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The Whale

Oder: Herr Otto ist weg.

Nun ist es also soweit, Herr Otto ist in Rente gegangen. Leider Gottes.

Dementsprechend war heute auch, da für alle(außer uns) das Halbjahr geendet hat, Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Es waren viele da, vor allem auch viele alte Gesichter. Mit alt meine ich richtig alt – zum Beispiel unser Mathelehrer Herr Fuchs zum Beispiel, der vor vier (oder fünf?) Jahren in Rente gegangen ist. Irgendwie ist der seitdem ein bisschen älter geworden^^
Auch unser anderer ehemaliger Mathelehrer Herr Hut war da.
Wer nicht da war (glücklicherweise) war Frau Rank. Ich weiß nicht, wie ich dieser Dame gegenübertreten würde. Leider nicht da war Herr Blume.

Ach, außer für Herrn Otto war es auch der letzte Tag für Herrn Frettchen. Man glaubt gar nicht, wie sehr der sich darüber gefreut hat 😉

Jedenfalls hatten Ari, Luna und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir etwas für den Abschied von Herrn Otto machen wollen. Nach ein wenig Überlegen kamen wir dann auf die Idee, einige Szenen aus „Das Leben des Brian“ nachzuspielen. Zum Einen, weil das absolut den Humor von Herrn Otto trifft und zum Anderen, weil wir eben unter anderem die eine Szene nachgespielt haben, in der Brian „Römer geht nach Hause“ an eine Wand schmieren will und seine Grammatik dann von einer römischen Patrouille verbessert wird… Das passte einfach.

So saßen wir denn also zu Beginn der „Dienstbesprechung“ im Lehrerzimmer. Erst einmal herrschte einiger Trubel, es wurden einige sehr interessante Gespräche geführt und wir konnten einige interessante Dinge beobachten…

Dann kam The Whale und hakte die ersten Punkte der Dienstbesprechung ab. Die Punkte, bei denen ich verstanden hätte, dass wir nicht dabei sein sollten. Dann ging sie über zur Verabschiedung und wir waren dran.

Dafür mussten wir in die Aula gehen. Am Ausgang vom Lehrerzimmer verteilte Ari dann Kreuze. Luna behauptete, sie müsse nicht zur Kreuzigung, sondern sei freigesprochen, gibt dann aber zu, dass das ein Scherz gewesen sei… Die Szene kennt man 😉
Am Eingang zur Aula hockte ich und bat um eine Spende für einen „Ex-Leprakranken“. Herr Otto spendete mir sein Kreuz (wie gemein, dann werde ich ja gekreuzigt^^).
Herr Guetta saß mittlerweile auf der Bühne und sollte ein Schild hochhalten, auf dem „Judäische Volksfront“ stand. Als Herr Otto das sah, freute er sich und meinte „Ich weiß, was auf dem anderen Schild steht!“
Luna und Ari setzten sich mit einigem Abstand neben Herrn Guetta und Luna begann, über diese „Sche*ß Volksfront von Judäa“ herzuziehen. Ari guckte sie daraufhin indigniert an und meinte, dass sie selbst doch die Volksfront von Judäa seien. Gleichzeitig hielt sie dann das Schild, auf dem ebendieses stand. Luna sah sie entgeistert an: „Was?! Ich dachte, wir wären die populäre Front!“, woraufhin Ari verneinte und auf  Herrn Otto zeigte. „Nein. Die steht da drüben.“ (wenn man den Film kennt, ist es umso lustiger, da der Vertreter der populären Front so ein alter, komischer Kauz ist…^^).
Dann kam ich und rief „Otternasen, frische Otternasen!“ und bot sie Ari und Luna an. diese ignorierten mich, woraufhin ich nur meinte, dass das Geschäft auch nicht mehr das sei, was es mal war und Herrn Otto die Otternasen in die Hand drückte (unsere Otternasen waren Lakritze 😉 ).
Dann schrieb Luna als Brian „Romanes eunt domus“ auf ein Bettlaken. Ich als römische Patrouille kam vorbei und korrigierte sie. Wobei es sehr lustig war, dass sehr viele Lehrer wie pubertierende Kiddies bei dem Wort „- anus“ gelacht haben – dabei ging es nur um die Endung von Romanus^^
Nachdem ich Luna dann aufgetragen hatte, den richtigen Satz hundertmal zu schreiben, richtete ich einige Worte an Herrn Otto.
Unter anderem fielen Sätze wie:
„Ich selbst habe ja jahrelang in Latein unter ihnen gelitten.“
„Sie haben ihre Lieblingsvokabel „vexare“ – für die Nicht-Lateiner „quälen“ – gelebt und immer authentisch rübergebracht.“
„Ich werde nie vergessen, wie sie sich mit Truman um einen Stuhl geprügelt haben, die Drei-Sekunden-Regeln, nach der man sie innerhalb von dre Sekunden zurückschlagen durfte, wenn sie uns geschlagen haben oder ihre diskriminierenden, sexistischen und sonstwie verletzenden Äußerungen. Aber keine Bange – Wir wissen ja alle, dass das alles genau so gemeint war, wie sie es gesagt haben.“

