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Von der Schwierigkeit, Studentin zu sein

Natürlich ist meine Position als Studentin im Praktikum sehr viel definierter als als FSJlerin. Aber trotzdem gibt es Situationen, in denen man irgendwo dazwischen steht.

Zwischen Lehrern und Schülern beispielsweise. Im zwischenmenschlichen Sinne.

Ich kenne diese Situation zu gut, im FSJ war es teilweise ähnlich.

Zu wem soll man halten? Man muss eigentlich zu der Lehrkräften halten. Man darf ihre Autorität nicht untergraben.

Aber was ist, wenn die Schüler im Recht sind?

Ich bin nur sehr kurze Zeit an der Schule. Ich kann längerfristige Konflikte nicht beurteilen, ich weiß nicht, ob und wie sich das entwickelt hat.

Ich weiß nicht, ob jemand sich nur aufspielt oder anstellt.

Aber wenn ein Schüler weint, dann geht mir das ans Herz. Wenn er mir sagt, dass das gar nicht so sehr wegen dem aktuellen Auslöser ist, sondern wegen dem allgemeinen Zustand mit einer Lehrkraft ist, dann tut mir das weh. Das erinnert mich zu sehr an Frau Rank und meine großen Probleme mit ihr (für alle, die sich nicht so recht dran erinnern oder meine frühen Beiträge nicht kennen: die schlimmste Lehrerin, die ich je hatte).

Wenn mir erzählt wird, was die Schüler sich schon anhören mussten, dann ist das ein ganz schön starkes Stück.

Weiß ich, ob das so passiert ist? Natürlich nicht. Kann ich mir etwas in der Art vorstellen? Leider ja. Nur zu gut.

Kann ich irgendetwas tun? Nein. Ich kann überhaupt nichts tun. Ich lasse das alles hinter mir, aber es berührt mich trotzdem. Natürlich.

Mein Praktikum ist mit einem Missklang zu Ende gegangen. Das macht mich sehr traurig.

 

(Natürlich würde ich gerne mehr hierzu schreiben, aber das Thema ist mir zu sensibel. Ich werde es aber sicherlich noch in weiteren Erzählungen anschneiden.)

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Vom Du und der Unwissenheit

Ich weiß, die meisten von euch haben mich noch nie persönlich erlebt, darum müsst ihr mir einfach glauben:

Wenn ich von etwas begeistert bin und darüber rede oder es erkläre, dann rede ich wie ein Wasserfall. Manchmal sogar schneller, als ich denken kann 😉

So kam es auch dazu, dass mir eine Lehrerin  (die, deren Namen ich verpfuscht habe) das Du anbot (als bislang einzige Lehrkraft. Es scheint eher unüblich zu sein, so mit Praktikanten umzugehen.). Aber der Reihe nach:

Im Rahmen meiner Hospitationen war ich auch bei einer Art Arbeitsgemeinschaft, die sich mit einem Thema befasst, mit dem ich mich eigentlich recht gut auskenne. Deswegen konnte ich dort auch einiges erklären und geriet in diesen oben beschriebenen Redefluss. Währenddessen rutschte mir häufiger mal ein Du heraus und ich verbesserte mich natürlich. Nach einigen dieser Ausrutscher (die wirklich keine Absicht waren!) meinte sie dann, ich solle doch beim Du bleiben, das sei einfacher…

So kann es gehen…

Ich habe noch längst nicht alle Namen des Kollegiums drauf, was suboptimal ist, wenn man bei jemandem hospitiert. Trotzdem scheine ich den Eindruck zu erwecken, voll den Durchblick zu haben – zumindest fragt meine Kommilitonin/Mitpraktikantin stets mich, ob ich weiß, wer sich hinter diesem Namen verbirgt oder auch, wer die Person ist, die gerade im Lehrerzimmer herumwuselt.

Allerdings hab ich mich erst einmal für diese Unwissenheit geschämt – dann nämlich, als ich vor einem der Klassenräume gewartet habe, weil ich dort in der darauffolgenden Stunde hospitieren wollte. Bald darauf erschien die Lehrerin… und es war eine derjenigen, die ich zuvor schon im Lehrerzimmer gesehen hatte. Darauf sprach sie mich dann auch gleich an, dass ich doch mit ihr zusammen im Lehrerzimmer hätte warten können. Den Grund, warum ich das nicht getan habe, erläuterte sie sich sofort selbst: „Aber wahrscheinlich wissen Sir gar nicht, wer ich bin. Aber Sie hätten ja im Lehrerzimmer fragen können.“

Tja. Ich hätte natürlich. Aber ich habe es nicht getan.

Da habe ich mich wirklich ein wenig geschämt. Aber auch das läuft vermutlich eher unter „Passiert halt.“.

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Praktikum – endlich wieder Fünftis?

Erster Praktikumstag – ich bin ziemlich nervös. Eine vollkommen neue Schule in einem Bundesland, in dem ich das Schulsystem etwas merkwürdig finde – es ist halt anders als das, im dem ich beschult wurde oder mein FSJ gemacht habe.

