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Vollpfosten! … Oder?

Manchmal gibt einem das Leben wirklich zu denken.

So zum Beispiel heute. Ich begegnete am Bahnhof Sascha, wir kamen beide von Terminen, die für unsere Zukunft wirklich wichtig waren. Wir quatschten ein bisschen und ärgerten uns gemeinsam darüber, dass unser Zug ausfiel und wir warten mussten. Irgendwann kam dann der nächste und wir stiegen ein und unterhielten uns weiter.

Ich weiß oft nicht, was ich von Sascha halten soll. Ich kenne ihn schon fünf Jahre. Die achte und neunte Klasse war er ja mit Luna und mir in einer Klasse, weil er die siebte übersprungen hat.

Sascha… Er ist ziemlich intelligent, aber auch unsagbar faul. Und ein Großmaul dazu, prollt ziemlich oft einfach nur rum und kokettiert mit seinem Ruf als Rechter (mich hat er ja eine ganze Weile immer Nazibraut genannt -.-).

Aber Sascha hat auch eine andere Seite. Wenn man mit ihm allein ist, kann man wirklich mit ihm reden.
Heute zum Beispiel, darüber dass Timon und ich Lehrer werden wollen. Da guckte er mich an und meinte, er könne sich das gut bei mir vorstellen, nur ein bisschen extrovertierter sollte ich werden. Ich war baff, denn er kam dann auch mit Beispielen… Wenn man sonst denkt, jemand würde einen nur so bekanntschaftsmäßig wahrnehmen und der kommt dann mit einer Analyse über dich, ist das schon beeindruckend.

Und manchmal, wenn man so redet, erzählt er einem dann auch was (mir zumindest, ich kann schlecht beurteilen wie das sonst ist).

Heute fiel mit einem Mal dann der Satz: „Eigentlich ist mein Leben ziemlich traurig. Meine Freundin hat sich vor zwei Wochen getrennt, den Einstellungstest hab ich nicht hingekriegt und mein bester Freund hat einen Tumor im Kopf.“

Das ist schon ein hartes Stück. Der Tumor ist laut Ärzten zwar gutartig und gut erreichbar, aber da kann ja trotzdem viel schiefgehen… Und die beiden anderen Dinge sind auch nicht ohne…

 

Das war das erste Mal, dass ich das Bedürfnis hatte, Sascha in den Arm zu nehmen. Und obwohl er oft ein richtiger Arsch ist, mag ich ihn irgendwie.

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Die Zeugnisverschwörung

Oder: Kaum ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch…
Oder: Warum die umgestellte Bank auch ihre Vorteile hat.

Unsere Bank wurde umgestellt. In der Ecke, in der sie stand, steht jetzt der alljährliche Tannenbaum. Unsere Bank wurde lieblos in einen Seitengang gequetscht, der sehr schlecht einzusehen ist. Das heißt, dass die Lehrer nicht sofort beziehungsweise überhaupt nicht sehen, ob und wer dort sitzt. Dies achte ich mir heute zunutze und erfuhr interessante Dinge… 😉

Außerdem waren heute sämtliche Mitglieder der Schulleitung abwesend, Frau Schick, The Whale und Mr. Suit. Normalerweise wäre einige Dialoge sonst nicht zustande gekommen, weil Mr. Suits Büro ja direkt dort liegt und er dies nicht unbedingt mitbekommen sollte…

Zuallererst einmal kam Frau Neon und stand vor dem Lehrerzimmer. Schlüssellos. Dieses Phänomenen greift um sich, irgendwie werden momentan sehr sehr häufig Schlüssel vergessen. Sie stöhnte auf und ging wieder weg, ohne mein leises Lachen zu hören.

Dann kam Herr Hastig vorbei, direkt beider Bank und fragte, ob ich denn keinen Unterricht hätte. Hatte ich nicht, weil Herr Frettchen nicht da war und Englisch ausfiel. Dafür entschuldigte sich Herr Hastig dann bei mir (er macht ja den Vertretungsplan…). Ich verzieh ihm großzügig (ist ja auch soooo ein Verlust! 😀 ).

