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Zuhause.

Ich bin Zuhause.
In meinem ganz eigenen Zuhause. Es gehört nur mir und niemandem sonst. Ich muss niemanden hineinlassen. Es ist mein absoluter Rückzugsort.
Niemand reißt einfach meine Tür auf und schließt sie nicht hinter sich.
Niemand läuft mal eben dadurch, weil er an den Drucker möchte oder aus dem Fenster schauen will.
Aber es fragt mich auch niemand, ob er an meinem Computer Sims spielen darf oder ob ich Lust habe, Zug um Zug zu spielen.
Meine kleinen Geschwister, die mir sehr am Herzen liegen, sind quasi am anderen Ende von Deutschland.

Es ist einerseits ein einfach geniales Gefühl, andererseits bin ich sehr traurig.

Dabei fahre ich heute noch wieder heim. In meinem neuen Zuhause bleibe ich erst ab dem Wochenende endgültig…

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Vom Besichtigen Teil 2

Meine Mutter schaut mich fragend an und ich fahre fort.
„Wir haben auf die falschen Daten gebucht.“

Wir hatten da so ein bisschen Probleme beim Bestellen des Onlinetickets, darum mussten wir den ganzen Mist mehrfach eingeben. Schlussendlich ist es uns dann wohl passiert, dass wir die automatischen Daten gebucht haben – und die sind jeweils der nächste Tag für die Hin- und der Tag darauf für die Rückfahrt.

Dank Sparpreis war dann unsere gesamte Fahrkarte für die Mülltonne. Yeeey… ob das ein Omen sein sollte?

Wir buchten also nochmal neu und redeten uns ein, dass es hätte schlimmer sein können – wir hätten schließlich auch für zwei Leute ein Ticket gebucht haben können…

Währenddessen war mir der Appetit auf’s Frühstück total vergangen. Louis brachte ein wenig Humor herein, indem er anfing, ein Lied von den Wise Guys zu singen:
„Meine Damen und Herren, danke, dass Sie mit uns reisen, zu abgefahrenen Preisen auf abgefahrenen Gleisen. Für Ihre Leidensfähigkeit danken wir spontan: Sänk ju for träwelling wis Deutsche Bahn.“

Mein Vater fuhr uns zum Bahnhof und wir standen am Gleis und warteten. Der Zug kam (natürlich nicht auf unserem Gleis, sondern auf dem Gleis gegenüber 😉 ), wir stiegen ein und es ging los.
Das Umsteigen klappte prima und so kamen wir nach ein paar Stunden Fahrt am Zielort an.

Zuerst ging es ins Hotel und dann auch gleich schon ab zur ersten Besichtigung.

To be continued…

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Vom Besichtigen Teil 1

Der Tag lässt sich nicht gut an.
„Warum bist du denn noch nicht wach?“, schallt es mir unerwartererweise ins Ohr. Ein Blick auf den Wecker verrät mir, dass ich keineswegs verschlafen habe, die Geschwindigkeit meiner morgendlichen Gedanken allerdings auch, dass dreieinhalb Stunden Schlaf vielleicht nicht unbedingt ein erholsames  Erwachen zustande bringen.
Ich stehe also auf, dusche und ziehe mich an und gehe nach unten in die Küche (wo bereits mein riesiger Becher mit Tee bereitsteht, an dieser Stelle große Liebe an meinen Papa „Wie soll denn das Wetter werden?“, werde ich gefragt und ohne, dass Luft geholt wird, geht es gleich weiter. „Und kannst du mein Ticket mal ausfüllen?“


Wir haben nämlich ein Onlineticket für mich gekauft und für meine Mutter hatten wir noch zwei Mitfahrerfreifahrten von Ferrero.


Ich schaue also zuerst nach dem Wetter (nicht so pralle, aber auch nicht ganz schlecht) und hole dann die Fahrkarte heraus, lege sie auf den Tisch und die Freifahrt daneben.


Ein Blick auf die Fahrkarte, ein Blick auf den Kalender und mir wird übel.


