Monatsarchiv: Oktober 2012

Wenn Eltern in den Kindergarten gehören

Und das selbst, wenn sie Kinder im Grundschulalter haben…

Es geht um Linnea beziehungsweise um ihre Klasse und die dazugehörigen Eltern.

Da gibt es Gezicke unter den Eltern – wobei ich fairerweise eher „unter den Müttern“ schreiben müsste -, da glaubt man gar nicht mehr, dass es sich um erwachsene Menschen handelt.

Womit alles angefangen hat? Wahrscheinlich mit der Wahl zum Elternsprecher. Normalerweise ein recht unbeliebter Job und dementsprechend möchten auch nicht viele diesen machen. Bei Linnea wurden es dann die Mama von Lucy, einer der besten Freundinnen von Linnea (wobei Linnea einige beste Freundinnen hat. Sie ist eben ein absolutes Harmoniebündel mit Sonnenscheinfaktor) und die Mama von Samuel (mit dem Linnea auch gut befreundet ist). Wer noch mitmischt ist die Mutter von Hanni und Nanni. Letztere sind, unschwer zu erkennen, Zwillinge und ebenfalls dick mit Linnea befreundet.

Wie das nunmal so ist, färben die Sympathien und Antipathien der Eltern auch manchmal auf die Kinder ab, vor allem, wenn diese etwas nachplappern, was sie zu Hause aufgeschnappt haben.

Lucys Eltern leben getrennt und lassen keinen Elternabend aus, um sich öffentlich anzugiften. Die Kleine lebt hauptsächlich bei ihrer Mutter. Früher lebten sie alle zusammen mit Lucys Oma in einem Haus. Wohlgemerkt, der Mutter von Lucys Vater. Dann zog der Vater aus und später auch Lucys Mutter samt Tochter. Und wer zog in die Wohnung ein?

Samuel samt Familie.

Nun feierte Samuel seinen Geburtstag und Lucy war nicht eingeladen, meinte aber, „dass sie ja sowieso jederzeit zu ihrer Oma könne“. Ein böser Fehler, denn die niederschwelligen Zickereien, die in Linneas Klasse herrschten, traten ans Tageslicht, was sich schließlich darin äußerte, dass Hanni Lucy als „freundelos“ bezeichnete. Lucy nahm sich dies verständlicherweise zu Herzen und saß einen ganzen Nachmittag weinend zu Hause.

Da schaltete sich Lucys Mutter scheinbar ein und stellte Hanni ein Bein. Ja, richtig gelesen. Die Mutter stellte dem Kind ein Bein. Morgens im Klassenzimmer, denn Lucy wird jeden Morgen von ihrer Mama in den Klassenraum geleitet und die Mutter bleibt solange da, bis der Unterricht anfängt. Naja, jeder wie er mag…

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Die Mutter von Hanni und Nanni „stellte“ Lucy vor dem Klassenraum und drohte ihr lautstark.

„WENN DEINE MUTTER MEINER HANNI NOCH EINMAL EIN BEIN STELLT, DANN STELLE ICH DIR MAL EIN BEIN!“

So laut, dass sogar Linneas weltbeste Klassenlehrerin das hörte, durch die geschlossene Tür hindurch.

Mittlerweile wurden Gespräche geführt. Mit Schulleitung und ohne. Gelöst wurde das nicht wirklich. Demnächst steht der entsprechende Elternabend an und das dürfte spannend werden 😉

Linnea findet das alles gar nicht lustig, denn eigentlich ist sie mit allen gut Freund und nicht bereit sich auf eine Seite zu stellen (was schwer ist. Wenn sie mit der einen spielt, ist die andere beleidigt und deswegen auch gleich die dementsprechende Clique…).

Ich wäre sooo gerne bei dem Elternabend dabei 😉

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Die Entenmama

Sie hat sehr oft Aufsicht und unterrichtet in einer sechsten Klasse. Die Schülerinnen dieser Klasse laufen ihr ständig hinterher, wenn sie Aufsicht hat und möchten mit ihr reden. Das sieht ziemlich niedlich aus, wenn sie da so inmitten von den Kleinen steht…

Eigentlich traut man das Frau Neon ja gar nicht zu 😉

Den Spitznamen „Entenmama“ hat sie jedenfalls schonmal sicher.