 

Und dann… Dann wurde ich Zeuge einer Verschwörung, eines Aufstandes gegen die Zeugnisse und die Schulleitung! Meuterei! (Oder zumindest fast 😉 )

Es begann ganz harmlos. Herr Brot, der Leiter des MatheLKs, und Herr Moorhuhn, der IT-Lehrer des MatheLKs und Stundenplanmacher, unterhielten sich über einen Schüler des MatheLKs. Der muss anscheinend eine Klausur nachschreiben.
Dadurch kamen sie auf das Nachschreiben allgemein zu sprechen. Nächste Woche müssen ja eigentlich die Noten feststehen, weil wir nächsten Freitag die Zeugnisse bekommen.
Herr Brot regte sich ziemlich darüber auf, dass von ihm erwartet würde, dass er die ganze Zeugnis-Software kurzfristig doch auf ein anderes System umstellen soll („Und dann kommt Mister und meint, dass das doch bitte so und so sein solle…“) und dass die gesamte Schulleitung heute nicht da war (anscheinend bezeihungsweise laut ihm wegen der Abendveranstaltung gestern… aha…). „We all had a long day.“, sagte er und klagte Herrn Moorhuhn sein Leid. Er sei erst um eins ins Bett gekommen, wiel er noch etwas hätte vorbereiten müssen und so weiter…
Herr Mohrhuhn pflichtete ihm bei und meinte, er solle doch ganz geschmeidig bleiben, er selbst sei auch ganz geschmeidig… Und dann sollten sie eben die Schulleitung und die Zeugnisse so boykottieren, dass auch die Schulleitung mal Nachtschichten schieben müsse und nicht nur die beiden. Die Zeugnisse gäbe es ja erst Freitag, also sei Donnerstag ja wohl vöööööllig ausreichend. Und wenn das mit dem Nachschreiben weder heute noch morgen klappt, dann sei es halt nächste Woche, das sei ja nicht ihr Problem.

Äußerst interessant, den beiden so zuzuhören. Es fielen noch einige ungnädige Worte über Mr. Suit.

Dann kamen sie darauf zu sprechen, dass die Zeugniskonferenz ja Montag sein solle.

„Ich habe da keine Zeit.“, sagte Herr Brot. „Und außerdem ist die offiziell gar nicht genehmigt. Für mich existiert die einfach noch nicht.“

Oh, oh, oh, da herrscht Knatsch zwischen Herrn Brot und Mr. Suit würde ich mal schätzen, der ist nämlich für diese Konferenz verantwortlich 😉

Wieder stimmte Herr Moorhuhn zu und die beiden Verschwörer verabschiedeten sich und gingen daraufhin getrennte Wege. Ganz unauffällig. Als hätte es nie etwas gegeben…

 

P.S.: Herr Moorhuhn verdankt seinen Namen dem Spiel, das er die MatheLKler hat simpel programmieren lassen. O-Ton der Unterhaltung darüber: „Und bei Mändy fliegen die hoch, wenn man sie trifft, nicht nach unten… das nenne ich Vorzeichenfehler.“
„Die fallen ja linear, da ist null Geschwindigkeit drin!“
„Ich liebe ja diese kritischen Treffer!“ (Herr Brot) – „Was ist das?“ (The Whale) – „Wenn aus einem Moorhuhn zwei werden.“

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Ernstzunehmender Biologieunterricht

Heute hatten wir mal wieder eine sehr anregende und lehrreiche Biostunde…

Moment mal, falscher Film. Bio bei Herrn Fabulant und ernstzunehmeneder Unterricht? Ich hoffe doch, dass mir das keiner abgekauft hat… 😉

So klingt mein Biounterricht:

Herr Fabulant: „Wo auf der Erde ist die Artenvielfalt am größten?“
Mändy: „Keine Ahnung.“
Herr Fabulant: „Na gut, dann nenn‘ mir mal ein paar Regionen und dann werden wir sehen, dass du doch ein wenig Ahnung hast.“
Mändy: „USA.“
Herr Fabulant: „Das ist ein Staat.“
Mändy: „Ja, äh… Was wollen sie denn hören? Kontinente?!“
Herr Fabulant: „Okay… Was für eine Region fällt dir denn in den USA ein?“
Mändy: „Los Angeles.“
Herr Fabulant: „Und eine andere Region?“
Mändy: „Keine Ahnung, Muffinstadt?“
Herr Fabulant: „Wo ist es denn artenreicher?“
Mändy: „Ich glaube mal Los Angeles.“
Herr Fabulant: „Warum?“
Mändy: „Weil da mehr Menschen leben.“

