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Wenn Eltern in den Kindergarten gehören

Und das selbst, wenn sie Kinder im Grundschulalter haben…

Es geht um Linnea beziehungsweise um ihre Klasse und die dazugehörigen Eltern.

Da gibt es Gezicke unter den Eltern – wobei ich fairerweise eher „unter den Müttern“ schreiben müsste -, da glaubt man gar nicht mehr, dass es sich um erwachsene Menschen handelt.

Womit alles angefangen hat? Wahrscheinlich mit der Wahl zum Elternsprecher. Normalerweise ein recht unbeliebter Job und dementsprechend möchten auch nicht viele diesen machen. Bei Linnea wurden es dann die Mama von Lucy, einer der besten Freundinnen von Linnea (wobei Linnea einige beste Freundinnen hat. Sie ist eben ein absolutes Harmoniebündel mit Sonnenscheinfaktor) und die Mama von Samuel (mit dem Linnea auch gut befreundet ist). Wer noch mitmischt ist die Mutter von Hanni und Nanni. Letztere sind, unschwer zu erkennen, Zwillinge und ebenfalls dick mit Linnea befreundet.

Wie das nunmal so ist, färben die Sympathien und Antipathien der Eltern auch manchmal auf die Kinder ab, vor allem, wenn diese etwas nachplappern, was sie zu Hause aufgeschnappt haben.

Lucys Eltern leben getrennt und lassen keinen Elternabend aus, um sich öffentlich anzugiften. Die Kleine lebt hauptsächlich bei ihrer Mutter. Früher lebten sie alle zusammen mit Lucys Oma in einem Haus. Wohlgemerkt, der Mutter von Lucys Vater. Dann zog der Vater aus und später auch Lucys Mutter samt Tochter. Und wer zog in die Wohnung ein?

Samuel samt Familie.

Nun feierte Samuel seinen Geburtstag und Lucy war nicht eingeladen, meinte aber, „dass sie ja sowieso jederzeit zu ihrer Oma könne“. Ein böser Fehler, denn die niederschwelligen Zickereien, die in Linneas Klasse herrschten, traten ans Tageslicht, was sich schließlich darin äußerte, dass Hanni Lucy als „freundelos“ bezeichnete. Lucy nahm sich dies verständlicherweise zu Herzen und saß einen ganzen Nachmittag weinend zu Hause.

Da schaltete sich Lucys Mutter scheinbar ein und stellte Hanni ein Bein. Ja, richtig gelesen. Die Mutter stellte dem Kind ein Bein. Morgens im Klassenzimmer, denn Lucy wird jeden Morgen von ihrer Mama in den Klassenraum geleitet und die Mutter bleibt solange da, bis der Unterricht anfängt. Naja, jeder wie er mag…

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Die Mutter von Hanni und Nanni „stellte“ Lucy vor dem Klassenraum und drohte ihr lautstark.

„WENN DEINE MUTTER MEINER HANNI NOCH EINMAL EIN BEIN STELLT, DANN STELLE ICH DIR MAL EIN BEIN!“

So laut, dass sogar Linneas weltbeste Klassenlehrerin das hörte, durch die geschlossene Tür hindurch.

Mittlerweile wurden Gespräche geführt. Mit Schulleitung und ohne. Gelöst wurde das nicht wirklich. Demnächst steht der entsprechende Elternabend an und das dürfte spannend werden 😉

Linnea findet das alles gar nicht lustig, denn eigentlich ist sie mit allen gut Freund und nicht bereit sich auf eine Seite zu stellen (was schwer ist. Wenn sie mit der einen spielt, ist die andere beleidigt und deswegen auch gleich die dementsprechende Clique…).

Ich wäre sooo gerne bei dem Elternabend dabei 😉

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Stundenplan und Chaos

So, es ist soweit, das neue – mein letztes – Schuljahr hat begonnen… und zwar furchtbar.

