Monatsarchiv: Februar 2013

Warum meine Tutorin meinen Abiball verpasst

Wir haben einen Abiball. Es ist zwar noch nicht zu hundert Prozent sicher, aber es sieht gut aus. Das Suchen eines geeigneten Ortes gestaltete sich als schwierig, denn wir wollten nicht in die große Stadt in der Nähe fahren müssen, um unser Abitur zu feiern. Außerdem hatten wir noch weitere Ansprüche. Es durfte nicht mit der Abifahrt (Lloret) kollidieren und es sollte erst stattfinden, wenn wir auch sicher wüssten, dass wir alle unser Abitur bestanden haben.

Da unser Jahrgang mittlerweile nur noch aus 45 Personen besteht, war das ein zusätzliches Erschwernis. Denn dadurch sind wir zwar weniger Personen insgesamt, da ja auch weniger Begleitpersonen etc. kommen, aber dementsprechend haben wir auch weniger Kapital zur Verfügung.

Irgendwie hat es dann schlussendlich geklappt (wobei das auch noch nicht unterschrieben ist, aber ich will nicht unken). Der Abiball liegt auf dem Termin der Abiturzeugnisvergabe, was zusätzlichen Knatsch gab, denn The Whale wollte nicht, dass wir unsere Zeugnisse auf dem Abiball bekommen – was Mr. Suits Idee war. Ärger in der Schulleitung… wie immer.
Wie Frau Drama sich ausdrückte: „Na, das kann sie ja auch am Besten.“ (Es ging um The Whale und darum, dass sie „Nein.“ gesagt hat…)

Jetzt sieht es allerdings so aus, als würde das mit der Zeugnisvergabe auf dem Abiball klappen. Dummerweise kollidiert dieser Termin mit den Kursfahrten des Jahrgangs unter uns. Also zumindest fast. Denn eigentlich sind an dem Abend alle wieder da.
Bis auf den MatheLK, der in Schweden paddeln geht. Der kommt erst einen Tag später wieder.

Und genau diese Kursfahrt begleitet Frau Neon.

Gut, dass da der Abiball liegt, konnte sie nicht wissen. Aber der Termin für die Zeugnisvergabe stand schon vorher felsenfest. Na toll…

Ihre Reaktion auf die Mitteilung, sie werde dann den Abiball verpassen war übrigens:

„Aber ich hab‘ Herrn Jung doch schon einen Antrag gemacht!“

Herr Jung ist ja der Leiter des anderen DeutschLKs und die beiden sind ein Herz und eine Seele. Er sieht zu ihr, der erfahreneren Kollegin, auf (ihr müsstet mal sehen, was passiert, sobald sie in sein Blickfeld kommt: Absolute Aufmerksamkeit auf sie).

Irgendwie bin ich ein bisschen enttäuscht…

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Wie Tahmid sein Abi durch Mitleid bekam

Manchmal ist es sicher schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. So fühle ich auch mit Señor Enano.

Tahmid hätte eigentlich die null Punkte im Zeugnis verdient. Er kommt kaum und wenn er mal da ist, bemüht er sich nicht einmal, mitzuarbeiten.

Und dann ist da die Sache mit der Klausur…

Tahmid hat die Klausur nachgeschrieben (wie er alle Klausuren nachschreibt – absichtlich. Denn bei Señor Enano brauchen wir kein Attest, um bei einer Klausur zu fehlen. Señor Enano ist da schwer in Ordnung.). Tahmid schreibt nach, weil er dabei alleine ist und sein Smartphone benutzen kann, um die Klausur zu bearbeiten. Eigentlich wäre das ja nicht nötig, wenn er mal dem Unterricht beiwohnen würde… Aber sei’s drum.

Bei Señor Enano ist die Nachschreibeklausur eigentlich immer genau dieselbe Klausur, die auch die anderen Schüler am regulären Termin geschrieben haben. Und zumeist benutzt er irgendwelche Dinge, die wir im Unterricht besprochen haben, sodass es kein Hexenwerk ist, das inhaltlich hinzubekommen. Zudem gibt er meistens auch Hinweise, was drankommen wird. In diesem Fall das siebte Kapitel unserer Lektüre.

Da ich das vorbereiten sollte und auch vorgetragen habe, hatte ich davon eine Zusammenfassung, die ich auch schon abgetippt hatte, weil Ilvy, die krank gewesen ist, mich darum gebeten hatte, dass ich ihr das schicke und ich es für besser hielt, es abzutippen, als es einfach einzuscannen. Das ist so einfach lesbarer und ich kann eventuelle Fehler (also zumindest die, die mir auffallen) ausbügeln.

