Schlagwort-Archive: Deutsch

Die Sache mit der Fächerwahl

Ja, also, nachdem sich jetzt einige gewundert haben, dass ich so viele Stunden habe… hier die – eigentlich ganz einfache – Erklärung. Ich studiere auf Lehramt, ja. Dass ich Deutsch und Mathe studiere, hat sich hier ja schon deutlich abgezeichnet. Allerdings ist das nicht alles – ich habe mir gleich zu Beginn ein Drittfach angelacht. Ich studiere neben Deutsch und Mathematik eben auch noch Englisch.
Klar, das klingt ziemlich verrückt und überehrgeizig. Aber ich wollte mich von Vornherein nicht mit zwei Fächern zufrieden geben und habe einen Antrag für das Drittfach gestellt. Der wurde, lustigerweise, genehmigt.
Lustigerweise, weil ich ständig Leute treffe, die mir erzählen, dass das gar nicht möglich sei, was ich da mache. Tja… Ich würde sagen, ich mache es einfach trotzdem.
Ihr dürft mich jetzt gerne für verrückt halten…

Mein Stundenplan setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Mathe: Insgesamt 8 bzw. 10 SWS, verteilt auf zwei Module: Lineare Algebra (4 SWS Vorlesung und 2 SWS Übung) und Geometrie mit Computertechnik (2 SWS Vorlesung und 1 SWS Übung(d.h. die findet eben nur 14tägig statt)).
Deutsch: 18 SWS verteilt auf drei Module: Mittelhochdeutsch 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Grammatikkurs und 2 SWS Übung), Sprachwissenschaft 6 SWS (4 SWS Vorlesung, 2 SWS Übung) und Literatur 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Kurs zum Wissenschaftlich Arbeiten, 2 SWS Übung).
Englisch: 4 SWS, verteilt auf zwei Module: Englische Grammatik und Vokabular mit je zwei SWS.
Pädagogik: 4 SWS, davon sind 2 SWS Vorlesung undd 2 SWS Praktikumsbegleitung(was ich rein theoretisch nicht brauche, weil ich ja keines mache, aber das Belegen ist zumindest Pflicht – die Anwesenheit nicht. Aktuell muss ich da noch hin, um meine Reflexion zum FSJ angemessen schreiben zu können, aber danach…).
Also habe ich je nach Woche 34 bis 36 Stunden.

Deutsch habe ich in diesem Semester so viel, weil ich dann im nächsten Semester da kürzer treten will, d.h. nur ein Modul belegen möchte, um mehr Zeit für Englisch zu haben.
Viel sind in diesem Semester auch und vor allem die Übungen. Die werden mit der Studienzeit weniger, dafür gibt es dann Seminare o.Ä. .
Es ist im Prinzip wirklich nur dieses eine Semester – und eventuell das nächste -, das bei mir so voll ist.
In fast allen Modulen muss ich eine Klausur am Ende schreiben (bis auf Pädagogik, da ist es die Reflexion, die ich ja, sobald ich die genauen Anforderungen habe, schreiben und abgeben kann).

Außerdem habe ich Angst vor den ganzen Durchfallquoten, die uns um die Ohren gehauen werden. Wenn ich jetzt mehr mache, dann habe ich mehr Zeit, später etwas nachzuholen – so mein Gedankengang.
Klar, das ist viel. Und natürlich ist das nicht einfach. Aber es ist ein begrenzter Zeitraum (ein Semester, also bis Februar quasi – das sind nicht mal mehr vier Monate) und ich lerne daraus etwas für den Bau von zukünftigen Stundenplänen… und dass ich nun wirklich nicht überall immer hin muss.

