Monatsarchiv: Februar 2012

Vom Gebrauch der Handys

Eigentlich sind Handys an unserer Schule verboten.

Das „eigentlich“ zeigt’s aber schon – praktisch hält sich da niemand dran.

Es gibt auch sehr unterschiedliche Auslegungen dieser Handyregel für Oberstufenschüler. Mal dürfen sie Handys benutzen, allerdings nur in Räumen, in denen sonst nur Oberstüfler drin sind(von wegen Vorbildfunktion für die Mittelstüfler), mal dürfen sie es überhaupt nicht.

Die gestrige Biostunde war darin nun aber ein echter Knüller. Erst fragt Herr Bio, wer denn alles ein internetfähiges Handy dabei hat. Einige Hände – um genau zu sein, fast alle – gehen nach oben. Timons und meine nicht. Wir haben zwar welche, allerdings benutzen wir sie nicht dafür.

Unser Biolehrer teilt uns daraufhin in Kleingruppen ein, in denen wir uns jeweils ein Thema erarbeiten sollen. Eben mit den Handys.

Unserer Kleingruppe gegenüber (wir sind im Deutschraum, dem mit den Tischen in U-Form 😉 ) sitzen Panoramaschinken (den Namen sollte ich auch nochmal erklären, jetzt nur soviel dazu: Es ist ein Mädel 😉 ) und ihre beste Freundin. Noch während der Lehrer erklärt, was denn nun zu tun sei, ist sie am Rumfummeln an ihrem Handy. Und haut dann so richtig laut heraus: „Bachelor: Anja – ein Liebescomeback mit Paul!!!“

Unser Lehrer guckt kurz irritiert in ihre Richtung und redet dann weiter. Kurz darauf: „Oh mein Gott… CHRISTIAN KRIEGT EINE NEUE CHANCE BEI DSDS!!!“

Unser Biolehrer meint so: „Ja, aber bei mir nicht.“

Später dann, in der eigentlichen Kleingruppenarbeit. Herr Bio ist bei der Panoramaschinkengruppe und fragt Xenja, Panoramaschinkens beste Freundin, was sie denn für ein Handy hat.

Xenja: „Ein Samsung Galaxy.“

Herr Bio: „Ach ja, das hab ich mir jetzt auch gekauft.“

Xenja: „Echt, welche Farbe?“

Herr Bio: „Schwarz.“

Xenja: „Und ist das das S1 oder S2, was sie haben?“

Herr Bio: „Das S2. Und ich hab Alditalk, ihr habt mich davon überzeugt.“

Xenja: „Ja, ich hab S1, das ist ein bisschen gammelig.“

Panoramaschinken: „Echt, Alditalk? Alditalk ist geil! Was hat denn ihre Frau, auch Alditalk?“

Herr Bio: „Ähm, wir telefonieren so gut wie nie…“

Es folgten noch Ausführungen über den Preis, einige Erläuterungen Xenjas zu Funktionen des Handys sowie das Vergleichen von Zubehör.

Und wir saßen da, haben uns dann angehört und uns einen gegrinst… 😀

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Von Telefonbüchern und Buddhas…

… oder auch: Eine ganz normale Philosophiestunde 😉

Aktuell mchen wir ja gerade Vorträge in Philosophie (siehe der Blogeintrag „Dalai Lama“). Vorträge über moralische Vorbilder.

Heute sollten dann eigentlich vier Gruppen vortragen (oder waren es sogar fünf?). Anouk und Niobe waren heute dran, weil sie gestern nicht gehalten haben, aufgrund von „technischen Schwierigkeiten“. Die gibt es häufiger bei Vorträgen 😉

Teresa sollte eigentlich ebenfalls heute vortragen. Allerdings ist scheinbar ihr Laptop gestern gestorben und daher war es für sie unmöglich, dies zu tun. Aus diesem Grunde hat sie gestern Abend das Telefonbuch zur Hand genommen und alle angerufen, die den Namen unserer Frau Philo tragen, bis sie sie  erreichte und davon in Kenntnis setzen konnte, dass aus ihrem Vortrag nichts werden würde.