Das klingt vielleicht jetzt fies. Aber so ist er gar nicht. Man muss mit seiner Art klarkommen, natürlich. Aber er meinst es nicht so, das ist nur sein Humor.

Dann gab uns Frau Drama noch Tipps, was wir hätten verbessern können (typisch Darstellendes-Lehrerin^^) und ich wurde von mehreren Lehrern nach den sexistischen Äußerungen gefragt^^ (aber nicht so ernst, sondern eher so, dass sie sich drüber amüsieren wollten).

Danach ging es wieder ins Lehrerzimmer und The Whale – schmiss uns raus.

Ziemlich deutlich sogar. Anfangs sagte sie noch, dass wir jetzt nach Hause wollten (witzig, da Luna sowieso abgeholt werden musste und das frühestens eine Stunde später – wegen der Krücken -.-), dann, dass sie das „unter ihnen“ „im kleinen Kreis“ gerne weiterführen würde. Ahja.

Hätte ich verstehen können, wenn es dann um dienstliche Dinge gegangen wäre. Aber es war einfach nur weitere Verabschiedung, ein umgeschriebenes Lied für Herrn Otto, ein Loriot-Sketch von Frau Neon und Mr. Suit – und Herr Otto meinte zuvor zu uns, wir könnten gerne bleiben (später meinten auch andere Lehrer, sie hätten nicht verstanden, warum wir denn gehen mussten…). Mitbekommen haben wir trotzdem alles, da wir von draußen, wo wir dann gezwungenermaßen warteten, exzellent hören konnten.

Nach einer Stunde oder auch etwas mehr, kam The Whale auch raus (viele waren schon gegangen und hatten kurz mit uns gequatscht) und zu uns. Und ihr „Mitgefühl“ für Luna, das konnte sie sich dann echt schenken. Als wenn sie da irgendein Mitgefühl gehabt hätte… (es ging darum, dass wir ja soo lange warten müssten, bla)

 

Naja. Diese Schulleiterin weiß einfach nicht, was sie an uns hat.

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Verarscht, belogen und betrogen

So komme ich mir gerade vor.

Wirklich.

Herr Frettchen geht, definitiv. Wir werden ab FEBRUAR Ms. Smile bekommen (was auch schon vom Zeitpunkt her eine unglaubliche Unverschämtheit ist! Da schreiben wir dann nämlich schon fast Abiturklausuren… Die sie dann bewerten wird… Ohne Eingewöhnung oder so…).

Er hätte aber NICHTS gesagt, wenn ich heute nicht gefragt hätte.

NICHTS!

Und dabei sagte er dann, dass er es SCHON DIE GANZE VERDAMMTE ZEIT WUSSTE!

Genauso wie The Whale.

Und er hat uns VORGEWORFEN, dass wir Frau Schick gefragt haben.

Und die ganze Shculd auf The Whale abgewälzt. Sie hätte ihn genötigt, uns zu übernehmen, er hatte da kein Mitspracherecht, er wollte das gar nicht…

ABER(!) er hat NICHTS gesagt. Gar nichts. Nie!

Hätte er etwas gesagt, hätte man etwas dagegen tun können, dass er uns übernimmt und jemanden bekommen können, der uns sicher bleibt. Wenigstens bis zum Abitur. Aber nein…

Ich bin SAUER!

Traurig, enttäuscht.

Ich fühle mich extrem verarscht von dieser Schule.

Vornerum labern, dass man für die Schüler da sein will, dass es eine familiäre Atmosphäre gäbe, dass die Schüler bestmöglichst betreut werden sollen…

Und die Realität sieht dann ganz anders aus.

Fünf Lehrer in drei Jahren Oberstufe (wenn man den einen mitzählt, der die Stelle gar nicht erst angetreten hat…). ZWEI Lehrerwechsel, die vorhersehbar und damit vermeidbar waren: Der von unserem Lehrer in der E-Phase, weil der Student war (noch nichtmal Referendar!) und dementsprechend uns in der Q-Phase gar nicht hätte weiter unterrichten können. Und eben jetzt das mit Herrn Frettchen.

