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Abiturientin in spe

Das bin ich wohl immer noch. Mr. Suit hat uns sowohl in seiner E-mail als auch heute bei der Abholung der Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfungen als „Abiturientinnen und Abiturienten in spe“ angesprochen.
Heute sollten/mussten wir nämlich zu dem eben erwähnten spannenden Anlass in die Schule kommen. Der Termin war um 12:30 Uhr in unserer Aula. Wer (bisher) nicht bestanden hat und sich nachprüfen lassen muss, um das Abitur zu bestehen, wurde bereits gestern telefonisch informiert und hatte heute ein persönliches Gespräch mit Mr. Suit. Bei unserem Jahrgang, der jetzt tatsächlich noch 47 Mitglieder zählt, sind von diesen persönlichen Gesprächen 11 betroffen. Das ist fast ein Viertel und ziemlich traurig. Da diese elf dann auch beim Termin um 12:30 Uhr nicht dabei waren, können wir sehr genau sagen, um wen es sich dabei handelt. Da die meisten davon allerdings hier kaum Erwähnung fanden, verzichte ich auf eine Auflistung aller.
Einige davon haben auch schon erklärt, dass sie sich nicht nachprüfen lassen wollen.

Bei dem Termin stellte Mr. Suit sich natürlich erst einmal an das eigens herbeigetragene Rednerpult und erzählte eine Menge. Unter anderem fragte er, was „in spe“ denn bedeute, die „alten Lateiner“ müssten das doch wissen. Damit sprach er Luna und mich an, wir antworteten dann auch brav…Ehrlich gesagt fand ich diesen Monolog furchtbar. Ich war den ganzen Tag schon aufgekratzt wie sonst etwas und er zog das Ganze auch noch künstlich in die Länge.

Schließlich rief er uns dann in alphabetischer Reihenfolge auf und wir durften uns die Prüfungsergebnisse abholen.

Ari hat die geforderten 100 Punkte genau erreicht, das ist wirklich eine Kunst für sich. Jobst, der ja zuvor immer betont hatte, dass Timon, er und ich in Konkurrenz um das beste Abitur stünden, hat 1,8. Timon 1,5, ihn hat die Deutschklausur da echt runtergezogen. Die ist allgemein sehr schlecht ausgefallen…

Was Luna hat, das wird sie sicherlich selbst verraten wollen, ich bin aber stolz auf sie 😉

Und ich? Tja…

Dass ich eine Aufgabe in Mathematik gar nicht bearbeitet habe, das wusste ich ja nun schon. Dementsprechend war ich von den elf Punkten, die es dann doch noch geworden sind, sehr positiv überrascht.

In Deutsch hatte ich ja ein gutes Gefühl, als ich sie geschrieben hatte. Das hat sich dann auch bewahrheitet und mit 14 Punkte eingebracht.

Englisch konnte ich vor allem wegen der letzten Aufgabe sehr schwer einschätzen. Dass ich dann auch noch mitbekommen habe, dass Englisch relativ schlecht ausgefallen sein soll und da ich ja wusste, dass diese Klausur auch noch fremdkorrigiert wird (also von jemanden von einer anderen Schule), war ich da nicht so optimistisch. Dass ich den Überraschungserfolg der Vorabiklausur (die unglaublichen 15 Punkte) wiederholen könnte, habe ich nicht erwartet. Doch es ist so gekommen und das freut mich umso mehr. Fünfzehn Punkte, das ist sowas von cool 😉
(Ich bin auch stark versucht, meine Prüfungsergebnisse einzuscannen und an Frau Rank zu schicken, Englisch dabei natürlich schön rot eingekreist…)

Insgesamt komme ich so also auf 776 Punkte von 900 möglichen. Das ist ein Schnitt von 1,3. Das ist das beste Abitur meines Jahrgangs (obwohl ich natürlich bei 47 Leuten nicht sooo viel Konkurrenz hatte 😉 ).

In die Nachprüfung werde ich nicht gehen. Ich bin also durch.

