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Kindgerechter Biounterricht

Manchmal habe ich ja in meinem Jahrgang schon das Gefühl, im Kindergarten gelandet zu sein. Aber das ist ja normal, wenn Menschen dauernd aufeinanderhocken müssen, die sich während ihrer Freizeit einfach aus dem Weg gehen können und das auch liebend gerne tun.

Scheinbar ist Herr Fabulant nun auch dieser Auffassung, anders kann ich mir das kaum erklären (mal abgesehen davon, dass er ein wenig aufgebracht ist, weil die Exkursion vor den Weihnachtsferien so wenig Anklang gefunden hat… Aber mal ehrlich, wer läuft denn freiwillig im Dezember in so einem komischen Wald rum? Mein Biokurs sicher nicht… Aber Timon und ich haben uns ja sowieso elegant herausgehalten, indem wir unser Kaffeetrinken mit Herrn Frettchen (das war in seiner letzten Stunde bei uns) als Englischleistungskursausflug dargestellt haben. War es ja auch, irgendwie).

Er kam nämlich rein und verteilte Sachen zum Ausschnippeln. Es war eine Art Memory mit Begriffen aus der Biologie und den dazugehörigen Definitionen. Leider scheiterte dieses Belustigungsprogramm an der Tatsache, dass keiner, wirklich keiner, eine Schere dabei hatte. Herr Fabulant versuchte, welche im Sekretariat zu organisieren, aber das blieb erfolglos.

Also mussten wir uns anders beschäftigen und wiederholten ein wenig den Stoff von vor den Ferien.

Natürlich machte er dabei wieder von seinem ganz besonderen Aufrufsystem Gebrauch. Irgendein Unglücklicher muss eine Zahl zwischen eins und hundert nennen (wahlweise auch zwischen eins und zehn usw. – dann zählt er ab irgendjemanden die Leute durch und bei der genannten Zahl angekommen, der ist dann halt dran) und Herr Fabulant überprüft dann, wer diese Ziffernfolge als Erstes in seiner Telefonnummer im Kursheft hat…

Merkwürdigerweise kommen aber immer die gleichen dran, Timon und ich beispielsweise so gut wie nie…

Danach wurde es dann aber wieder ganz kindgerecht, da haben wir nämlich einen Ausschnitt aus einer Peter-Lustig-Sendung gesehen. Zum Thema Klärwerk.

Dabei fällt mir gerade ein, dass ich dieses Memory noch ausschneiden muss… War dann nämlich Hausaufgabe. Also verabschiede ich mich nun und mache mich auf die Suche nach einer Schere 😉

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Ernstzunehmender Biologieunterricht

Heute hatten wir mal wieder eine sehr anregende und lehrreiche Biostunde…

Moment mal, falscher Film. Bio bei Herrn Fabulant und ernstzunehmeneder Unterricht? Ich hoffe doch, dass mir das keiner abgekauft hat… 😉

So klingt mein Biounterricht:

Herr Fabulant: „Wo auf der Erde ist die Artenvielfalt am größten?“
Mändy: „Keine Ahnung.“
Herr Fabulant: „Na gut, dann nenn‘ mir mal ein paar Regionen und dann werden wir sehen, dass du doch ein wenig Ahnung hast.“
Mändy: „USA.“
Herr Fabulant: „Das ist ein Staat.“
Mändy: „Ja, äh… Was wollen sie denn hören? Kontinente?!“
Herr Fabulant: „Okay… Was für eine Region fällt dir denn in den USA ein?“
Mändy: „Los Angeles.“
Herr Fabulant: „Und eine andere Region?“
Mändy: „Keine Ahnung, Muffinstadt?“
Herr Fabulant: „Wo ist es denn artenreicher?“
Mändy: „Ich glaube mal Los Angeles.“
Herr Fabulant: „Warum?“
Mändy: „Weil da mehr Menschen leben.“

… Okay… Es folgten aber noch mehr eloquente Beiträge zum Unterricht. Zum Beispiel der hier:

Herr Fabulant: „Wie erkennt man denn Arten?“
Mändy: „Wenn sie gleich aussehen und das Gleiche tun?“

oder auch:

Herr Fabulant: „Wie unterscheidet man denn verschiedene Arten?“
Jobst: „Weil sie unterschiedliche Geräusche machen?“

oder:

Herr Fabulant: „Wo ist die Artenvielfalt denn nun am größten?“
Mändy: „In mitteleuropäischen Wäldern, dem Regenwald.“
Herr Fabulant: „Du hast da jetzt zwei Regionen genannt. Wo gibt es denn mehr Arten?“
Mändy: „Im Regenwald!“
Herr Fabulant: „Warum?“
Mändy: „Weil da mehr Tiere leben!“

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Chaos, Chaos, Chaos

Ich hatte heute erst zur zweiten Stunde und dann Englisch. Als Herr Frettchen kam, hatte ich meinen Stundenplan noch in der Hand (vielleicht habe ich gehofft, dass sich durch Draufstarren was dran verbessert?). Er blickte mir über die Schulter, fragte mich, ob das meiner sei und nahm ihn mir weg. Ich bejahte und nickte auch auf die Frage hin, ob er ihn mal ein paar Minuten haben könnte. Zum Stundenabgleichen. Leider ist sowas absolut nötig.

Kaum hatten wir uns alle hingesetzt, meinte er auch schon, dass der Plan so nicht funktionieren würde.

Meine trockene Erwiderung war, dass an dieser Schule gar nichts funktioniert.

Das Problem war beziehungsweise ist nämlich, dass wir laut seinem Plan Montags in der vierten Stunde eine Einzelstunde Englisch haben, die laut unserem Plan aber am Freitag in der zweiten Stunde liegt. Da hat Herr Frettchen aber schon anderen Unterricht.

Das muss geklärt werden. Blöderweise haben wir am Montag alle in ebendieser Stunde Zeit…

Blöderweise, weil unser Stundenraster zwei Pausen vorsieht, eine um 10:25 Uhr, die zwanzig Minuten dauert und eine um 12:20 Uhr, die 35 Minuten dauert. Also liegen sie jeweils nach der dritten und fünften Stunde. Hat man nun also in der vierten und fünften Stunde frei, hat man von 10:25 bis 12:55 Uhr frei, genug Zeit, um nach Hause zu fahren. Hat man aber nur in der fünften frei, lohnt sich das schon nicht mehr. Außerdem hätten wir dann am Freitag in der ersten Stunde Unterricht, dann eine Freistunde und danach wieder Unterricht…

Ein anderes Chaos hat sich geklärt. Nicht zufriedenstellend für manche, für mich geht’s aber.

Es geht um die Biokurse.

Die Kurse von Herrn Guetta und Herrn Fabulant wurden nämlich über die Ferien lustig gemischt…

Also stand bei einigen bio1 auf dem Stundenplan und bei anderen bio2, auch wenn sie vorher im selben Biokurs waren. Blöderweise ist ein solches Mischen überhaupt nicht praktikabel, weil wir das Thema, das der Guetta-Kurs jetzt haben wird, schon gemacht haben und umgekehrt. Herr Guetta hatte mit einigen Leuten aus seinem Kurs abgesprochen, dass sie sich treffen würden, wir Fabulant-Leute standen entweder im fünften oder im zweiten Stock und ziemlich dumm rum.

Es ist eine Tatsache, dass viele Leute lieber bei Herrn Guetta als bei Herrn Fabulant hätten und dementsprechend wurde einiges versucht, um sich doch noch in den anderen Kurs zu mogeln. Vergeblich, aber sehr offen.