15 Kommentare

Eingeordnet unter Muffins Studienzeit

Lieblingswort

Ich habe ein neues Lieblingswort. Es ist ein Wort aus dem Mittelhochdeutschen. Es klingt ziemlich lustig. Seid ihr bereit?
Hier kommt es:
Ouwe
Ich wünschte, ihr könntet mich hören, wenn ich dieses Wort ausspreche. Ich bekomme spontan gute Laune davon.
Dieses Wort kenne ich aus dem „Armen Heinrich“ von Hartmann von Aue. Es kommt gleich im Prolog vor:
„Ein ritter sô gelêret was
daz er an den buochen las
swaz er dar an geschriben vant;
der was Hartman genant,
dienstman was er ze Ouwe.“
Klingt das nicht faszinierend?
Ouwe ist im Übrigen das mittelhochdeutsche Wort für „Aue“.
Ich finde Mittelhochdeutsch ziemlich spannend. Dabei wurde mir schon gesagt, dass das einer der Kurse sei, die mich „ziemlich schnell zum Kotzen bringen“ werde. Noch ist das nicht der Fall, noch freue ich mich auf die Veranstaltungen dazu. Aber vielleicht ändert sich das ja noch?
Wenn ich mich für einen Kurs entscheiden, den ich zu meinem „Lieblingskurs“ küren müsste, dann wäre es Mittelhochdeutsch.
Natürlich ist das nicht unbedingt etwas, was ich später im Unterricht behandeln werde (beziehungsweise höchstens mal am Rande), aber von dieser Vorstellung soll man sich im Studium sowieso verabschieden. Nicht umsonst wurde uns gesagt, dass wir, wenn wir glaubten, dass wir im Studium das behandeln würden, was wir später im Unterricht brauchen würden. Außer vielleicht Pädagogik.
Es wäre ja auch langweilig, nur das wiederzukäuen, was wir bereits einmal gelernt haben 😉

3 Kommentare

Eingeordnet unter Muffins Studienzeit

Schnellchen II

Deutschunterricht in der sechsten Klasse. Es wird eigenständig gearbeitet. Einer der Schüler muss Worte finden, die sich auf vorgegebene Worte reimen.
Er fragt mich um Rat, weil ihm kein Reim auf „Hose“ einfällt. Ich gebe ihm einen Hinweis:
„Überleg‘ doch mal, denk‘ an eine Blume…“
„Eine Tulpe!“
„Nee, das reimt sich doch nicht. Eine rote Blume…“
Sein Gesicht erhellt sich und er meint fröhlich: „Orchidee!“

3 Kommentare

Eingeordnet unter Muffins FSJ

Abiturientin in spe

Das bin ich wohl immer noch. Mr. Suit hat uns sowohl in seiner E-mail als auch heute bei der Abholung der Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfungen als „Abiturientinnen und Abiturienten in spe“ angesprochen.
Heute sollten/mussten wir nämlich zu dem eben erwähnten spannenden Anlass in die Schule kommen. Der Termin war um 12:30 Uhr in unserer Aula. Wer (bisher) nicht bestanden hat und sich nachprüfen lassen muss, um das Abitur zu bestehen, wurde bereits gestern telefonisch informiert und hatte heute ein persönliches Gespräch mit Mr. Suit. Bei unserem Jahrgang, der jetzt tatsächlich noch 47 Mitglieder zählt, sind von diesen persönlichen Gesprächen 11 betroffen. Das ist fast ein Viertel und ziemlich traurig. Da diese elf dann auch beim Termin um 12:30 Uhr nicht dabei waren, können wir sehr genau sagen, um wen es sich dabei handelt. Da die meisten davon allerdings hier kaum Erwähnung fanden, verzichte ich auf eine Auflistung aller.
Einige davon haben auch schon erklärt, dass sie sich nicht nachprüfen lassen wollen.

Bei dem Termin stellte Mr. Suit sich natürlich erst einmal an das eigens herbeigetragene Rednerpult und erzählte eine Menge. Unter anderem fragte er, was „in spe“ denn bedeute, die „alten Lateiner“ müssten das doch wissen. Damit sprach er Luna und mich an, wir antworteten dann auch brav…Ehrlich gesagt fand ich diesen Monolog furchtbar. Ich war den ganzen Tag schon aufgekratzt wie sonst etwas und er zog das Ganze auch noch künstlich in die Länge.

Schließlich rief er uns dann in alphabetischer Reihenfolge auf und wir durften uns die Prüfungsergebnisse abholen.

Ari hat die geforderten 100 Punkte genau erreicht, das ist wirklich eine Kunst für sich. Jobst, der ja zuvor immer betont hatte, dass Timon, er und ich in Konkurrenz um das beste Abitur stünden, hat 1,8. Timon 1,5, ihn hat die Deutschklausur da echt runtergezogen. Die ist allgemein sehr schlecht ausgefallen…

Was Luna hat, das wird sie sicherlich selbst verraten wollen, ich bin aber stolz auf sie 😉

Und ich? Tja…

Dass ich eine Aufgabe in Mathematik gar nicht bearbeitet habe, das wusste ich ja nun schon. Dementsprechend war ich von den elf Punkten, die es dann doch noch geworden sind, sehr positiv überrascht.

In Deutsch hatte ich ja ein gutes Gefühl, als ich sie geschrieben hatte. Das hat sich dann auch bewahrheitet und mit 14 Punkte eingebracht.