„Du, Mama…“, beginne ich, „da ist uns ein Fehler unterlaufen…“

To be continued…

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Vom Besichtigen

Okay.
Sechs Besichtigungstermine habe ich vereinbart und in drei Tage (inklusive An- und Abreise) gequetscht.
Meine Mutter fährt mit mir in meine neue Heimatstadt, um sich die potentiellen Angebote anzuschauen. Zum einen, weil sie sowieso für mich bürgen muss, zum anderen, weil sie auf andere Dinge achten wird. Ich habe ja keine Erfahrung.
Ich stelle mir Fragen, um mich abzulenken von der Möglichkeit, dass all‘ diese Termine Fehlschläge sein könnten.
Zum Beispiel diese:
Was ziehe ich denn nur an?
Vier von diesen Terminen sind Nachmietergesuche, zumeist von (ehemaligen) Studenten. Ich glaube, da ist eine Jeans und ein ordentliches Oberteil okay. Hoffe ich zumindest.
Dazu wie immer Chucks.
Ob das zu leger wirkt?

Ich versuche einfach, zuversichtlich zu sein. Aber ich bin nervös.
Wünscht mir Glück.

Bitte.

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Auszugsgedanken

Wie ist das eigentlich, sein Leben komplett zu ändern?
Der Beginn des Studiums wird alles auf den Kopf stellen. Mein gesamtes Leben wird anders werden.
Innerlich habe ich schon seit langem diesen Plan gehabt, aber wenn es nun wirklich nur noch etwas über einen Monat bis zum Beginn meines ersten Semesters ist, wird alles etwas greifbarer, wenn auch immer noch unglaublich.
Ich habe bislang mit wenigen Leuten darüber geredet. Es fällt mir, ehrlich gesagt, schwer.
Denn ich muss Schlussstriche ziehen. Einige habe ich schon gezogen, hinter meinem FSJ zum Beispiel oder auch hinter meine ehrenamtliche Tätigkeit in meiner Kirchengemeinde (den hatte ich schon mit dem FSJ aus Zeitmangel gezogen). Einige stehen noch aus.
Der hinter meinem Verein beispielsweise. Ich werde ja nun nicht länger als Trainerin tätig sein können. Das muss ich noch endgültig mitteilen.
Oder der hinter dem anderen Engagement, das ich trotz FSJ durchgehalten habe. Dort bin ich zeitliche Verpflichtungen eingegangen. Entweder ich mache hier einen richtigen Schlussstrich oder ich bemühe mich darum, auch von meinem neuen Zuhause aus meinen Teil zu leisten.
Bei diesem Punkt bin ich unschlüssig und ich werde wohl noch Gespräche dazu führen müssen.

Ich betrachte die Dinge in meinem Zimmer bereits mit der Frage im Kopf, was ich davon mitnehmen werde. Einiges steht natürlich fest, meinen Schmuck beispielsweise. Aber ist das nicht auch die Gelegenheit, auszusortieren?
Einiges ist schon aussortiert, eine Menge Bücher beispielsweise. Dennoch habe ich noch sehr viele (meine Wände bestehen quasi nur aus Bücherregalen 😉 ). Eigentlich alle habe ich bereits gelesen, manche natürlich mehrfach. Das könnte dafür sprechen, sie alle hierzulassen, aber das brächte ich nicht über’s Herz. Ich liebe meine Bücher und könnte mich in meinem neuen Zuhause ohne niemals wohlfühlen (wobei ich garantiert in kürzester Zeit wieder einige ansammeln würde).
Sie haben alle ihre Geschichten und tragen Erinnerungen in sich. Die Protagonisten sind wie gute Freunde, die Geschichten ein Teil meines Lebens.
Nun kann ich aber natürlich nicht alle mitnehmen. Ich muss entscheiden…
Das fällt mir schwer. Rebecca Gablé, Ken Follett, Jojo Moyes, Trudi Canavan, Carlos Ruiz Zafón, Dan Brown, Markus Heitz, Tamora Pierce, und und und…
Wen soll ich mitnehmen, wen zurücklassen?

Gut, dass ich noch etwas Zeit habe…

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