Timon meinte dann auch leise zu mir, dass er es faszinierend fände, dass Herr Fabulant es scheinbar einfach nicht versteht, dass die ganzen Leute wegen ihm in den anderen Kurs wollen…

Jetzt haben alle alten Guetta-Leute bei Guetta und alle anderen bei Fabulant. Alles wie gehabt – hat auch nur eine halbe Stunde gedauert, das zu klären…

Ein weiteres Chaos betrifft nur den Englischleistungskurs. Wir sollten vor den Ferien eigentlich alle Bücher abgegeben haben, weil die über die Ferien codiert wurden, um besser feststellen zu können, wer seine Bücher auch wieder abgegeben hat. Beziehungsweise eher, wer sie nicht abgegeben hat.

Da wir vor den Ferien aber ziemlich informationslos waren, wurde uns das nicht gesagt. Nur Herr Hastig hat darauf bestanden, dass wir unsere Mathebücher  abgeben. Alle anderen haben wir noch. Tjaaaa…

Sascha hat mir schon vorgeschlagen, ich könne die Bücher, weil die ja nicht registriert seien, ja nach dem Abi verticken. Als wenn… -.-

Der morgige Tag wird anstrengend. Von zehn vor Neun bis zwanzig nach Sechs Schule. Da freue ich mich ja schon drauf – nicht.

Eure Muffin

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Klausurvorbereitung

Wir schreiben morgen eine Klausur, in Biologie. Bei Herrn Fabulant.

Aus diesem Grunde haben wir heute nur wiederholt. Themen, die wir seit Monaten behandeln (gefühlt sind es schon Jahre!), wurden völlig neu aufgerollt. Und es wurde nachgefragt, immer und immer wieder. Das ist ja an und für sich nichts Schlechtes, doch wenn Mändy es auch beim fünften Erklärversuch nicht versteht („Hä?! Wie jetzt?!“) und alle anderen schon langsam in den Schlaf entgleiten, sollte man sich vielleicht doch fragen, wie Mändy es bisher geschafft hat, sich durch die Schulzeit zu bekommen.Eine kleine Kostprobe: gefällig?

1. Mändy: „Müssen wir auch Trisonomie 21 können?“
Herr Fabulant: „Also Trisonomie 21 kommt bestimmt nicht dran.“

2. Es geht um homozygote(=reinerbige) und heterozygote(=mischerbige) „Eltern“ und die mendel’schen Regeln.
Mändy: „Und was heißt jetzt mischerbig auf Fremdsprache?“

3. Es geht um Vererbungslehre.
Mändy: „Hä?! Wieso hat das kleine A denn jetzt große Buchstaben?“

Interessant ist natürlich auch, dass Mändy und ihre Busenfreundin Xenja die beiden waren, die unbedingt früher Schluss machen wollten. Durch ihre andauernden Nachfragen haben wir schlussendlich sogar überzogen. Toll gemacht.

 

Nun ja, trotz allem… drückt mir morgen jemand die Daumen? 😉

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Herr Fabulant

Der Name, den dieser Lehrer trägt, sagt eigentlich schon relativ viel über ihn aus. Herr Fabulant ist nicht mehr jung, erhält dennoch zahlreiche Projekte noch am Leben und unterrichtet mich in Biologie.

In der Mittelstufe erzählte er immer gern von seinen (angeblich) erlebten Abenteuern.

Einige Auszüge:

Wie Herr Fabulant wochenlang im Dschungel überlebte

Auf einer seiner zahlreichen Reisen ging Herr Fabulant im Dschungel verloren. Mutterseelenallein, mit nichts als einer Plastiktüte Ritter Sport-Schokolade und Salz. Gewieft, wie unser Herr Fabulant nun einmal ist, vermengte er beides miteinander und kroch mit dieser Tüte wochenlang durch einen Elefantenpfad, auf der Suche nach Zivilisation. Er hatte keine andere Nahrung bei sich und überlebte. Nach dieser Tortur kam er in ein Dorf mit Eingeborenen. Seine Furcht, sie würden ihn aufessen, töten oder davonjagen bestätigte sich nicht. Es waren keine Hinterwäldler. So kam Herr Fabulant wieder in die Zivilisation zurück und war um eine wichtige Erfahrung reicher.“