Diese Zusammenfassung (und eine Charakterisation einer Figur aus diesem Kapitel) habe ich also Tahmid geschickt, weil ich wollte, dass er sich auf die Klausur vorbereiten kann. Weil ich wollte, dass er eine anständige Note hinbekommt, weil er ja zwei Halbjahre Spanisch ins Abi einbringen muss.

Fakt ist, dass ich ihm damit quasi die Lösung zweier Aufgaben aus der Klausur geliefert habe. Auf relativ hohem Niveau.

Was macht Tahmid also, der Arbeit zu gerne mal scheut?

Er druckt sich das aus und nimmt es mit zur Klausur. Den Text schreibt er komplett so ab.

Dass das nicht unbemerkt bleiben konnte, war offensichtlich. Denn Tahmid bringt im Unterricht keinen einzigen spanischen Satz zustande und dümpelt im Unterkursbereich umher. Und plötzlich soll er so einen Text verfasst haben? Unglaubwürdig…

Das führte dazu, dass Señor Enano, als er uns am Montag die Klausuren austeilte, ihm seine nicht wiedergab. Stattdessen forderte er Tahmid auf, sich in’s Vorzimmer unseres Raumes zu setzen und seine Klausur zum Großteil ins Deutsche zu übersetzen. Ein Ding der Unmöglichkeit für ihn. Er versuchte es dennoch, mehr oder minder erfolgreich und wieder mit Einsatz elektronischer Hilfsmittel.

Ich hatte das schlechte Gewissen wohl ins Gesicht geschrieben, denn so fühlte ich mich. Verantwortlich dafür, was passiert war, denn ich wusste sofort, worum es ging.

Heute war Tahmid (wie zu erwarten war…) nicht anwesend und Señor Enano wandte sich an mich und meinte, dass ich Tahmid ja ausrichten könnte, dass es eine Doppelnull geworden sei (wobei er am Montag sagte, dass es, hätte er’s gewertet, wohl elf oder zwölf Punkte geworden seien).

Nach dem Unterricht sprachen wir noch weiter und er fragte mich, wie es denn um Tahmids Abi stünde, woraufhin ich meinte, dass ihm null Punkte das Genick brechen würden. Denn null Punkte bedeutet Kursaberkennung – eigentlich zu verschmerzen, doch Tahmid MUSS diesen Kurs belegt haben. Dementsprechend zöge das die Nichtzulassung zum Abitur nach sich.
Señor Enano meinte, Tahmid hätte durchaus null Punkte verdient, doch er würde ihm, wenn die Dinge so seien, einen Punkt geben.
Ein Mitleidspunkt. Der Tahmids Abitur rettet.

Dann sagte er auch noch: „Wenn man so blöd ist und das so auffällig macht wie Tahmid, dann hat man allein dafür schon null Punkte verdient…“

Dem kann ich nur beipflichten…

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„Du hast keinen Bock mehr auf Schule, oder?“

Das war, was Frau Neon letzte Woche zu mir sagte. Keinen Bock mehr auf Schule – ich war verwirrt. Wenn ich keinen Bock mehr auf Schule hätte, würde ich erstens gar nimmer kommen (Entschuldigungen schreiben kann ich mir ja selbst) und zweitens bestimmt nicht darauf hoffen, eine FJ-Stelle in einer Schule zu bekommen (ich hab‘ da nächste Woche einen Vorstellungstermin *yey* ).

Ich habe immer noch Lust, zur Schule zu gehen, sehr sogar. Aber gleichzeitig habe ich auch furchtbar viel um die Ohren und kaum mal einen Tag, an dem ich nicht nach der Schule schnell irgendwohin muss oder etwas ganz Dringendes zu erledigen habe. Darunter leidet meine Bereitschaft mich an sinnlosen Unterrichtsspielereien zu beteiligen.

Ich bin angespannt wie selten und dankbar dafür, dass der Deutsch- oder auch der Biounterricht für mich von Timon aufgelockert wird. Er rettet in diesen Stunden meine gute Laune (was vor allem in Bio absolut notwendig ist). Frau Neon stört sich aber daran, dass wir ihren Ausführungen über Deutungshypothesen nicht lauschen, sondern lieber einander… Gut, das kann ich auch verstehen, das ist in einem Kurs mit fünf Leuten echt ein bisschen doof.