 

YEAH! 🙂

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Freitagsfüller und Absturz

Ich will auch mal einen Freitagsfüller machen, schon alleine, weil ic heute nicht in der Schule war und deswegen nichts hochgradig Aktuelles berichte kann 😉

1.  Es könnte alles so einfach sein, wenn man es nicht unnötig verkomplizieren würde.

2.  Eigentlich eine perfekte FJ-Stelle in Sicht gehabt, aber es ist nicht so einfach. Naja, wenn man mich nicht haben will, wissen sie ja nicht, was sie verpassen 😉

3. Ich will jetzt nach vorne gucken. So what, shit happens, das nächste Mal klappt’s. Und eigentlich wieder Training haben mit den wundervollen Kleinen, die mich toll finden. Vor allem meine Lieblingsnervensäge… (Ich MUSS mal darüber schreiben <3). Und ich will auch, dass es jetzt Mai ist. Weil dann das Abi vorbei ist und ich ein Patenkind bekomme ♥

4.  Schwarzbrot mit geschmolzenem Feta esse ich gerne zum Frühstück. Wenn ich denn „richtig“ frühstücke, ansonsten brauche ich morgens immer Tee 😉

5.  Ein kleines Nickerchen ist manchmal nicht zu vermeiden. Highlight der Nickerchengeschichte bei mir: Auf einem Konzert auf dem Boden hocken und pennen (okay, ich war da aber auch noch klein…)

6.   Ich bin besser, als ich selbst annehmen würde, und das ist auch gut so.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ganz viel „Werwolf“ spielen , morgen habe ich (wie immer) Training geplant und Sonntag möchte ich mir Mathe für die Langzeitklausur nächste Woche angucken !

 

So. Wie wahrscheinlich schon durchgeklungen ist, habe ich die Stelle leider nicht bekommen, sondern stattdessen gestern eine Absage. Ich war, ehrlich gesagt, ziemlich runter deswegen, weil genau diese Stelle die war, die ich seit zwei Jahren im Auge hatte. Die ich unbedingt wollte, die perfekt gepasst hätte. Für mich.

Scheinbar passte ich aber nicht. Als Grund wurde mir genannt, dass ich zu jung sei, dass es nicht daran läge, dass ich einen schlechten Eindruck gemacht hätte, im Gegenteil.

Ich glaube, dass sie schon vorher jemand anderen im Auge hatten. Oder will es zumindest glauben, denn ansonsten wäre es wohl so, dass meine Mutter und Katharina Recht hätten, damit, dass ich einfach nicht überzeugen kann. Dass ich zu still sei.

Direkt nach der Absage hatte ich gestern Training und das war das Beste, was zeitlich passieren konnte. Die Wertschätzung der Kinder ist riesig und es ist absolut niedlich, wie sie einen total toll finden (Zitat: „Mit dir schafft man alles, Muffin.“). Und die Gemeinschaft des Großteils der Trainer und Co-Trainer (mit einer gibt’s ein wenig Stress… aber die war erst eine halbe Stunde vor Schluss da) ist einfach nur klasse. Da fühle ich mich aufgehoben.

Jetzt bin ich so weit, dass ich – auch mit Rücksprache mit Nele (natürlich^^) – sagen kann, dass es einfach mal passiert und nicht unbedingt an mir liegt.

Ich habe noch so viele Chancen, irgendwas zu finden, was ich auch machen möchte. Und bei einer Stelle wird es dann klappen.

Ich danke euch dafür, dass ihr mir Glück gewünscht habt. Das war wirklich lieb und ermutigend.

 

Eure Muffin

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Sonnige Smilestunden

Ich gebe zu, ich mag Ms. Smile. Sehr sogar. Bisher hatten wir sie zwar nur eine Woche á fünf Stunden Englisch und haben in einer Stunde besprochen, was nun vor uns liegt und in den beiden anderen Stunden einen Film (wobei die Technik auf Anhieb funktioniert hat, was Ms. Smile dann mit „Das explodiert bestimmt gleich.“ kommentiert hat. In unserer Schule funktioniert Technik doch nicht einfach so, ohne Weiteres 😉 ) geguckt.

