Monatsarchiv: Januar 2013

The Whale

Oder: Herr Otto ist weg.

Nun ist es also soweit, Herr Otto ist in Rente gegangen. Leider Gottes.

Dementsprechend war heute auch, da für alle(außer uns) das Halbjahr geendet hat, Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Es waren viele da, vor allem auch viele alte Gesichter. Mit alt meine ich richtig alt – zum Beispiel unser Mathelehrer Herr Fuchs zum Beispiel, der vor vier (oder fünf?) Jahren in Rente gegangen ist. Irgendwie ist der seitdem ein bisschen älter geworden^^
Auch unser anderer ehemaliger Mathelehrer Herr Hut war da.
Wer nicht da war (glücklicherweise) war Frau Rank. Ich weiß nicht, wie ich dieser Dame gegenübertreten würde. Leider nicht da war Herr Blume.

Ach, außer für Herrn Otto war es auch der letzte Tag für Herrn Frettchen. Man glaubt gar nicht, wie sehr der sich darüber gefreut hat 😉

Jedenfalls hatten Ari, Luna und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir etwas für den Abschied von Herrn Otto machen wollen. Nach ein wenig Überlegen kamen wir dann auf die Idee, einige Szenen aus „Das Leben des Brian“ nachzuspielen. Zum Einen, weil das absolut den Humor von Herrn Otto trifft und zum Anderen, weil wir eben unter anderem die eine Szene nachgespielt haben, in der Brian „Römer geht nach Hause“ an eine Wand schmieren will und seine Grammatik dann von einer römischen Patrouille verbessert wird… Das passte einfach.

So saßen wir denn also zu Beginn der „Dienstbesprechung“ im Lehrerzimmer. Erst einmal herrschte einiger Trubel, es wurden einige sehr interessante Gespräche geführt und wir konnten einige interessante Dinge beobachten…

Dann kam The Whale und hakte die ersten Punkte der Dienstbesprechung ab. Die Punkte, bei denen ich verstanden hätte, dass wir nicht dabei sein sollten. Dann ging sie über zur Verabschiedung und wir waren dran.

Dafür mussten wir in die Aula gehen. Am Ausgang vom Lehrerzimmer verteilte Ari dann Kreuze. Luna behauptete, sie müsse nicht zur Kreuzigung, sondern sei freigesprochen, gibt dann aber zu, dass das ein Scherz gewesen sei… Die Szene kennt man 😉
Am Eingang zur Aula hockte ich und bat um eine Spende für einen „Ex-Leprakranken“. Herr Otto spendete mir sein Kreuz (wie gemein, dann werde ich ja gekreuzigt^^).
Herr Guetta saß mittlerweile auf der Bühne und sollte ein Schild hochhalten, auf dem „Judäische Volksfront“ stand. Als Herr Otto das sah, freute er sich und meinte „Ich weiß, was auf dem anderen Schild steht!“
Luna und Ari setzten sich mit einigem Abstand neben Herrn Guetta und Luna begann, über diese „Sche*ß Volksfront von Judäa“ herzuziehen. Ari guckte sie daraufhin indigniert an und meinte, dass sie selbst doch die Volksfront von Judäa seien. Gleichzeitig hielt sie dann das Schild, auf dem ebendieses stand. Luna sah sie entgeistert an: „Was?! Ich dachte, wir wären die populäre Front!“, woraufhin Ari verneinte und auf  Herrn Otto zeigte. „Nein. Die steht da drüben.“ (wenn man den Film kennt, ist es umso lustiger, da der Vertreter der populären Front so ein alter, komischer Kauz ist…^^).
Dann kam ich und rief „Otternasen, frische Otternasen!“ und bot sie Ari und Luna an. diese ignorierten mich, woraufhin ich nur meinte, dass das Geschäft auch nicht mehr das sei, was es mal war und Herrn Otto die Otternasen in die Hand drückte (unsere Otternasen waren Lakritze 😉 ).
Dann schrieb Luna als Brian „Romanes eunt domus“ auf ein Bettlaken. Ich als römische Patrouille kam vorbei und korrigierte sie. Wobei es sehr lustig war, dass sehr viele Lehrer wie pubertierende Kiddies bei dem Wort „- anus“ gelacht haben – dabei ging es nur um die Endung von Romanus^^
Nachdem ich Luna dann aufgetragen hatte, den richtigen Satz hundertmal zu schreiben, richtete ich einige Worte an Herrn Otto.
Unter anderem fielen Sätze wie:
„Ich selbst habe ja jahrelang in Latein unter ihnen gelitten.“
„Sie haben ihre Lieblingsvokabel „vexare“ – für die Nicht-Lateiner „quälen“ – gelebt und immer authentisch rübergebracht.“
„Ich werde nie vergessen, wie sie sich mit Truman um einen Stuhl geprügelt haben, die Drei-Sekunden-Regeln, nach der man sie innerhalb von dre Sekunden zurückschlagen durfte, wenn sie uns geschlagen haben oder ihre diskriminierenden, sexistischen und sonstwie verletzenden Äußerungen. Aber keine Bange – Wir wissen ja alle, dass das alles genau so gemeint war, wie sie es gesagt haben.“