… Okay… Es folgten aber noch mehr eloquente Beiträge zum Unterricht. Zum Beispiel der hier:

Herr Fabulant: „Wie erkennt man denn Arten?“
Mändy: „Wenn sie gleich aussehen und das Gleiche tun?“

oder auch:

Herr Fabulant: „Wie unterscheidet man denn verschiedene Arten?“
Jobst: „Weil sie unterschiedliche Geräusche machen?“

oder:

Herr Fabulant: „Wo ist die Artenvielfalt denn nun am größten?“
Mändy: „In mitteleuropäischen Wäldern, dem Regenwald.“
Herr Fabulant: „Du hast da jetzt zwei Regionen genannt. Wo gibt es denn mehr Arten?“
Mändy: „Im Regenwald!“
Herr Fabulant: „Warum?“
Mändy: „Weil da mehr Tiere leben!“

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Pausenschnipsel

Schnipsel Nr. 1:

Ms. Smile kommt zum Lehrerzimmer und sieht uns (wie immer) dort auf der Bank sitzen. Wir grinsen sie an, sie grinst zurück und meint: „Wir können uns wohl nicht mehr normal begegnen.“
(Wer das nicht versteht, der lese hier nach 😉 )

Schnipsel Nr. 2:

Herr Hastig sieht uns auf der Bank sitzen und meint kopfschüttelnd und grinsend: „Irgendwann müssen doch bei euch Verwachsungen mit der Bank entstehen…“

Schnipsel Nr. 3:

Herr Waschbär sieht uns vor dem Lehrerzimmer, wir stehen gerade und setzen uns dann rasch auf die Bank. Er kommt zu uns und meint: „Ach, was soll ich nur machen, wenn ihr Abitur habt? Ihr könnt da auf der Bank ja was eingravieren lassen… Luna und Muffin-Gedächtnisbank vielleicht.“
Er geht zur Treppe und meint: „Wenn ich mich umdrehe und die Treppe runtergehe, dürft ihr wieder weggehen.“

Schnipsel Nr. 4:

Wir sitzen auf unserer Bank und Herr Hastig stürmt wutentbrannt aus dem Lehrerzimmer, mit den Worten „Entschuldige mal, das hätte man auch gestern klären können!“
Herr Otto erzählt uns, dass Herr Hastig sich nur dann so aufregt, wenn andere Kollegen ihm ihre Planänderungen erst zu spät mitteilen. Also fünf Minuten vor Stundenbeginn quasi anstatt am Tag zuvor.
Ich bin froh, dass Herr Hastig noch nie so wütend auf MICH war O.o

Schnipsel Nr. 5:

Herr Otto guckt Luna und mich an (wir sitzen an unserem Stammplatz) und meint: „Euch bewahrt auch nur der Tod vor dem Abitur.“
Wir unterhalten uns noch ein bisschen, unter anderem über vergangene mündliche Prüfungen, die er abgehalten hat, und darüber, dass man sich eigentlich gar nciht so errückt machen muss wegen des Abiturs.
Und natürlich auch darüber, wieviele Schüler unseres Jahrgangs wohl das Abitur schaffen. In dem Jahrgang, den Herr Otto als letztes betreut hat, dem über uns, ist der Matheleistungskurs mit ungefähr 28 Leuten gestartet, von denen dann am Ende elf Abitur gemacht haben.
Passend dazu ist auch das neueste Gerücht, dass eine Schülerin die Schule wohl endgültig verlassen hat, da sie das Abitur nicht schaffen kann. Es werden auch eifrig Gespräche geführt, wie wahrscheinlich die Zulassung noch ist. DAS Zitat dazu stammt von Mr. Suit: „Noch bist du nicht tot.“
Wie in einem Videospiel. So und so viel Unterkurse und du bist tot. Game over.