Letzten Freitag während der großen Pause saßen wir mal wieder auf „unserer“ Bank vor dem Lehrerzimmer (wobei sich das mit Mr. Suits Rückkehr vielleicht erledigen wird :/ ). Da kam Frau Neon mit drei kleinen Mädels im Schlepptau. Die eine war hingefallen und ihr taten jetzt die Knie weh, die anderen beiden waren Freundinnen von ihr. Luna und ich räumten die Bank, sodass die Kleinen sich hinsetzen konnten. Frau Neon holte Kühlpacks.

Während Frau Neon die Kühlpacks holte, erzählte eine der beiden Freundinnen (Fini wurde sie genannt) den beiden anderen von einem ganz furchtbaren Erlebnis. Das klang dann so:

„Und dann bin ich kreischend weggesprungen und meine Mutter hat mich ganz erschrocken angeguckt und gefragt, was passiert sei!“

Es ging um einen Wurm im Salat. Also in so einem Salatkopf. Außerdem sei da auch noch Erde dran gewesen, total widerlich.

Fraui neon kam mit zwei Kühlpacks zurück und gab sie der Verletzten(die übrigens auch schon einen Gips an der Hand hatte – mit ganz vielen Tatzen drauf, sehr süß). Dann durfte Nesrina, so hieß der Pechvogel, ihre Füße auf Lunas Schultasche ablegen.

Frau Neon: „So, schau mal, Luna opfert ihre schöne schwarze Tasche jetzt für dich, da kannst du die Füße rauflegen.“
Die Kleenen: „DANKE, LUNA.“

Dann wurde das weitere Vorgehen besprochen. Eigentlich dürfen nur Oberstüfler während der Pause ins Schulgebäude und da die Treppen hoch, aber mit verletzten Beinen ist das Treppensteigen ja eine langwierige Sache (so schlimm war’s nicht 😉 )… Also schlugen Luna und ich vor, dass sie doch erst hochgehen sollten, wenn die ganzen anderen schon oben seien, damit sie nicht ins Gedränge geraten.

Die Kleinen: „Aber dann kommen wir doch zu spät!“
Luna: „Na und?“
Frau Neon: „Luna!“
Ich: „Bei wem denn?“
Frau Neon: „Bei Frau Hood.“
Ich: „Na und?“
Frau Neon: „MUFFIN! Tsst, hört nicht auf die Großen, die sind schon total verdorben!“
Ich(grinsend): „Und DAS sagt meine Tutorin…“
Frau Neon: „Willst du damit etwa sagen, ich sei schuld daran?“
Ich: „Joah…“

Die Kleinen hatten auch noch den Vorschlag, dass sie ja den Fahrstuhl benutzen könnten (unsere Schule hat genau einen und dafür braucht man eben den Fahrstuhlschlüssel). Das wollte Frau Neon aber nicht, weil sie den nicht so einfach bekommen würde, weil das Sekretariat zu dem Zeitpunkt auch unbesetzt sei…

Besonders Fini und die andere Freundin baten aber darum, sodass Frau Neon schließlich meinte: „Ich habe den Eindruck, ich brauche den Fahrstuhl eher für dich und Fini als für Nesrina…“

Schlussendlich machten sich die drei dann noch während der Pause auf den Weg nach oben. Die Kühlpacks hatten dann Fini und die andere Freundin auf den Kopf gelegt, die andere Freundin hatte da drauf noch ihre Brotdose gestapelt und im Schneckentempo bewegten sie sich nach oben.

Frau Neon ließ sich auf die Bank plumpsen und ich sah den Kleinen nach und meinte zu Luna:

„Die werden noch wie wir.“

Luna erwiderte: „Die werden schlimmer.“

Frau Neon meinte: „Muffin, immer, wenn ich mit denen zu tun habe, verstehe ich, warum du lieber in der Schule als zu Hause bei deinen Geschwistern bist…“

Ich schaute sie an, als sei ihr ein zweiter Kopf gewachsen.