Ich war schon einmal zum Einführungsgespräch an der Schule. Das lief ziemlich gut, sympathische Mentorin, …

Aber trotzdem bin ich nervös.

Ich treffe im Lehrerzimmer einen Mitpraktikanten, die anderen, die noch an der Schule sind, sind nicht da (später am Tag finde ich heraus, dass eine der Praktikantinnen eine Kommilitonin aus meiner Mathezeit ist). Er wirkt sehr nett und hat eine völlig andere Fächerkombination als ich  (mit – Trommelwirbel – Mathe).

Ich schreibe meine Hospitationswünsche auf. Auch schon für heute, den ersten Tag. Eigentlich möchte ich in eine Geschichtsstunde, aber die fällt heute aus. Stattdessen werde ich zu Biologie mitgenommen. Keine Fünftis in Sicht, sondern Siebtklässler. Sie machen Stationsarbeit. Das ist gut, ich kann ein wenig herumgehen und schauen, was sie so machen. Mithilfe der Lösungsblätter kann ich sogar ein bisschen helfen. Es ist fast wieder so wie in meinem FSJ.

Auch danach sind es keine Fünftis, die ich mir ansehe, aber dennoch eine mir wohlbekannte Jahrgangsstufe – Sechstis.

Sie haben Deutsch und halten kurze Vorträge. Einer der Jungs wird immer wieder zum Lachen gebracht und verliert dadurch den Faden. Er tut mir ein bisschen leid, aber er scheint es überhaupt nicht schlimm zu finden.

Nach den Vorträgen werden Personenbeschreibungen eingeführt.

Am Ende der Stunde soll ich mich vorstellen und verspreche mich beim Namen der Lehrerin. Am liebsten wäre mir da ein Loch im Boden gewesen, in dem ich hätte versinken können… aber eigentlich kann das ja jedem mal passieren, oder? Ich meine, ich kenne die ganzen Lehrernamen noch nicht… woher auch.

Natürlich entschuldige ich mich gleich im Anschluss bei der Lehrerin. Sie findet es auch nicht schlimm.

Ich erwarte ständig, bekannte Schülergesichter zu sehen. Manchmal sehe ich ein Kind, das Ähnlichkeit mit einem meiner Fünftis und Sechstis aus dem FSJ hat und muss unwillkürlich lächeln.

Ich habe es wirklich vermisst, an der Schule zu sein. Ich glaube, dass das ein gutes Zeichen ist, dass ich die richtige Berufsentscheidung getroffen habe.

Mal sehen, ob ich nach meinen ersten selbstgehaltenen Stunden immer noch so denke…

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Das Déjà-vu I

Oder auch: Es zieht einen immer wieder zurück.

Wir waren neulich in unserer alten Schule, Luna und ich.

Es hat sich einiges geändert, das merkte man gleich daran, wie wir dorthin kamen: Beide mit dem Auto, denn wir kamen von unseren jeweiligen Einsatzstellen. Wir sind ein Stück weit erwachsener als früher… damals fuhren wir schließlich stets mit dem Fahrrad, egal ob Regen, Glatteis oder Sonnenschein.

Wir hatten uns zur Pause verabredet und setzten uns ganz wie früher auf unsere Bank. Ich links von Luna, ganz unwillkürlich in der festen Platzverteilung. Wie immer.

Ich fühlte mich wirklich in der Zeit zurückversetzt, schließlich ist es schon Ewigkeiten her gewesen, dass wir so dort saßen.

Wir haben beinahe alle unsere Lehrer getroffen, auf jeden Fall zumindest alle, mit denen wir dieses Treffen gerne wollten. Sie haben durchweg positiv reagiert.
Meine Lieblingsreaktion war die von Herrn Guetta. Er kam aus dem Lehrerzimmer und steuerte in Richtung Musikraum. Wir winkten, er winkte zurück und ging währenddessen weiter. Dann sah man richtig, wie es bei ihm arbeitete und er kam zurück und begrüßte uns. Den Schüler, der ihn fragend ansah, klärte er folgendermaßen auf: „Das sind ehemalige Schülerinnen, die schon immer da sitzen!“
Mr. Sporty kam nur kurz auf uns zu, meinte zu Luna, dass sie so aussehen würde, als wolle sie Ski fahren gehen. Sie erwiderte, dass sie das schon gewesen sei und da ging er mit den Worten, dass sie ihn also nur neidisch machen wolle und er keine Lust dazu habe.
Frau Hood freute sich auch und tätschelte uns beiden das Knie, redete aber nicht wirklich mit uns.
Was ja auch kein Wunder war, wir saßen ja auch nur eine Pause dort.
Ms. Smile war leider nicht da.
Wer fehlt noch?
Mr. Suit, Frau Blümchen, Frau Schick, Herr Hastig und Herr Waschbär. Die haben wir auch alle getroffen, die Schilderung gibt’s dann im Teil II 😉

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Abiawards (Nullnacht Teil 3)

Wie bereits gesagt gab es Kategorien für Lehrer und Schüler. Ich fange einfach mal mit denen für die Lehrer an, da ich das große Ärgernis ja bereits angesprochen habe.