Aber es macht einen vertrauenswürdigen Eindruck, das alles. Ich bin froh drüber…

Den Film, den wir geguckt haben, heißt „A time to kill“, auf deutsch (glaube ich zumindest) „Die Jury“ und es geht natürlich um den amerikanischen Süden beziehungsweise um Rassismus. Aber vor allem – meiner Meinung nach – um Gerechtigkeit.

Kurz zum Inhalt:
Zwei weiße Männer vergewaltigen die zehnjährige Tonya Hailey (die dunkelhäutig ist). Ihr Vater, Carl Lee Hailey, erschießt die beiden Männer im Gericht, als sie auf dem Weg zu ihrer Verhandlung sind, weil er befürchtet, dass sie wieder freigelassen werden könnten. Er wird verhaftet und vor Gericht gestellt. Sein Anwalt ist der Weiße Jake Brigance, der versucht, ihn freisprechen zu lassen. Brigances Gegenspieler ist der Staatsanwalt Buckley, der einen hohen Posten anstrebt und sich mit diesem Fall profilieren möchte.Der Fall erregt enormes öffentliches Interesse und die verschiedensten Menschen messen ihm große Bedeutung bei, beispielsweise die NAACP oder, als krasser Gegensatz, der Ku Klux Klan.

Wie der Film ausgeht, das verrate ich euch nicht, ich fand ihn jedenfalls sehr sehenswert. Ich möchte hierzu gerne Lorena zitieren, die meinte, dass das der interessanteste Film sei, den sie je in der Schule geschaut habe.

Was Ms. Smile noch sympathischer macht, ist zum Einen die Tatsache, dass sie für nächste Woche einen Kinobesuch für ihre Kurse anbieten („Django“, sie meinte, sie könne das ja unmöglich als Unterrichtsinhalt verkaufen, was sollte sie denn sagen, wenn The Whale fragen würde, wer denn dieser Tarantino sei. Es käme vielleicht nicht so gut, wenn sie ihr dann von „From Dusk til Dawn“ erzählen würde… 🙂 ), an dem ich leider nicht teilnehmen werde, da es an einem Donnerstagabend ist. Und donnerstags bin ich ab diesem Jahr viereinhalb Stunden in der Halle – I ♥ Karate.
Und natürlich, dass sie, als ich am Dienstag Muffins mithatte und sie verteilt hab, nach der üblichen Frage („Hast du Geburtstag?“) meinte: „I’m glad you’re in my class.“

Ich bin also zufrieden mit der jetzigen Lösung, obwohl es natürlich so ist, dass Ms. Smile jetzt mehr Stunden hat und darunter eben zwei LKs. Dazu haben Herr Ostreidae und Frau Blümchen in der Philosophiestunde ja ein interessantes Gespräch geführt, von wegen Überlastung…

Aber egal, daran will ich gar nicht denken. Ich freue mich einfach, dass es ist, wie es ist und es wird sowieso alles gut 🙂

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Philosophie ist nur besoffen zu ertragen

Das Fazit der heutigen Philosophiestunde bei unserer allseits geschätzten Frau Blümchen (die heute zwar keine Blümchenhaarspange trug, aber immerhin eine mit Blumen drauf).

Die Doppelstunde begann mit der üblichen Verspätung von drei, vier Minuten, also nichts Außergewöhnliches. In der ersten Stunde erstellten wir in Gruppenarbeit ein Schaubild zu Ende und klebten unsere Ergebnisse an die Tafel. Wir behandeln gerade Aristoteles und sollten die Ideen aus einem Text herausziehen und eben als Schaubild darstellen. Mit rosa und babyblauen Zetteln. Ob es Absicht war, dass die beiden Mädelsgruppen die rosanen Karten bekommen hat und die Jungs die blauen?

Unsere Gruppe, bestehend aus Luna, Anouk und mir war als Letzte dran mit dem Vorstellen und wie auch schon beim letzten Mal wurden wir dazu angehalten, vorne stehenzubleiben, nachdem wir unseres vorgestellt hatten. Ich meine, wir wissen ja, dass wir dekorativ sind, aber den tieferen Sinn davon erkenne ich noch nicht so vollkommen. Nun gut, jedenfalls standen wir vorne, ich sehr schön zentral vor der Tafel und machten dann eben im Stehen Unterricht. Frau Blümchen stand währenddessen am Fenster (5. Etage, da gehen sie nicht auf, aber das wird nicht für diese Geschichte bedeutsam, sondern für eine andere 😉 ).