Wir kamen pünktlich zur Schule, zur ersten Stunde, die wie immer um acht beginnen sollte. Ein kurzer Blick auf den Vertretungsplan verriet uns, dass alle Oberstüfler (außer denen, die jetzt neu auf die Schule gekommen sind) in den ersten beiden(oder in den ersten dreien?) Unterricht bei ihrem Erst-LK-Lehrer haben sollten. Soweit, so gut.

Blöderweise wussten wir ja gar nicht, WER denn nun unser Lehrer sein würde! (wir erinnern uns… Frau Rank war schwanger…)

Dafür konnten wir dem Plan unseren Raum entnehmen. Beziehungsweise auch nicht, weil wir doppelt da standen, der andere Deutschleistungskurs aber gar nicht. Wir haben uns den Raum dann aber logisch erschlossen und warteten vor ebendiesem.

Zu neunt.

In unserem Englischleistungskurs sind jetzt noch Teresa, Elli, Anouk, Calvin, Timon, Lorena, Marisa, Luna und ich. Und Tahmid, der fehlte heute aber, weil er noch in Jordanien weilt (Hochzeit und so…).

Damit ergibt sich, dass wir in unserem Deutschleistungskurs nur noch fünf Leute sind. Stimmt so auch. Wir wurden nicht zusammengelegt oder sonst was. Wir sind zu fünft.

Jedenfalls standen wir also zu neunt vor dem Raum. Der Flur leerte sich allmählich und irgendwann standen nur noch wir da. Wie bestellt und nicht abgeholt. Lehrerlos.

Es wurde gewitzelt, dass wir ja uhrzeittechnisch bei Frau Blümchen haben könnten, die käme ja immer zu spät. Oder bei Frau Rank, die käme ja gar nicht erst (woraufhin einige klar und deutlich meinten, dass sie gehen würden, wenn wir Frua Rank wieder hätten). Luna erinnerte an die Paralellen zu der Situation vor den Ferien, als Herr Frettchen einfach nicht kam…

Nun ja. Die Minuten vergingen und noch immer war kein Lehrer in Sicht.

Um halb neun gingen Teresa, Luna und ich dann runter zum Büro von Mr. Suit. Der ist zwar nicht da, aber trotzdem.

Für mich ergab sich da eine Überraschung, denn Herr Otto, mein ehemaliger Lateinlehrer, macht die Vertretung für Mr. Suit. Er konnte uns leider nicht sagen, wen wir denn gehabt hätten. Dafür konnten wir schonmal einen Blick in unsere Stundenpläne werfen. Und was wir dort sahen, war der blanke Horror… doch dazu später mehr.

Inzwischen lief The Whale vorbei und ich fragte sie, wer denn jetzt unser Profil übernehmen würde.

Herr Frettchen.

Gut. Dann wussten wir wenigstens, wer uns versetzt hat.

Frau Schick verteilte uns dann unsere Stundenpläne.

Soll ich euch mal verraten, wie lange ich in der Schule sein darf?

Montags von 8-10:25 Uhr, dann zwei Freistunden, dann eine Doppelstunde Kunst – MOMENT mal, Kunst?! Das hatte ich doch abgewählt?! (steht aber scheinbar bei ziemlich vielen falsch drin), dann um 14:30 Uhr Schluss.

Dienstags von 8:50 bis 12:20 Uhr.

Mittwochs von 8:50 bis 16:10 Uhr.

Donnerstagmorgen in der ersten eine Stunde, dann zwei Freistunden, dann von 10:45 bis 16:10 Uhr.

Freitags von 8 Uhr durchgehend bis 14:30 Uhr.

Soweit wäre das ja noch vertretbar. Aber da fehlt noch etwas.

Spanisch nämlich, das haben die nämlich wieder mal nicht hinbekommen mit der Kommunikation zwischen den Schulen. Spanisch ist zwangsweise am Nachmittag, weil schulübergreifend. Also vier Nachmittagsstunden mehr. Nur wann?