Die Kategorie „Hätte lieber etwas Anderes werden sollen“:
Zu dem Hintergrund dieses Vorschlags: Letztes Jahr machte Frau Elder bei der Mottowoche des Jahrganges über meinem mit. Bei dem Motto Kindheitshelden kam sie als Charlie Chaplin. Das passende Bärtchen wurde… sagen wir mal, absichtlich fehlinterpretiert. Ich denke, man weiß, was ich damit sagen möchte.
Ich finde diesen Vorschlag weder lustig noch in irgendeiner Art und Weise mit normalen Umgangsformen vereinbar. Um ehrlich zu sein: Um sowas zu schreiben – und die Abi-Awards sollen ja eigentlich ins Jahrbuch! -, muss man schon ziemlich… blöd sein.

Aber nun zu schöneren Dingen. Dieser Titel wird übrigens auch nicht im Abibuch stehen.
Weitere Alternativkarrieren waren Folgende:

Madame Ravissant hätte Flugbegleiterin werden sollen. Wie man vielleicht anhand des Namens erraten kann (und fall ich da einen fatalen Fehler gemacht habe, Asche auf mein Haupt, ich hatte nie Französisch) ist Madame Ravissant unglaublich hübsch. Also so wirklich richtig schön.

The Whale hätte Ausbilder bei der Bundeswehr werden sollen. Böse, böse… Aber bei dem Ton, den diese Frau manchmal drauf hat, ist das nun nicht weiter verwunderlich.

Frau Neon wurde eine Alternativkarriere als Börsenmaklerin vorgeschlagen. Das wundert auch nicht, denn schließlich kommt sie ja aus der Wirtschaft. Und über sie werden häufiger mal Sachen gesagt wie „Ja, weißt du, an der Wall Street sind ja die Aktien total runtergegangen, da musste sie mal eben am Wochenende hin und das alles da retten.“

Frau Laschs Berufsvorschlag war nicht sehr nett: Sie hätte lieber Bierkönigin werden sollen, wenn es nach unserem Jahrgang geht. Dieser Vorschlag hat seine Begründung darin, dass ihr im Zusammenhang mit Alkohol ein gewisser Ruf nachgesagt wird. Was genau da dran ist, weiß ich nicht.

Kommen wir zur nächsten Kategorie, wiederum eine Lehrerkategorie:Best dressed.
Hier belegte Frau Schick den ersten Platz, Ms. Smile war aber auch platziert. Frau Schick trank dann sogar einen Kurzen (obwohl das gar nicht eingeplant war :D).

Die nächste Lehrerkategorie: Zuspätkommer (das Schüleräquivalent hatten wir übrigens auch, aber das kommt ja erst später).
Frau Blümchen winkte schon, als die Kategorie verkündet wurde. Etwas Anderes konnte man sich auch nur schwer vorstellen, schließlich ist sie die Königin des Zuspätkommens. (Ich zitiere nur mal ein Gespräch, das so oder so ähnlich immer wieder vor ihren Unterrichtstunden geführt wird: (Es ist 12:50 Uhr) „Wann haben wir Unterricht?“ – „Um Fünf vor Eins.“ – „Okay, dann haben wir ja noch eine Viertelstunde…“)
Natürlich machte sie in der Kategorie auch den ersten Platz. Und weil Frau Schick es ja schon so schön vorgemacht hat, trank auch sie einen Kurzen. Dazu muss man sagen, dass es dieser grüne Waldmeister-Wodka-Likör war. Nachdem sie ihr Schnapsglas hinutergestürzt hatte, schüttelte sie sich. Schmecken tat ihr das Zeug sichtlich nicht, woraufhin Calvin dann rief: „Wir haben auch noch sauren…“

Und nun zur nächsten Kategorie, der Lehrplanfixierung.
Platz Drei belegte Frau Neon, Platz Zwei Herr Hastig und den ersten Platz machte Herr Brot. Ich finde, dass diese Kategorie ein wenig hilft, zu verstehen, warum die eine Platzierung der nächsten Kategorie so unglaublich lustig erschien…

Bei der erwähnten Kategorie handelt es sich *trommelwirbel* um das Lehrertraumpaar. Egal, ob reales Pärchen oder nur Wunschdenken, jegliche Kombination war erlaubt.
Platz Drei in dieser wunderschönen Kategorie belegte das imaginäre Pärchen Neon-Brot. Das passt und passt doch nicht, aber auf jeden Fall ist es eins: Eine absolut komische Vorstellung.
Platz Zwei errang das ebenfalls imaginäre Pärchen Ravissant-Sporty. Beides tolle Lehrer mit einem genialen Draht zu den Schülern, gut aussehen tun sie auch noch…
Und das absolute Traumpärchen unserer Lehrerschaft ist kein imaginäres, sondern ein höchst reales:

Frau Rock und Herr Guetta!

Die haben sich diesen Titel wirklich verdient.

