vorbereitungszeit. Es sollte eine Stunde bei Fünftis sein – eine Englischstunde. Das Thema waren Stundenabläufe (ein Thema, mit dem ich schon im Englischunterricht im FSJ zu tun hatte).

Die Rahmenbedingungen waren herausfordernd – die letzte Doppelstunde am Freitag.

Die herumgehende Erkältungswelle dezimierte die Klasse auf 22 Kinder. Allerdings waren diese 22 nicht unbedingt diejenigen, die auch in der Englischstunde zuvor anwesend waren… was ich bei der täglichen Übung, die in dieser Klasse am Anfang jeder Stunde steht, gemerkt habe (Ich habe Uhrzeiten auf Englisch angesagt und sie sollten sie aufschreiben). Ich blickte in ratlose Gesichter (in der Auswertung sagte die Lehrerin, dass das der Moment gewesen sei, wo sie eingreifen wollte). Ich sagte jedoch, sie sollten es jetzt erst einmal versuchen, wir würden es dann gleich noch einmal wiederholen.

Ich habe also ganz spontan noch einmal die Uhrzeitenangabe auf Englisch wiederholt und das hat auch ganz gut geklappt, nach meiner Einschätzung. Es gab hierzu noch einen kleinen Verbesserungsvorschlag in der Auswertung, aber dafür, dass das spontan war, bin ich sehr zufrieden damit gewesen.

Eine Aufgabe hat nicht so gut funktioniert, das war schade und hat mich während der Stunde ein wenig nervös gemacht (im Nachhinein ist mir auch klar, dass ich mindestens ein Beispiel an der Tafel hätte machen müssen und nicht nur mündlich…). Naja, niemand ist perfekt und für eine allererste Stunde ist das echt ziemlich gut gelaufen!

Ich bin absolut überflutet von den Glückshormonen oder sonst was… ich bin einfach total glücklich. Natürlich ist das kein Maßstab für alle zukünftigen Stunden… aber mich macht das zumindest zuversichtlich, die richtige Berufswahl getroffen zu haben.

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Luftballon, Luftballon!

Einer der Luftballons der Fünftis ist tatsächlich zurückgeschickt worden!
Er kam rund 200 Kilometer weit 🙂

Dabei war ein kurzer Brief von einem Mädel im Grundschulalter und ein gemaltes Bild mit Luftballon von ihrem kleinen Geschwisterkind.

Das Mädchen, dessen Ballon es war, hat sich seeeeeeeehr gefreut 🙂

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Herzmomente

Ich bin ja nun noch nicht wirklich lange an der Schule, aber die Namen der Fünftis, in deren Klasse ich auch im Unterricht dabei bin, die habe ich mittlerweile drauf. Das sind fast vierzig Schülerinnen und Schüler.
Haben sie anfangs noch etwas verwirrt reagiert („Woher wissen Sie unsere Namen?“), haben sie sich mittlerweile ein wenig an mich gewöhnt, die einen mehr, die anderen weniger.

Meine Herzmomente waren folgende:
1. Es ist Pause, ich stehe mit ein paar Fünftis draußen und wir unterhalten uns. Ich werde gefragt, wie lange ich denn an der Schule bleibe. Ich erwidere, dass ich das ganze Schuljahr über bleiben würde.  Ein Mädchen guckt mich ganz lieb an und fragt: „Kannst du nicht für immer bleiben?“
2. Freitag, wieder Pause. Wieder eine Unterhaltung mit den Fünftis, heute haben sich schon mehr zu mir getraut. Die Pause ist fast zu Ende und wir schicken die Kinder schon einmal los, damit sie nicht zu spät kommen. Ich verabschiede mich mit den Worten „Bis Montag!“. Da kommt eins der Mädchen noch einmal schnell zu mir und umarmt mich kurz. „Ein schönes Wochenende.“, wünschte sie mir noch und war dann verschwunden.
Und der dritte Herzmoment, den ich nun mit euch teile, ist zugleich auch der letzte für diesen Eintrag:
Wieder ein Erlebnis mit den Fünftis. Diesmal auf dem Flur, von dem ihre Klassenräume abgehen. Ich stehe recht mittig und werde von einer Klasse gefragt, ob ich heute wieder zu ihnen in den Unterricht komme. Bevor ich antworten kann, tut es jemand aus der anderen Klasse, während sie sich bei mir einhängt: „Aber sie gehört doch zu uns!“

Ja, ich fühle mich gut an der Schule. Aufgehoben und angekommen. Ich gehe momentan so gerne zur Schule wie eigentlich nie oder nur selten zuvor.