Schnipsel Nr. 6:

Luna und ich sind auf dem Weg zu unserer Bank, da begegnen wir Ms. Smile, die Aufsicht hat. Wir unterhalten uns sehr nett mit ihr, darüber, wie es uns jetzt geht, dass wir so froh sind, dass wir jetzt Herrn Frettchen haben und vernünftige Klausuren schreiben und wohl auch eine akzeptable Bewertung erreichen können, die vorige sei doch – hier suchte Luna nach einem passenden Wort und Ms. Smile hilft ihr: „Fragwürdig?“ – gewesen. Dann sprechen wir darüber, wo wir gerade bei unserem Thema sind und worüber wir die Klausur schreiben werden, da Ms. Smile ja den zweiten Englischleistungskurs macht und dort einen etwas anderen Ansatz gewählt hat, mit dem Stoff zu verfahren. Dann verabschieden wir uns mit einem großen Lächeln auf den Lippen und im Herzen und Ms. Smile fragt gut gelaunt: „Geht ihr jetzt zu eurer Bank?“

Schnipsel Nr. 7:

Frau Hood kommt die Treppe hinunter und sieht uns auf der Bank sitzen, schmunzelt und meint: „Ich sag’s doch, ich gehe die Damen auf der Bank besuchen…“

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Einstieg in die makabre Einheit

Wir haben heute mit unserer zweiten Deutschlektüre begonnen. Nachdem wir Goethes Faust I behandelt haben, war es nun ein Werk von Schiller – Maria Stuart.

Die Stunde begann damit, dass Frau Neon mehr oder wneiger schwungvoll hineinkam und meinte: „Es ist zum Heulen.“
Draußen auf dem Flur hatten nämlich Mittelstüfler gesessen und einer davon hat wohl irgendetwas kaputtgemacht, war Frau Neon mitbekommen hat. Dann wollte er ihr auch nicht seinen Namen verraten….
Das hat sie ziemlich aufgeregt (später ging sie dann auch noch einmal rüber und ließ sich den Namen vom unterrichtenden Lehrer nennen und gab den Fall dann an deren Klassenlehrer weiter.)

Sie entschuldigte sich bei uns für ihre schlechte Laune und wir fingen mit dem Unterricht an.

Wir machten zuerst einmal eine kleine Runde darüber, wie uns das Drama denn gefallen hätte und alle äußerten sich mehr oder weniger positiv. Frau Neon zeigte sich erstaunt und meinte, dass das ja noch nie vorgekommen wäre, dass wir alle eine Deutschlektüre gut finden. Lorena berichtigte sie: „Ich habe es nur mit den Lektüren verglcihen, die wir hatten. Es ist nicht schwer, spannender zu sein als Effi Briest.“

Da hat sie Recht 😉

Wir bildeten Gruppen (und Frau Neon bedauerte mal wieder, das wir zu fünft sind… da muss dann einer immer alleine arbeiten uns innerhalb dieser Gruppen ein Schaubild zu einem Teilthema des historischen Kontextes überlegen.

Elli und Lorena nahmen sich der Aufgabe an, die Bedingungen und den Verlauf ihres Lebens zu untersuchen, Timon kümmerte sich um die politische Lage in Schottland im 16. Jahrhundert und Anouk und ich beschäftigten uns mit den politischen Zielen Elisabeths und dem daraus resultierenden Verhalten gegenüber Maria.

Zu dem Text aus dem Anhang unserer Lektüre (wir arbeiten mit der Einfach Deutsch-Ausgabe) war ein Bild abgedruckt, das die Hinrichtung Marias zeigte. Anouk guckte sich das an und fragte dann:
„Warum haben die die denn in einem Raum geköpft?!“

Wir mutmaßten ein wenig, Frau Neon erinnerte daran, dass Hinrichtungen früher absolut angesagte Events gewesen seien, zu denen die Leute in Scharen geströmt seien und dann nannte Anouk den Grund, warum sie das so unmöglich fand…

„Das muss doch irgendjemand wegmachen, das ganze Blut. Das gibt doch eine Sauerei!“
„Ach so, Anouk denkt an die Putzfrauen.“, meinte Frau Neon.
Ich erwiderte: „Reinigungsfachkräfte…“, woraufhin Frau Neon erwiderte: „Ach ja… Also, Anouk denkt an die Room Manager…“

Dann diskutierten wir noch eine Weile über Hinrichtungsarten, denn es wurde in den Raum geworfen, dass sie Maria ja auch einfach hätten hängen können. Das Blutbad wäre somit vermieden worden.