Zum Abschluss dieses Eintrags nun noch eine der allseits beliebten Lehrerkategorien. „Kommt häufig vom Thema ab“.

Und wer könnte für diesen Titel prädestinierter sein als Mr. Suit, der Lehrer, der andauernd aus dem Nähkästchen plaudert, egal, ob man es nun hören möchte oder nicht? Der schon alles erlebt, alles gesehen, alles studiert hat?
Aber auch der dritte Platz ist meiner Meinung nach total verdient: Herr Waschbär hat ihn bekommen.
Als die Kategorie angekündigt wurde, formierten sich Sprechchöre, die „Waschbär, Waschbär!“ skandierten. Das sagt doch schon alles, oder? 😉

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The Whale

Oder: Herr Otto ist weg.

Nun ist es also soweit, Herr Otto ist in Rente gegangen. Leider Gottes.

Dementsprechend war heute auch, da für alle(außer uns) das Halbjahr geendet hat, Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Es waren viele da, vor allem auch viele alte Gesichter. Mit alt meine ich richtig alt – zum Beispiel unser Mathelehrer Herr Fuchs zum Beispiel, der vor vier (oder fünf?) Jahren in Rente gegangen ist. Irgendwie ist der seitdem ein bisschen älter geworden^^
Auch unser anderer ehemaliger Mathelehrer Herr Hut war da.
Wer nicht da war (glücklicherweise) war Frau Rank. Ich weiß nicht, wie ich dieser Dame gegenübertreten würde. Leider nicht da war Herr Blume.

Ach, außer für Herrn Otto war es auch der letzte Tag für Herrn Frettchen. Man glaubt gar nicht, wie sehr der sich darüber gefreut hat 😉

Jedenfalls hatten Ari, Luna und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir etwas für den Abschied von Herrn Otto machen wollen. Nach ein wenig Überlegen kamen wir dann auf die Idee, einige Szenen aus „Das Leben des Brian“ nachzuspielen. Zum Einen, weil das absolut den Humor von Herrn Otto trifft und zum Anderen, weil wir eben unter anderem die eine Szene nachgespielt haben, in der Brian „Römer geht nach Hause“ an eine Wand schmieren will und seine Grammatik dann von einer römischen Patrouille verbessert wird… Das passte einfach.

So saßen wir denn also zu Beginn der „Dienstbesprechung“ im Lehrerzimmer. Erst einmal herrschte einiger Trubel, es wurden einige sehr interessante Gespräche geführt und wir konnten einige interessante Dinge beobachten…

Dann kam The Whale und hakte die ersten Punkte der Dienstbesprechung ab. Die Punkte, bei denen ich verstanden hätte, dass wir nicht dabei sein sollten. Dann ging sie über zur Verabschiedung und wir waren dran.

Dafür mussten wir in die Aula gehen. Am Ausgang vom Lehrerzimmer verteilte Ari dann Kreuze. Luna behauptete, sie müsse nicht zur Kreuzigung, sondern sei freigesprochen, gibt dann aber zu, dass das ein Scherz gewesen sei… Die Szene kennt man 😉
Am Eingang zur Aula hockte ich und bat um eine Spende für einen „Ex-Leprakranken“. Herr Otto spendete mir sein Kreuz (wie gemein, dann werde ich ja gekreuzigt^^).
Herr Guetta saß mittlerweile auf der Bühne und sollte ein Schild hochhalten, auf dem „Judäische Volksfront“ stand. Als Herr Otto das sah, freute er sich und meinte „Ich weiß, was auf dem anderen Schild steht!“
Luna und Ari setzten sich mit einigem Abstand neben Herrn Guetta und Luna begann, über diese „Sche*ß Volksfront von Judäa“ herzuziehen. Ari guckte sie daraufhin indigniert an und meinte, dass sie selbst doch die Volksfront von Judäa seien. Gleichzeitig hielt sie dann das Schild, auf dem ebendieses stand. Luna sah sie entgeistert an: „Was?! Ich dachte, wir wären die populäre Front!“, woraufhin Ari verneinte und auf  Herrn Otto zeigte. „Nein. Die steht da drüben.“ (wenn man den Film kennt, ist es umso lustiger, da der Vertreter der populären Front so ein alter, komischer Kauz ist…^^).
Dann kam ich und rief „Otternasen, frische Otternasen!“ und bot sie Ari und Luna an. diese ignorierten mich, woraufhin ich nur meinte, dass das Geschäft auch nicht mehr das sei, was es mal war und Herrn Otto die Otternasen in die Hand drückte (unsere Otternasen waren Lakritze 😉 ).
Dann schrieb Luna als Brian „Romanes eunt domus“ auf ein Bettlaken. Ich als römische Patrouille kam vorbei und korrigierte sie. Wobei es sehr lustig war, dass sehr viele Lehrer wie pubertierende Kiddies bei dem Wort „- anus“ gelacht haben – dabei ging es nur um die Endung von Romanus^^
Nachdem ich Luna dann aufgetragen hatte, den richtigen Satz hundertmal zu schreiben, richtete ich einige Worte an Herrn Otto.
Unter anderem fielen Sätze wie:
„Ich selbst habe ja jahrelang in Latein unter ihnen gelitten.“
„Sie haben ihre Lieblingsvokabel „vexare“ – für die Nicht-Lateiner „quälen“ – gelebt und immer authentisch rübergebracht.“
„Ich werde nie vergessen, wie sie sich mit Truman um einen Stuhl geprügelt haben, die Drei-Sekunden-Regeln, nach der man sie innerhalb von dre Sekunden zurückschlagen durfte, wenn sie uns geschlagen haben oder ihre diskriminierenden, sexistischen und sonstwie verletzenden Äußerungen. Aber keine Bange – Wir wissen ja alle, dass das alles genau so gemeint war, wie sie es gesagt haben.“