„Wie bitte?!“

Glaubt sie wirklich, ich würde freiwillig soviel Zeit in der Schule verbringen? Sicher nicht…

Frau Neon begründete das dann damit, dass wir ja auch immer in unseren Freistunden in der Schule seien. Das stimmt aber gar nicht. Sobald es sich auch nur ein bisschen lohnt, mache  ich mich auf den Weg nach Hause. Aber wenn man nur eine Freistunde hat, macht das nun einmal absolut keinen Sinn…

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Perfekt vorbereitet.

In einer schon etwas länger zurückliegenden Philosophiestunde haben wir den bereits hier erwähnten Film zu Ende geschaut. Das heißt, zumindest wollten wir es…

Denn zu Stundenbeginn saßen wir Schüler vor dem verschlossenen Raum. Das übliche Geplänkel von wegen „Sie ist doch erst drei Minuten zu spät, überfordert sie nicht!“ ging natürlich mal wieder los… Frau Blümchen ist zwar wundervoll, aber ein Pünktlichkeitsgen hat sie nun wirklich nicht 😉

Da kam Herr Ostreidae den Flur entlang und man konnte so manches Augenpaar rollen sehen. Der Herr ist scheinbar ein Referendar und unterrichtet Mathe und Philosophie. Weswegen er eben bei uns in Philosophie rumsitzt. Und zwar wirklich nur rumsitzt. Mein persönliches Highlight mit ihm: Frau Blümchen kommt zwanzig Minuten zu spät und er ist die ganze Zeit da, sitzt am anderen Ende des Klassenraumes und starrt uns einfach nur an. Ich weiß nicht, ob man vergessen hat, ihm im Studium beizubringen, dass es später wirklich Schüler sein werden, mit denen er es zu tun hat…
Natürlich musste sich Marisa dann unbedingt über Abstürze a la „Und der war so besoffen…“ unterhalten. Bester Eindruck ever 😉

Aber darum geht es jetzt gar nicht.

Herr Ostreidae kam also den Flur entlang, guckte uns verwirrt an und fragte:

„Wieso sitzt ihr hier?“

Da unser Kurs halt unser Kurs ist, kamen zahlreiche ironische bis bissige Kommentare, aber kein „Die Tür ist abgeschlossen.“

Allerdings war das doch selbstverständlich, aus Spaß sitzen wir ja nicht auf dem Flur rum.

Einige Zeit verging, bis Herr Ostreidae dann wieder genügend Mut gesammelt hatte, um uns noch einmal anzusprechen.

„Ist der Raum zu?“, fragte er. Wir bejahten und wieder dauerte es ein Weilchen, bis Herr Ostreidae auf den Gedanken kam, dass ER ja den Raum aufschließen könne… Schließlich hat er’s auch gemacht. Aber gedauert hat das…

Ein bisschen später kam dann auch Frau Blümchen. Mit den Worten, sie sei bestens vorbereitet. Schon alleine diese Ankündigung machte mich ja eher skeptisch – zu recht, wie sich herausstellen sollte.

Das Smartboard musste geholt werden und Luna und ich erboten uns diesmal dafür. Wir haben wohl schon geahnt, was passieren würde…

Wir gingen auf den anderen Flur im selben Stockwerk und zum Raum mit dem Smartboard. Abgeschlossen.

Für den Raum hat Frau Blümchen natürlich auch keinen Schlüssel. Denn dieser Raum ist ein Naturwissenschaftsraum (Frau Rock benutzt das Ding wohl ganz gerne mal in ihrem Unterricht). Zu blöd.