Frau Philo meinte dann heute zu Beginn der Stunde, dass sie jetzt immerhin wüsste, dass sie im Telefonbuch stünde. Sie hätte es wohl versäumt, anzugeben, dass sie darin nicht erscheinen möchte. Vor ein paar Jahren hätte man da wohl so etwas ankreuzen müssen.

Calvin meldete sich natürlich gleich zu Wort: „Wenn Sie das in IHREM Telefonbuch ankreuzen, dann funktioniert das auch nicht.“

Frau Philo lacht ein wenig und meint: „Natürlich… Ich habe mir einen Rotstift genommen und meinen Namen in meinem Telefonbuch durchgestrichen…“

Unterdessen liefen die Vorbereitungen des Buddhareferats, der Laptop wurde ans Smartboard angeschlossen, es wurde sich etwas über die Farbqualität ausgelassen (das Ding hat unsere Powerpoint mit orangem Hintergrund als grün(!) angezeigt…) und schließlich war es soweit, dass die beiden anfangen konnten.

Während ihres Vortrages haben sie kleine Buddhafiguren herumgegeben, an denen man die unterschiedlichen Darstellungsweisen sehen konnte, die chinesische, bei der Buddha etwas beleibt ist und total fröhlich aussieht und die indische, bei der Buddha eben dünn ist. Dazu erzählten sie, dass die Chinesen glauben, dass es Glück bringt, einer Buddhafigur über den Bauch zu streichen.

Später, als sie ihren Vortrag dann beendet hatten und sie uns Gelegenheit gaben, nachzufragen, kam die Frage auf, ob das denn nun wirklich Glück bringe.
Tahmid: „Ich hab das jetzt gemacht, wehe, ich hab jetzt kein Glück!
Calvin: „Ja, er hat den Buddha in der Hand gehalten und sich den Bauch gerieben.“ 😀

Ich meine, das ist ja auch eine Möglichkeit 😉

Ein anderer Schüler fragte dann, wo denn die Inder den Buddha reiben würden, da sei ja nicht so viel Bauch. Und ob ein chinesischer Buddha nun mehr Glück bringe als ein indischer. Frei nach dem Motto:

„Je mehr Bauch, desto mehr Glück.“

Da frage ich mich dann aber doch, wieso es dann noch sowas wie Dietstalking gibt… Wäre das nicht ein schönes Lebensmotto?^^

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Es gewinnt immer der Stärkere…

… oder auch: Mein Politiklehrer 😉

Wir machen aktuell Staatstheorien samt Anthropologie und allem Drum und Dran. Die Herren, die wir behandelt haben, namentlich benannt: Thomas Hobbes, Jean Jacques Rousseau und John Locke.

Um uns das alles schön zu verdeutlichen, griff unser Herr Politik zur Veranschaulichung durch Beispiele.
Beispielsweise fragte er Niobe, was sie denn machen würde, wenn sie sich frei entscheiden könnte, was sie jetzt gerade in diesem Moment tun möchte.

Niobe: „Naja, nach Hause gehen.“
Herr Politik: „Genau! Es sei denn, ich hindere dich daran, denn ich bin der Stärkste und Klügste in diesem Raum und ich mach euch alle platt.“
Calvin: „Das will ich sehen.“
Herr Politik: „Ja, das glaubste nicht, aber frag mal den Mario, mit dem hab ich mich schonmal geprügelt, so die Jungs, die finden sowas geil. Oder Mario?“
Mario: „Ja..“
Herr Politik: „Und wer hat gewonnen?“
Mario: „Ja, Sie.“
Herr Politik: „Seht ihr, ich bin euch allen überlegen. In zehn Jahren vielleicht nicht mehr, aber jetzt… Die Niobe, die ist flink, die könnte natürlich auch ganz rasch zur Tür raus und dann würd‘ ich dumm gucken. Aber ich hab ja einen Schlüssel, also würde ich abschließen.“

Anouk, Niobe, Luna und ich rutschen gaaaanz unauffällig ein Stückchen näher zur Tür.