Frau Neon: „Ja, aber das wäre ja bedeutend unangenehmer für Maria gewesen. Wenn ich zum Tode verurteilt werden würde, dann würde ich die Enthauptung vorziehen…“

Lorena war anderer Meinung.

„Ich finde, es ist eine schreckliche Vorstellung, meinen Kopf von meinem Körper abgetrennt zu wissen. Ich habe gehört, dass man, wenn man geköpft wurde. noch einige Augenblicke sehen kann…“
Frau Neon unterbrach sie: „Hast du das von Störtebecker?“
„Nein. Also, für einige Momente ist die Blutzufuhr ja noch da… Also könnte das durchaus möglich sein. Da würde ich lieber einen unangenehmeren Tod sterben und als Ganzes beerdigt werden, als in zwei Teilen…“

Irgendwie hat sie damit ja Recht.

Ich warf ein: „Es könnte auch schief gehen und dann ist man wie der fast kopflose Nick.“
Lorena grinste: „Okay, ich habe mich umentschieden, damit habe ich eine reelle Chance, nach Hogwarts zu kommen.“

Einige Augenblicke später fügt sie noch hinzu: „Ach, mein Brief kommt noch. Wenn ich mein Abi habe. Dumbledore wartet ab, bis ich einen vernünftigen Abschluss hier bei den Muggeln habe…“
Timon: „Dumbledore ist tot.“
Lorena: „SSSSSCHT! Der tut nur so!“

Dazu fiel dann Frau Neon auch noch etwas ein: „Also, die eine Schülerin, die bei mir Geschichte geschrieben hat, die kam nach der Arbeit zu mir und meinte, sie hätte die Arbeit mit Wissen bearbeitet, das sie von Harry Potter hat…“
(Frau Neon sprach „Harry“ total merkwürdig aus. Nicht Härry sondern Haaari…^^)

Lorena wandte sich an Elli.

„Siehst du und du machst dich immer darüber lustig, dass ich Team Potter bin!“
Elli: „Ja… Durchschnittsalter zwölf Jahre…“
Lorena: „Im KOPF schon!“

Bei den letzten Worten deutete sie auf ihren Kopf. Den meinte sie wohl damit 😉

 

Wie es weiterging, erfahrt ihr morgen 😉

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Kleiner Smiley im Anmarsch

Oder: So entstehen Gerüchte…

Statt zwei sinnlose Schulstunden in „Politik“ zu vergeuden, haben Luna, Ari und ich heute unsere Szene für Darstellendes geschrieben (wir haben ja umgewählt, Luna und ich. Von Kunst zu Darstellendes. Was passiert natürlich? Der Kunstlehrer bricht sich was und es fällt ständig aus…). Wo wohl?

Richtig. Auf unserem Stammplatz, der Bank vor dem Lehrerzimmer (und Mr. Suits Büro, das momentan Herr Otto belegt)…

Wir waren dort also gerade fleißig am Arbeiten, als Herr Otto kam und stöhnte: „Ach, die schon wieder.“
Alles wie immer also 😉

Er stellte sich dann zu uns und wir quatschten etwas über Gott und die Welt, als Ms. Smile zu uns kam und sich vor den Kasten stellte, der neben der Tür vom Büro unseres Oberstufenkoordinators hängt. Darin hängen die Klausurenpläne aus, für die E-Phase, Q1 und Q2.
Herr Otto: (zu ihr)“Ach, soll ich dir das wieder erklären?“ (zu uns) „Die versteht das einfach nicht!“ (wieder zu ihr) „Hier ist E-Phase, da ist Q1 und da ist Q2. Und da in den Texten stehen die Vorschriften zu den Klausuren drin!“

Er schaute uns wieder an und Ms. Smile deutete auf einen der Klausurtermine.

„Kannst du den verschieben?“

Er schaute zu ihr und sie zeigte ihm nochmal den Termin, den sie meinte.