Schon zu Anfang hatte sie uns mitgeteilt, dass sie beabsichtigte, in der zweiten Stunde mit uns einen Film zu sehen oder zumindest den Ton davon zu hören. Ein Erzeugnis des Bayrischen Rundfunks, wie immer. Ob das damit zu tun hat, dass die PISA-Ergebnisse da so gut sind? Oder damit, dass Frau Blümchen Bayern München-Fan ist? Aber ernsthaft, Bayern 3 kann ich tatsächlich empfehlen, das ist ziemlich informativ.

Mit der Technik ist das an unserer Schule bekanntlich so eine Sache. Mal funktioniert sie nicht, mal bekommt man sie einfach nicht zur Verfügung gestellt. Und Technik und Frau Blümchen sind auch eher Gegensätze.

Allen Widrigkeiten zum Trotz schaffte Frau Blümchen es, ein Smartboard zu organisieren. Unsere Schule hat zwei davon. Eins ist kaputt. Aber, oh Wunder, wir hatten das funktionierende. Soviel Glück mit der Technik ist dann doch eher untypisch.

Luna half Frau Blümchen beim Verkabeln und Anschließen und Frau Blümchen schaffte es sogar Internet zu bekommen. Sie wollte uns den Film nämlich direkt über Internet zeigen, weil sie nicht wusste, wie man sich den herunterladen kann.

Da der Internet Explorer momentan bekanntlich nicht gerade die intelligenteste Art ist, ins Internet zu gehen (Virengefahr und so) unterhielten wir uns eben genau darüber und Calvin fragte Frau Blümchen, ob sie den Internet Explorer nutze.

Frau Blümchen guckte ein wenig verwirrt und meinte: „Was weiß ich denn, wie ich ins Internet gehe?!“

Schließlich stellte sich dann doch heraus, dass sie Firefox nutzt („Also, NICHT das blaue E anklicken…“ :D).

Der Browser von Frau Blümchen trug schon sehr zu meiner und Lunas Erheiterung bei, denn Frau Blümchen benutzt einen mit einem Krümelmonster im Hintergrund. Ein guter Anfang.

Schon beim ersten Blick auf den Laptop sah ich, dass der Akku schon sehr schwach war. Dementsprechend rechnete ich damit, was wenige Minuten später passierte…

Der Film lief auf Vollbild. Plötzlich kommt eine Fehlermeldung, die besagte, dass nur noch 5 Prozent Akku vorhanden seien und dass man nun die Wahl habe: Entweder man stöpsekt das Ladekabel in die Steckdose oder hat keinen PC mehr zur Verfügung. Frau Blümchen hatte sogar das Ladekabel dabei.

Allerdings schien sie die Warnung entweder noch nie gesehen zu haben oder nicht zu verstehen. Oder beides. Jedefalls schaltete sie den Film wieder auf Vollbildmodus an und machte nicht wirklich Anstalten, das Ladekabel in dem Sinne zu benutzen, für den es vorgesehen ist…

Ich: „Ähm, Frau Blümchen?“

Sie guckte mich an wie ein Reh, mit großen Augen. In der Hand hielt sie eine Tüte.

Frau Blümchen: „Is‘ doch gut so?“

Ich: „Ja, aber das geht gleich aus!“

Sie nimmt das Kabel aus der Tüte und hält es hoch.

Frau Blümchen: „Ja, hier…“

Ich: „Sie müssen sich auch beeilen…“

Jetzt kam etwas Bewegung in die Sache und sie beeilte sich tatsächlich.
Leider war sie nicht schnell genug. Der Laptop ging einfach aus.

Frau Blümchen: „Och nö, die zwei Sekunden…“

Teresa: „Das waren zweieinhalb Minuten…“

Jedenfalls bekam Frau Blümchen es dann mehr oder weniger elegant hin, den Laptop wieder anzumachen, anzuschließen und so weiter. Dabei verhedderte sie sich auch nur ganz geringfügig in den Kabeln 😉

Nach einer Weile stoppte dann der Film und begann, neu zu buffern.