Englisch konnte ich vor allem wegen der letzten Aufgabe sehr schwer einschätzen. Dass ich dann auch noch mitbekommen habe, dass Englisch relativ schlecht ausgefallen sein soll und da ich ja wusste, dass diese Klausur auch noch fremdkorrigiert wird (also von jemanden von einer anderen Schule), war ich da nicht so optimistisch. Dass ich den Überraschungserfolg der Vorabiklausur (die unglaublichen 15 Punkte) wiederholen könnte, habe ich nicht erwartet. Doch es ist so gekommen und das freut mich umso mehr. Fünfzehn Punkte, das ist sowas von cool 😉
(Ich bin auch stark versucht, meine Prüfungsergebnisse einzuscannen und an Frau Rank zu schicken, Englisch dabei natürlich schön rot eingekreist…)

Insgesamt komme ich so also auf 776 Punkte von 900 möglichen. Das ist ein Schnitt von 1,3. Das ist das beste Abitur meines Jahrgangs (obwohl ich natürlich bei 47 Leuten nicht sooo viel Konkurrenz hatte 😉 ).

In die Nachprüfung werde ich nicht gehen. Ich bin also durch.

 

YEAH! 🙂

12 Kommentare

Eingeordnet unter Uncategorized

Deutschabi, yoohoo

image

Die Deutsch-Abitur-Klausur war die erste, die ich schreiben musste. Ihr sah ich allerdings mit relativer Gelassenheit entgegen, da ich das Thema, auf das ich mich spezialisiert hatte (die Weimarer Klassik) aus dem Effeff beherrschte. Inklusive Zitate aus Schillers kunsttheoretischen Schriften. Für eine Note im zweistelligen Bereich sollte das locker ausreichend sein.
Natürlich wussten wir vorher nicht, wie die Textgrundlage aussehen würde. Ich habe sooo oft die Aussage gehört: „Eigentlich will ich ja Klassik nehmen, aber wenn da ein Gedicht drankommt, nehme ich doch das andere Thema.“
Gedichte sind also sowas wie der Super-GAU der Abiturklausuren. Ich hatte schon vorher beschlossen, Klassik zu nehmen, komme, was da wolle (konsequenterweise habe ich die Lektüren zum anderen Thema auch nicht präpariert). Nachdem bei mir am Vorabend dann auch endlich mal der Groschen gefallen war, was denn nun männliche und weibliche, stumpfe und klingende Kadenzen sind, hatte ich sogar in Bezug auf Gedichte einen Optimismusflow.
Vor Beginn der Klausur verteilte Frau Neon an die Mitglieder ihres DeutschLKs Süßigkeitenbeutel. Den Inhalt könnt ihr ja auf dem Foto bewundern 😉
Wir schrieben mit dem anderen DeutschLK zusammen, die guckten dann schon etwas neidisch. Später, während des Schreibens verteilte dann aber auch ihr Lehrer was Süßes (sogar an uns, die wir nicht in seinem LK sind).
Kurz und gut: es war ein theoretischer Originaltext von Schiller, der uns vorgesetzt wurde. Ich kannte ihn nicht, er ließ sich aber recht gut bearbeiten. Insgesamt bin ich damit ziemlich zufrieden gewesen.
Auf das Ergebnis bin ich aber schon ziemlich gespannt. Korrigieren werden Frau Neon und Frau Blümchen. Vielleicht hat erstere es auch schon, wer weiß?

Heute Abend gehen wir neun Leutchen aus dem EnglischLK dann mit unseren „Haupt“lehrern essen, mit Ms. Smile, Frau Neon und Frau Blümchen also. Ich freue mich schon ehrlich drauf 😉

5 Kommentare

Eingeordnet unter Muffins Schulzeit, Schulkram

„Du hast keinen Bock mehr auf Schule, oder?“

Das war, was Frau Neon letzte Woche zu mir sagte. Keinen Bock mehr auf Schule – ich war verwirrt. Wenn ich keinen Bock mehr auf Schule hätte, würde ich erstens gar nimmer kommen (Entschuldigungen schreiben kann ich mir ja selbst) und zweitens bestimmt nicht darauf hoffen, eine FJ-Stelle in einer Schule zu bekommen (ich hab‘ da nächste Woche einen Vorstellungstermin *yey* ).

Ich habe immer noch Lust, zur Schule zu gehen, sehr sogar. Aber gleichzeitig habe ich auch furchtbar viel um die Ohren und kaum mal einen Tag, an dem ich nicht nach der Schule schnell irgendwohin muss oder etwas ganz Dringendes zu erledigen habe. Darunter leidet meine Bereitschaft mich an sinnlosen Unterrichtsspielereien zu beteiligen.

