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Grundschullyrik

In der Grundschule haben wir doch alle wunderbare Geschichten geschrieben, oder? Ich teile jetzt meinen allerersten lyrischen Versuch mit euch…

„Ein neuer Tag bricht an
Und Vögel singen dann.
Katzen miauen jetzt,
Doch zu guter Letzt
Sind sie schließlich still,
Weil ich das so will.“

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start in die Woche 😉

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Wenn Eltern in den Kindergarten gehören

Und das selbst, wenn sie Kinder im Grundschulalter haben…

Es geht um Linnea beziehungsweise um ihre Klasse und die dazugehörigen Eltern.

Da gibt es Gezicke unter den Eltern – wobei ich fairerweise eher „unter den Müttern“ schreiben müsste -, da glaubt man gar nicht mehr, dass es sich um erwachsene Menschen handelt.

Womit alles angefangen hat? Wahrscheinlich mit der Wahl zum Elternsprecher. Normalerweise ein recht unbeliebter Job und dementsprechend möchten auch nicht viele diesen machen. Bei Linnea wurden es dann die Mama von Lucy, einer der besten Freundinnen von Linnea (wobei Linnea einige beste Freundinnen hat. Sie ist eben ein absolutes Harmoniebündel mit Sonnenscheinfaktor) und die Mama von Samuel (mit dem Linnea auch gut befreundet ist). Wer noch mitmischt ist die Mutter von Hanni und Nanni. Letztere sind, unschwer zu erkennen, Zwillinge und ebenfalls dick mit Linnea befreundet.

Wie das nunmal so ist, färben die Sympathien und Antipathien der Eltern auch manchmal auf die Kinder ab, vor allem, wenn diese etwas nachplappern, was sie zu Hause aufgeschnappt haben.

Lucys Eltern leben getrennt und lassen keinen Elternabend aus, um sich öffentlich anzugiften. Die Kleine lebt hauptsächlich bei ihrer Mutter. Früher lebten sie alle zusammen mit Lucys Oma in einem Haus. Wohlgemerkt, der Mutter von Lucys Vater. Dann zog der Vater aus und später auch Lucys Mutter samt Tochter. Und wer zog in die Wohnung ein?

Samuel samt Familie.

Nun feierte Samuel seinen Geburtstag und Lucy war nicht eingeladen, meinte aber, „dass sie ja sowieso jederzeit zu ihrer Oma könne“. Ein böser Fehler, denn die niederschwelligen Zickereien, die in Linneas Klasse herrschten, traten ans Tageslicht, was sich schließlich darin äußerte, dass Hanni Lucy als „freundelos“ bezeichnete. Lucy nahm sich dies verständlicherweise zu Herzen und saß einen ganzen Nachmittag weinend zu Hause.

Da schaltete sich Lucys Mutter scheinbar ein und stellte Hanni ein Bein. Ja, richtig gelesen. Die Mutter stellte dem Kind ein Bein. Morgens im Klassenzimmer, denn Lucy wird jeden Morgen von ihrer Mama in den Klassenraum geleitet und die Mutter bleibt solange da, bis der Unterricht anfängt. Naja, jeder wie er mag…

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten.

Die Mutter von Hanni und Nanni „stellte“ Lucy vor dem Klassenraum und drohte ihr lautstark.

„WENN DEINE MUTTER MEINER HANNI NOCH EINMAL EIN BEIN STELLT, DANN STELLE ICH DIR MAL EIN BEIN!“

So laut, dass sogar Linneas weltbeste Klassenlehrerin das hörte, durch die geschlossene Tür hindurch.

Mittlerweile wurden Gespräche geführt. Mit Schulleitung und ohne. Gelöst wurde das nicht wirklich. Demnächst steht der entsprechende Elternabend an und das dürfte spannend werden 😉

Linnea findet das alles gar nicht lustig, denn eigentlich ist sie mit allen gut Freund und nicht bereit sich auf eine Seite zu stellen (was schwer ist. Wenn sie mit der einen spielt, ist die andere beleidigt und deswegen auch gleich die dementsprechende Clique…).

Ich wäre sooo gerne bei dem Elternabend dabei 😉

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Klassenhund- und sprecherin

„Ich bin Klassensprecherin!“

Linnea kommt strahlend nach Hause.

Louis verschluckt sich fast an seinem Eis.

„Waahaaas? Dann muss ich ja schleunigst auch Klassensprecher werden. Oder Schülersprecher.“

„Ja, ich habe, ganz knapp gegen Floria gewonnen.“

„Gegen FLORIA?! Welcher Irre hat Floria gewählt?!“

Louis sieht aus, als würde er vor Entsetzen gleich sein Eis fallen lassen.

„Ich nicht. Ich hab‘ Lea W. gewählt. Glaub‘ ich. Oder doch Lea J.?“

Nachdenklich verzieht Linnea das Gesicht und legt den Kopf schief. Dann runzelt sie die Stirn und ruft aus: „Und ich glaube, Ben hat sich in mich verguckt! Wir sollten uns melden und jemanden vorschlagen und er hat sich gemeldet und MICH vorgeschlagen. Dabei beleidigt mich der normalerweise immer!“

Meine Mutter schmunzelt und fragt, wie viele Stimmen Linnea denn bekommen habe.

„Fünf! Fast alle wollten Klassensprecher werden.“

Meine Mutter guckt erstaunt.

„Ihr könnt doch nicht die ganze Klasse nomieren!“

„Dohoch! Und ich habe trotzdem gewonnen.“

Total süß.

Die letzten Tage hat Linnea sonst immer von Word erzählt, ihrem Klassenhund. Wördie hier, Wördie da, sie kannte gar kein anderes Gesprächsthema.

„Wegen Wördie habe ich jetzt mehr Begeisterung für den Fegedienst! Dann habe ich nämlich fünf Minuten alleine mit Wördie!“

„Um sein Geschäft zu machen, hat Wördie sich vor die Tür gesetzt und dann hat Frau Supertoll ihn auf den Arm genommen und die Treppen runtergetragen, weil der noch keine Treppen laufen darf.“

„Wördie hat meine Hand abgeschlabbert, das hat gekitzelt!“

„Wördie hat geschlafen, das war soooooo süß!“

„Wir sollen ihn Wördie nennen, weil der auf Wörd nicht hört.“

Das Projekt weckt Begeisterung 😉

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