Frau Blümchen: „Och nicht schon wieder, ich hasse manchmal Technik!“

Ich finde das süß ;D

Und um nun zu dem Fazit zu kommen…

Es ging in dem Film um Aristoteles. Genauer gesagt handelte es sich dabei um ein Gespräch zweier Männer auf einem hässlichen blauen Sofa vor lauter antiken Statuen. Einer der beiden ist Physiker. Es gibt ja so viele Schlüsse, die man aus der Physik in der Philosophie ziehen kann. Oder andersherum.

Jeder dieser Herren hatte nun ein Weinglas auf einem Tischchen neben sich stehen. Rotwein. Schon recht zu Beginn definierte der eine sein Weinglas als eben das. Und nach einem anstrengenden Diskurs über Metaphysik mussten sie „erstmal eine Grundlage schaffen“. Mit Alkohol.

Ergo ist Philosophie nur besoffen zu ertragen. Ob es gut ankommt, wenn ich diesen Ratschlag vor der nächsten Philosophieklausur in die Tat umsetze… ? ;D

 

Es grüßt
eure Muffin

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Herr Frettchen und die erste Woche

So, die erste Woche mit unserem neuen Englischlehrer ist vorbei. Vier Stunden, in denen wir ihn und er uns ein wenig beschnuppern konnten.

Nun, was soll ich dazu sagen? Ich hatte eigentlich eine recht ablehnende Haltung ihm gegenüber, obwohl ich ihn niemals im Unterricht hatte. Er war mir einfach nicht so sympathisch. Aber nach dem Fiasko mit Frau Rank dachte ich mir eigentlich schon, dass wir auf jeden Fall ein kleineres Übel bekommen würden als zuvor. Ich versuchte, so vorbehaltslos wie möglich in den Unterricht bei ihm zu gehen und wurde sehr angenehm überrascht. Wenn wir ihn doch bloß statt Frau Rank bekommen hätten… aber das ist ja nur ein Was-wäre-wenn, damit möchte ich keine Zeit vergeuden.

Herr Frettchen hat mich davon überzeugt, dass der Englischunterricht auch wieder Spaß machen und interessant sein kann. Diese Gedanken hatte ich spätestens in der zweiten Woche bei Frau Rank begraben, während ihrer Zeit war der Englischunterricht eine furchtbare Quälerei.

In der ersten Stunde, in der wir ihn hatten, machte er gleich eine lustige Bemerkung über unsere Schulleiterin, The Whale („Please don’t ask me if I’m gonna be your teacher next year.“ – „Nobody knows!“ – „Oh no, that’s not true, at least God knows. And at this school God is female and from Antarctica – she’s walking like that.“), was die Stimmung eindeutig hob. Er setzte sich auch nicht an das Lehrerpult, was gefühlte Meilen von unseren Plätzen entfernt war, sondern – dem guten Beispiel Frau Neons folgend – an einen Platz in unserer Nähe. Pluspunkt!

Er erkundigte sich auch, was wir denn bei Frau Rank gemacht hätten, er hätte darüber von ihr keinerlei Informationen bekommen (wen wundert’s? Mich zumindest nicht.). Daraufhin schwiegen wir und irgendjemand murmelte „Wir haben was gemacht?!“. Schließlich erzählten wir, dass wir die Lektüre „Bend it like Beckham“ bekommen hätten und einige Aufgabenblätter dazu. Besprochen haben wir dazu natürlich nichts, immerhin hat es ja auch Ewigkeiten gedauert, bis Frau Rank das Buch mal besorgt hatte… Das Sprachniveau dieser Lektüre ist auch nicht gerade herausfordernd (ich meine, es wird für B1 + B2 empfohlen, ich habe in der 9ten schon ein Sprachzertifikat für B2 gemacht…).  Außerdem sagten wir, dass wir eigentlich Referate über Indien hätten halten sollen. Wo das ja auch soooo sehr zum Thema gehört; und dass wir Referate über die verschiedenen „waves“ der weiblichen Entwicklung gehalten hätten (Klausurersatzleistung und über die sieben Punkte da könnte ich mich immer noch totärgern).