Was ich aber nicht verstehe, ist, dass sie JETZT auf den Gedanken kommt, ich hätte keinen Bock mehr. Ich war schon viel schlimmer drauf während ihres Unterrichtes. Vor allem in Geschichte, da haben Luna und ich eine ganze Zeit lang jede einzelne Stunde vor Lachen auf dem Tisch liegend verbracht. Oder in Deutsch, als wir das Frauenthema hatten und mir die blöde Effi Briest-Klausur die Laune für Wochen verdorben hat. Oder die Zeit, in der ich jede einzelne ihrer Stunden undd Unterrichtsmethoden in Frage gestellt habe, weil ich sie nicht sinnvoll fand. Warum also jetzt?

Es ist mir ein Rätsel.

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BÄM!

Ich hatte heute nur zwei Stunden Schule und zwar Englisch bei Ms. Smile. Sie hatte schon vorher angekündigt, dass sie uns wohl schon die Langzeitklausuren wiedergeben könne… Was ziemlich gemischte Gefühle bei uns ausgelöst hat.

Ich betrat das Schulgebäude und begegnete prompt Mr. Suit, der gerade die Treppen hochkam.

„Guten Morgen, Muffin.“, grüßte er mich. „Du hast eine EnglischLK-Klausur geschrieben, oder?“

Ich nickte und leitete mir daraus ab, dass Ms. Smile die Klausuren wirklich schon fertig hatte – schließlich muss Mr. Suit immer nochmal drübergucken, über eine gute, eine mittlere und eine schlechte.

„Bekommt ihr die heute wieder?“, fragte Mr. Suit dann.

„Ja, zumindest meine Ms. Smile das. In den nächsten beiden Stunden.“

„Gut, dann sage ich dazu mal nichts.“

Damit ließ er mich stehen und ich war verwirrt. Entweder hatte ich die Klausur also total verhauen oder im Gegenteil total rausgehauen. Anders konnte ich mir das nicht erklären.

In der ersten Stunde besprachen wir dann die Suffragetten und ein bisschen mehr über Gender, dann besprachen wir die offiziellen Abiturvorgaben für Englisch.

Dann – fünfzig Minuten nach Stundenbeginn! – klopfte es, die Tür öffnete sich und Teresa trat ein, was erst einmal einen allgemeinen Heiterkeitsausbruch hervorrief (vor allem, weil sie gestern so stolz war, dass sie pünktlich war^^).

Ihre Entschuldigung: „I overslept.“

Oh Teresa… 😀

Während der Besprechung der Abiturvorgaben fiel der Satz „Keine Panik – das könnt ihr nicht.“ von Ms. Smile. Es ging um etwas, was wir bei Frau Rank hätten haben müssen, aber nicht hatten und auch nicht mehr machen werden, weil uns die Zeit dazu fehlt… Wunderbare Aussichten 😉

Dann – ENDLICH! – nahm Ms. Smile die Klausuren zur Hand und begann sie zu besprechen. Sie ist eine der Lehrerinnen, die der Ansicht sind, dass ihnen sowieso keiner mehr zuhört, wenn sie die Klausur erst einmal ausgeteilt hat… Also zog sich die Spannung in die Länge und einigen wurde schon ganz schlecht (mir auch..^^).

Und was habe ich am Ende bekommen?

Dasselbe wie Timon…

 

FÜNFZEHN PUNKTE!

Ich feiere mich sehr ;D

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Vollpfosten! … Oder?

Manchmal gibt einem das Leben wirklich zu denken.

So zum Beispiel heute. Ich begegnete am Bahnhof Sascha, wir kamen beide von Terminen, die für unsere Zukunft wirklich wichtig waren. Wir quatschten ein bisschen und ärgerten uns gemeinsam darüber, dass unser Zug ausfiel und wir warten mussten. Irgendwann kam dann der nächste und wir stiegen ein und unterhielten uns weiter.

Ich weiß oft nicht, was ich von Sascha halten soll. Ich kenne ihn schon fünf Jahre. Die achte und neunte Klasse war er ja mit Luna und mir in einer Klasse, weil er die siebte übersprungen hat.

Sascha… Er ist ziemlich intelligent, aber auch unsagbar faul. Und ein Großmaul dazu, prollt ziemlich oft einfach nur rum und kokettiert mit seinem Ruf als Rechter (mich hat er ja eine ganze Weile immer Nazibraut genannt -.-).

Aber Sascha hat auch eine andere Seite. Wenn man mit ihm allein ist, kann man wirklich mit ihm reden.
Heute zum Beispiel, darüber dass Timon und ich Lehrer werden wollen. Da guckte er mich an und meinte, er könne sich das gut bei mir vorstellen, nur ein bisschen extrovertierter sollte ich werden. Ich war baff, denn er kam dann auch mit Beispielen… Wenn man sonst denkt, jemand würde einen nur so bekanntschaftsmäßig wahrnehmen und der kommt dann mit einer Analyse über dich, ist das schon beeindruckend.