„Soo… Wir müssen jetzt naturwissenschaftliche Menschen suchen.“, stellte Frau Blümchen fest und redete gleich weiter. „Wo findet man die denn normalerweise?“

Da wir zu einer Zeit Philosophie haben, in der kaum jemand Unterricht hat, zumindest nicht in dem Stockwerk, stellte sich diese Suche als Problem heraus. Wir versuchten es in der Bio- und Chemiesammlung (wobei wir da ja nur klopfen konnten, war auch abgeschlossen. Bestimmt haust da einer der Lehrer drin! O.O) und in anderen Klassenräumen. Einige waren zwar auf, aber leer.

Tja…

Frau Blümchen beschloss dann, im Lehrerzimmer, also unten, nach naturwissenschaftlichen Menschen zu fahnden, während wir vor dem Smartboard-Raum warten sollten. Sie würde sich auch beeilen…

Nach ein paar Minuten kam sie dann auch wieder und wir konnten das Smartboard herausholen und in unseren Raum verfrachten, während Frau Blümchen wieder runterlief, um den Schlüssel zurückzubringen.

Ungefähr zwanzig oder sogar mehr Minuten nach Stundenbeginn konnten wir dann „anfangen“. Das Smartboard musste natürlich noch verkabelt werden, aber das ging einigermaßen.

 

Soviel zu „bestens vorbereitet“ 😉

 

Eure Muffin

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Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schulkram, Unterrichtsgeschehen

Öhm ja, Award und so…

Also, jaaa… Ich habe einen Award bekommen. Oder eher gesagt, ich habe mehrere bekommen – teilweise schon vor eeeetwas längerer Zeit… Ich schäme mich glatt ein bisschen.

Ein Award, der erste, kam von der lieben Nadine. Dankeschön, wenn auch ziemlich verspätet. Es lohnt sich auf jeden Fall, mal bei ihr vorbeizuschauen. Schon alleine wegen Artikeln wie dem hier – zum Schmunzeln 😉

Den zweiten Award bekam ich vom Seemädel. Auf ihrem Blog gibt es auch ziemlich viel bunt durcheinandergemischt. Zum Beispiel diesen Artikel über einen Ausflug nach Travemünde mit wunderschönen Bildern. Weitere tolle Bilder kann man sich bei einem Blick in die Kategorie „Reisen“ bei ihr angucken. Zum Beispiel welche aus Norwegen.

Der dritte stammt von dem bogenschießenden Reservistenvorzimmerdrachen Nobelix. Der ist ein äußerst lieber Kerl mit einem lustigen Blog. Da geht’s um… hm, eigentlich alles. Seine Arbeit, seinen Sport (Bogenschießen! BOGENSCHIESSEN! Das ist sooo cool!), seine Erinnerungen, seine Perlsacktiere vom Weihnachtsmarkt, seine Musikvorlieben, …
Es lohnt sich, dort einmal vorbeizuschauen. Wirklich!

Und der vierte von meiner Lieblingspingufizierten Theni. Mit Theni kann man sich nicht nur wunderbar in einer Stadt verirren, die beide nicht so gut kennen, sondern auch über Pinguine, blöde Lehrer, Pinguine, Latein, Pinguine, Pinguine und Pinguine quatschen. Ach, und Leute auf’m Turm anrufen wollen, wenn gerade das Glockenspiel losbimmelt… 🙂 Natürlich stellt das dieses wundervolle blonde Mädel mit Brille, was immer äußerst lieb guckt, um den Eindruck zu erwecken, sie würde nicht gerade versuchen, mit Pinguinen die Weltherrschaft an sich zu reißen, nur äußerst unzureichend dar, deswegen muss ich nun jeden bitten, sich umgehend daran zu machen, alles, aber auch absolut alles, aus ihrem Blog zu lesen. Es lohnt sich, versprochen.
Also, es gab zu diesen Awards auch noch Regeln. Man soll sie weiterverleihen, aber nur an Blogs mit unter 200 regelmäßigen Lesern. Aber dafür gleich an fünf Stück. Jeweils. Also hätte ich quasi schon zwanzig gut, oder? 😉

Ich verleihe diese Awards einfach schonmal an diejenigen, von denen ich ihn bekam – den jeder einzelne dieser Blogs ist absolut preiswürdig. Warum, habe ich ja schon erwähnt 😉

Was ich jetzt noch damit mache, weiß ich noch nicht, obwohl mir da eine Idee im Hirn rumspukt… Ihr werdet’s erfahren 😉

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Notenroulette

Wir haben ein Kommunikationsproblem. Zumindest konstatierte Lorena das in unserer Deutschstunde. Frau Neon weilte draußen auf dem Flur, um die mündlichen Noten mitzuteilen und zu besprechen.