Also ab zu Herrn Otto, fragen. Der schrieb sich das zunächst einmal auf, entschied dann aber, dass wir uns ja selber drum kümmern können und gab Luna und mir die Telefonnummern der jeweiligen Schulen. Juhu.

Dann gab es noch Unklarheiten wegen den Biokursen, die sind nämlich entweder falsch eingetragen oder neu zusammengewürfelt worden. Dummerweise kann man unsere beiden Biokurse nicht neu mischen, weil der andere das Thema, was wir bereits hatten, noch machen muss und umgekehrt. Aber gut, wir werden sehen.

Unser riesiger Pädagogikkurs wurde aufgeteilt. Anouk und ich sind in demselben, allerdings wohl nicht in dem, den Herr Waschbär weiterhin macht. Angeblich wird jemand Neues unseren Kurs übernehmen. Man darf gespannt sein.

Zwischenzeitlich kam auch Frau Rock, Lunas Biolehrerin, vorbei und meinte fröhlich: „Das Schuljahr fängt an, wie es aufgehört hat – mit Luna vor dem Lehrerzimmer!“

Auch Herr Frettchen kam irgendwann.

Ich: „Herr Frettchen, wir hätten Sie eben gehabt – Profilleiterunterricht in den ersten beiden Stunden.“
Herr Frettchen: „Ach, behalte ich euch? Das war Freitag noch nicht ganz klar.“

Oh mann. Diese Schule kennt das Wort Organisation auch nur aus dem Fremdwörterlexikon, oder?

Er meinte dann aber, er würde dann aber morgen zu den beiden Englischstunden kommen.

Teresa meinte daraufhin: „Ähm danke.“, sah mich mit großen Augen an, „Diese Schule kennt auch keine Arbeitsmoral…“

Nun waren die ersten beiden Stunden um und wir hatten noch eine Stunde Unterricht in unserem zweiten Leistungskurs. Also Deutsch bei Frau Neon.

Wir haben beschlossen, dass wir eine Wochenendfahrt nach Weimar machen werden, darauf freue ich mich schon. Und sie meinte, sie würde uns in Anbetracht unserer Kursgröße und Stundenpläne wohl keine Hausaufgaben aufgeben und freute sich darüber, dass wir ihr Kopierkontingent nicht sehr belasten würden.

Nach dieser Stunde hatten wir dann Schluss und ich fuhr bei der Schule, in der wir Spanisch haben, vorbei, um mich vor Ort zu erkundigen, engagiert und motiviert, wie ich bin…

Nun ja, was soll ich sagen.

Zu den schon aufgeführten Stunden kommen Montags ab 14:45 Uhr und Mittwochs ab 16:25 Uhr noch jeweils zwei Stunden Spanisch hinzu. Ich darf mich also beamen, innerhalb von fünfzehn Minuten von einer Schule zur anderen. Mit dem Fahrrad komme ich dann vielleicht nur fünf Minuten zu spät, das ist gar nichts, letztes Schuljahr überschnitten sich meine Stunden ja und ich durfte immer eine Viertelstunde zu spät kommen. Aber wenn ich mal Bus fahren sollte… Da kann ich schon fast die erste Spanischstunde knicken.

 

Jetzt darf ich übrigens mein Leben umplanen, danke, liebe Schule.

Und Mr. Suit behauptet noch, wir bekämen dieses Schuljahr einen besseren Stundenplan…

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Zu weit gegangen.

Ich habe Señor Enano noch nie so wütend erlebt.