Das klingt vielleicht jetzt fies. Aber so ist er gar nicht. Man muss mit seiner Art klarkommen, natürlich. Aber er meinst es nicht so, das ist nur sein Humor.

Dann gab uns Frau Drama noch Tipps, was wir hätten verbessern können (typisch Darstellendes-Lehrerin^^) und ich wurde von mehreren Lehrern nach den sexistischen Äußerungen gefragt^^ (aber nicht so ernst, sondern eher so, dass sie sich drüber amüsieren wollten).

Danach ging es wieder ins Lehrerzimmer und The Whale – schmiss uns raus.

Ziemlich deutlich sogar. Anfangs sagte sie noch, dass wir jetzt nach Hause wollten (witzig, da Luna sowieso abgeholt werden musste und das frühestens eine Stunde später – wegen der Krücken -.-), dann, dass sie das „unter ihnen“ „im kleinen Kreis“ gerne weiterführen würde. Ahja.

Hätte ich verstehen können, wenn es dann um dienstliche Dinge gegangen wäre. Aber es war einfach nur weitere Verabschiedung, ein umgeschriebenes Lied für Herrn Otto, ein Loriot-Sketch von Frau Neon und Mr. Suit – und Herr Otto meinte zuvor zu uns, wir könnten gerne bleiben (später meinten auch andere Lehrer, sie hätten nicht verstanden, warum wir denn gehen mussten…). Mitbekommen haben wir trotzdem alles, da wir von draußen, wo wir dann gezwungenermaßen warteten, exzellent hören konnten.

Nach einer Stunde oder auch etwas mehr, kam The Whale auch raus (viele waren schon gegangen und hatten kurz mit uns gequatscht) und zu uns. Und ihr „Mitgefühl“ für Luna, das konnte sie sich dann echt schenken. Als wenn sie da irgendein Mitgefühl gehabt hätte… (es ging darum, dass wir ja soo lange warten müssten, bla)

 

Naja. Diese Schulleiterin weiß einfach nicht, was sie an uns hat.

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Herr Ostreidae, Master of Disaster

Frau Blümchen ist nicht da.

Sie ist nicht krank, sondern schulbedingt nicht anwesend, da sie Praktikumsbetreuung bei ihrem Deutsch-LK machen muss.

Was geschieht nun also mit den drei Wochenstunden Philosophie?
Der Vertretungsplan machte eine klare Aussage: Aufg., das ist die Standardersetzung für f.a., also „fällt aus“. Aufgaben bekommen wir in den allerwenigsten Fällen 😉

Frau Blümchen verkündete aber am Dienstag, dass Herr Ostreidae die Stunden übernehmen würde. Wurde akzeptiert, ein bisschen gegrummelt, aber es waren alle Kursteilnehmer am Mittwoch zur besagten Zeit vor der Tür des richtigen Raumes.

Wir warteten fünf Minuten, wir warteten zehn Minuten. Dann gingen wir, denn Herr Ostreidae ist sonst wirklich immer überpünktlich (und schließt dann manchmal den Ruam auf und setzt sich dann stumm rein, während wir auf Frau Blümchen warten…). Er war auch sonst nirgendwo aufzutreiben.

Am Donnerstag standen wir dann also vor dem Lehrerzimmer, um herauszufinden, ob wir denn nun Unterricht in der Doppelstunde hätten. Auf dem Vertretungsplan wurde das Aufg. durchgestrichen und durch das Kürzel von Herrn Ostreidae ersetzt. Wir fragten nach ihm und dann kam er auch raus, schaute sich leicht verwirrt um und uns an und dann wieder um, bis er uns schließlich fragte, ob WIR denn nach ihm gefragt hätten.
Wir bejahten und brachten unsere Frage vor, mit dem Hinweis, dass gestern ja auch nicht stattgefunden hätte, was er mit einem lapidaren „Und ihr wart alle da? Tja, dann sind wir wohl quitt.“ kommentierte. Dann setzte er uns davon in Kenntnis, dass der Unterricht stattfinden würde, drehte sich um und ging wieder.

