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Der Schatten des Windes und Das Spiel des Engels

Ich habe mich (wieder einmal… scheinbar gewinnt man mein Herz recht schnell…) verliebt. Das letzte Mal war es Karate, das neue Hobby in meinem Leben, dieses Mal sind es Bücher.  Zwei Bücher, um genau zu sein.

Zu Ostern habe ich „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón geschenkt bekommen. Lange Zeit habe ich es kaum eines Blickes gewürdigt, es ist ja relativ dick und oftmals finde ich keine Zeit, um dicke Bücher zu lesen. Beziehungsweise fand, denn wenn ich dadurch solche Bücher verpasse, muss ich das dringend ändern…

Jedenfalls lag es eine ganze Weile auf dem Tischchen in meinem Zimmer herum, in stiller Eintracht mit anderen Büchern, die ich noch zu lesen vorhabe. So gesehen war’s ein Glück für das Buch, dass ich eine Lektüre für eine ungefähr zweistündige Zugfahrt brauchte (hin und zurück) und darauf verfiel, dieses mitzunehmen. Und, was soll ich sagen… Ich habe mich verliebt.

Auf dem Klappentext meiner Ausgabe wird Joschka Fischer zitiert: „Sie werden alles liegenlassen und die Nacht durch lesen!“

Das stimmt zwar nicht ganz, dafür war ich irgendwann doch zu müde, aber dieses Buch (und das andere) haben bei mir zur Wiederentdeckung der totalen Obsession in Bezug auf Bücher geführt, ein Gefühl, was ich lange nicht mehr hatte, obwohl ich stets gelesen habe.

Das zweite Buch, Das Spiel des Engels, ebenfalls von Carlos Ruiz Zafón und die Vorgeschichte zu Der Schatten des Windes, habe ich mir aus der Bücherei ausgeliehen, ich wollte einfach unbedingt mehr von diesem Autoren lesen und nötigenfalls hätte ich mir dafür sogar eine spanische Ausgabe ausgeliehen (war aber ja nicht nötig^^).

Ich habe, um dieses Buch zu lesen, überall, wo’s möglich war, Minuten abgeknapst, habe alles, beispielsweise das Aus-dem-Haus-Gehen vor mir hergeschoben, um weitere kostbare Momente mit diesem Buch verbringen, noch ein oder zwei Seiten weiterlesen zu können.

Ich habe meinen kleinen Geschwistern den Wunsch verweigert, dass ich ihre Gute-Nacht-Geschichte vorlese, habe meine Mutter vollkommen ignoriert, als sie in meinem Zimmer stand und irgendetwas von mir wollte (die Stelle war gerade ungeheuer spannend, ich konnte nicht aufhören!), ich bin zu spät zum Abendessen gekommen.

Und das alles hat sich absolut gelohnt. Jeder Buchstabe, jedes Wort, jede Zeile möchte ich nicht missen müssen, will ich einschließen und bewahren.

Doch worum geht es in diesen Büchern nun überhaupt? Das mag man sich natürlich jetzt fragen.

Und da ich jetzt müde bin (gerade mit Das Spiel des Engels durch), werde ich gemein sein und morgen ausführlich beantworten  😛

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Frau Blümchen

Worum es in diesem Eintrag geht, ist wohl schon an der Überschrift erkenntlich. Ich möchte euch meine Philosophielehrerin vorstellen, Frau Blümchen. Den Namen verdankt sie ihren Haarspangen. Eine davon hat sie eigentlich immer im Haar. Sie sind verschiedenfarbig und passen gut zu ihr.

Frau Blümchen unterrichtet die Fächer Philosophie, Deutsch und Politik. Im letzten Jahr hatte ich sie auch noch in allen drei Fächern, jetzt leider nur noch in Philosophie. Luna hat sie noch als Deutschlehrerin, aber da ich im Deutschleistungskurs gelandet bin, habe ich ja Frau Neon.

Frau Blümchen kommt notorisch zu spät. Da ich sie zweimal pro Woche in den ersten Stunden habe, sorgt das dafür, dass ich mich an diesen Tagen nicht so arg beeile, wie es bei Frau Neon der Fall ist.

Frau Blümchen ist technisch vollkommen unbegabt (hat aber trotzdem die Platon-App 😉 ). Und einfach eine ganz tolle Lehrerin. Ich mag sie sehr.

Besonders ihren Deutschunterricht mochte ich sehr, wir haben mit ihr „Antigone“ von Sophokles, „Die Verwandlung“ von Kafka und „Nichts“ von Janne Teller gelesen. Besonders das letzte Buch fand ich sehr gut, ebenso die Unterrichtseinheit, die wir dazu gemacht haben. „Nichts“ handelt von Jugendlichen, nein, eher noch Kindern, denn es sind Siebtklässler, die ein normales Leben führen – bis Pierre-Anton eines Tages den Schulunterricht mit den Worten „Nichts bedeutet irgendetwas. Das weiß ich schon lange. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden.“ verlässt. Fortan verbringt er seine Zeit damit, im Pflaumenbaum zu sitzen und seine ehemaligen Mitschüler zu verunsichern, die daraufhin beschließen, ihm zu beweisen, dass es doch Bedeutung im Leben gibt, dass das Leben einen Sinn hat. Sie wollen einen „Berg an Bedeutung“ anhäufen, für den jeder das opfern muss, was ihm am wichtigsten ist… Aber lest ruhig selbst, ich möchte ja nun nicht alles verraten 😉

Wir sollten hierzu beispielsweise überlegen, was wir dann wohl opfern müssten. Da kamen einige sehr schöne Geschichten zusammen. Und einmal sollten wir aufschreiben, was dem Leben für uns Sinn gibt…

Menschen,
die einem nah sind, die an einen denken, die für einen da sind, die einen zum Lächeln bringen, die das Herz berühren.
Aktivitäten,
die einen ausfüllen, die Spaß, Freude, Entspannung bringen.
Rätsel und Geheimnisse,
die es noch zu lösen, zu entschlüsseln gilt.
Schwierigkeiten,
an denen man wachsen kann.
Gedanken und Worte,
die beeinflussen, die trösten und verletzen können.
Alles,
woran das Herz hängt.
Erinnerungen.“

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