Lorena: „Aber, wenn sie dann am anderen Tag wiederkommen würde, dann würden Sie sie ja erwischen…“
Herr Politik: „Ja, aber warum sollte sie denn wiederkommen, wenn sie nicht einsieht, dass sie eine gute Bildung braucht und damit Geld verdienen kann?“
Niobe: „Ja, aber warum sollte ich Geld verdienen wollen? Dann gehe ich doch einfach in den Laden und klaue mir das, was ich haben will.“
Herr Politik: „Das wäre die logische Schlussfolgerung. Aber stellt euch mal vor, euch gehört der Getränkemarkt und es herrscht Anarchie. Dann baut ihr euch doch Sicherheitssysteme, Gitter, Zäune und so weiter. Und rein kommt nur, wer Geld hat. Allerdings wird dann ja auch bald der Nachschub knapp und wer hat dann den Vorteil?“
Schüler: „Ja, die Bauern.“
Herr Politik: „Nein, eben NICHT. Die Starken, die die Bauern dann zwingen können, etwas für sie anzubauen oder ihnen etwas zu geben. Also in dieser Klasse wäre ich das.“
Calvin: „Aber wir würden uns dann doch gegen Sie verbünden.“
Herr Politik: „Das ist wieder etwas anderes. Und außerdem, bevor du dich mit jemanden gegen mich verbünden kannst, verbünde ich mich mit jemandem gegen dich, weil ich ja der Stärkere bin.“

Und so ging es dann noch eine Weile weiter… Eine sehr amüsante Politikstunde, muss ich schon sagen 😉

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Klausur – och nö.

Heute – um genau zu sein in ungefähr drei Stunden – werde ich die erste Klausur in diesem Jahr schreiben. Ich weiß, damit habe ich es noch ganz gut, wenn ich mir den Jahrgang über mir ansehe. Ich sage nur „Vorabiklausuren“. Aber ich habe trotzdem keine Lust.

Spanisch wird es sein, in den nächsten Wochen bis zu den Osterferien werden noch fünf bis sechs Klausuren folgen. Juchu. Luna hat schon ihre erste Klausur hinter sich, in Chemie letzte Woche. Und meint, dass sie sie gnadenlos verhauen hat. Wenn ich so bedenke, wie’s ihr an dem Tag ging, glaube ich das sogar. Vor Chemie hatten wir zusammen Geschichte, eine Gruppenarbeit mit Nina. Den beiden ging es nicht so dolle und Frau Geschichte(entschuldige bitte, Frau Falke) meinte schließlich: „Ach komm, Luna, jetzt geh mal mit Nina raus und Muffin macht eure Präsentation.“ – Super, oder? Ich mache gerne Gruppenarbeiten alleine *hust*

Na ja, wir werden es ja sehen.

Letztes Schuljahr war der Satz, den beinahe jeder vor jeder Klausur gesagt hat, war: „Zählt doch eh noch nicht ins Abi.“
Dummerweise tut es das jetzt, tun alle Noten das jetzt. Sehr beunruhigend, vor allem, wenn man so viele Lehrerwechsel hatte und da ja auch eine gewisse Angewöhnungszeit benötigt. Geblieben sind bei mir nur die Lehrer für Philosophie, Spanisch und Mathe. Drei von elf. Nicht gerade eine herausragende Quote…

Aber: Jammern hilft nicht.

 

Eigentlich bin ich recht gut vorbereitet auf diese Klausur (zumindest weiß ich, was „lange Unterhose“ heißt). Ich werde mir Mühe geben. Wünscht mir Glück 😉

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Vom Zuspätkommen

Natürlich, es passiert jedem mal, dass er oder sie zu spät kommt. Das ist ganz normal und auch menschlich.