Das klingt vielleicht jetzt fies. Aber so ist er gar nicht. Man muss mit seiner Art klarkommen, natürlich. Aber er meinst es nicht so, das ist nur sein Humor.

Dann gab uns Frau Drama noch Tipps, was wir hätten verbessern können (typisch Darstellendes-Lehrerin^^) und ich wurde von mehreren Lehrern nach den sexistischen Äußerungen gefragt^^ (aber nicht so ernst, sondern eher so, dass sie sich drüber amüsieren wollten).

Danach ging es wieder ins Lehrerzimmer und The Whale – schmiss uns raus.

Ziemlich deutlich sogar. Anfangs sagte sie noch, dass wir jetzt nach Hause wollten (witzig, da Luna sowieso abgeholt werden musste und das frühestens eine Stunde später – wegen der Krücken -.-), dann, dass sie das „unter ihnen“ „im kleinen Kreis“ gerne weiterführen würde. Ahja.

Hätte ich verstehen können, wenn es dann um dienstliche Dinge gegangen wäre. Aber es war einfach nur weitere Verabschiedung, ein umgeschriebenes Lied für Herrn Otto, ein Loriot-Sketch von Frau Neon und Mr. Suit – und Herr Otto meinte zuvor zu uns, wir könnten gerne bleiben (später meinten auch andere Lehrer, sie hätten nicht verstanden, warum wir denn gehen mussten…). Mitbekommen haben wir trotzdem alles, da wir von draußen, wo wir dann gezwungenermaßen warteten, exzellent hören konnten.

Nach einer Stunde oder auch etwas mehr, kam The Whale auch raus (viele waren schon gegangen und hatten kurz mit uns gequatscht) und zu uns. Und ihr „Mitgefühl“ für Luna, das konnte sie sich dann echt schenken. Als wenn sie da irgendein Mitgefühl gehabt hätte… (es ging darum, dass wir ja soo lange warten müssten, bla)

 

Naja. Diese Schulleiterin weiß einfach nicht, was sie an uns hat.

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Herr Ostreidae, Master of Disaster

Frau Blümchen ist nicht da.

Sie ist nicht krank, sondern schulbedingt nicht anwesend, da sie Praktikumsbetreuung bei ihrem Deutsch-LK machen muss.

Was geschieht nun also mit den drei Wochenstunden Philosophie?
Der Vertretungsplan machte eine klare Aussage: Aufg., das ist die Standardersetzung für f.a., also „fällt aus“. Aufgaben bekommen wir in den allerwenigsten Fällen 😉

Frau Blümchen verkündete aber am Dienstag, dass Herr Ostreidae die Stunden übernehmen würde. Wurde akzeptiert, ein bisschen gegrummelt, aber es waren alle Kursteilnehmer am Mittwoch zur besagten Zeit vor der Tür des richtigen Raumes.

Wir warteten fünf Minuten, wir warteten zehn Minuten. Dann gingen wir, denn Herr Ostreidae ist sonst wirklich immer überpünktlich (und schließt dann manchmal den Ruam auf und setzt sich dann stumm rein, während wir auf Frau Blümchen warten…). Er war auch sonst nirgendwo aufzutreiben.