Ich bin angespannt wie selten und dankbar dafür, dass der Deutsch- oder auch der Biounterricht für mich von Timon aufgelockert wird. Er rettet in diesen Stunden meine gute Laune (was vor allem in Bio absolut notwendig ist). Frau Neon stört sich aber daran, dass wir ihren Ausführungen über Deutungshypothesen nicht lauschen, sondern lieber einander… Gut, das kann ich auch verstehen, das ist in einem Kurs mit fünf Leuten echt ein bisschen doof.

Was ich aber nicht verstehe, ist, dass sie JETZT auf den Gedanken kommt, ich hätte keinen Bock mehr. Ich war schon viel schlimmer drauf während ihres Unterrichtes. Vor allem in Geschichte, da haben Luna und ich eine ganze Zeit lang jede einzelne Stunde vor Lachen auf dem Tisch liegend verbracht. Oder in Deutsch, als wir das Frauenthema hatten und mir die blöde Effi Briest-Klausur die Laune für Wochen verdorben hat. Oder die Zeit, in der ich jede einzelne ihrer Stunden undd Unterrichtsmethoden in Frage gestellt habe, weil ich sie nicht sinnvoll fand. Warum also jetzt?

Es ist mir ein Rätsel.

4 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Unterrichtsgeschehen

Makaber, Tafelschreiber und Modekrankheit

Immer noch dieselbe Situation wie im letzten Blogpost 😉

Kurze Zeit später, wir hatten gerade angefangen wieder zu arbeiten, da fangen Elli und Lorena wieder an zu quatschen. Im Rahmen einer selbstgewählten Fünfminutenpause natürlich, nicht im Unterricht 😉

Es ging darum, dass Lorena gehört hätte, dass es eine neue Modekrankheit gäbe, bei der der Hals deformiert wird. Dies käme davon, dass man zu lange nach unten schaue, um auf sein Smartphone zu gucken. Lorena hatte dafür kein Verständnis.

„Ich halte mein Smartphone doch nciht hier unten hin!“, meitne sie und deutete an, wie sie das meinte. Ich mischte mich ein und meinte dazu nur:

„Naja, Lorena, aber wenn du im Unterricht draufschauen willst, dann musst du’s ja unter dem Tisch halten und so runtergucken…“

Frau Neon guckte mich entgeistert an.

„Muffin! Ich muss mich wohl verhört haben?!“

Lorena grinste. „Da sehen Sie’s, Muffin hat eben gar nicht gelesen…“

(wobei das nicht mal stimmt. Die meisten Leute lassen ihr Smartphone im Federmäppchen liegen und spielen dann da damit rum… 😉 )

Timon erzählte davon, wie sehr er sich auf den Film „Der kleine Hobbit“ freue und dass er am vorigen Tag gerade den Soundtrack hätte hören können. Er sei geschmolzen. Originalzitat 😉

Da gab es dann noch einmal eine kurze Diskussion über Harry Potter und darüber, ob die Filme gut gemacht seien. Irgendwann erwähnte Timon dann irgendetwas über den achten Film (also 7.2 quasi) und Frau Neon machte große Augen.

„Ich dachte, es gibt nur sieben Bücher?!“, fragte sie äußerst verwirrt. Wir klärten sie dann lebenswürdierweise auf und widmeten uns langsam wieder der Arbeit.

Bis Anouk und ich darüber diskutierten, ob Henry VIII nun sechs oder acht Frauen hatte. Anouk zählte die sechs auf und das sogar in der richtigen Reihenfolge – anhand des bekannten Abzählreimes „Annulled, beheaded, died, annulled, beheaded, survived“ konnten wir uns einigen 😉

Auf die Frage von Frau Neon, woher sie das wüsste, meinte sie nur grinsend: „Ich hab‘ Die „Tudors“ geguckt…“

Timon war mittlerweile fertig und Frau Neon fragte ihn, ob er denn auch etwas über die heutige politische Situation Schottlands wüsste. Wusste er nicht. Aber ich wusste, auf was sie abzielte… Die geplante Volksabstimmung, ob Schottland weiter zu Großbritannien gehören möchte. Frau Neon nannte dies lustig und meinte, dass die sich eh zu einem Verbleiben dort entschließen würden.

Ich murmelte vor mich hin, dass ich auch eine Volksabstimmung haben möchte, eine, ob Muffinhausen und Muffinlingen nicht zwei Städte/Dörfer bilden sollen. Zwischen diesen beiden Teilen gibt es nämlich immer so ein bisschen Gestänkere und es wird sich gnadenlos über den anderen Teil lustig gemacht.