 

Tolles Weihnachtsgeschenk, wirklich…

 

Was wird jetzt kommen… ?

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Hassliebe und Gerüchteküche

Die Gerüchteküche ist wieder am Brodeln und ich befürchte, dass, wenn sie überkocht, fatale Flecken hinterlassen werden könnten.

Die Gerüchteküche an meiner Schule ist ziemlich oft eine zuverlässige Quelle. Meistens sind es nur halbgare Informationen, natürlich. Aber einen wahren Kern haben sie oft.

Worum geht es diesmal, was brodelt, was wird getuschelt und vor allem, warum rege ich mich darüber so auf?

Es geht um Herrn Frettchen.

Es geht um Herrn Frettchen und darum, dass er die Schule verlassen will. Zum Halbjahr. Vor den Abiturprüfungen.

Das ist das Gerücht.

Natürlich bemüht man sich dann darum, es zu verifizieren oder ein Dementi zu bekommen. Wie damals schon, als die Sache mit Frau Rank aktuell war, wir gehofft und gebangt haben, belogen wurden und schließlich die erlösende Nachricht erhielten, dass sie nicht wiederkommen würde.

Wie als wir nicht wussten, wie es weitergehen sollte, ob wir zusammengelegt werden würden oder nicht. Als wir dann schließlich die Nachricht bekamen, dass wir Herrn Frettchen bekommen würden. Die Erleichterung.

Und jetzt das.

Luna und ich haben mit Ms. Smile und Frau Schick gesprochen. Mit Ms. Smile, weil Timon mir erzählt hatte, dass Juliet ihm erzählt hätte, dass Ms. Smile da was gesagt hätte… Und dass Mr. Suit da auch eine Andeutung in die Richtung gemacht hätte…
Ms. Smile sagte uns, sie wisse es nicht, rechne aber stark damit. Die Gerüchte würde sie seit vor den Sommerferien kennen (was erklärt, warum bis zuletzt nicht klar war, ob wir Herrn Frettchen bekommen würden…). Das Datum im Gerücht wechselte, immer zu den nächsten Ferien sollte es sein. Und es liefe nun schon so lange… Sie versprach uns auch, noch einmal bei Herrn Frettchen nachzufühle. Und meinte, sie bereite sich seit dem Sommer seelisch darauf vor, dass wir zusammengelegt werden würden.

Danach waren wir bei Frau Schick.
Diese wusste nichts, sie konnte uns nichts sagen (und ich glaube ihr, dass sie nichts wusste, denn sie hätte uns einen Wink gegeben…). Sie konnte also auch nicht dementieren. Und das tat ihr auch leid.
„Luna, du bist errötet und du, Muffin, bist blass geworden und ich hab eben schon in deinen Augen gesehen, dass du fast geweint hättest… und das will ich doch auch nicht, aber ich möchte hier ja nicht die Pferde scheu machen oder euch in Seligkeit wiegen und nachher kommt doch alles ganz anders…“

Eine absolut besch… Situation… 😦

Ich glaube, dass Herr Frettchen einen Antrag auf Versetzung gestellt hat und noch keiner weiß, wie die Behörde entscheiden wird. Ob. Und Wann.

Und ich glaube auch, dass ich ausrasten werde, wenn er wirklich geht und uns hängen lässt.

Ich hasse diese Schule. Ihre Organisation. Ihr Versteckspiel mit wichtigen Informationen.
Aber irgendwie liebe ich sie auch. Warum auch immer, denn viel Grund dafür gibt sie mir nicht. Darauf werde ich in einem der nächsten Artikel wohl eingehen. Jetzt bin ich dafür zu enttäuscht. Zu sauer. Und zu traurig.

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Die Parkplatzrebellen

Unsere Schule hat zwei Parkplätze. Der eine ist etwas abseits, man muss im Prinzip von hinten an die Schule heranfahren, in der Nähe der Turnhalle parken und dann noch einen relativ weiten Weg zum Hauptgebäude zurücklegen. Der andere Parkplatz ist direkt beim Hauptgebäude, viel besser erreichbar und eben mit einem deutlich kürzerem Weg verbunden.

Vor einigen Jahren gab es noch keine Oberstufe an meiner Schule und dementsprechend auch kaum ein Problem mit Parkplätzen, da die wenigsten volljährig und im Besitz eines Führerscheines waren. Es gab auf dem einen, dem näheren Parkplatz eine Stellfläche für die Roller der Zehntklässler und das reichte aus.