Bei Schülern beobachte ich dieses Verhalten jedoch ziemlich oft. Bei einigen Lehrkräften auch 😉

Eines Tags, letzte Woche. In den ersten beiden Stunden hatten wir Unterricht in unseren jeweiligen Leistungskursen, das heißt für mich stand Deutsch auf dem Programm. Mein Schulweg ist nicht allzu lang, mit dem Fahrrad brauche ich zwischen einer Viertelstunde bis 25 Minuten, je nachdem, wie schnell ich fahre. Das sorgt nun aber auch dafür, dass ich, seit ich meinen Schulweg allein zurücklege, immer später losfahre. Momentan hat es sich bei um 7:35 Uhr das Haus verlassen eingependelt, so komme ich immer noch rechtzeitig zur Schule. Zum Vergleich: In der Mittelstufe fuhr ich immer mit zwei Mitschülerinnen. Damals bin ich immer um Viertel nach Sieben los 😉

An besagtem Tag war ich nun relativ spät dran und das ausgerechnet bei Frau Deutsch, für die Unpünktlichkeit „ein grober Akt der Unhöflichkeit“ ist. An der Schule angekommen, musste ich natürlich auch noch in den obersten Stock und mich da durch wahre Schülermassen quetschen. Man hätte wirklich denken können, dass in den Naturwissenschaftsräumen eine Party oder so stattfindet, so voll war es!
Schließlich habe ich es zumindest durch die dicksten Menschenmassen hindurchgeschafft(die natürlich alle bei der Treppe im Weg herumstanden. Toll.), ein paar Leute beiseitegeschoben, Luna(beste Freundin, hat leider nicht Deutschleistungskurs gewählt, trotz… Naja, erzähl ich vielleicht mal) zugewunken, deren Kurs natürlich noch auf dem Flur herumlungerte – ihre Lehrerin kommt meist ein paar Minuten später – und sehe schon die Tür zu dem Raum, in dem wir haben. Ganz am Ende des Flurs. Erleichtert registriere ich, dass die Tür noch geöffnet ist. Um genau zu sein, steht Frau Deutsch in der Tür und unterhält sich mit meinem ehemaligen Lateinlehrer, der einmal pro Woche neben uns unterrichtet. Ich schlüpfe zwischen den beiden hindurch, lächle lieb und sehe in dem Raum nur zwei(!) MitschülerInnen. In Zahlen: 2. Wir sind ja sowieso nicht gerade ein riesiger Kurs(ganze zehn Leute), aber dass nur Timon und Elli da sind?
Ich höre meine Deutschlehrerin sagen: „Da ist ja noch eine.“
Mein Lateinlehrer erwidert: „Ja, die ist ja auch zuverlässig. Die hatte bei mir Latein.“ (*grins* Natürlich. Ich bin nuuuuur zuverlässig, weil ich ihn in Latein hatte 😉 )

Nun, ich bin jedenfalls noch pünktlich gekommen, setze mich neben Timon und frau Deutsch schließt die Tür. Wir sitzen wie immer in der „letzten“ Reihe. Die Tische sind in diesem Raum u-förmig aufgebaut, deswegen die Anführungszeichen. Das heißt, manchmal sitzen wir auch nicht in dieser Reihe und zwar dann, wenn es kalt ist. Dann sitzen wir auf den Heizungen(macht Frau Deutsch übrigens auch. Seit wir das gemacht haben^^). Frau Deutsch zieht mit ihren Sachen vom Lehrerpult aus in die Mitte des Us, um nicht so weit von uns weg zu sein. Wir reden noch ein bisschen. Da klopft es und Anouk und Niobe schneien herein, diskutieren kurz, ob sie zu spät sind („Es ist genau acht Uhr!“) und setzen sich. Wir beginnen mit dem Unterricht, das heißt, wir versuchen es. Denn schon klopft es wieder und der einzige Junge aus unserem LK(außer Timon) und der einzige, der nicht auch in unserem Englischleistungskurs ist, kommt herein.

Schüler: „Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.“
Frau Deutsch: „Wieso?“
Schüler: „Was?“
Frau Deutsch: „Wieso soll ich sie entschuldigen?“
Schüler: „Ich hab zu lang geschlafen.“
Frau Deutsch: „Zu lang geschlafen? Glaubst du etwa, dass ich zu lang geschlafen habe? Ich bin auch nicht heute morgen freudestrahlend aus dem Bett gehüpft und zur Schule gekommen!“

Hm, dabei hätte ich ihr das durchaus zugetraut 😉
Er setzt sich also und wir machen weiter.

