Monatsarchiv: Mai 2015

Ich bin noch da.

So, meine Lieben… mich gibt es noch. Vielleicht wundert euch das ein wenig, schließlich, habt ihr eine ganze Weile nichts von mir gehört habt. Das liegt zum einen an den Semesterferien und zum anderen daran, dass mein Leben wohl genauso turbulent ist, wie das von jedem von euch. Aktuell einfach nur noch mehr als sonst.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…
Mit dem Liebeskummer, den ich gerade mit mir herumtrage? Mit den Erkenntnissen, die ich über mich selbst gewonnen habe? Mit den Ergebnissen der ersten Prüfungsphase?
Ich weiß es wirklich nicht. Und eigentlich weiß ich nicht einmal, ob ich diesen Blog weiterführen möchte. Darüber denke ich schon länger nach…

Ich erzähle euch einfach mal etwas Schönes:
Mein supertolles, süßes, unglaublich fabelhaftes Patenkind wird demnächst schon zwei Jahre alt. Neulich habe ich sie abholen dürfen. Um zu ihrem Zuhause zu kommen, müssen wir mit dem Bus und der Straßenbahn fahren. Aber erst einmal mussten wir natürlich zur Haltestelle kommen. Das sind 650 Meter (ich habe bei Google Maps geschaut). Engel hatte ein wunderbares Oberteil mit Enten („Gagacks“) an. Was soll ich sagen? Wir haben sehr, sehr lange für diesen eigentlich recht kurzen Weg gebraucht… Wir mussten schließlich Bauarbeitern bei der Arbeit zuschauen. Zuerst einem Baggerfahrer und dann ein paar Hundert Meter weiter einem Lastwagen mit so einem integrierten Kran… Und da konnten wir nicht weitergehen, solange noch etwas passierte. Ihr hättet Engels neugierigen Gesichtsausdruck sehen sollen!
Auch die etwas erhöhten Kanten am Beginn von Vorgärten bzw. kleinen Rasenflächen sind etwas Faszinierendes. Darauf kann man nämlich wunderbar balancieren. Immer einen Fuß vor den anderen… Aber nicht zu schnell, sonst kommt man aus dem Gleichgewicht, auch wenn man sich an der Hand der Patentante festhält. Und sobald eine Ameise den Weg kreuzt, muss man anhalten, große Augen machen und sie vorbeilassen.
Ganz kniffelig wurde es, als wir an eine Stelle kamen, an der die Kante durch eine Pusteblume bewachsen war. Wir mussten stehenbleiben und überlegen. Von der Kante runterzugehen, kam nicht in Frage.
Schließlich machte Engel einfach einen ganz großen Schritt über die Blume hinüber.
Auch ein Vogel, der in einem Busch saß und aufflog und ein Marienkäfer, der auf dem Gehweg lief, hielten uns ein paar Minuten davon ab, weiterzugehen.
Wenn man mit einem kleinen Kind unterwegs ist, zeigt das einem, wie eilig man es normalerweise hat, wie viel man übersieht. Für mich ist nichts herzerwärmender als den Druck einer kleinen Hand zu spüren, die sich an mir (oder besser an einem meiner Finger)festhält, den Spitznamen zu hören, den Engel mir gegeben hat, weil sie meinen Namen nicht aussprechen kann und in ihrem Blick zu sehen, dass sie mir vertraut.

Ich liebe mein Patenkind.

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