Schuld daran war Judith. Wir mussten Kurzvorträge über die comunidades autónomas halten, jeder über eine. Ich habe meinen Vortrag über das Baskenland als Erste gehalten. Heute waren Ilvy und eben Judith dran. Ilvy mit Extremadura und Judith mit Cataluña, also Katalonien. Judith war die Erste der Beiden. Sie schlug sich recht wacker, bis Señor Enano sie verbesserte. Das macht er bei jedem, natürlich, denn es ist ja seine Aufgabe, uns Spanisch richtig beizubringen. Bei Vorträgen hält er sich damit auch zurück und greift nur bei groben Fehlern ein. Aber das auch bei jedem. Das hat er auch bei mir gemacht.

Auf diese Verbesserungen reagierte Judith schon empfindlich und meinte zu Señor Enano, dass er sie doch bitte nicht unterbrechen solle. So führte Judith dann ihren Vortrag auch zu Ende. Als dann eine Nachfrage kam, nämlich die, was „árabe“ denn sei, er habe das nicht ganz verstanden (von Ilai), kam es zu der Vorstufe des größten Wutausbruchs von Señor Enano bisher… Aber der Reihe nach.

Judith sollte anworten. Auf Spanisch. Sie fragte, ob sie es nicht auf Deutsch machen könne und Señor Enano meinte (auf Spanisch), dass sie es doch probieren sollte. Da kam dann, mit einer kurzen Pause, während der Judith auf ihre Karteikarten guckte, von ihr ein genervtes „Oah, Macker!“.

Señor Enano bezog das auf sich und regte sich ziemlich darüber auf. Judith entgegnete, dass sie es nicht gut fände, vor dem Kurs so heruntergemacht zu werden und dass Señor Enano ja nicht die ganze Zeit sagen müsste, wie schlecht sie sei (hat er eigentlich gar nicht, aber gut…). Dann antwortete sie auf Ilais Frage und das mit ziemlicher Unkenntnis und somit auch falschen Antworten. Unter anderem verwechselte sie erst Andorra mit Aragón und behauptete dann, dass in Aragón Arabisch gesprochen würde (natürlich wird da Spanisch gesprochen). Das verbesserte Señor Enano wieder, woraufhin Judith sich darüber aufregte und meinte, dass sie das ja nicht alleine gemacht hätte, dass sie das alles hätte gegenlesen lassen und so weiter. Dass das so im Internet stünde und sie es so herausgefunden habe…

Aber das alles war noch harmlos. Relativ.

Judith setzte sich hin (sie saß direkt hinter mir) und begann zu weinen.

Señor Enano meinte zu ihr, dass er es nicht in Ordnung fände, dass sie jetzt weine, weil er ja nur sachliche Kritik geäußert habe.

Jedenfalls ging dann die Stunde weiter und ich hörte die ganze Zeit das Schluchzen hinter mir. Ein ziemlich doofes Gefühl, muss ich sagen.

Ilvy hielt ihren Vortrag, las dabei aber etwas von ihren vorbereiteten Zetteln ab, was Señor Enano kritisierte und anregte, für das nächste Mal doch ein Plakat zu machen und sich dadurch die Redeanregungen zu holen.

Da meldete sich Judith zu Wort, sie hätte ja gestern Abend kein Plakat mehr kaufen können, weil sie ja mit ihrem Musikkurs weggewesen sei und erst um zwei Uhr nachts nach Hause gekommen sei und sich dann noch hingesetzt hätte, um ihr Referat zu machen. Eigentlich hätte sie das ja mit Powerpoint machen wollen und hätte Señor Enano deswegen auch gestern noch eine E-Mail geschickt…

Gestern. Gestern.

Dass wir Vorträge halten sollen, wissen wir seit einem Monat. Warum „musste“ sie das dann gestern machen?

Dann diskutierten Señor Enano und sie miteinander. Darüber, dass sie sich heruntergemacht fühle und ungerecht behandelt und dass sie eben ein Problem mit Spanisch habe. Dass sie es gemein fände, wenn er sie direkt auf ihre Fehler hinweist, das könnte man ja auch nach dem Vortrag machen. So etwas eben.