Am Donnerstag standen wir dann also vor dem Lehrerzimmer, um herauszufinden, ob wir denn nun Unterricht in der Doppelstunde hätten. Auf dem Vertretungsplan wurde das Aufg. durchgestrichen und durch das Kürzel von Herrn Ostreidae ersetzt. Wir fragten nach ihm und dann kam er auch raus, schaute sich leicht verwirrt um und uns an und dann wieder um, bis er uns schließlich fragte, ob WIR denn nach ihm gefragt hätten.
Wir bejahten und brachten unsere Frage vor, mit dem Hinweis, dass gestern ja auch nicht stattgefunden hätte, was er mit einem lapidaren „Und ihr wart alle da? Tja, dann sind wir wohl quitt.“ kommentierte. Dann setzte er uns davon in Kenntnis, dass der Unterricht stattfinden würde, drehte sich um und ging wieder.

(während wir gewartet haben, meinte Elli ja, dass wir ihn ja gar nicht sprechen wollten, sondern eher hofften, dass er nicht da sei, also hätten wir fragen müssen, ob er da sei und dann auf das „Ja, wollt ihr ihn sprechen?“ ein Nein hätten erwidern müssen 😀 )

Die Stunden waren dann auch nicht sehr ergiebig bis darauf, dass ich üben konnte, an der Tafel zu schreiben und den Unterricht zu moderieren (Herr Ostreidae verdonnerte Michelle und mich dazu ;D ), was Luna zu der Aussage brachte, dass ich ja wohl eine gute Lehrerin werden würde, ich hätte das ja schon voll drauf (was sich unter anderem darauf bezog, dass ich geschrieben hab‘ und mich dann nur so halb umgedreht hab und Teresa aufgerufen habe – kann man sich das gerade vorstellen??).
Das Stundenhighlight für mich war aber Teresas Ausruf, mitten in der Stunde:

„Jungs?! Wer von euch hat mein Handy?“, wobei sie die Jungs böse anguckte. Nach ein paar weiteren Fragen nach ihrem Handy gab Timon es ihr dann auch wieder. Herr Ostreidae sagte dazu nichts.

Dafür fragte er Tahmid später, ich habe gar nicht mitbekommen, weswegen, da ich da an der Tafel stand, welche Drogen er denn nehme. Aber es klang nicht scherzhaft, sondern ernsthaft O.o

Anouk sagte später über den Unterricht, dass sie ja sehr selten sage, dass etwas richtig schlecht sei, aber über den Unterricht bei Herrn Ostreidae müsse sie das sagen… Sie hätte sich irgendwann gar keine Mühe mehr gemacht, so zu tun, als würde sie nicht auf ihr Handy gucken.

 

Naja. Das alles macht Herrn Ostreidae noch nicht zum Master of Disaster, zumindest nicht einzig und allein. Denn solange man sich immerhin noch mit den Kollegen versteht, ist alles nicht so schlimm, da werden von anderen Lehrern dann auch Schülergemüter beruhigt oder positive Aspekte an Herrn Ostreidae unterstrichen.
Aber das hat er sich auch verscherzt.
Zwei Geschichten.

Die Erste ist ziemlich kurz: Herr Ostreidae lässt sich im Lehrerzimmer über einen Kollegen aus und verkündet lautstark, dass er sich frage, wie dieser seine Zulassung erhalten habe. In dem Augenblick kommt der Kollege rein…

Die Zweite:

Unsere Schule ist in zwei Gebäuden untergebracht, die einige Straßen auseinanderliegen. Wir sind im Hauptgebäude, im anderen Gebäude sind die fünften Klassen. Dort gibt es natürlich ebenso wie bei uns Kopierer und jeder Lehrer hat ja ein bestimmtes Kopierkontingent (worüber Frau Neon sich ja immer so schön aufregt 😉 ). Da es aber umständlich ist, gab es einen Deal mit der Sekretärin. Man musste einfach eine bestimmte Zahlenfolge eingeben und schon konnte man schwarzkopieren.

Herr Ostreidae hat scheinbar kein Kopierkontingent. Jedenfalls wurde er in dieses Geheimnis eingeweiht. Als er die Ziffernfolge allerdings im Hauptgebäude ausprobiert hat, funktionierte das natürlich nicht. Was macht er?

Er geht zu The Whale und weist sie darauf hin, dass die Ziffernfolge 123 nicht funktioniert. The Whale wusste natürlich von nichts und er erzählte ihr dann alles. Also setzte The Whale sich die Mütze auf, schwang sich auf’s Fahrrad und fuhr rüber. Dort ging sie an den Kopierer, gab 123 ein und schwupps – es funktionierte. Das fand sie natürlich nicht so schön und deswegen funktioniert es jetzt eben nicht mehr.