Noten sind böse.

Sie zerstückeln eine Klassengemeinschaft in rivalisierende Gruppen (wir könnten das für Philosophie als Beispiel für Thomas Hobbes‘ Menschenbild anführen!). Noten so zu verteilen, das alle sich gerecht bewertet fühlen, ist scheinbar unmöglich.

Schon in Geschichte hatten wir unsere mündlichen Noten erhalten (die Klausur schreiben wir erst am Mittwoch). Diese reichten von einem bis hin zu dreizehn Punkten.

Ein Punkt, das ist ganz schön hart. „Für Anwesenheit“.

In Deutsch haben wir die Klausur zurückbekommen und sie ist furchtbar schlecht ausgefallen. Meine war mit elf Punkten noch am besten. Das ist schon traurig (und interessant… auf’m Rand sind überall +-Vermerke oder „sehr guts“… aber was soll’s…).

Die mündlichen Noten reichten hier von acht bis dreizehn. Immerhin ein nicht ganz so großer Unterschied, aber trotzdem nicht so prickelnd, wenn man bedenkt, dass wir nur fünf Leute im Leistungskurs sind: Timon, Lorena, Anouk, Elli und ich.

Es gibt Leute, die sich jetzt ungerecht bewertet fühlen. Die sagen, dass ich beispielsweise meine mündliche Note nicht verdient hätte, weder in Deutsch noch in Geschichte. Nicht im Vergleich.

Vergleiche sind sowieso nicht so toll, weil jeder ein wenig anders ist. Aber für eine Bewertung muss dieser Vergleich ja als Grundlage dienen, das ist mir natürlich auch klar. Früher habe ich oft genug mündliche Noten bekommen, die mit der Qualität meiner Beiträge gerechtfertigt wurden. Jetzt stehe ich einmal auf der anderen Seite. Teresa hat dieselbe Note wie ich, weil ihre Beiträge eloquenter sind.

Ich weiß, wie es denen geht, die eine Note bemängeln. So wie mir bei Frau Ranks Benotungen. Man fühlt sich ohnmächtig gegenüber diesen aburteilenden Zahlen.

Gibt es überhaupt die Möglichkeit einer objektiven Benotung?

„Du hast dich ja ganz schön mit der angefreundet.“ – das war der Kommentar meiner Mutter zu meinen mündlichen Noten.

Beruht das wirklich alles auf Subjektivität..?

Die Englischklausur ist geschrieben, Herr Frettchen jetzt nicht in der Schule (krank?). Die spielpraktische Probe in Darstellendes ist über die Bühne gegangen und ich habe halbwegs verständlich gesprochen.Die Bioklausur bekommen wir wohl morgen wieder. Geschichte und Mathe schreiben wir noch. In Philosophie haben wir eine „erweiterte Hausaufgabe“. In Politik haben wir einige Aufgaben, die wir als Mappe abgeben müssen.

Heute wäre eigentlich Spanisch als Klausur dran gewesen. Aber als ich zu der Schule kam, in der wir Unterricht haben, hieß es: Nichts ist. Senor Enano hat scheinbar vergessen, die Klausur jemandem zu hinterlegen… und jetzt ist er in Schottland. Tja… 😀

Das Notenrad dreht sich unaufhaltsam weiter und weiter…

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Das kommt mir spanisch vor…

Vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt mal wieder eine kleine Ansammlung an Schmunzelwürdigem aus dem Unterricht in besagten Fach zum Besten geben möchte 😉

Der Titel kommt übrigens aus einer der letzten Spanischstunden, in der Señor Enano mal wieder nach einem Satzteil fragte und zwar mit den Worten: „Was ist das?“

Als er dann jemanden dran nahm, der sich nicht gemeldet hat, resultierte das in der stumpfen Antwort:
„Das ist Spanisch.“

War nicht unbedingt das, was Señor Enano erwartet hatte ;D

Dabei sollte er schon aus einer früheren Stunde gelernt haben. Da haben wir nämlich die Zahlen wiederholt, weil einige Spezialisten immer noch arge Probleme damit haben.