Herr Frettchen sah insgesamt etwas geschockt aus und wir beschlossen, dass wir einfach den ganzen Müll die gesamten noch geplanten Unterrichtselemente von Frau Rank nicht in unseren weiteren Unterricht implementieren würden. Was habe ich mich da gefreut!

Dann verteilte er sogenannte Study Guides, in denen Multiple Choice-Aufgaben zur Grammatik aufgelistet werden, an uns und wir machten noch einige und dann war die erste Stunde bei unserem neuen Lehrer auch schon rum.
Übrigens, extra für Frau Falke: Die Study Guides sind jeweils elf Seiten. Kopiert. Für jeden von uns. Und übrigens, die Aufgaben zu Bend it like Beckham, die Mr. Suit uns im Auftrag von Frau Rank gegeben hat, sind 22 kopierte Seiten für jeden. Dabei haben wir noch nicht mal alle bearbeitet und werden es wohl auch nicht mehr tun. Tjaha, schön, wenn man funktionierende Kopierer hat 😀

In der nächsten Stunde, einer Doppelstunde diesmal, besprachen wir zuerst einmal die Abiturklausur von diesem Jahr, samt Operatoren und allem Drum und Dran, also auch, was wir denn für Ideen zur Beantwortung dieser Aufgaben hätten und so weiter. Danach gingen wir im zweiten Teil der Doppelstunde in den Computerraum und auf die Seite http://www.breakingnewsenglish.com. Dahinter verbirgt sich eine Seite, auf der in regelmäßigen Abständen über ein aktuelles Ereignis berichtet wird. Das Besondere daran: Es werden zu dem Ereignis Aufgaben gestellt, die zu bearbeiten sind. Das taten wir zu dem Artikel Air-Rage Granny Gets 10-Year Flight Ban. Besonders interessant war die Aufgabe, in der man eine Tabelle mit einigen Arten von Rage ausfüllen musste. Unter anderem, was diese bestimmte Art ist, warum sie geschieht und wie man sie verhindern kann. Lustig war die Antwort von Calvin zu „Trolley rage“. Er beschrieb diese Art von Rage als diejenige, die entsteht, wenn es nur noch einen Einkaufswagen gibt, aber zwei Leute ihn haben wollen… Als Lösungsansatz hatte er „Gewinnen“. Finde ich gut 😀

Ich hatte bei „Office rage“ als Lösungsvorschlag „less coffee“ eingebracht. Herr Frettchen fragte nach und ich meinte, dass es da ja immer Ärger gebe, wer denn den Kaffee zu kochen habe und wie stark und wer abwäscht etc. Er fasste es dann zusammen mit „Also ist Kaffee das Problem. Sprichst du aus Erfahrung?“. Ich verneinte, da ich gar keinen Kaffee mag und er fragte, was ich denn dann gerne trinken würde. Die Antwort war klar: Tee (ich LIEBE Tee!). Daraufhin fragte er Luna, die mit „cold drinks“ antwortete. Herr frettchen verstand das aber nicht und er fragte entgeistert: „Cookies?!“
Ja klar. Ich trinke auch immer Cookies 😀

So verging auch diese Stunde und wir bekamen eine Hausaufgabe, nämlich die, eine der Aufgaben aus der Abiturklausur zu machen.

Heute war nun die letzte Stunde dieser Woche. Herr Frettchen wählte einen interessanten Stundeneinstieg. Er schrieb ein Zitat an die Tafel.

I don’t know. I google.

Dann sprachen wir über dieses Zitat und begründeten unsere Meinung. Das erinnerte mich ein bisschen an die Vorbereitung damals auf das Sprachzertifikat – und das ist GUT! 🙂

Danach besprachen wir die Hausaufgaben und gingen noch ein wenig mehr auf die Abiturklausur im Ganzen ein.

Mein Fazit nach einer Woche: Ich finde es gut, dass wir Herrn Frettchen bekommen haben.