Da klopft es erneut. Valentina kommt herein. Dass sie zu spät kam, hat mich ja nicht gewundert, vielmehr erstaunte mich die Tatsache, dass sie überhaupt kam.

Valentina: „Entschuldigen Sie die Verspätung.“
Frau Deutsch: „Also, dazu fällt mir langsam nichts mehr zu ein.“
Valentina(eigentlich laut genug, um gehört zu werden): „Das verlangt ja auch keiner von Ihnen.“

Au, au… das hätte Ärger geben können… Zum Glück hat Frau Deutsch es (scheinbar) nicht verstanden. Sie fragte zumindest nach, Valentina war aber klug genug, das nicht zu wiederholen… Glück gehabt, sage ich da nur.

Mehr Schüler beehrten uns in dieser Doppelstunde aber nicht mehr 😉

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Mein Lateinlehrer. Zitate.

Ich hatte ihn von der siebten bis zur neunten Klasse. Meinen ehemaligen Lateinlehrer. In der siebten Klasse war er sogar mit uns auf Klassenfahrt. Ich schätze ihn sehr.

Leider geht er bald in Rente, ein halbes Jahr, bevor ich Abitur mache. Das ist ein wirklicher Verlust für unsere Schule muss ich sagen.

Einige Zitate aus seinem Unterricht(S steht für Schüler, L für Lehrer, also ihn 😉 ):

L(will Schülerin drannehmen): „*Name*!“
S: „Ach du Sche*ße!“

S: „Singular… oder Plural… kann auch beides sein…“
L: „Merkst du was?“
S: „Ich weiß nicht…“

S: „Ich immer noch?“
L: „Ja.“
S: „Ich immer noch?“
L(hüpfend^^): „Jahaaa.“

L: „Wir reden nicht von mir. Wir reden von richtigen Lehrern!“

L: „Deine negativen geistigen Ideen… deine negative Ausstrahlung… Ach ja, Aura ist das Wort!“

L: „Ab jetzt wird der Text absolut katastrophisch!“

L: „Was ist das?“
S: „Nominativobjekt!“

L: „Ja und dann meinte eine Schülerin so zu mir: Ich glaub, Sie sind über die Ferien grauer geworden…“

S: „Sie haben gesagt, ich erzähle Müll im Unterricht!“
L: „Ja und du merkst das nicht mal!“

L: „Ich weiß nicht, was es da zu lachen gibt. Latein ist NICHT lustig!“

L: „Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer, dich zu verstehen…“
S: „So geht’s mir auch…“

 

Ich habe noch ein paar Zitate, aber ich möchte diese zuerst einmal auf euch wirken lassen. Der Lehrer ist wirklich klasse 😀

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Dietstalking

Auf den Titel diesen Eintrags bin ich durch einen Blogeintrag auf der Seite der lieben Frau Falke gekommen(dieser Blog ist sowieso ganz empfehlenswert und gehört zu meinen täglich besuchten Internetseiten 😉 ). Wer ihren Artikel gerne lesen möchte, hier der Link:

http://sovielzumthemaschule.wordpress.com/2012/02/24/dietstalking/

 

Eigentlich hat es erst überhandgenommen, dieses Dietstalking, seit eine Mitschülerin Weight Watchers macht. Um es gleich zu sagen: Sie war vielleicht nicht gertenschlank, eben einfach normal. Ihr „Zielgewicht“ hingegen grenzt schon an’s Untergewicht

Meinem Empfinden nach hat es damit angefangen. Wenn ich nun aber darüber nachdenke, hat es eigentlich schon viel früher angefangen. Nur war es da nicht so, dass alle Mädels sich daran beteiligt haben. Und nicht nur die Mädchen, das muss man dazu sagen. Auch die Lehrerinnen, zwei zumindest. Zum einen unsere Frau Englisch. Die ist nebenberuflich nämlich Fitnesstrainerin/Ernährungsberaterin und mischt sich schonmal in Gespräche über’s Gewicht und Ernährung ein und bietet an, mal eine Liste mit Dingen mitzubringen, die man abends noch zu sich nehmen darf, wenn man abnehmen möchte. Und zum anderen unsere Frau Geschichte:

In der kleinen Pause während einer Doppelstunde saß Teresa(die WW-Mitschülerin) mit einem Kinderriegel an ihrem Platz und aß ihn. Keiner sagte etwas dazu, sie sagte dennoch in einem rechtfertigenden Ton: „Ich mache ja immer noch Weight Watchers, aber im Moment bin ich nicht so gut…“
Hier hakte sich Frau Geschichte ein: „Ja, es beginnt doch bald die Fastenzeit, da kannst du ja den Süßkram weglassen. Ich mache das auch.“

So schlossen die beiden einen Pakt und „fasten jetzt gemeinsam“ (O-Ton Teresa).

Dann gibt es da noch Anouk. Ein nettes Mädchen. Zum Essen hat sie eigentlich immer eine Brotdose voller Gemüse oder Obst mit. Es sei denn, sie hat gebacken. Dann bringt sie das Ergebnis auch mit zur Schule und verteilt es. Sie selbst isst meist aber nichts davon. Schokolade isst sie auch nicht und ernährt sich wirklich rundum gesund, wenn man ihrer Aussage Glauben schenken darf. Sie ist auch diejenige, die oft Salat isst, wenn man mit ihr weggeht (es sei denn, sie geht mit ihrer besten Freundin Sushi essen). Eine beneidenswerte Disziplin.

Ein anderes Mädchen ist sehr unzufrieden mit ihrem Gewicht und würde gerne abnehmen. Immer wieder versucht sie es und „scheitert“ dann doch daran, dass sie lieber das isst, was ihr schmeckt.

 

Und dann wird beäugt, was die anderen denn so mithaben. Einen Schokoriegel? Aua, Todsünde, das kann die sich doch gar nicht erlauben, guck sie dir doch mal an… und die Klamotten sollte sie lieber sowieso nicht tragen, das sieht furchtbar aus!

Gemüse/Obst? Ja, das hat sie ja auch nötig, bestimmt haut sie sich dann zu Hause die wahren Kalorienbomben rein.

Wenn jemand etwas backt und für die Klasse mitbringt, wird süßlich lächelnd abgelehnt, „Nein, danke, sind mir zu viele Kalorien“. Oder „Also, ich sollte ja eigentlich nicht…“ Oder aber angenommen und hinterher darüber gelästert. Zumindest, wenn unsere Ernährungsspezis  anwesend sind. ansonsten kann es durchaus mal mit ehrlicher Freude angenommen werden.

 

Was ich daran auch traurig finde, ist dieses unterschwellige „Du musst auch abnehmen“, was dadurch transportiert wird. Glücklicherweise habe ich noch meine beiden Nichternährungsverrückten im Profil, die auch kaum über dieses Thema reden und normal essen, sich auch mal was gönnen können, ohne gleich in großer Runde ihre Scham darüber auszubreiten(was ich echt nicht verstehen kann – wenn man sich schämt, breitet man darüber nicht eher ein Mäntelchen des Schweigens?). Denn, ehrlich gesagt, hängen mir diese Diskussionen zu den Ohren hinaus. Auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass sie doch eine gewisse Faszination auf mich ausüben…

 

Ich glaub, ich gönne mir jetzt erst mal einen Muffin 😉

 

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Mathe ganz normal

Letzten Freitag, Mathestunde.

Alle sitzen im Raum, quatschen, lachen. Pausenstimmung. Es ist ja auch Pause. Dann, der Gong. Die Schritte von Herr Mathe. Eilig, wie immer. Da ist er auch schon im Raum, legt er seine Tasche auf dem Lehrerpult ab, ein Stoffbeutel landet daneben und es wird durchgezählt. Nachdem ermittelt wurde, wer abwesend ist (drei Leute, wegen Unterricht an anderem Ort (Kino)), nimmt Herr Mathe ein Stück Kreide zur Hand.