Mittlerweile hat sich das geändert. Alleine aus meinem Profil (ich erinnere: Wir sind zu neunt!) kommen vier Leute mit dem Auto zur Schule: Elli, Lorena, Tahmid und Teresa. Und natürlich sind diese bequem und parken lieber auf dem näheren Parkplatz – dem Lehrerparkplatz…

Das Parken ist dort allerdings für Schüler explizit verboten, eben weil es ein Parkplatz für die Lehrer sein soll. Der ist nämlich nicht so groß, als dass Schüler und Lehrer dort Platz zum Parken finden würden wie sie lustig sind.

Konsequenzen gab es bisher allerdings noch keine.

Bis heute.

„Die Schüler, deren Wagen die amtlichen Kennzeichen „X LZ 92“ sowie „X VI 56″ haben, bitte augenblicklich zu Mr. Suit.“, wurde durchgesagt.

Luna und ich saßen auf der Bank vor dem Lehrerzimmer und grinsten uns eins. Wir wussten nämlich nur zu genau, we das eine Kennzeichen zuzuordnen war… Unserer lieben Lorena. Lorena Z., geboren 1992.

Bald darauf kam sie auch und mit ihr ein Schüler des Matheleistungskurses.

Mr. Suit: „Sind das eure Autos?“
Lorena: „Ja klar, Lorena Z., 92 geboren.“

Sie grinste. Doch das verging ihr schnell wieder, denn Mr. Suit fand deutliche Worte.

„Umparken, sofort. Und nie wieder da parken. das ist für Schüler verboten. Beim nächsten Mal wird die Polizei geholt und ihr abgeschleppt. Das kann teuer werden.“

Lorena versuchte zu argumentieren, dass dort ja auch noch andere Schüler ständen. Mr. Suit meinte dazu nur, sie solle ihm die Kennzeichen geben und er würde denen dasselbe sagen.

Tja.

Einige Zeit später, wir sitzen im Flur vor dem Raum, in dem wir den nächsten Unterricht haben, und Lorena regt sich auf. Aber ganz gehörig.

Tahmid, Elli und Teresa meinen, dass es kein Wunder wäre, dass gerade die beiden aufgerufen worden wären, weil sie in der Reihe parkten, die am nächsten am Schulgebäude dran ist. Die Reihe, in der die Lehrer bevorzugterweise parken.

Lorena sah das nicht ein und kündigte an:

„Ich werde mich da morgen wieder hinstellen. Und dann wieder. Und dann wieder. Bis ich abgeschleppt werden soll. Dann gehe ich dahin, die dürfen mich ja nicht abschleppen, wenn ich da bin. Und dann kann das mal schön Mr. Suit bezahlen!“

Elli echauffierte sich noch ein wenig darüber, dass die Schulleitung sich lieber um die Renovierung des Schulgebäudes und die Ausstattung der Toiletten mit Klopapier bemühen sollte, als um Parksünder.

Dann kam Herr Frettchen und Lorena war gerade wieder dabei, sich aufzuregen.

Er fragte sie, ob es ihr Auto gewesen sei. Sie bejahte und er erklärte, dass es vermutlich damit zusammenhänge, dass die Lehrer laut der Behörde für ihre Parkplätze bezahlen sollen. Lorena fragte nach, wieviel das denn koste und Herr Frettchen grinste und meinte nur:

„I don’t know. I never paid.“

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Chaos, Chaos, Chaos

Ich hatte heute erst zur zweiten Stunde und dann Englisch. Als Herr Frettchen kam, hatte ich meinen Stundenplan noch in der Hand (vielleicht habe ich gehofft, dass sich durch Draufstarren was dran verbessert?). Er blickte mir über die Schulter, fragte mich, ob das meiner sei und nahm ihn mir weg. Ich bejahte und nickte auch auf die Frage hin, ob er ihn mal ein paar Minuten haben könnte. Zum Stundenabgleichen. Leider ist sowas absolut nötig.

Kaum hatten wir uns alle hingesetzt, meinte er auch schon, dass der Plan so nicht funktionieren würde.

Meine trockene Erwiderung war, dass an dieser Schule gar nichts funktioniert.

Das Problem war beziehungsweise ist nämlich, dass wir laut seinem Plan Montags in der vierten Stunde eine Einzelstunde Englisch haben, die laut unserem Plan aber am Freitag in der zweiten Stunde liegt. Da hat Herr Frettchen aber schon anderen Unterricht.