 

(und um noch mit einer kleinen Anekdote abzuschließen…
Wir sind bereits im Raum, es ist vor der ersten Englischstunde mit Herrn Frettchen. Elli äußert Bedenken.
„Ich hatte noch nie einen männlichen Englischlehrer…“
Sie wird komisch angeschaut.
„Und was ist mit Herrn Fellow?“
Elli guckt ein wenig bedröppelt, sie hat ihn tatsächlich vergessen. Dann schlägt sie die Hand vor den Mund und ruft:
„WIE?! Das war ein MANN?!“

😀 )

 

Ich wünsche ein erholsames Wochenende!

Mit lieben Gruß

Muffin

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Es gewinnt immer der Stärkere… II

Wir wussten es ja schon die ganze Zeit. Es ist eben einfach unmöglich, dass Mr. Suit recht behält damit, dass er der Stärkste sei.

Unser Verdacht wurde schon dadurch geweckt, dass er zugab, zwanzig Minuten lang mit dem Kopierer gekämpft zu haben. Doch was uns nun die endgültige Bestätigung brachte war folgender Zwischenfall:

Mr. Suit war spät dran. Ausnehmend spät sogar. Die Stunde hatte schon begonnen und die Spekulationen, ob Politik nun ausfallen würde hatten bereits eingesetzt. In dem Raum, in dem unser Politikunterricht normalerweise stattfindet, war Ms. Smile mit einer Klasse, die sie in Vertretung hatte. Normalerweise hätte diese Klasse nun Sport. Wir erklärten Ms. Smile die Sachlage und sie bat uns, dann, wenn Mr. Suit gekommen sei, in einen anderen Raum auszuweichen. Calvin hingegen schlug ihr vor, dass sie die Schüler doch in der Aula im Kreis laufen lassen könnte, wo diese doch schon ihren Sportunterricht versäumten… Sie lehnte ab.

Schließlich kam Mr. Suit mit fünfzehminütiger Verspätung, während derer wir vor dem Raum herumstanden. Wir klärten ihn über Ms. Smiles Bitte auf, er guckt uns an, öffnet die Tür zum Klassenraum, geht hinein und schließt die Tür hinter sich. Sofort wird gewettet, dass er die Klasse samt Ms. Smile nun hinauswirft. Das Gegenteil ist der Fall: Mr. Suit verlässt den Raum wieder und gibt Order, dass wir in den Raum gehen, den Ms. Smile uns bereits genannt hatte.

Wir lernen also:
Ms. Smile beats Mr. Suit beats Politikkurs.

In besagtem Raum beginnt Mr. Suit mit folgenden Worten den Unterricht:
„Nun beginnen wir, mit achtzehnminütiger Verspätung…“

Da klopft es und ein paar Schüler stehen vor der Tür und wollen etwas mit Mr. Suit besprechen. Er steht auf und geht zu ihnen hinaus. Nach etwa fünf Minuten kommt er wieder.
„Mit einer weiteren Verspätung von fünf Minuten beginnen wir nun endlich mit dem Unterricht.“

Dieses Vorhaben klappt etwa zwanzig Minuten ganz gut, ehe es erneut an der Tür klopft. Draußen steht diesmal eine Lehrerin, Frau Elder. Samt Klasse. Diese haben regulär in diesem Raum Unterricht. Wir werden hinausbefördert.

Wir lernen also:
Ms. Smile/Frau Elder beat Mr. Suit beats Politikkurs.

Ms. Smile und Frau Elder stehen auf einer Stufe, da wir nicht genau wissen, wer von den beiden der anderen überlegen ist.

Schlussendlich warfen wir die Klasse, die in der vorigen Stunde bei Ms. Smile Vertretung hatte, doch aus dem Raum – Ms. Smile war mittlerweile allerdings gar nicht mehr da, da eben die neue Stunde bereits angefangen hatte. Also war die Klasse lehrerlos.

Wir lernen also:
Ms. Smile/Frau Elder beat Mr. Suit beats Politikkurs/lehrerlose Klasse.

Interessant wäre nun auch noch, andere Lehrer einzuordnen. Und wie die Kurse untereinander hierarchisch geregelt sind. Und wer denn nun der Stärkere ist, der dann stets gewinnt 😀

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