Señor Enano konterte damit, dass er meinte, sie könne das Referat gerne noch einmal mit der Powerpoint machen, das sei kein Problem. Und dass die Sätze, so wie Judith sie gebildet hatte eben keinen Sinn ergeben hätten. Und dass er ja nur bei den drei schwerwiegendsten Fehlern eingegriffen hätte und nicht bei den fünfundzwanizig anderen.

Das kam natürlich bei Judith extrem schlecht an und sie beschwerte sich, dass er sie vor der ganzen Klasse bloßstellen würde und sagen wolle, dass sie voll schlecht sei, worauf Señor Enano sie darauf hinwies, dass sie es doch gerade provoziere.

Sie meinte, sie wolle sich nicht mit ihm streiten, aber … Er sagte, dass sie es gerade tue.

Und dann irgendwann kam der Punkt, an dem sie etwas sagte und er anfing, etwas zu erwidern und sie ihm dann ins Wort fiel. Señor Enano rastete aus.

„Jetzt halt doch mal den Mund, Judith! Ich will jetzt kein Wort mehr von dir hören! RAUS! Geh nach Hause!“

Seine Hände zitterten extrem stark vor Wut, während er dies schrie. Judith setzte zu einer Erwiderung an, doch brachte nur ein paar Worte heraus, ehe Señor Enano reagierte.

„Raus! Und jetzt kein Wort mehr, sonst zieht das noch einen blauen, grünen oder gelben Zettel nach sich!“

Ein solcher Zettel ist eine Benachrichtigung an die Eltern. Drei davon und du riskierst einen Schulverweis oder zumindest eine Suspension vom Unterricht.

Jetzt setzte Judith dazu an, sich zu entschuldigen, doch Señor Enano hörte ihr nicht mehr zu.

„RAUS!“

Und Judith ging mit den Worten „Wie kann man nur so herzlos sein?!“ und knallte die Tür hinter sich zu. Wir hörten, wie sie draußen anfing, zu schluchzen. Es klang jämmerlich.

Señor Enano schien beinahe neben sich zu stehen. Er hielt uns übrigen Schülern noch kurz eine Predigt, dass er so etwas nicht dulden könne, auch wenn es mit noch so viel Weinen einherginge. Dann beendete er den Unterricht mit den Worten:

„Die Vorstellung für heute ist vorbei.“

Auf der Treppe im Eingangsbereich fanden wir Judith dann, völlig aufgelöst. Wir versuchten dann ein wenig, sie zu trösten, sie zur Vernunft zu bringen, denn das wäre ja alles nicht passiert, wenn sie nicht unbedingt so mit ihm hätte diskutieren wollen. Ilvy, Tahmid und Lena gingen zu Señor Enano, um mit ihm darüber zu sprechen, Federica, Solange und ich blieben bei Judith.

Ich glaube nicht, dass Señor Enano sehr nachtragend ist. Er meinte, es sei für ihn nun abgehakt und hat sogar das Angebot erneuert, dass Judith ihren Vortrag noch einmal mit Powerpoint halten dürfe. Das ist doch echt nett von ihm, oder?

Trotzdem… Die Situation war furchtbar…

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Das Elend mit der Facharbeit Teil II

Kommen wir nun zum Sonntag. Eigentlich ja ein schöner, freier, entspannter Tag… nun, für mich war er es auf jeden Fall nicht.

Wir wollten uns um halb elf treffen, beziehungsweise wollte Teresa mich um halb elf abholen. Ich bin ja immer mit dem Fahrrad unterwegs, aber Teresa wohnt etwas abseits… so abseits, dass ich da im Dunkeln nicht gern nach Hause fahren möchte… also habe ich mich eben mit dem Auto abholen lassen. Die Ansage war ja auch „Wir arbeiten, bis es fertig ist und wenn’s sein muss, bis vier Uhr morgens“(haben wir dann nicht gemacht, aber dazu später…).