Wir gaben dann zahlreiche Kommentare dazu ab, dass Herrn Otto das ja egal wäre, woraufhin sie meinte:
„Ja, ganz egal, wohin es mit euch Oberstüflern geht, ab Februar ist er ja weg.“

Herr Otto geht nämlich zu meinem großen Leidwesen in Rente. Ein herber Verlust. Allerdings ist es natürlich auch schön für ihn, denn dann kann er wieder mit seiner Frau zusammenleben, momentan haben die ja eine Fernbeziehung (auch noch in einem unserer schönen Nachbarländer).
Ms. Smile erklärte dann auch noch, warum sie die Klausur gerne um eine Woche nach hinten verlegen würde – und da setzt der wirklich lustige Teil ein.

Ms. Smile: „Ich hab‘ nämlich nächsten Dienstag einen Termin.“
Herr Otto (guckt sie an und meint dann trocken): „Beim Frauenarzt.“
Ms. Smile (lacht): „Ja, ich muss mich nach dem Zustand meines ungeborenen Kindes erkundigen.“
Herr Otto: „Du bist schwanger?“

Ms. Smile dämmerte dann, dass ein Eingehen auf solche Scherze in dieser Schule mit den jüngsten Erfahrungen nicht unbedingt ratsam sei…

Ms. Smile: „Oh Gott, nein!“
Herr Otto: „Na, hör mal, das hast du doch gerade gesagt.“ (zu uns) „Ihr habt das doch auch so verstanden, oder?“

Wir pflichteten ihm grinsend bei.

Ms. Smile: „Das könnte ich meinem LK nicht antuen, die kippen um wie die Fliegen! Die erste Frage, als ich sie in der E-Phase bekommen habe, war, ob ich in den nächsten drei Jahren schwanger werden würde. Das würde ich nie machen!“
Herr Otto: „Aber du hast es doch gesagt.“
Ms. Smile: „DU bist schuld, wenn du mit dem Gynäkologen anfängst!“
Herr Otto: „Aber du wüsstest doch wie es geht, oder?“
Ms. SMile: „Nein, deswegen muss ich da ja Dienstag hin, damit mir das gezeigt wird…“

Humor, Humor… Man sollte aufpassen, was man sagt ;D

Es ging noch eine Weile hin und her, mit sehr lustigen Äußerungen und Wortwechseln wie:

Ms. Smile: „Ich möchte mir dieses Mobbing nicht länger antun.“
Herr Otto: „Genau, ich mobbe. Aber nur Schülerinnen.“
Ms. Smile: (zu uns) „Eine sehr grenzwertige Äußerung, oder?“
Ich: „Und was ist mit Truman?“

Den hat Herr Otto jahrelang „gemobbt“. Das ist einfach die Art von Herrn Otto, die ihn ja auch so besonders macht. Er meint es ja nicht so und das weiß halt auch jeder.

Ms. Smile versicherte uns dreien auch immer wieder, dass sie nun wirklich, absolut und überhaupt nicht schwanger sei und auch nicht werden wollte. Ich glaube, sie befürchtete ein Gerücht… Tja, so entstehen die eben 😉

Schlussendlich gingen die beiden auch zusammen nach Hause – oder zumindest aus der Schule ;D

Schön, wenn Lehrer sich verstehen 🙂

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Ehrenlos und Sami Khedira

oder auch: Die nicht-existente Politikstunde 😀

Unser Politikunterricht wurde verlegt. Nicht zeitlich, aber räumlich, nämlich um ein Stockwerk nach oben. Warum, weiß ich nicht, aber das wird wohl seine Gründe haben.

Also saßen wir dann alle brav in dem Raum und warteten auf die Ankunft von Mr. Suit. Der kam aber nicht, also beschäftigten wir uns selbst. Einige spielten Durak, andere quatschten einfach nur.

Calvin war aufgestanden, hatte sich zu Timon gebeugt und ihm etwas gesagt – und währenddessen ganz unauffällig einen Aufkleber mit Sami Khedira hinten auf seinen Pulli geklebt. Ich saß direkt hinter Timon und war relativ erstaunt, dass er das nicht mitbekommen hat – aber so ist er halt manchmal 🙂

Jedenfalls fragte ich ihn dann einige Minuten später, wie er denn zu Sami Khedira stünde.