Ich war so leise, dass man mich nicht verstehen konnte. Sollte auch besser niemand, denn sie hätten es wohl nicht verstanden. Frau Neon ist zugezogen und Elli und Anouk wohnen in Muffinburg, einem weiteren Teil, der da recht unbeteiligt von ist. Dementsprechend interessiert sie das nicht.

Frau Neon fragte aber nach, was ich gesagt hätte und ich meinte nur „Nichts.“

Woraufhin Lorena meckerte: „Das sagst du IMMER! Das regt mich voll auf und dabei rede ich nie mit dir!“

Öhm… Was? O.o

Timon fragte dann – sehr diplomatischer Zeitpunkt 😉 -, ob er denn sein Schaubild an die Tafel bringen solle. Er sollte und Anouk meinte, als sie ihn schreiben sah.

„Die Schrift ist schöner als die von einigen Lehrern. Als die von Mr. Suit zum Beispiel.“

Frau Neon guckte Anouk an und meinte dann: „Sag doch, was du meinst. Sie ist schöner als meine. Das gebe ich auch zu. Dann wandte sie sich an Timon. „Timon, du wirst mein Tafelschreiber.“

Dann sah sie auf die Uhr und auf ihren Zeitplan, den sie ausnhamsweise einmal erstellt hatte.
„Oh, wir sollten schon seit zehn Minuten mit der Präsentation der Ergebnisse durch sein…“

Tjaaa… 😉

2 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schüler, Unterrichtsgeschehen

Einstieg in die makabre Einheit

Wir haben heute mit unserer zweiten Deutschlektüre begonnen. Nachdem wir Goethes Faust I behandelt haben, war es nun ein Werk von Schiller – Maria Stuart.

Die Stunde begann damit, dass Frau Neon mehr oder wneiger schwungvoll hineinkam und meinte: „Es ist zum Heulen.“
Draußen auf dem Flur hatten nämlich Mittelstüfler gesessen und einer davon hat wohl irgendetwas kaputtgemacht, war Frau Neon mitbekommen hat. Dann wollte er ihr auch nicht seinen Namen verraten….
Das hat sie ziemlich aufgeregt (später ging sie dann auch noch einmal rüber und ließ sich den Namen vom unterrichtenden Lehrer nennen und gab den Fall dann an deren Klassenlehrer weiter.)

Sie entschuldigte sich bei uns für ihre schlechte Laune und wir fingen mit dem Unterricht an.

Wir machten zuerst einmal eine kleine Runde darüber, wie uns das Drama denn gefallen hätte und alle äußerten sich mehr oder weniger positiv. Frau Neon zeigte sich erstaunt und meinte, dass das ja noch nie vorgekommen wäre, dass wir alle eine Deutschlektüre gut finden. Lorena berichtigte sie: „Ich habe es nur mit den Lektüren verglcihen, die wir hatten. Es ist nicht schwer, spannender zu sein als Effi Briest.“

Da hat sie Recht 😉

Wir bildeten Gruppen (und Frau Neon bedauerte mal wieder, das wir zu fünft sind… da muss dann einer immer alleine arbeiten uns innerhalb dieser Gruppen ein Schaubild zu einem Teilthema des historischen Kontextes überlegen.

Elli und Lorena nahmen sich der Aufgabe an, die Bedingungen und den Verlauf ihres Lebens zu untersuchen, Timon kümmerte sich um die politische Lage in Schottland im 16. Jahrhundert und Anouk und ich beschäftigten uns mit den politischen Zielen Elisabeths und dem daraus resultierenden Verhalten gegenüber Maria.

Zu dem Text aus dem Anhang unserer Lektüre (wir arbeiten mit der Einfach Deutsch-Ausgabe) war ein Bild abgedruckt, das die Hinrichtung Marias zeigte. Anouk guckte sich das an und fragte dann:
„Warum haben die die denn in einem Raum geköpft?!“

Wir mutmaßten ein wenig, Frau Neon erinnerte daran, dass Hinrichtungen früher absolut angesagte Events gewesen seien, zu denen die Leute in Scharen geströmt seien und dann nannte Anouk den Grund, warum sie das so unmöglich fand…

„Das muss doch irgendjemand wegmachen, das ganze Blut. Das gibt doch eine Sauerei!“
„Ach so, Anouk denkt an die Putzfrauen.“, meinte Frau Neon.
Ich erwiderte: „Reinigungsfachkräfte…“, woraufhin Frau Neon erwiderte: „Ach ja… Also, Anouk denkt an die Room Manager…“

Dann diskutierten wir noch eine Weile über Hinrichtungsarten, denn es wurde in den Raum geworfen, dass sie Maria ja auch einfach hätten hängen können. Das Blutbad wäre somit vermieden worden.