(während wir gewartet haben, meinte Elli ja, dass wir ihn ja gar nicht sprechen wollten, sondern eher hofften, dass er nicht da sei, also hätten wir fragen müssen, ob er da sei und dann auf das „Ja, wollt ihr ihn sprechen?“ ein Nein hätten erwidern müssen 😀 )

Die Stunden waren dann auch nicht sehr ergiebig bis darauf, dass ich üben konnte, an der Tafel zu schreiben und den Unterricht zu moderieren (Herr Ostreidae verdonnerte Michelle und mich dazu ;D ), was Luna zu der Aussage brachte, dass ich ja wohl eine gute Lehrerin werden würde, ich hätte das ja schon voll drauf (was sich unter anderem darauf bezog, dass ich geschrieben hab‘ und mich dann nur so halb umgedreht hab und Teresa aufgerufen habe – kann man sich das gerade vorstellen??).
Das Stundenhighlight für mich war aber Teresas Ausruf, mitten in der Stunde:

„Jungs?! Wer von euch hat mein Handy?“, wobei sie die Jungs böse anguckte. Nach ein paar weiteren Fragen nach ihrem Handy gab Timon es ihr dann auch wieder. Herr Ostreidae sagte dazu nichts.

Dafür fragte er Tahmid später, ich habe gar nicht mitbekommen, weswegen, da ich da an der Tafel stand, welche Drogen er denn nehme. Aber es klang nicht scherzhaft, sondern ernsthaft O.o

Anouk sagte später über den Unterricht, dass sie ja sehr selten sage, dass etwas richtig schlecht sei, aber über den Unterricht bei Herrn Ostreidae müsse sie das sagen… Sie hätte sich irgendwann gar keine Mühe mehr gemacht, so zu tun, als würde sie nicht auf ihr Handy gucken.

 

Naja. Das alles macht Herrn Ostreidae noch nicht zum Master of Disaster, zumindest nicht einzig und allein. Denn solange man sich immerhin noch mit den Kollegen versteht, ist alles nicht so schlimm, da werden von anderen Lehrern dann auch Schülergemüter beruhigt oder positive Aspekte an Herrn Ostreidae unterstrichen.
Aber das hat er sich auch verscherzt.
Zwei Geschichten.

Die Erste ist ziemlich kurz: Herr Ostreidae lässt sich im Lehrerzimmer über einen Kollegen aus und verkündet lautstark, dass er sich frage, wie dieser seine Zulassung erhalten habe. In dem Augenblick kommt der Kollege rein…

Die Zweite:

Unsere Schule ist in zwei Gebäuden untergebracht, die einige Straßen auseinanderliegen. Wir sind im Hauptgebäude, im anderen Gebäude sind die fünften Klassen. Dort gibt es natürlich ebenso wie bei uns Kopierer und jeder Lehrer hat ja ein bestimmtes Kopierkontingent (worüber Frau Neon sich ja immer so schön aufregt 😉 ). Da es aber umständlich ist, gab es einen Deal mit der Sekretärin. Man musste einfach eine bestimmte Zahlenfolge eingeben und schon konnte man schwarzkopieren.

Herr Ostreidae hat scheinbar kein Kopierkontingent. Jedenfalls wurde er in dieses Geheimnis eingeweiht. Als er die Ziffernfolge allerdings im Hauptgebäude ausprobiert hat, funktionierte das natürlich nicht. Was macht er?

Er geht zu The Whale und weist sie darauf hin, dass die Ziffernfolge 123 nicht funktioniert. The Whale wusste natürlich von nichts und er erzählte ihr dann alles. Also setzte The Whale sich die Mütze auf, schwang sich auf’s Fahrrad und fuhr rüber. Dort ging sie an den Kopierer, gab 123 ein und schwupps – es funktionierte. Das fand sie natürlich nicht so schön und deswegen funktioniert es jetzt eben nicht mehr.

 

Und Herr Ostreidae hat sich unbeliebt gemacht 😉

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Liebeserklärung

Warum ich meine Schule trotz allem liebe.