 

Und Herr Ostreidae hat sich unbeliebt gemacht 😉

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Kina und England

Wir behandeln in Geschichte gerade das nicht abi-relevante Thema China. Wobei Frau Neon das immer Kina ausspricht, eine Angewohnheit, an der sich einige im Kurs sehr stören. Schina und China ist beides gut und schön, aber Kina? Naja… Da merkt man wohl, wo Frau Neon herkommt 😉

Nun haben wir zwei Quellen gelesen, jeweils von einem Chinesen an den/die englische/n König/in geschrieben und zwar im zeitlichen Abstand von uuungefähr fünfzig Jahren. Daraus sollten wir schließen, was in der Zwischenzeit geschehen ist, aber auch, was später passieren wird.

Da ich aber bereits wusste, was passieren würde (die Opiumkriege) und dementsprechend schnell fertig war mit der Aufgabe – und meine Hände an Luna aufwärmte. Und vielleicht ein klitzekleines bisschen quatschte -, wurde mir eine Sonderaufgabe auferlegt: Eine zweite Möglichkeit, wie es weitergehen könnte, zu finden.

Also schrieb ich:

„Queen Victoria könnte sich in den Opium-Handel einmischen und die Vorschläge umsetzen, die Commissioner Lin ihr unterbreitet hat, unter anderem also die Zerstörung von Opium-Plantagen in Indien. Zusätzlich könnte sie finanzielle Hilfe für spezielle Krankenhäuser gewähren, in denen die Opiumsüchtigen von ihrer Sucht geheilt werden können. Um das Bedürfnis nach Opium zu ersetzen werden die Opiumsüchtigen zu einer Sucht nach Schokolade hingeführt. Natürlich keine Sucht nach Milchschokolade (aufgrund der hohen Laktoseunverträglichkeitsrate in China), sondern nach dunkler Schokolade.
Ihr bitterer Geschmack führt aufgrund chemischer Reaktionen im Gehirn zu einer Vebesserung der kognitiven Fähigkeiten. Weil die Engländer die Einzigen sind, die in der Lage sind, mit dieser dunklen Schokolade zu handeln, wird China von England abhängig.
Weil das den Chinesen nicht gefällt, entsenden sie ein Mädchen, Mulan, nach England. Dort stiehlt sie die Geheimnisse der Schokoladenherstellung.

Happy End für China.“

Zu meiner Verteidigung… Es sollte nicht realistisch sein^^

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Suchbegriffe

Mal was anderes: Ich stelle heute mal Suchbegriffe vor, durch die man auf meinem Blog landen kann – warum auch immer 😉

1. lehramtsstudentin rock

– Ähm, bitte was? Was wurde da gesucht? Eine Dame, die mit Nachnamen Rock heißt oder ein passender Rock für Lehramtsstudentinnen (wobei man da wohl eher beim pädagogischen Outfit bei Frau Weh von kuschelpädagogik suchen müsste…). Oder denke ich zu harmlos und es geht um irgendwelche Schweinereien? O.o

2. kalorien muffin aua

– Okay, manchmal ist ein Triple-Chocolate-Muffin schon sehr kalorienhaltig. Das googlet man dann auch besser nicht, sondern genießt ihn einfach. Aber wenn man schon herausgefunden hat, dass Muffins viele Kalorien haben und man davon unangenehm überrascht ist, warum googlet man dann weiter? Oder ich verstehe das Aua falsch und es gibt Aua-Muffins? Vielleicht ist es ja auch eine Abkürzung, das AUA. Absolut Unglaubliche Auberginen-Muffins vielleicht.

Passend dazu ist auch folgende Suchanfrage:

3. buch abnehmen mit muffins

Sucht hier jemand nach jemanden, der ihm ein Buch mit Muffins abnimmt? Hier, gefunden, ich erkläre mich sehr gerne bereit dafür. Oder ist es der Titel eines Buches? Was steht dann da wohl drin? „Wenn sie abnehmen wollen, lassen sie die Finger von Muffins.“. Obwohl, es gibt ja auch so obskure Diäten wie die Schokoladen-Diät, warum dann nicht auch eine Muffin-Diät? Ich erkläre mich dann auch gerne bereit, darüber zu berichten, welche Muffins man dabei essen sollte und welche nicht. Oder so ähnlich ;D

4.wie bekomme ich in englischklausuren eine eins

Lernen.