Frau Neon: „Ja, aber das wäre ja bedeutend unangenehmer für Maria gewesen. Wenn ich zum Tode verurteilt werden würde, dann würde ich die Enthauptung vorziehen…“

Lorena war anderer Meinung.

„Ich finde, es ist eine schreckliche Vorstellung, meinen Kopf von meinem Körper abgetrennt zu wissen. Ich habe gehört, dass man, wenn man geköpft wurde. noch einige Augenblicke sehen kann…“
Frau Neon unterbrach sie: „Hast du das von Störtebecker?“
„Nein. Also, für einige Momente ist die Blutzufuhr ja noch da… Also könnte das durchaus möglich sein. Da würde ich lieber einen unangenehmeren Tod sterben und als Ganzes beerdigt werden, als in zwei Teilen…“

Irgendwie hat sie damit ja Recht.

Ich warf ein: „Es könnte auch schief gehen und dann ist man wie der fast kopflose Nick.“
Lorena grinste: „Okay, ich habe mich umentschieden, damit habe ich eine reelle Chance, nach Hogwarts zu kommen.“

Einige Augenblicke später fügt sie noch hinzu: „Ach, mein Brief kommt noch. Wenn ich mein Abi habe. Dumbledore wartet ab, bis ich einen vernünftigen Abschluss hier bei den Muggeln habe…“
Timon: „Dumbledore ist tot.“
Lorena: „SSSSSCHT! Der tut nur so!“

Dazu fiel dann Frau Neon auch noch etwas ein: „Also, die eine Schülerin, die bei mir Geschichte geschrieben hat, die kam nach der Arbeit zu mir und meinte, sie hätte die Arbeit mit Wissen bearbeitet, das sie von Harry Potter hat…“
(Frau Neon sprach „Harry“ total merkwürdig aus. Nicht Härry sondern Haaari…^^)

Lorena wandte sich an Elli.

„Siehst du und du machst dich immer darüber lustig, dass ich Team Potter bin!“
Elli: „Ja… Durchschnittsalter zwölf Jahre…“
Lorena: „Im KOPF schon!“

Bei den letzten Worten deutete sie auf ihren Kopf. Den meinte sie wohl damit 😉

 

Wie es weiterging, erfahrt ihr morgen 😉

6 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schüler, Unterrichtsgeschehen

Sheldon Cooper in böse

Wer kennt ihn nicht, Sheldon Cooper, einen der Protagonisten von „The Big Bang Theory“?

(Wem das partout nichts sagt, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um eine Serie handelt, in der es um überschlaue Menschen geht, die manchmal ein wenig Probleme damit haben, sich der normalen durchschnittsintelligenten Welt anzupassen, was zu lustigen Situationen führt. In einer Folge ist beispielsweise eine Kostümparty und Sheldon möchte sich unbedingt als „Doppler-Effekt“ verkleiden, was sich Otto Normalbürger natürlich nicht erschließt… aber ich schweife ab 😉 )

Den im Titel genannten Spitznamen hat Timon unserer lieben Frau Neon verpasst. Wir erinnern uns – ein anderer Spitzname von ihr ist Entenmama… Passt das zusammen?

Natrlich. Denn jeder Mensch hat viele Facetten und für manche sind eben andere Facetten für das Bild des Menschen prägend als für andere. Manchmal kann man einige Facetten ja auch gar nicht berücksichtigen, weil man sie nicht kennt.

Stellen wir uns nun die Frage, wie Timon ausgerechnet auf diesen Spitznamen kommt.

Ich glaube, irgendwo schon einmal erwähnt zu haben, dass dank Frau Neon „Erwartungshorizont“ das Unwort des letzten Schuljahres war. Ihre Klausuren (sie schreibt alte Abiturklausuren…) fallen regelmäßig mittelprächtig bis richtig mies aus, weil ihre Ansprüche sehr hoch sind. Wirklich SEHR hoch (absichtlich zu hoch laut Timon, woher auch der Zusatz „in böse“ kommt). Sie kommt ja eigentlich aus der Wirtschaft, hat zehn Jahre in der IT-Branche gearbeitet. Ihre Freunde sind Professoren und Doktoren und samt und sonders enorm intelligent. Wie sie auch. Über sie wurde mal gewitzelt, sie könne wohl alle Sprachen der Welt sprechen und weil ihr mal langweilig gewesen sei, hätte sie mal eben noch ein paar Computersprachen gelernt.
Traue ich ihr glatt zu.