Señor Enano: „Ilvy, schreib mal siebzehn auf Spanisch an die Tafel.“, forderte er eine unserer Kursbesten auf und drehte sich dann wieder zur Klasse und erzählte irgendetwas. Währenddessen ging Ilvy nach vorne und da sie keine Ahnung hatte, wie sie siebzehn richtig schreiben sollte, versuchte sie es mit Humor und schrieb die Ziffer 17 an die Tafel…
Señor Enano hat das mit Humor genommen – ausschreiben musste sie „diecisiete“ trotzdem noch 😉

Auch im Spanischen gibt es falsche Freunde, Wörter also, die so klingen wie deutsche, aber etwas anderes bedeuten. Eines dieser Wörter sorgte bei einer Partnerarbeit für Erheiterung. Es war ein einfaches Frage- und Antwort-Spiel auf Spanisch und es ging um Dinge und wieviel sie kosten. Da kam bei Federica das Wort „ordenador“ und ein Preis von 495 Euro und sie meinte stumpf: „Das ist aber ein teurer Ordner!“
Blöd nur, dass „ordenador“ übersetzt „Computer“ heißt 😀

Nicht unbedingt ein falscher Freund, sondern eine falsche Assoziation war es, mit der Tahmid uns zum Lachen brachte.
Jemand las gerade einen Satz vor und Señor Enano forderte Tahmid, weil er schon so unaufmerksam wirkte, auf, den Satz zu wiederholen. Tahmids Entschuldigung:
„Ich habe nur dieses „planchar“ gehört, dann hab‘ ich an Planschen gedacht und dass war ich weg.“

Wir haben in unserem Jahrgang zwei neue Schülerinnen und eine davon ist auch bei mir im Spanischkurs. Die folgende Szene ereignete sich bei ihrem ersten Unterricht:

Sie stellte sich gerade vor und Achmed hat mal wieder nicht zugehört. Da sie aber schon zum wiederholten Male ihren Namen gesagt hatte, war sie wohl etwas genervt…

Achmed: „Wie heißt du?!“
Michelle: „MICHELLE!“
Achmed: „Ok, ich bin der Harald.“

Er ließ sich auchden Rest der Stunde so nennen und reagierte nicht auf Achmed 😀

Das war es auch wieder für’s Erste. Momentan ist Spanisch nicht ganz so unterhaltsam wie sonst, da die Kandidaten, die sonst immer für den einen oder anderen Lacher sorgen, gar nicht erst auftauchen. Tahmid, Achmed, Erdal, Ilai… Alle bisher entweder gar nicht oder nur ein- bis höchstens zweimal dagewesen… Schade eigentlich.

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Kleiner Smiley im Anmarsch

Oder: So entstehen Gerüchte…

Statt zwei sinnlose Schulstunden in „Politik“ zu vergeuden, haben Luna, Ari und ich heute unsere Szene für Darstellendes geschrieben (wir haben ja umgewählt, Luna und ich. Von Kunst zu Darstellendes. Was passiert natürlich? Der Kunstlehrer bricht sich was und es fällt ständig aus…). Wo wohl?