Und manchmal, wenn man so redet, erzählt er einem dann auch was (mir zumindest, ich kann schlecht beurteilen wie das sonst ist).

Heute fiel mit einem Mal dann der Satz: „Eigentlich ist mein Leben ziemlich traurig. Meine Freundin hat sich vor zwei Wochen getrennt, den Einstellungstest hab ich nicht hingekriegt und mein bester Freund hat einen Tumor im Kopf.“

Das ist schon ein hartes Stück. Der Tumor ist laut Ärzten zwar gutartig und gut erreichbar, aber da kann ja trotzdem viel schiefgehen… Und die beiden anderen Dinge sind auch nicht ohne…

 

Das war das erste Mal, dass ich das Bedürfnis hatte, Sascha in den Arm zu nehmen. Und obwohl er oft ein richtiger Arsch ist, mag ich ihn irgendwie.

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Rückblick

Mal ehrlich: Ihr seid toll. Danke für die gedrückten Daumen heute 🙂

Und das bringt mich auch gleich zu dem Rückblick, den ich so halb angekündigt habe. Was hat das Bloggen mir gebracht, was hat sich dadurch verändert.

Verändert hat es ganz eindeutig, dass ich Sachen aufschreibe und mich dadurch später selbst erinnern kann. Das ist wirklich ziemlich besonders und ich finde das wunderbar. Manchmal sind es auch Dinge, die ich nicht geschrieben habe, sondern die ich für mich behalten habe, aber trotzdem irgendwo angedeutet hab‘. Ich bin aufmerksamer geworden.
Dadurch, dass ich angefangen habe zu bloggen, habe ich andere Blogs gefunden, die ich mittlerweile mit Begeisterung verfolge (auch wenn ich nicht immer kommentiere 😉 ). Blogs von anderen Schülern, von Referendaren, von anderen Menschen… Ich bekomme so die Möglichkeit, einen Einblick in euer Leben zu haben – danke dafür.
Dabei möchte ich den Blog nicht unerwähnt lassen, der mich zum Bloggen führte und der leider nicht mehr weitergeführt wird. Den Blog von Frau Falke. Fälkchen. Soviel zum Thema Schule. Ich habe diesen Blog geliebt und Frau Falke sehr geschätzt. Ich vermisse sie immer noch und hoffe weiterhin. Sie hat doch geschrieben, dass sie uns nicht vergessen hat. Das glaube ich auch weiterhin. Ich werde sie zumindest nicht vergessen.
Ich habe es in dem Jahr sogar geschafft, zwei Menschen aus der Blogwelt ganz real zu treffen – das eine Mal mehr oder minder chaotisch (und ich hoffe wirklich, Louis, Linnea und Katharina haben nicht soo einen schlechten Eindruck gemacht^^) und das andere Mal ganz überraschend (zumindest für eine Person 😉 ).

Ich habe meinen Frust hier herauslassen können, als das mit Frau Rank passierte und meine Freude teilen können, wenn etwas Schönes passierte.

Ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn rechts oben die Sprechblase orange leuchtet und mir zeigt, dass jemand kommentiert hat. Ich finde es toll, dass sich andere Menschen mit dem beschäftigen, was ich geschrieben habe.

Danke für ein tolles Jahr ♥

(und für Theni: (**)>*)

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Langzeitklausuren und Bloggeburtstag

Am 12.02.2012 habe ich angefangen, hier zu bloggen. Und morgen ist das genau ein Jahr. Eigentlich ein Grund zum Freuen. Allerdings schreibe ich morgen meine erste Langzeitklausur. In Englisch. Gleichzeitig ist es die erste Klausur bei Ms. Smile. Und ich bin unglaublich nervös.

Darunter hat auch der Blog gelitten, immerhin habe ich ziemlich lange nichts geschrieben, obwohl genug passiert ist. Naja. Es kommen auch wieder bessere Zeiten. Hoffe ich.

Vielleicht setze ich mich noch an einen Rückblick, den ich dann morgen poste. Immerhin meinte Ms. Smile, wir sollten heute Abend nicht mehr lernen. Zuerst schaue ich mir jetzt noch einmal ein paar Fakten an. Und versuche, mich nicht allzu irre zu machen.

Eine Neuigkeit:
Herr Ostreidae wird unseren Philosophiekurs nicht mehr mitunterrichten. Offziell, weil es wegen der Stunden nicht mehr klappt. Unsere Vermutung ist, dass er seinen abfälligen Kommentar über Frau Blümchen gemacht hat. Es wirkt ein wenig so…

Wünscht mir bitte Glück morgen.

Eure Muffin

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