Sie ist also überaus intelligent und in vielen Bereichen bewandert. Das stellt auch niemand in Abrede, selbst die Leute, die sie nicht mögen nicht. Das ist schon besonders, denn meistens werden Lehrer ja als dumm deklariert, wenn man sie nicht mag. Das KANN man bei Frau Neon aber gar nicht.

Allerdings, so klug sie auch ist, so hinterwäldlerisch/hinter dem Mond lebend/unnormal/sozial inkompatibel erscheint sie manchmal.

Einmal wusste sie beispielsweise nichts mit dem Begriff „Twilight“ anzufangen. Ein anderes Mal fragte sie nach, wer denn J.K. Rowling sei (wobei ich mir da nicht sicher bin, ob sie nicht einfach einen Blackout oder so hatte…).

Eine der letzten Deutschstunden. Sie hat uns einen Auszug von einem Lernmaterial eines bekannten Verlages kopiert/abgetippt und verteilte sie mit den Worten „Ich hoffe ja, dass ihr mich nicht anzeigt.“.
Elli meinte dann ironischerweise: „Na, mal sehen, wie die Geschichtsklausur so ausfällt…“
Frau Neon hat das nicht verstanden. Wir lachten, sie guckte komisch.
„Wie meinst du das?“, fragte sie dann nach und wir erklärten ihr, dass Elli scherzhaft meinte, dass wir sie nicht verraten würden, wenn unsere Noten in der Geschichtsklausur stimmen würden.
Daraufhin hob Frau Neon, deren Miene mittlerweile versteinert war, dazu an, zu erklären, wie sie sich dann vor Gericht verteidigen würde, dass sie sagen würde, sie hätte nur Werbung für dieses Produkt machen wollen und dass sie diesem Erpressungsversuch nie nachgeben würde.

Okaaaaay… Da ist die Ironie ein bisschen SEHR am Ziel vorbeigegangen…

Das war bei weitem nicht das einzige Mal, dass es ein Missverständnis zwischen ihr und uns gab oder dass sie Wissenslücken hatte, die man eigentlich unmöglch haben kann, weil man an diesem Wissen gar nicht vorbeikommt.

Ein anderes Beispiel dafür ist, dass ich in meiner Deutschklausur über moderne Kunst geschrieben hatte, dass man sich bei dieser häufig frage, ob das nun Kunst sei oder wegkönne.
Hierbei hatte ich das häufig benutzte Zitat im Sinn, das bei einer sehr bekannten Suchmaschine immerhin ungefähr 6380000 Ergebnisse hervorbringt. Leider kann ich nicht den vollständigen Ursprung dieses Zitates klären.
Frau Neon zumindest sah dies als stilistischen Fehler an und strich das „wegkönne“ durch. Als Verbesserungsvorschlag schrieb sie oben drüber „zu vernachlässigen wäre“. Damit verliert sich aber die ganze Anspielung und der Sinn wird verändert…

Weitere spannende Anekdoten gibt’s morgen, denn die Herbstferien sind auch für mich wieder vorbei 😉

Eure Muffin

2 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schulkram, Unterrichtsgeschehen

Klausurenlust und -frust

Heute hatte ich „Kontakt“ mit drei Klausuren. Nicht gerade überraschend, immerhin ist das Schuljahr schon fast rum. Zwei habe ich zurückbekommen (beziehungsweise auch nicht), eine geschrieben.

Die eine Klausur, die ich hätte zurückbekommen sollen, war die Philosophieklausur. Die hätte ich zwar auch schon letzte Woche zurückbekommen sollen, aber da war Frau Blümchen noch nicht fertig. Heute dann aber.

Sie sprach vorher noch einmal an, was in den Aufgaben erwartet wurde, was geschrieben wurde etc.. Dann verteilte sie die Klausuren.

„Hm, Tahmid ist nicht da… Muffin…“

Ich meinte dann „Muffin ist da.“, sie lachte ein wenig und meinte, dass sie das ja mitbekommen hätte, aber dass sie meine Klausur gerade nicht gefunden hätte.

Sie hatte sie auch gar nicht dabei, ebensowenig wie Ellis. Sie meinte, dass das wohl daran läge, dass sie unsere Klausuren als erstes korrigiert hätte und dabei kein Rot hatte, also mit Blau korrigieren musste. Das habe sie wohl nachhaltig verwirrt.

Ich fand die Erklärung süß. Die Note und auch unsere Zeugnisnote konnte sie uns trotzdem mitteilen. 14 Punkte in der Klausur und 13 insgesamt sind’s bei mir geworden.