5. kleines kind ist schwanger

DAS verstört mich wirklich. Vor allem, das geht doch gar nicht… Aaah, ich will nicht darüber nachdenken. Wer sowas googlet hat wirklich kranke Gedanken – oder steckt in einer furchtbaren Situation O.o

6. die klausur war ganz gut

Gratuliere.

7. wie mobbe ich einen dozenten

WTF?! Am besten gar nicht. Der sitzt nämlich am längeren Hebel. Außerdem soll man keine Leute mobben! Pfui.

8. effi schlafmittel

Mir persönlich sagt Effi Briest ja auch nicht so zu, eingeschlafen bin ich deswegen aber nicht. Aber ich kann das durchaus nachvollziehen 😉

 

Dann lasse ich euch mit dieser interessanten Liste zurück. Vielleicht gefällt sie euch ja, dann stelle ich irgendwann nochmal eine zusammen 🙂

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Sonnige Smilestunden

Ich gebe zu, ich mag Ms. Smile. Sehr sogar. Bisher hatten wir sie zwar nur eine Woche á fünf Stunden Englisch und haben in einer Stunde besprochen, was nun vor uns liegt und in den beiden anderen Stunden einen Film (wobei die Technik auf Anhieb funktioniert hat, was Ms. Smile dann mit „Das explodiert bestimmt gleich.“ kommentiert hat. In unserer Schule funktioniert Technik doch nicht einfach so, ohne Weiteres 😉 ) geguckt.

Aber es macht einen vertrauenswürdigen Eindruck, das alles. Ich bin froh drüber…

Den Film, den wir geguckt haben, heißt „A time to kill“, auf deutsch (glaube ich zumindest) „Die Jury“ und es geht natürlich um den amerikanischen Süden beziehungsweise um Rassismus. Aber vor allem – meiner Meinung nach – um Gerechtigkeit.

Kurz zum Inhalt:
Zwei weiße Männer vergewaltigen die zehnjährige Tonya Hailey (die dunkelhäutig ist). Ihr Vater, Carl Lee Hailey, erschießt die beiden Männer im Gericht, als sie auf dem Weg zu ihrer Verhandlung sind, weil er befürchtet, dass sie wieder freigelassen werden könnten. Er wird verhaftet und vor Gericht gestellt. Sein Anwalt ist der Weiße Jake Brigance, der versucht, ihn freisprechen zu lassen. Brigances Gegenspieler ist der Staatsanwalt Buckley, der einen hohen Posten anstrebt und sich mit diesem Fall profilieren möchte.Der Fall erregt enormes öffentliches Interesse und die verschiedensten Menschen messen ihm große Bedeutung bei, beispielsweise die NAACP oder, als krasser Gegensatz, der Ku Klux Klan.

Wie der Film ausgeht, das verrate ich euch nicht, ich fand ihn jedenfalls sehr sehenswert. Ich möchte hierzu gerne Lorena zitieren, die meinte, dass das der interessanteste Film sei, den sie je in der Schule geschaut habe.

Was Ms. Smile noch sympathischer macht, ist zum Einen die Tatsache, dass sie für nächste Woche einen Kinobesuch für ihre Kurse anbieten („Django“, sie meinte, sie könne das ja unmöglich als Unterrichtsinhalt verkaufen, was sollte sie denn sagen, wenn The Whale fragen würde, wer denn dieser Tarantino sei. Es käme vielleicht nicht so gut, wenn sie ihr dann von „From Dusk til Dawn“ erzählen würde… 🙂 ), an dem ich leider nicht teilnehmen werde, da es an einem Donnerstagabend ist. Und donnerstags bin ich ab diesem Jahr viereinhalb Stunden in der Halle – I ♥ Karate.
Und natürlich, dass sie, als ich am Dienstag Muffins mithatte und sie verteilt hab, nach der üblichen Frage („Hast du Geburtstag?“) meinte: „I’m glad you’re in my class.“

Ich bin also zufrieden mit der jetzigen Lösung, obwohl es natürlich so ist, dass Ms. Smile jetzt mehr Stunden hat und darunter eben zwei LKs. Dazu haben Herr Ostreidae und Frau Blümchen in der Philosophiestunde ja ein interessantes Gespräch geführt, von wegen Überlastung…

Aber egal, daran will ich gar nicht denken. Ich freue mich einfach, dass es ist, wie es ist und es wird sowieso alles gut 🙂

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Kindgerechter Biounterricht

Manchmal habe ich ja in meinem Jahrgang schon das Gefühl, im Kindergarten gelandet zu sein. Aber das ist ja normal, wenn Menschen dauernd aufeinanderhocken müssen, die sich während ihrer Freizeit einfach aus dem Weg gehen können und das auch liebend gerne tun.