An meiner Schule kann man individuell sein. Man kann so sein, wie man ist.
Wir haben recht kleine Kurse – ich meine, fünf Leute im Deutschleistungskurs ist schon ein Jackpot – und wundervolle Lehrer, die sich um einen kümmern. Die sich Gedanken machen und da sind, obwohl es doch über tausend Schüler an der Schule gibt.
Eine dieser wundervollen Lehrerinnen ist unsere stellvertretende Schulleiterin, Frau Schick. Sie ist so absolut wunderbar, man kann sie nicht anders beschreiben, wirklich nicht. Man kann mit Sorgen zu ihr kommen und sie hat ein offenes Ohr dafür. Und manchmal muss man noch nicht einmal zu ihr kommen. Denn manchmal kommt sie zu einem. Wie damals, als ich vor Mr. Suits Büro darauf gewartet habe, dass ich wegen Frau Rank mit ihm sprechen kann. Da ist sie zu mir gekommen und hat mich gefragt, was los sei. Genauso wie vor ein paar Tagen, nachdem uns das mit Herrn Frettchen mitgeteilt wurde. Man kann sich auch darauf verlassen, dass sie Stillschweigen über das bewahrt, was man mit ihr besprochen hat, wenn man sie darum bittet. Dieses Vertrauen habe ich nicht zu jedem. Man kann ehrlich mit ihr reden und das ist Gold wert.
Ich könnte hier noch viele andere Beispiele aufzählen, aber das lasse ich jetzt mal, ihr dürftet das alles sowieso in meinem Blog irgendwo wiederfinden.
Wir haben große Klassenräume mit schönem Ausblick. An vielen Stellen im Gebäude findet man Kunstwerke von Schülern. Wir haben eine tolle bunte Statue vor dem Lehrerzimmer stehen. Und draußen aus Schrott von Lehrern geschweißte Viecher.
Ich liebe an meiner Schule ihre kleinen Eigenheiten, dass ich nur auf einer Seite der Aula Empfang habe und dass bei jedem Regen der Zugang zum Fahrradparkplatz geflutet ist.
Ich freue mich darüber, dass die Schulleitung die Namen vieler ihrer Schüler kennt.
Ich finde die Sportarten, die man in der Oberstufe wählen kann, klasse, denn nirgendwo sonst gibt es Karate.
Ich war gerne in der Mittelstufe auf der Schule. Die Möglichkeit, zwei Wochen lang ein Praktikum in England machen zu können, war einzigartig und die Bibliothek, in der ich dort war, war grandios.
Ich war einige Zeit im Leseclub und auch mal in der Theater-AG, ich habe bei Simulationen politischer Ereignisse teilgenommen und ein Sprachzertifikat gemacht. Ich habe Chancen bekommen.

Ich bin durch meine Schule ich geworden. Nicht ausschließlich natürlich, aber einen nicht geringen Teil verdanke ich ihr.

Und so schlecht ist doch nicht, was dabei herauskam, oder? 😉

 

Eine kurze Liebeserklärung mitten in der Nacht. Mir war gerade einfach so danach. Denn ich bin glücklich. Glücklich über die mögliche Kompromisslösung, die wir nun erreicht haben (und die hoffentlich so kommen wird). Glücklich darüber, dass bald Weihnachten ist und jetzt schon Ferien sind.
Glücklich darüber, dass ich wundervolle Menschen in meinem Leben haben darf.
Glücklich darüber, dass Freundschaften auch Zeiten des sehr seltenen Kontaktes überdauern können.
Glücklich darüber, dass sich manche Dinge niemals ändern (das man zum Beispiel für Filme wie „Hüter des Lichts“ nie zu alt wird).
Glücklich darüber, dass meine große Schwester Katharina bei uns ist.
Glücklich darüber, dass ich demnächst auf ein absolut geniales Konzert gehen darf und das mit absolut genialen Leuten.
Glücklich darüber, dass mein Zeugnisschnitt mit 1,3 doch ganz gut ist.
Glücklich darüber, dass ich auf dieser schönen Welt leben und so tolle Dinge erleben darf.

Vielleicht ist das auch gerade zu einer kleinen Liebeserklärung ans Leben geworden… Aber die hat es auch verdient ♥

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Verarscht, belogen und betrogen

So komme ich mir gerade vor.

Wirklich.

Herr Frettchen geht, definitiv. Wir werden ab FEBRUAR Ms. Smile bekommen (was auch schon vom Zeitpunkt her eine unglaubliche Unverschämtheit ist! Da schreiben wir dann nämlich schon fast Abiturklausuren… Die sie dann bewerten wird… Ohne Eingewöhnung oder so…).

Er hätte aber NICHTS gesagt, wenn ich heute nicht gefragt hätte.

NICHTS!

Und dabei sagte er dann, dass er es SCHON DIE GANZE VERDAMMTE ZEIT WUSSTE!

Genauso wie The Whale.

Und er hat uns VORGEWORFEN, dass wir Frau Schick gefragt haben.

Und die ganze Shculd auf The Whale abgewälzt. Sie hätte ihn genötigt, uns zu übernehmen, er hatte da kein Mitspracherecht, er wollte das gar nicht…

ABER(!) er hat NICHTS gesagt. Gar nichts. Nie!

Hätte er etwas gesagt, hätte man etwas dagegen tun können, dass er uns übernimmt und jemanden bekommen können, der uns sicher bleibt. Wenigstens bis zum Abitur. Aber nein…

Ich bin SAUER!

Traurig, enttäuscht.

Ich fühle mich extrem verarscht von dieser Schule.

Vornerum labern, dass man für die Schüler da sein will, dass es eine familiäre Atmosphäre gäbe, dass die Schüler bestmöglichst betreut werden sollen…

Und die Realität sieht dann ganz anders aus.

Fünf Lehrer in drei Jahren Oberstufe (wenn man den einen mitzählt, der die Stelle gar nicht erst angetreten hat…). ZWEI Lehrerwechsel, die vorhersehbar und damit vermeidbar waren: Der von unserem Lehrer in der E-Phase, weil der Student war (noch nichtmal Referendar!) und dementsprechend uns in der Q-Phase gar nicht hätte weiter unterrichten können. Und eben jetzt das mit Herrn Frettchen.