Das muss geklärt werden. Blöderweise haben wir am Montag alle in ebendieser Stunde Zeit…

Blöderweise, weil unser Stundenraster zwei Pausen vorsieht, eine um 10:25 Uhr, die zwanzig Minuten dauert und eine um 12:20 Uhr, die 35 Minuten dauert. Also liegen sie jeweils nach der dritten und fünften Stunde. Hat man nun also in der vierten und fünften Stunde frei, hat man von 10:25 bis 12:55 Uhr frei, genug Zeit, um nach Hause zu fahren. Hat man aber nur in der fünften frei, lohnt sich das schon nicht mehr. Außerdem hätten wir dann am Freitag in der ersten Stunde Unterricht, dann eine Freistunde und danach wieder Unterricht…

Ein anderes Chaos hat sich geklärt. Nicht zufriedenstellend für manche, für mich geht’s aber.

Es geht um die Biokurse.

Die Kurse von Herrn Guetta und Herrn Fabulant wurden nämlich über die Ferien lustig gemischt…

Also stand bei einigen bio1 auf dem Stundenplan und bei anderen bio2, auch wenn sie vorher im selben Biokurs waren. Blöderweise ist ein solches Mischen überhaupt nicht praktikabel, weil wir das Thema, das der Guetta-Kurs jetzt haben wird, schon gemacht haben und umgekehrt. Herr Guetta hatte mit einigen Leuten aus seinem Kurs abgesprochen, dass sie sich treffen würden, wir Fabulant-Leute standen entweder im fünften oder im zweiten Stock und ziemlich dumm rum.

Es ist eine Tatsache, dass viele Leute lieber bei Herrn Guetta als bei Herrn Fabulant hätten und dementsprechend wurde einiges versucht, um sich doch noch in den anderen Kurs zu mogeln. Vergeblich, aber sehr offen.

Timon meinte dann auch leise zu mir, dass er es faszinierend fände, dass Herr Fabulant es scheinbar einfach nicht versteht, dass die ganzen Leute wegen ihm in den anderen Kurs wollen…

Jetzt haben alle alten Guetta-Leute bei Guetta und alle anderen bei Fabulant. Alles wie gehabt – hat auch nur eine halbe Stunde gedauert, das zu klären…

Ein weiteres Chaos betrifft nur den Englischleistungskurs. Wir sollten vor den Ferien eigentlich alle Bücher abgegeben haben, weil die über die Ferien codiert wurden, um besser feststellen zu können, wer seine Bücher auch wieder abgegeben hat. Beziehungsweise eher, wer sie nicht abgegeben hat.

Da wir vor den Ferien aber ziemlich informationslos waren, wurde uns das nicht gesagt. Nur Herr Hastig hat darauf bestanden, dass wir unsere Mathebücher  abgeben. Alle anderen haben wir noch. Tjaaaa…

Sascha hat mir schon vorgeschlagen, ich könne die Bücher, weil die ja nicht registriert seien, ja nach dem Abi verticken. Als wenn… -.-

Der morgige Tag wird anstrengend. Von zehn vor Neun bis zwanzig nach Sechs Schule. Da freue ich mich ja schon drauf – nicht.

Eure Muffin

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Stundenplan und Chaos

So, es ist soweit, das neue – mein letztes – Schuljahr hat begonnen… und zwar furchtbar.

Wir kamen pünktlich zur Schule, zur ersten Stunde, die wie immer um acht beginnen sollte. Ein kurzer Blick auf den Vertretungsplan verriet uns, dass alle Oberstüfler (außer denen, die jetzt neu auf die Schule gekommen sind) in den ersten beiden(oder in den ersten dreien?) Unterricht bei ihrem Erst-LK-Lehrer haben sollten. Soweit, so gut.

Blöderweise wussten wir ja gar nicht, WER denn nun unser Lehrer sein würde! (wir erinnern uns… Frau Rank war schwanger…)

Dafür konnten wir dem Plan unseren Raum entnehmen. Beziehungsweise auch nicht, weil wir doppelt da standen, der andere Deutschleistungskurs aber gar nicht. Wir haben uns den Raum dann aber logisch erschlossen und warteten vor ebendiesem.

Zu neunt.

In unserem Englischleistungskurs sind jetzt noch Teresa, Elli, Anouk, Calvin, Timon, Lorena, Marisa, Luna und ich. Und Tahmid, der fehlte heute aber, weil er noch in Jordanien weilt (Hochzeit und so…).

Damit ergibt sich, dass wir in unserem Deutschleistungskurs nur noch fünf Leute sind. Stimmt so auch. Wir wurden nicht zusammengelegt oder sonst was. Wir sind zu fünft.