Ich bin gerade einfach nur glücklich ♥

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Von Telefonbüchern und Buddhas…

… oder auch: Eine ganz normale Philosophiestunde 😉

Aktuell mchen wir ja gerade Vorträge in Philosophie (siehe der Blogeintrag „Dalai Lama“). Vorträge über moralische Vorbilder.

Heute sollten dann eigentlich vier Gruppen vortragen (oder waren es sogar fünf?). Anouk und Niobe waren heute dran, weil sie gestern nicht gehalten haben, aufgrund von „technischen Schwierigkeiten“. Die gibt es häufiger bei Vorträgen 😉

Teresa sollte eigentlich ebenfalls heute vortragen. Allerdings ist scheinbar ihr Laptop gestern gestorben und daher war es für sie unmöglich, dies zu tun. Aus diesem Grunde hat sie gestern Abend das Telefonbuch zur Hand genommen und alle angerufen, die den Namen unserer Frau Philo tragen, bis sie sie  erreichte und davon in Kenntnis setzen konnte, dass aus ihrem Vortrag nichts werden würde.

Frau Philo meinte dann heute zu Beginn der Stunde, dass sie jetzt immerhin wüsste, dass sie im Telefonbuch stünde. Sie hätte es wohl versäumt, anzugeben, dass sie darin nicht erscheinen möchte. Vor ein paar Jahren hätte man da wohl so etwas ankreuzen müssen.

Calvin meldete sich natürlich gleich zu Wort: „Wenn Sie das in IHREM Telefonbuch ankreuzen, dann funktioniert das auch nicht.“

Frau Philo lacht ein wenig und meint: „Natürlich… Ich habe mir einen Rotstift genommen und meinen Namen in meinem Telefonbuch durchgestrichen…“

Unterdessen liefen die Vorbereitungen des Buddhareferats, der Laptop wurde ans Smartboard angeschlossen, es wurde sich etwas über die Farbqualität ausgelassen (das Ding hat unsere Powerpoint mit orangem Hintergrund als grün(!) angezeigt…) und schließlich war es soweit, dass die beiden anfangen konnten.

Während ihres Vortrages haben sie kleine Buddhafiguren herumgegeben, an denen man die unterschiedlichen Darstellungsweisen sehen konnte, die chinesische, bei der Buddha etwas beleibt ist und total fröhlich aussieht und die indische, bei der Buddha eben dünn ist. Dazu erzählten sie, dass die Chinesen glauben, dass es Glück bringt, einer Buddhafigur über den Bauch zu streichen.

Später, als sie ihren Vortrag dann beendet hatten und sie uns Gelegenheit gaben, nachzufragen, kam die Frage auf, ob das denn nun wirklich Glück bringe.
Tahmid: „Ich hab das jetzt gemacht, wehe, ich hab jetzt kein Glück!
Calvin: „Ja, er hat den Buddha in der Hand gehalten und sich den Bauch gerieben.“ 😀

Ich meine, das ist ja auch eine Möglichkeit 😉

Ein anderer Schüler fragte dann, wo denn die Inder den Buddha reiben würden, da sei ja nicht so viel Bauch. Und ob ein chinesischer Buddha nun mehr Glück bringe als ein indischer. Frei nach dem Motto:

„Je mehr Bauch, desto mehr Glück.“

Da frage ich mich dann aber doch, wieso es dann noch sowas wie Dietstalking gibt… Wäre das nicht ein schönes Lebensmotto?^^

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