Also war Teresa um halb elf bei mir und hat mich abgeholt. Vom Auto aus haben wir dann Nina angerufen, um zu fragen, ob wir sie gleich mitnehmen sollen. Ich habe nicht mit ihr gesprochen, aber Teresa meinte, sie hätte sehr verschlafen geklungen und gesagt, sie käme später.

Die Frage ist ja, wann ist später?

Bei Teresa haben wir uns dann wieder ihrem Text gewidmet, ich hatte meinen auch noch etwas überarbeitet und gemeinsam haben wir den philosophischen Teil, der ja als gemeinsamer Text gedacht war, geschrieben.

Um 15 Uhr war Nina immer noch nicht da.

Wir haben dann versucht, sie zu erreichen, per SMS und Anruf, vergeblich. Bis ich sie dann von meinem Handy aus angerufen und erreicht habe. Sie sagte, sie arbeite an ihrem Teil und fragte, ob es in Ordnung wäre, wenn sie um 16 Uhr käme. Ich sagte etwas fassunglos ja, denn eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass sie eben ein wenig später kommt, weil sie verschlafen hat oder so… Aber nein.

Teresa und ich arbeiteten also weiter, schrieben vorsichtshalber schon einmal Stichpunkte für Ninas Thema auf und recherchierten in die Richtung.

Um 16 Uhr, die Zeit, zu der Nina ja kommen wollte, klingelte das Telefon. Teresa ging ran.

Ich konnte mir schon denken, wer der Anrufer beziehungsweise eher die Anruferin war… Ihr sicher auch.

Nina. Sie sagte, dass sie das nicht schaffe mit ihrem Teil, dass sie nicht mehr kommen würde, dass es ja sowieso am Ende Einzelnoten für das Produkt gibt. Und Teresa rastete aus und faltete sie erst einmal am Telefon ordentlich zusammen. Den Inhalt dessen, was da gesagt wurde, möchte ich lieber nicht wiedergeben. Es war nicht sehr nett, ebensowenig, wie die Worte Teresas danach nett waren. Wenn Worte töten könnten…

Jedenfalls kam Nina dann ungefähr eine halbe Stunde später. Wir sahen uns ihren Text (denn sie hatte tatsächlich einen) an und kritisierten – Teresa nicht ganz so konstruktiv, ich versuchte, Verbesserungsvorschläge an einigen Stellen anzubringen – ihn, ebenso, wie wir es zuvor auch mit unseren Texten getan hatten.

Nina zumindest hatte nach kurzer Zeit die Nase voll, speicherte ihren Text auf meinem USB-Stick, packte ihre Sachen und wollte gehen. Sie wollte gehen!

Teresa stellte sich in die Tür, sodass sie nicht hinauskonnte.

„Nina, du hast mich noch nie sauer erlebt. Aber wenn du jetzt durch diese Tür gehst… “

Ich nahm Nina in den Arm, denn sie weinte. Ich glaube, sie hatte das Gefühl, alles falsch zu machen und dass wir denken würden, alles sei prinzipiell schlecht, nur weil es von ihr käme…

Zumindest haben wir sie überzeugt, zu bleiben und weiterzuarbeiten. Denn schließlich zählt auch der Gesamteindruck vom Produkt und natürlich die Tatsache, inwiefern wir als Gruppe zur Zusammenarbeit fähig waren.

So arbeiteten wir noch eine Weile weiter, bis absehbar war, dass es zu nichts mehr führte, einfach, weil man nach zwölf Stunden Arbeit nicht mehr so frisch ist. Also beschlossen wir, einen Schnitt zu machen und notgedrungen am nächsten Tag – Montag – unser Produkt fertigzustellen. Gesagt, getan.

Zuhause habe ich dann noch einen Teil von Ninas Text geschrieben, damit wir wenigstens irgendeine Grundlage hätten, sollte Nina nicht kommen (denn das habe ich echt befürchtet).