Jedenfalls standen wir also zu neunt vor dem Raum. Der Flur leerte sich allmählich und irgendwann standen nur noch wir da. Wie bestellt und nicht abgeholt. Lehrerlos.

Es wurde gewitzelt, dass wir ja uhrzeittechnisch bei Frau Blümchen haben könnten, die käme ja immer zu spät. Oder bei Frau Rank, die käme ja gar nicht erst (woraufhin einige klar und deutlich meinten, dass sie gehen würden, wenn wir Frua Rank wieder hätten). Luna erinnerte an die Paralellen zu der Situation vor den Ferien, als Herr Frettchen einfach nicht kam…

Nun ja. Die Minuten vergingen und noch immer war kein Lehrer in Sicht.

Um halb neun gingen Teresa, Luna und ich dann runter zum Büro von Mr. Suit. Der ist zwar nicht da, aber trotzdem.

Für mich ergab sich da eine Überraschung, denn Herr Otto, mein ehemaliger Lateinlehrer, macht die Vertretung für Mr. Suit. Er konnte uns leider nicht sagen, wen wir denn gehabt hätten. Dafür konnten wir schonmal einen Blick in unsere Stundenpläne werfen. Und was wir dort sahen, war der blanke Horror… doch dazu später mehr.

Inzwischen lief The Whale vorbei und ich fragte sie, wer denn jetzt unser Profil übernehmen würde.

Herr Frettchen.

Gut. Dann wussten wir wenigstens, wer uns versetzt hat.

Frau Schick verteilte uns dann unsere Stundenpläne.

Soll ich euch mal verraten, wie lange ich in der Schule sein darf?

Montags von 8-10:25 Uhr, dann zwei Freistunden, dann eine Doppelstunde Kunst – MOMENT mal, Kunst?! Das hatte ich doch abgewählt?! (steht aber scheinbar bei ziemlich vielen falsch drin), dann um 14:30 Uhr Schluss.

Dienstags von 8:50 bis 12:20 Uhr.

Mittwochs von 8:50 bis 16:10 Uhr.

Donnerstagmorgen in der ersten eine Stunde, dann zwei Freistunden, dann von 10:45 bis 16:10 Uhr.

Freitags von 8 Uhr durchgehend bis 14:30 Uhr.

Soweit wäre das ja noch vertretbar. Aber da fehlt noch etwas.

Spanisch nämlich, das haben die nämlich wieder mal nicht hinbekommen mit der Kommunikation zwischen den Schulen. Spanisch ist zwangsweise am Nachmittag, weil schulübergreifend. Also vier Nachmittagsstunden mehr. Nur wann?

Also ab zu Herrn Otto, fragen. Der schrieb sich das zunächst einmal auf, entschied dann aber, dass wir uns ja selber drum kümmern können und gab Luna und mir die Telefonnummern der jeweiligen Schulen. Juhu.

Dann gab es noch Unklarheiten wegen den Biokursen, die sind nämlich entweder falsch eingetragen oder neu zusammengewürfelt worden. Dummerweise kann man unsere beiden Biokurse nicht neu mischen, weil der andere das Thema, was wir bereits hatten, noch machen muss und umgekehrt. Aber gut, wir werden sehen.

Unser riesiger Pädagogikkurs wurde aufgeteilt. Anouk und ich sind in demselben, allerdings wohl nicht in dem, den Herr Waschbär weiterhin macht. Angeblich wird jemand Neues unseren Kurs übernehmen. Man darf gespannt sein.

Zwischenzeitlich kam auch Frau Rock, Lunas Biolehrerin, vorbei und meinte fröhlich: „Das Schuljahr fängt an, wie es aufgehört hat – mit Luna vor dem Lehrerzimmer!“

Auch Herr Frettchen kam irgendwann.

Ich: „Herr Frettchen, wir hätten Sie eben gehabt – Profilleiterunterricht in den ersten beiden Stunden.“
Herr Frettchen: „Ach, behalte ich euch? Das war Freitag noch nicht ganz klar.“

Oh mann. Diese Schule kennt das Wort Organisation auch nur aus dem Fremdwörterlexikon, oder?

Er meinte dann aber, er würde dann aber morgen zu den beiden Englischstunden kommen.

Teresa meinte daraufhin: „Ähm danke.“, sah mich mit großen Augen an, „Diese Schule kennt auch keine Arbeitsmoral…“

Nun waren die ersten beiden Stunden um und wir hatten noch eine Stunde Unterricht in unserem zweiten Leistungskurs. Also Deutsch bei Frau Neon.