„Ach, ich finde den gar nicht so gut, wie alle sagen. Aber wie kommt ihr darauf? Hängt da irgendwo ein Bild?“

Er schaute sich um, denn Luna und ich amüsierten uns ziemlich. Nach einer Weile kam er darauf, dass ihm ja etwas am Rücken kleben könnte und verrenkte sich, um seinen Pulli hinten abzutasten. Als er den Aufkleber dann erwischt hatte, grinste er und klebte ihn bei Lorena auf den Zettel.

Eine Weile später meinte ein Junge aus dem MatheLK zu mir, dass ich ihn nochmal fragen müsse, wie er zu einem Fußballspieler stünde, dann würde er sicher lustig reagieren. Gesagt, getan.

„Timon, wie stehst du denn zu Tim Wiese?“

Timon setzte zu einer Antwort an, doch dann dämmerte es ihm, was meine Frage das letzte Mal zu bedueten hatte.

„Habe ich da etwa wieder etwas?!“

Und schon übte er sich wieder in den schönsten Verrenkungen.

„Da ist gar nichts! Ihr wollt mich nur verarschen, oder?“

Tja… 😀

Wenig später dreht sich das Gespräch um die Wochenendplanung.

„Kommst du Freitag?“

„Ja.“

„Timon kommt auch.“

„Ja, Timon, du kommst?“

„Ja.“

„Das ist ja doof… du bist ja so einer, der aufhört, Sascha trinkt dann ja weiter, bis er kotzt.“

„Ja, aber Max hat gesagt, wenn er kotzt, fliegt er raus.“

„Ja, soll er ja, dann sind wir ihn schneller los.“

„Sascha ist ehrenlos!“, tönte es da von einem der Durakspieler.

„Hä, wer ist ehrenlos?“, fragte Lorena verwirrt.

„Na, Sascha. Der hat mit Tjark gewettet, dass er ihm die Füße küsst, wenn Tjark ein bestimmtes Lied anmacht. Hat er nicht gemacht. Und ich habe bei einer Wette fünf Euro gewonnen, aber er gibt mir das Geld nicht. Und ich finde, wenn man etwas sagt, muss man es auch machen. Wettschulden sind Ehrenschulden. Und wenn er seine Schulden nicht bezahlt, ist er eben ehrenlos.“

Na, da bin ich mal gespannt, ob das noch Auswirkungen hat, das Ehrenlos-Sein 😀

Besagter Durakspieler – Linus – wiederholt das jedenfalls wann immer er eine Gelegenheit dafür bekommt.

Mr. Suit ist dann übrigens doch noch zwölf Minuten vor Ende der Stunde gekommen, es hat beim Zahnarzt länger gedauert als geplant.

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Gänseblümchen

Man nehme:

Eine Nacht mit zu wenig Schlaf, eine Geschichtsstunde und drei Mädels.

Ergebnis: Folgendes Gespräch:

Ich: Ich bin ein Gänseblümchen!

Luna: Aaaahjaaa…

Ich: Ich bin ein Gänseblümchen!

Luna: Wieviel Schlaf hast du letzte Nacht gekriegt? Du bist ja so durch!

Ich: Jeder kann das sein, was er möchte. Es gibt keine Tabus. Das ist der Vorteil unserer heutigen Gesellschaft. Jeder hat ein Recht darauf, sich selbst zu verwirklichen. Jeder kann ein Gänseblümchen sein, wenn er es möchte. Das musst du akzeptieren und Toleranz üben. Ich bin ein Gänseblümchen!

Luna: Jaja.. Du bist ein Gänseblümchen.

Ich (zu Nina gewandt): Sie akzeptiert mich nicht, so wie ich bin!

Nina: Hm?

Ich: Ich bin ein Gänseblümchen!

Nina: Meine Mutter mag keine Gänseblümchen.

Ich: Du akzeptierst mich auch nicht! Jetzt wein‘ ich. (Tränen steigen in die Augen)

Nina: Aber ICH mag Gänseblümchen!

Ich lächle. Nina fährt fort.

Nina: Ich hab die früher immer gepflückt.

Ich (guck sie mit großen Augen an): Das wird ja immer schlimmer hier!

Nina: Und dann hab ich solche Kränze daraus geflochten, bin aber nie fertig geworden. Dann hab ich die immer weggeschmissen.