So verbrachte ich meinen Sonntag…

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Weiteres Geranke

Hier mal ein kleines Update, wie’s denn so ausschaut mit Frau Rank.

Nun ja. Gestern hat sie Tahmid erst einmal des Plagiierens beschuldigt, er ist – trotz Verbots – rausgegangen, zu unserem Oberstufenleiter. Drei Punkte auf den Vortrag (=Klausurersatzleistung!)… Hui.

Den genauen Gesprächsverlauf kenne ich natürlich nicht, aber scheinbar hat unser Oberstufenleiter Tahmid recht gegeben. Gestern noch.

Und was ist heute?

Frau Rank fehlt. „Krank“. Am Tag unserer Facharbeitsabgabe. Und morgen ist sie auch nicht da… Schon seltsam.

Luna hat heute samt ihrem Bioleistungskurs mit Frau Rock über Frau Rank gesprochen. Dasselbe haben wir dann auch in Geschichte getan.

Die Punkte wurden zusammengetragen:

– Nichtverständnis ihrer Benotung der Vorträge (größtenteils im 7/8-Bereich)

– Das Gefühl, nicht gut auf’s Abitur vorbereitet zu werden

– Das Problem, dass sie uns Informationen erst viel zu spät gibt

und noch einige weitere.

Im Kurs herrschte größtenteils Konsens darüber. Bis dann die Breitseite von Lorena und Elli kam.

„Später müsst ihr auch mit allen Leuten klarkommen.“

Sicherlich nicht. Mit allen muss man nie klarkommen. Man kann sich aus dem Weg gehen, so gut es geht. Und diese Menschen haben meist nicht so einen großen Einfluss auf das spätere Leben, wie Lehrer. Lehrer haben unheimlich viel Macht… (sinngemäß sind die letzten Worte die Worte von Frau Schick am Freitag)

„Ihr macht das doch nur, weil sie euch schlechte Noten gegeben hat.“

Ach so. Und dass sie dagegen sind, mit Frau Rank zu sprechen, hat garantiert nicht mit Ellis zehn Punkten im Vortrag zu tun, richtig?

Und noch einige andere Sätze mehr… unter anderem fielen Beleidigungen gegenüber Tahmid. Und das soll man ernst nehmen?

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Regenbogenmuffins und zu viel zu tun

Regenbogenmuffin mit ZuckergussHeute war ein ganz normaler Montag. Was gleichbedeutend ist mit: Heute war ein schrecklich langer, stressiger Tag. Nächste Woche müssen zwei Vorträge fertig sein, die dann gehalten werden sollen, samt Powerpoint und allem Drum und Dran. Eine davon wird als Klausurersatzleistung gewertet. Außerdem „darf“ ich eine Stadtansicht von oben mit Fluchtperspektive zu nächstem Montag zeichnen – natürlich ebenfalls mit Wertung. Dazu noch die üblichen Hausaufgaben, die Projektarbeit, die schließlich ins Abi zählen soll, und das Leben außerhalb von Schule.

Das wird eine interessante Woche.

Da morgen (Valentinstag 😀 ) ein süßes und knuffiges Mädel ihren Geburtstag begeht, habe ich mich eben in die Küche begeben und gebacken. Herausgekommen dabei sind Regenbogenmuffins, wie man auf dem Bild  sehen kann. Diesmal habe ich an’s Fotografieren gedacht 😉

Ob sie mir gelungen sind, kann ich erst morgen verraten, gut aussehen tun sie zumindest (und geduftet haben die! Herrlich *-* ).

Auf den morgigen Tag freue ich mich. Sehr viele Fächer, die ich mag, und lang ist der Dienstag mit sieben Stunden auch nicht wirklich. Meine Schultasche wird leichter sein als heute. Warum beginnt die Woche nicht einfach mit dem Dienstag? Das wäre doch eine Idee.

Ich wünsche einen wunderschönen Tag.

Sunshinemuffin

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