Wir haben beschlossen, dass wir eine Wochenendfahrt nach Weimar machen werden, darauf freue ich mich schon. Und sie meinte, sie würde uns in Anbetracht unserer Kursgröße und Stundenpläne wohl keine Hausaufgaben aufgeben und freute sich darüber, dass wir ihr Kopierkontingent nicht sehr belasten würden.

Nach dieser Stunde hatten wir dann Schluss und ich fuhr bei der Schule, in der wir Spanisch haben, vorbei, um mich vor Ort zu erkundigen, engagiert und motiviert, wie ich bin…

Nun ja, was soll ich sagen.

Zu den schon aufgeführten Stunden kommen Montags ab 14:45 Uhr und Mittwochs ab 16:25 Uhr noch jeweils zwei Stunden Spanisch hinzu. Ich darf mich also beamen, innerhalb von fünfzehn Minuten von einer Schule zur anderen. Mit dem Fahrrad komme ich dann vielleicht nur fünf Minuten zu spät, das ist gar nichts, letztes Schuljahr überschnitten sich meine Stunden ja und ich durfte immer eine Viertelstunde zu spät kommen. Aber wenn ich mal Bus fahren sollte… Da kann ich schon fast die erste Spanischstunde knicken.

 

Jetzt darf ich übrigens mein Leben umplanen, danke, liebe Schule.

Und Mr. Suit behauptet noch, wir bekämen dieses Schuljahr einen besseren Stundenplan…

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Herr Frettchen und die erste Woche

So, die erste Woche mit unserem neuen Englischlehrer ist vorbei. Vier Stunden, in denen wir ihn und er uns ein wenig beschnuppern konnten.

Nun, was soll ich dazu sagen? Ich hatte eigentlich eine recht ablehnende Haltung ihm gegenüber, obwohl ich ihn niemals im Unterricht hatte. Er war mir einfach nicht so sympathisch. Aber nach dem Fiasko mit Frau Rank dachte ich mir eigentlich schon, dass wir auf jeden Fall ein kleineres Übel bekommen würden als zuvor. Ich versuchte, so vorbehaltslos wie möglich in den Unterricht bei ihm zu gehen und wurde sehr angenehm überrascht. Wenn wir ihn doch bloß statt Frau Rank bekommen hätten… aber das ist ja nur ein Was-wäre-wenn, damit möchte ich keine Zeit vergeuden.

Herr Frettchen hat mich davon überzeugt, dass der Englischunterricht auch wieder Spaß machen und interessant sein kann. Diese Gedanken hatte ich spätestens in der zweiten Woche bei Frau Rank begraben, während ihrer Zeit war der Englischunterricht eine furchtbare Quälerei.

In der ersten Stunde, in der wir ihn hatten, machte er gleich eine lustige Bemerkung über unsere Schulleiterin, The Whale („Please don’t ask me if I’m gonna be your teacher next year.“ – „Nobody knows!“ – „Oh no, that’s not true, at least God knows. And at this school God is female and from Antarctica – she’s walking like that.“), was die Stimmung eindeutig hob. Er setzte sich auch nicht an das Lehrerpult, was gefühlte Meilen von unseren Plätzen entfernt war, sondern – dem guten Beispiel Frau Neons folgend – an einen Platz in unserer Nähe. Pluspunkt!

Er erkundigte sich auch, was wir denn bei Frau Rank gemacht hätten, er hätte darüber von ihr keinerlei Informationen bekommen (wen wundert’s? Mich zumindest nicht.). Daraufhin schwiegen wir und irgendjemand murmelte „Wir haben was gemacht?!“. Schließlich erzählten wir, dass wir die Lektüre „Bend it like Beckham“ bekommen hätten und einige Aufgabenblätter dazu. Besprochen haben wir dazu natürlich nichts, immerhin hat es ja auch Ewigkeiten gedauert, bis Frau Rank das Buch mal besorgt hatte… Das Sprachniveau dieser Lektüre ist auch nicht gerade herausfordernd (ich meine, es wird für B1 + B2 empfohlen, ich habe in der 9ten schon ein Sprachzertifikat für B2 gemacht…).  Außerdem sagten wir, dass wir eigentlich Referate über Indien hätten halten sollen. Wo das ja auch soooo sehr zum Thema gehört; und dass wir Referate über die verschiedenen „waves“ der weiblichen Entwicklung gehalten hätten (Klausurersatzleistung und über die sieben Punkte da könnte ich mich immer noch totärgern).