Ich (immer noch weit aufgerissene Augen): Aber du darfst Gänseblümchen nicht pflücken! Die haben auch ein Recht auf Leben!

Luna: Ich akzeptier dich so wie du bist, Muffin.

Ich: Jaja, das sagst du jetzt… (zu Nina) Weißt du, jeder kann das sein, was er will. Was möchtest du denn sein?

Nina: Ich bin eine Feder.

Ich: Dann bist du eine Feder. (zu Luna) Sie ist eine Feder.

Nina: Oder ich bin eine Wolke mit ganz viel Regen drin.

Ich: (zu Nina) Dann bist du eine Federwolke mit ganz viel Regen drin. (zu Luna) Sie ist eine Federwolke mit ganz viel Regen drin.

Nina: Oder nee, Schokolade!

Ich: Sie ist eine Federwolke, aus der es Schokolade regnet.

Nina: Oder nein… ich kann einfach meine Gestalt ändern. (strahlt)

An dieser Stelle wurde das Gespräch leider durch den Unterricht unterbrochen. Aber eins ist klar: Ihr könnt alle Gänseblümchen sein, wenn ihr welche sein wollt.

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Gespräche

Da ich mit Frau Ranks Notengebung und allgemein ihrer Art zu unterrichten (ich fühle mich durch sie auch schlecht auf das Abitur vorbereitet) nicht zurechtkomme, habe ich heute einen Antrag bei meinem Oberstufenleiter eingereicht. Einen Antrag auf Tutorenwechsel. Wir durften Anfang des Schuljahres zwischen unseren beiden Leistungskurslehrern wählen. Da Frau Rank unseren Englisch-LK, also unseren Erstleistungskurs, leitet, haben wir diese Wahlzettel von ihr bekommen. Obwohl wir noch eine Woche bis zum Abgabeschluß hatten, mussten wir den Zettel sofort ausfüllen und abgeben (genauso wie auch bei unseren Sportwahlzetteln). Ich kannte weder Frau Neon noch Frau Rank wirklich. Daher habe ich Frau Rank gewählt, einfach weil sie meine Erst-LK-Lehrerin ist und Frau Neon meine Zweit-LK-Lehrerin ist… Na ja. Es war keine gute Entscheidung.

Deswegen habe ich diesen Antrag eingereicht und vermutlich wird er auch genehmigt werden, zumindest habe ich positive Resonanz von meinem Oberstufenleiter und Frau Schick bekommen.

Mit denen habe ich auch jeweils ein Gespräch geführt. Mit Frau Schick eher zufällig, weil ich darauf gewartet habe, dass Mr. Suit Zeit für mich hat und sie mich ansprach, was los sei. Ich hatte sie ja letztes Jahr in Geschichte und dass ich so abgerutscht bin, hat sie auch verwundert. Sie meinte aber, dass das vermutlich daran läge, dass Frau Rank nicht mit meiner Art klarkäme, ich sei ja eher still (das bin ich schon immer gewesen), wenn mir etwas zu blöd wäre, würde ich nichts machen und vielleicht fühle Frau Rank sich etwas arrogant von mir angegangen. Und sie riet mir, mich ganz anders zu verhalten, als Frau Rank es von mir erwarten würde, dann hätte ich den Überraschungseffekt auf meiner Seite. Auch wenn es mich extrem viel Überwindung kosten würde. Das Gespräch war sehr gut. Fand ich. Ich mag Frau Schick sehr sehr gerne. Sie ist total cool.

Später hatte Mr. Suit dann auch Zeit für mich und wir haben geredet. Darüber, ob noch andere unzufrieden seien (Ja, Calvin, Anouk und Luna beispielsweise, die haben auch schon ihre Vortragsnoten bekommen – haben nicht alle), wie eine normale Unterrichtsstunde bei Frau Rank aussehe (die letzte richtige Unterrichtsstunde hatten wir vor dreieinhalb Wochen!) und was für Noten ich denn früher in Englisch gehabt habe. Eben diese Dinge.

Jetzt soll ich meine Unterlagen des Vortrags (PowerPoint-Präsentation, Handout und Karteikarten) am Montag bei ihm einreichen und er wird mit Frau Rank reden.

Mal sehen, ob das mit Frau Rank noch eskaliert…

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