Scheinbar ist Herr Fabulant nun auch dieser Auffassung, anders kann ich mir das kaum erklären (mal abgesehen davon, dass er ein wenig aufgebracht ist, weil die Exkursion vor den Weihnachtsferien so wenig Anklang gefunden hat… Aber mal ehrlich, wer läuft denn freiwillig im Dezember in so einem komischen Wald rum? Mein Biokurs sicher nicht… Aber Timon und ich haben uns ja sowieso elegant herausgehalten, indem wir unser Kaffeetrinken mit Herrn Frettchen (das war in seiner letzten Stunde bei uns) als Englischleistungskursausflug dargestellt haben. War es ja auch, irgendwie).

Er kam nämlich rein und verteilte Sachen zum Ausschnippeln. Es war eine Art Memory mit Begriffen aus der Biologie und den dazugehörigen Definitionen. Leider scheiterte dieses Belustigungsprogramm an der Tatsache, dass keiner, wirklich keiner, eine Schere dabei hatte. Herr Fabulant versuchte, welche im Sekretariat zu organisieren, aber das blieb erfolglos.

Also mussten wir uns anders beschäftigen und wiederholten ein wenig den Stoff von vor den Ferien.

Natürlich machte er dabei wieder von seinem ganz besonderen Aufrufsystem Gebrauch. Irgendein Unglücklicher muss eine Zahl zwischen eins und hundert nennen (wahlweise auch zwischen eins und zehn usw. – dann zählt er ab irgendjemanden die Leute durch und bei der genannten Zahl angekommen, der ist dann halt dran) und Herr Fabulant überprüft dann, wer diese Ziffernfolge als Erstes in seiner Telefonnummer im Kursheft hat…

Merkwürdigerweise kommen aber immer die gleichen dran, Timon und ich beispielsweise so gut wie nie…

Danach wurde es dann aber wieder ganz kindgerecht, da haben wir nämlich einen Ausschnitt aus einer Peter-Lustig-Sendung gesehen. Zum Thema Klärwerk.

Dabei fällt mir gerade ein, dass ich dieses Memory noch ausschneiden muss… War dann nämlich Hausaufgabe. Also verabschiede ich mich nun und mache mich auf die Suche nach einer Schere 😉

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Wieder Schule und ein Sieg

Heute war wieder Schule angesagt. Absolut erfreulich, natürlich, wer freut sich da nicht drüber?

Aber es war eigentlich ganz gut.

In der ersten Stunde hatten wir Geschichte und sollten Flüsse malen. Also nicht irgendwelche Flüsse, sondern wir sollten die Biografien von Menschen aus der DDR-Zeit als Flüsse darstellen. Ich glaube, Frau Neon sind die Ferien nicht so gut bekommen…

Dann gab es Berufsberatung und allgemeines Chaos, weil niemand irgendetwas wusste (ob wir dahin sollen und wenn ja, ob ein oder zwei Stunden…) und der Herr von der Berufsberatung war, glaube ich, ein wenig am Verzweifeln. Aber etwas Sinnvolles haben wir dabei sowieso nicht gelernt. Das Thema war Zeitmanagement und wir haben gelernt, dass man Prioritäten setzen soll… Etwas ganz neues.

Und dann… Dann hatten wir ENGLISCH. Bei MS. SMILE. OHNE den anderen EnglischLK!

Ich bin vor Freude fast im Quadrat gesprungen, das könnt ihr mir glauben 😉

 

In Darstellendes habe ich mich dann aber ein bisschen blamiert. Wir mussten einen inneren Monolog aus Frühlings Erwachen von Wedekind vortragen und ich hab’s total versemmelt. Trotz Probe vor dem Lehrerzimmer 😉 Naja, man kann nicht alles haben und eigentlich lief der Tag doch ganz gut.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und verabschiede mich in die Küche, Muffins backen, aus Freude über die Nicht-Zusammenlegung 🙂

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