Vielleicht bekomme ich die Klausur ja morgen 😉

Die zweite Klausur war ebenfalls eine, die ich zurückbekommen habe und zwar die zweite Deutschklausur. Schriftlich stehe ich jetzt daank dieser Klausur auf 10 Punkten, weil ich die erste ja ziemlich „verhauen“ hab.

Diese Deutschklausur war recht kompliziert, weil der Text nicht unbedingt das ansprach, was wir bis dahin an Frauenbildern gelernt hatten. Gelernt hatten wir so etwas wie „Femme fatale“, „Femme fragile“, bürgerliche Ideale und so weiter. Wir hatten viel zum Thema Ehe und Sexualität. Der Text legte aber einen Fokus auf die berufliche Karriere der Frau und das sollten wir dann in Relation zueinander setzen, also in Beziehung mit den uns bekannten konstruierten Frauenbildern.

Blöderweise ist Effi Briest dazu ganz und gar ungeeignet und Die Liebhaberinnen nur bedingt, da die Protagonistinnen dort durch die Ehe der Arbeit entkommen wollen… Dennoch, ich habe es besser getroffen als die meisten aus meinem Kurs, ich will also nicht jammern.

Von Lust zu Frust. Zur dritten Klausur, der letzten, die ich dieses Schuljahr geschrieben habe. Eine Kunstklausur zum Thema Wohnbau. Mal ganz davon abgesehen, dass ich sowieso der Ansicht bin, dass man die Bewertung in den musischen Fächern abschaffen sollte (ich hab da so ein Trauma mit meiner Musiknote mal gehabt^^), fand ich die Klausur furchtbar.

Das war die erste Klausur meines Lebens, in der ich eine Aufgabe nicht einmal versucht habe zu lösen. Ich habe sie einfach aufgegeben.

Bei einer anderen Aufgabe sollten wir Haustypen und ihre Vor- und Nachteile auflisten.

Ich schrieb über das freistehende Einfamilienhaus, das freistehende Zweifamilienhaus, das Reihenhaus, das Hochhaus.

Der Wohnblock kam mir kurz in den Sinn, doch ich schrieb ihn nicht auf. Auch das sogenannte Atriumhaus ließ ich weg, obwohl ich daran gedacht habe. Ich weiß nicht, wieso.

Stattdessen schrieb ich über Hausboote („Auch auf dem Wasser vermag man, wenn doch nicht zu laufen, zu leben […]“), über Hügelhauser („Ein Vorteil ist, dass man das Haus für touristische Führungen öffnen kann, da es wie ein Haus der Hobbits aus „Herr der Ringe“ anmutet“), über Baumhäuser („Baumhäuser sind sehr ökologisch“) bis hin zu Höhlen („Seit Jahrtausenden benutzt, aber in letzter Zeit etwas aus der Mode gekommen […]“).

Auf die Bewertung bin ich ja mal gespannt…

Zu guter Letzt sollten wir eine Berliner Mietskaserne anschaulich zeichnen. Ich versuchte es mit Isometrie Din 5 und wenn euch das nichts sagt, seid froh drüber. Luna guckte ab und zu zu mir rüber und meinte dann, ihren Kommentar abgeben zu müssen: „Was machst du denn da?!“
Herr Bleistift lief ab und zu durch den Raum und schaute. Ich kann es aber gar nicht leiden, wenn mir jemand über die Schulter guckt. Vor allem dann nicht, wenn ich weiß, dass ich das, was ich versuche, nicht hinbekomme. Also bedeckte ich mein Blatt (ok, ich legte mich drauf), was mir ein „Mach doch nicht so einen Terz draus.“ von Luna einbrachte.

Ich bekam aber in Kunst noch nie etwas hin, wenn ich mich beobachtet fühle. Nina ging es übrigens genauso, sie bedeckte ihr Blatt auch und auf Nachfrage von Herrn Bleistift, ob er es denn mal sehen könne, sagte sie schlicht und ergreifend „Nein.“.

Irgendwann war aber auch diese Klausur ausgestanden und abgegeben und ich wurde gefragt, warum ich denn so ein Theater gemacht hätte.

Weil ich perfektionistisch bin und alles richtig machen will und keiner soll meine wackligen Versuche auf dem Weg dorthin zu sehen bekommen, darum.

Naja, vorbei ist vorbei. Die Ferien können kommen.

 

 

Übrigens: 100. Eintrag, wuhuuuu! *Konfetti werf und Muffins verteil*

9 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schulkram