 

Tolles Weihnachtsgeschenk, wirklich…

 

Was wird jetzt kommen… ?

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Die Zeugnisverschwörung

Oder: Kaum ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch…
Oder: Warum die umgestellte Bank auch ihre Vorteile hat.

Unsere Bank wurde umgestellt. In der Ecke, in der sie stand, steht jetzt der alljährliche Tannenbaum. Unsere Bank wurde lieblos in einen Seitengang gequetscht, der sehr schlecht einzusehen ist. Das heißt, dass die Lehrer nicht sofort beziehungsweise überhaupt nicht sehen, ob und wer dort sitzt. Dies achte ich mir heute zunutze und erfuhr interessante Dinge… 😉

Außerdem waren heute sämtliche Mitglieder der Schulleitung abwesend, Frau Schick, The Whale und Mr. Suit. Normalerweise wäre einige Dialoge sonst nicht zustande gekommen, weil Mr. Suits Büro ja direkt dort liegt und er dies nicht unbedingt mitbekommen sollte…

Zuallererst einmal kam Frau Neon und stand vor dem Lehrerzimmer. Schlüssellos. Dieses Phänomenen greift um sich, irgendwie werden momentan sehr sehr häufig Schlüssel vergessen. Sie stöhnte auf und ging wieder weg, ohne mein leises Lachen zu hören.

Dann kam Herr Hastig vorbei, direkt beider Bank und fragte, ob ich denn keinen Unterricht hätte. Hatte ich nicht, weil Herr Frettchen nicht da war und Englisch ausfiel. Dafür entschuldigte sich Herr Hastig dann bei mir (er macht ja den Vertretungsplan…). Ich verzieh ihm großzügig (ist ja auch soooo ein Verlust! 😀 ).

 

Und dann… Dann wurde ich Zeuge einer Verschwörung, eines Aufstandes gegen die Zeugnisse und die Schulleitung! Meuterei! (Oder zumindest fast 😉 )

Es begann ganz harmlos. Herr Brot, der Leiter des MatheLKs, und Herr Moorhuhn, der IT-Lehrer des MatheLKs und Stundenplanmacher, unterhielten sich über einen Schüler des MatheLKs. Der muss anscheinend eine Klausur nachschreiben.
Dadurch kamen sie auf das Nachschreiben allgemein zu sprechen. Nächste Woche müssen ja eigentlich die Noten feststehen, weil wir nächsten Freitag die Zeugnisse bekommen.
Herr Brot regte sich ziemlich darüber auf, dass von ihm erwartet würde, dass er die ganze Zeugnis-Software kurzfristig doch auf ein anderes System umstellen soll („Und dann kommt Mister und meint, dass das doch bitte so und so sein solle…“) und dass die gesamte Schulleitung heute nicht da war (anscheinend bezeihungsweise laut ihm wegen der Abendveranstaltung gestern… aha…). „We all had a long day.“, sagte er und klagte Herrn Moorhuhn sein Leid. Er sei erst um eins ins Bett gekommen, wiel er noch etwas hätte vorbereiten müssen und so weiter…
Herr Mohrhuhn pflichtete ihm bei und meinte, er solle doch ganz geschmeidig bleiben, er selbst sei auch ganz geschmeidig… Und dann sollten sie eben die Schulleitung und die Zeugnisse so boykottieren, dass auch die Schulleitung mal Nachtschichten schieben müsse und nicht nur die beiden. Die Zeugnisse gäbe es ja erst Freitag, also sei Donnerstag ja wohl vöööööllig ausreichend. Und wenn das mit dem Nachschreiben weder heute noch morgen klappt, dann sei es halt nächste Woche, das sei ja nicht ihr Problem.

Äußerst interessant, den beiden so zuzuhören. Es fielen noch einige ungnädige Worte über Mr. Suit.

Dann kamen sie darauf zu sprechen, dass die Zeugniskonferenz ja Montag sein solle.

„Ich habe da keine Zeit.“, sagte Herr Brot. „Und außerdem ist die offiziell gar nicht genehmigt. Für mich existiert die einfach noch nicht.“

Oh, oh, oh, da herrscht Knatsch zwischen Herrn Brot und Mr. Suit würde ich mal schätzen, der ist nämlich für diese Konferenz verantwortlich 😉

Wieder stimmte Herr Moorhuhn zu und die beiden Verschwörer verabschiedeten sich und gingen daraufhin getrennte Wege. Ganz unauffällig. Als hätte es nie etwas gegeben…

 

P.S.: Herr Moorhuhn verdankt seinen Namen dem Spiel, das er die MatheLKler hat simpel programmieren lassen. O-Ton der Unterhaltung darüber: „Und bei Mändy fliegen die hoch, wenn man sie trifft, nicht nach unten… das nenne ich Vorzeichenfehler.“
„Die fallen ja linear, da ist null Geschwindigkeit drin!“
„Ich liebe ja diese kritischen Treffer!“ (Herr Brot) – „Was ist das?“ (The Whale) – „Wenn aus einem Moorhuhn zwei werden.“

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