„Wenn jetzt keine Fragen mehr zur analytischen Geometrie bestehen, möchte ich jetzt mich euch, wie angekündigt, eine schnelle Einheit Wahrscheinlichkeitsrechnung machen, die Erfahrung zeigt, dass die Vorkenntnisse dort immer sehr unterschiedlich sind, während die einen das alles aus dem Ärmel schütteln, wissen die anderen nur, dass acht und drei wahrscheinlich elf sind. So, ich lasse jetzt ein Stück Kreide fallen.“
Wohlgemerkt, dies war in einem derartigen Tempo gesprochen – wow.
Gesagt, getan, er ließ das Stück Kreide zu Boden fallen, es zerbricht und er hebt’s nicht wieder auf. Anschließend holt er Würfel aus seinem Beutel, wirft die ebenfalls (wobei er erklärt, dass ein Zwanzigflächner als Ikosaeder und ein Zwölfflächner als Dodekaeder bezeichnet wird) und holt dann eine Reißzwecke und wirft sie (wobei sie auf den Boden fällt und er sie nicht mehr sieht, der Kurs aber schon und ihm dann mithilfe von „Heiß.“ und „Kalt.“ Hilfestellung bei der Suche gibt). Als vorerst letzten Zufallsversuch nimmt er ein Kartenspiel mit 52 Karten und zieht eine (den Herz-Buben).

Derart anschaulich ist der Matheunterricht sonst nur bei dreidimensionalen Koordinatensystemen. Die baut Herr Mathe dann mit Stiften nach(manchmal auch mit einem richtigen Unterrichtsanschauungsding – ich weiß nicht, wie man das sonst nennen soll, vielleicht moderne Kunst, das könnte man sich durchaus ins Wohnzimmer stellen 😉 ), stellt sie auf einem Tisch auf und ein paar Leute versuchen dann immer, sie umzupusten *unschuldig schau*

Ich muss sagen, ich mag den Unterricht bei Herrn Mathe, einfach, weil er authentisch ist. Er liebt sein Fach und das merkt man ihm an(in Vertretungsstunden in der Mittelstufe hat er immer Taschenrechnerfußball mit uns gespielt). Und es ist ihm ein echtes Anliegen, uns die Geheimnisse der Mathematik näher zu bringen. Das schätze ich sehr an ihm. Außerdem bringt er eine solche Energie dafür auf… Beeindruckend. (wobei wir ja vermuten, dass das damit zusammenhängt, dass er eine Tafel Schokolade pro Tag isst, aber wirklich nicht danach aussieht – irgendwo muss er die Kalorien ja lassen!)

Die Stunde ging munter weiter, unter anderem mit einer kurzen Diskussion, ob man nun besser 1 durch n sagt oder ein entel…
„Mögen Sie etwa keine Enten?“
„Doch, schon, aber die Wahrscheinlichkeitsrechnung hat ja nichts mit Enten zu tun.“

Sowie einer Diskussion darüber, ob man nun sagen kann, dass die Wahrscheinlichkeit, bei der Geburt einen Jungen zu bekommen 50% beträgt, obwohl statistisch bewiesen ist, dass eine Jungsgeburt etwas wahrscheinlicher ist (ganz zu schweigen davon, dass es ja auch Geburten gibt, bei denen es nicht eindeutig ist, Stichwort Intersexualität).

Ich muss schon sagen, ich mag Mathe 😉

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Dalai Lama

Eine Philosophieklausurersatzleistung sollte es werden, ein Referat über eine Person. 15 bis 20 Minuten lang samt Aktivitätsanteil.Vorzuschreiben, dass es einen Aktivitätsanteil geben muss, scheint gerade in Mode zu sein. Ob es kürzlich eine Fortbildung zu dem Thema gab?

Ob man das Referat alleine oder zu zweit halten wollte, blieb einem selbst überlassen. Die Leitfrage, an der man sich orientieren konnte – und sollte – lautete: Inwiefern kann Leben und Wirken als vorbildlich im Sinne moralisch-ethischer Grundsätze gelten?