Richtig. Auf unserem Stammplatz, der Bank vor dem Lehrerzimmer (und Mr. Suits Büro, das momentan Herr Otto belegt)…

Wir waren dort also gerade fleißig am Arbeiten, als Herr Otto kam und stöhnte: „Ach, die schon wieder.“
Alles wie immer also 😉

Er stellte sich dann zu uns und wir quatschten etwas über Gott und die Welt, als Ms. Smile zu uns kam und sich vor den Kasten stellte, der neben der Tür vom Büro unseres Oberstufenkoordinators hängt. Darin hängen die Klausurenpläne aus, für die E-Phase, Q1 und Q2.
Herr Otto: (zu ihr)“Ach, soll ich dir das wieder erklären?“ (zu uns) „Die versteht das einfach nicht!“ (wieder zu ihr) „Hier ist E-Phase, da ist Q1 und da ist Q2. Und da in den Texten stehen die Vorschriften zu den Klausuren drin!“

Er schaute uns wieder an und Ms. Smile deutete auf einen der Klausurtermine.

„Kannst du den verschieben?“

Er schaute zu ihr und sie zeigte ihm nochmal den Termin, den sie meinte.

Wir gaben dann zahlreiche Kommentare dazu ab, dass Herrn Otto das ja egal wäre, woraufhin sie meinte:
„Ja, ganz egal, wohin es mit euch Oberstüflern geht, ab Februar ist er ja weg.“

Herr Otto geht nämlich zu meinem großen Leidwesen in Rente. Ein herber Verlust. Allerdings ist es natürlich auch schön für ihn, denn dann kann er wieder mit seiner Frau zusammenleben, momentan haben die ja eine Fernbeziehung (auch noch in einem unserer schönen Nachbarländer).
Ms. Smile erklärte dann auch noch, warum sie die Klausur gerne um eine Woche nach hinten verlegen würde – und da setzt der wirklich lustige Teil ein.

Ms. Smile: „Ich hab‘ nämlich nächsten Dienstag einen Termin.“
Herr Otto (guckt sie an und meint dann trocken): „Beim Frauenarzt.“
Ms. Smile (lacht): „Ja, ich muss mich nach dem Zustand meines ungeborenen Kindes erkundigen.“
Herr Otto: „Du bist schwanger?“

Ms. Smile dämmerte dann, dass ein Eingehen auf solche Scherze in dieser Schule mit den jüngsten Erfahrungen nicht unbedingt ratsam sei…

Ms. Smile: „Oh Gott, nein!“
Herr Otto: „Na, hör mal, das hast du doch gerade gesagt.“ (zu uns) „Ihr habt das doch auch so verstanden, oder?“

Wir pflichteten ihm grinsend bei.

Ms. Smile: „Das könnte ich meinem LK nicht antuen, die kippen um wie die Fliegen! Die erste Frage, als ich sie in der E-Phase bekommen habe, war, ob ich in den nächsten drei Jahren schwanger werden würde. Das würde ich nie machen!“
Herr Otto: „Aber du hast es doch gesagt.“
Ms. Smile: „DU bist schuld, wenn du mit dem Gynäkologen anfängst!“
Herr Otto: „Aber du wüsstest doch wie es geht, oder?“
Ms. SMile: „Nein, deswegen muss ich da ja Dienstag hin, damit mir das gezeigt wird…“

Humor, Humor… Man sollte aufpassen, was man sagt ;D

Es ging noch eine Weile hin und her, mit sehr lustigen Äußerungen und Wortwechseln wie:

Ms. Smile: „Ich möchte mir dieses Mobbing nicht länger antun.“
Herr Otto: „Genau, ich mobbe. Aber nur Schülerinnen.“
Ms. Smile: (zu uns) „Eine sehr grenzwertige Äußerung, oder?“
Ich: „Und was ist mit Truman?“

Den hat Herr Otto jahrelang „gemobbt“. Das ist einfach die Art von Herrn Otto, die ihn ja auch so besonders macht. Er meint es ja nicht so und das weiß halt auch jeder.

Ms. Smile versicherte uns dreien auch immer wieder, dass sie nun wirklich, absolut und überhaupt nicht schwanger sei und auch nicht werden wollte. Ich glaube, sie befürchtete ein Gerücht… Tja, so entstehen die eben 😉

Schlussendlich gingen die beiden auch zusammen nach Hause – oder zumindest aus der Schule ;D

Schön, wenn Lehrer sich verstehen 🙂

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Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schulkram