 

Wie Herr Fabulant beinahe einen Wasserfall als Erster entdeckte

Ein anderes Mal war Herr Fabulant mit einer Expedition in den Dschungel aufgebrochen, die einen angeblich existierenden, jedoch noch unbekannten Wasserfall zu finden gedachte. Hierzu machten sie sich mit Kanus auf den Weg. Stromschnellen waren kein unüberwindbares Hindernis, schließlich wussten die Expeditionsteilnehmer genau, was sie zu tun hatten, auch wenn es natürlich sehr gefährlich war. Leider gerieten sie mit ihren Kanus in eine (unbekannte) Grotte und gelangten nicht rechtzeitig wieder heraus. Sie entdeckten den Wasserfall zwar, doch inzwischen waren ihnen schon andere zuvor gekommen. Schade.“

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Vom Gebrauch der Handys

Eigentlich sind Handys an unserer Schule verboten.

Das „eigentlich“ zeigt’s aber schon – praktisch hält sich da niemand dran.

Es gibt auch sehr unterschiedliche Auslegungen dieser Handyregel für Oberstufenschüler. Mal dürfen sie Handys benutzen, allerdings nur in Räumen, in denen sonst nur Oberstüfler drin sind(von wegen Vorbildfunktion für die Mittelstüfler), mal dürfen sie es überhaupt nicht.

Die gestrige Biostunde war darin nun aber ein echter Knüller. Erst fragt Herr Bio, wer denn alles ein internetfähiges Handy dabei hat. Einige Hände – um genau zu sein, fast alle – gehen nach oben. Timons und meine nicht. Wir haben zwar welche, allerdings benutzen wir sie nicht dafür.

Unser Biolehrer teilt uns daraufhin in Kleingruppen ein, in denen wir uns jeweils ein Thema erarbeiten sollen. Eben mit den Handys.

Unserer Kleingruppe gegenüber (wir sind im Deutschraum, dem mit den Tischen in U-Form 😉 ) sitzen Panoramaschinken (den Namen sollte ich auch nochmal erklären, jetzt nur soviel dazu: Es ist ein Mädel 😉 ) und ihre beste Freundin. Noch während der Lehrer erklärt, was denn nun zu tun sei, ist sie am Rumfummeln an ihrem Handy. Und haut dann so richtig laut heraus: „Bachelor: Anja – ein Liebescomeback mit Paul!!!“

Unser Lehrer guckt kurz irritiert in ihre Richtung und redet dann weiter. Kurz darauf: „Oh mein Gott… CHRISTIAN KRIEGT EINE NEUE CHANCE BEI DSDS!!!“

Unser Biolehrer meint so: „Ja, aber bei mir nicht.“

Später dann, in der eigentlichen Kleingruppenarbeit. Herr Bio ist bei der Panoramaschinkengruppe und fragt Xenja, Panoramaschinkens beste Freundin, was sie denn für ein Handy hat.

Xenja: „Ein Samsung Galaxy.“

Herr Bio: „Ach ja, das hab ich mir jetzt auch gekauft.“

Xenja: „Echt, welche Farbe?“

Herr Bio: „Schwarz.“

Xenja: „Und ist das das S1 oder S2, was sie haben?“

Herr Bio: „Das S2. Und ich hab Alditalk, ihr habt mich davon überzeugt.“

Xenja: „Ja, ich hab S1, das ist ein bisschen gammelig.“

Panoramaschinken: „Echt, Alditalk? Alditalk ist geil! Was hat denn ihre Frau, auch Alditalk?“

Herr Bio: „Ähm, wir telefonieren so gut wie nie…“

Es folgten noch Ausführungen über den Preis, einige Erläuterungen Xenjas zu Funktionen des Handys sowie das Vergleichen von Zubehör.

Und wir saßen da, haben uns dann angehört und uns einen gegrinst… 😀

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