Wie man sich sicherlich schon denken kann, war der 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatsho, die Person, über die wir unser Referat gehalten haben. Wir? Ja, wir, denn ich habe mit einer Freundin zusammengearbeitet (es kommt immer etwas Gutes heraus, wenn wir zwei zusammenarbeiten und Spaß macht’s obendrein). Zuerst wollten wir über Mutter Teresa sprechen, doch dann haben wir uns umentschieden.

Heute haben wir also dieses Referat gehalten, als erste Gruppe. Freiwilligerweise, denn momentan haben wir soviel um die Ohren, dass wir froh sind, wenn wir etwas davon “weghaben”. Vorgestern und gestern Abend habe ich für dieses Referat Glückskekse gebacken (mehr oder weniger erfolgreich, allerdings scheinen sie geschmeckt zu haben, die überzähligen waren im Nu weg). Als Glückskekssprüche dienten Zitate des Dalai Lama. Damit haben wir uns innerhalb unseres Vortrages beschäftigt und so den Kurs mit eingebunden, was dann doch in ein längeres Gespräch ausartete. Das war aber shcon in Ordnung so. Als Medium benutzten wir eine Powerpointpräsentation, die leider farblich nicht gut rüberkam, da das Whiteboard orange als grün darstellte.

Den Anfang machten wir mit Meinungen zum Dalai Lama, von Leuten, die wir gefragt hatten, was sie von ihm halten. Hier ein Beispiel: „Ich bewundere ihn. Er ist für mich eine Respektsperson allerersten Grades. Er strahlt etwas aus, was ich einfach nicht beschreiben kann. Das geht bei mir ganz tief.“

Beendet haben wir unser Referat schließlich mit einer Meditation. Das heißt, ich habe sie vorgelesen und damit quasi Anweisungen gegeben, was zu tun war. Es haben alle (exklusive zwei Mädchen…) dabei mitgemacht 🙂

Eigentlich lief das wirklich klasse. Und hat eine Schulstunde, also 45 Minuten gedauert. Ungefähr…

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Effi Briest-Dialoge

Deutschleistungskurs, eine Doppelstunde. Das Thema ist – wie die letzten Stunden auch – der Roman Effi Briest von Theodor Fontane. Die Aufgabenstellung lautet, in Kleingruppen zu einer Szene zwei Dialoge zu schreiben, einen im Sinne des Autors und einen abgewandelten (d.h. einen, in dem Innstetten Effi ängstigt und nicht auf sie eingeht und einmal quasi das Gegenteil). Da die ausgewählte Romanstelle allerdings schon die Form eines Dialoges hat, soll man diesen ein wenig umschreiben, z.B. in moderne Sprache „übersetzen“.

Unser Ergebnis war folgendes (und ja, wir haben es dann auch im Kurs vorgetragen 😉 ):

Dialog 1:

Effi: „Ey, Geert, isch will umziehen!“

Innstetten: „Äh, Effi, das geht nicht! Was geht denn mit dir, Alte?!“

Effi: „Aber isch hab Angst vor dem Chinesen, isch schwör diggah!“

Innstetten: „Das nur Bild, man! Du Opfer!“

Effi: „Aber isch hab voll krasses Haus gefunden!“

Innstetten: „Nein, mann, du bist voll peinlich, denk an mein Status, lo! Sei stolz auf Spuk ey, ist voll Zeichen von Adel.“

Effi: „Geert, das war zu Hause aber nicht so. Isch bin da nicht stolz drauf!“

Innstetten: „Das bleibt alles so, wie es ist, Mädschen!“

Dialog 2:

Effi: „Ey, Geert, isch will umziehen!“

Innstetten: „Versteh isch nich, warum willst du umziehen, wir haben großen Garten, großes Haus. Was ist dein Problem?“

Effi: „Checkst du’s nicht, der Chinese! Isch hab voll Angst vor dem! Isch kann nicht schlafen!“

Innstetten: „Musst du Schlafmittel nehmen.“

Effi: „Aber, Geert, das tötet Leute!“

Innstetten: „Tam, Diggah, such ich größeres Haus mit noch größerem Garten.“

Effi: „Aber der Chinese!“

Innstetten: „Den verfüttern wir an’s schwarze Huhn.“

Effi: „Oh, Geert, isch lieb disch voll krass!“

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