Herr Frettchen sah insgesamt etwas geschockt aus und wir beschlossen, dass wir einfach den ganzen Müll die gesamten noch geplanten Unterrichtselemente von Frau Rank nicht in unseren weiteren Unterricht implementieren würden. Was habe ich mich da gefreut!

Dann verteilte er sogenannte Study Guides, in denen Multiple Choice-Aufgaben zur Grammatik aufgelistet werden, an uns und wir machten noch einige und dann war die erste Stunde bei unserem neuen Lehrer auch schon rum.
Übrigens, extra für Frau Falke: Die Study Guides sind jeweils elf Seiten. Kopiert. Für jeden von uns. Und übrigens, die Aufgaben zu Bend it like Beckham, die Mr. Suit uns im Auftrag von Frau Rank gegeben hat, sind 22 kopierte Seiten für jeden. Dabei haben wir noch nicht mal alle bearbeitet und werden es wohl auch nicht mehr tun. Tjaha, schön, wenn man funktionierende Kopierer hat 😀

In der nächsten Stunde, einer Doppelstunde diesmal, besprachen wir zuerst einmal die Abiturklausur von diesem Jahr, samt Operatoren und allem Drum und Dran, also auch, was wir denn für Ideen zur Beantwortung dieser Aufgaben hätten und so weiter. Danach gingen wir im zweiten Teil der Doppelstunde in den Computerraum und auf die Seite http://www.breakingnewsenglish.com. Dahinter verbirgt sich eine Seite, auf der in regelmäßigen Abständen über ein aktuelles Ereignis berichtet wird. Das Besondere daran: Es werden zu dem Ereignis Aufgaben gestellt, die zu bearbeiten sind. Das taten wir zu dem Artikel Air-Rage Granny Gets 10-Year Flight Ban. Besonders interessant war die Aufgabe, in der man eine Tabelle mit einigen Arten von Rage ausfüllen musste. Unter anderem, was diese bestimmte Art ist, warum sie geschieht und wie man sie verhindern kann. Lustig war die Antwort von Calvin zu „Trolley rage“. Er beschrieb diese Art von Rage als diejenige, die entsteht, wenn es nur noch einen Einkaufswagen gibt, aber zwei Leute ihn haben wollen… Als Lösungsansatz hatte er „Gewinnen“. Finde ich gut 😀

Ich hatte bei „Office rage“ als Lösungsvorschlag „less coffee“ eingebracht. Herr Frettchen fragte nach und ich meinte, dass es da ja immer Ärger gebe, wer denn den Kaffee zu kochen habe und wie stark und wer abwäscht etc. Er fasste es dann zusammen mit „Also ist Kaffee das Problem. Sprichst du aus Erfahrung?“. Ich verneinte, da ich gar keinen Kaffee mag und er fragte, was ich denn dann gerne trinken würde. Die Antwort war klar: Tee (ich LIEBE Tee!). Daraufhin fragte er Luna, die mit „cold drinks“ antwortete. Herr frettchen verstand das aber nicht und er fragte entgeistert: „Cookies?!“
Ja klar. Ich trinke auch immer Cookies 😀

So verging auch diese Stunde und wir bekamen eine Hausaufgabe, nämlich die, eine der Aufgaben aus der Abiturklausur zu machen.

Heute war nun die letzte Stunde dieser Woche. Herr Frettchen wählte einen interessanten Stundeneinstieg. Er schrieb ein Zitat an die Tafel.

I don’t know. I google.

Dann sprachen wir über dieses Zitat und begründeten unsere Meinung. Das erinnerte mich ein bisschen an die Vorbereitung damals auf das Sprachzertifikat – und das ist GUT! 🙂

Danach besprachen wir die Hausaufgaben und gingen noch ein wenig mehr auf die Abiturklausur im Ganzen ein.

Mein Fazit nach einer Woche: Ich finde es gut, dass wir Herrn Frettchen bekommen haben.

 

(und um noch mit einer kleinen Anekdote abzuschließen…
Wir sind bereits im Raum, es ist vor der ersten Englischstunde mit Herrn Frettchen. Elli äußert Bedenken.
„Ich hatte noch nie einen männlichen Englischlehrer…“
Sie wird komisch angeschaut.
„Und was ist mit Herrn Fellow?“
Elli guckt ein wenig bedröppelt, sie hat ihn tatsächlich vergessen. Dann schlägt sie die Hand vor den Mund und ruft:
„WIE?! Das war ein MANN?!“

😀 )

 

Ich wünsche ein erholsames Wochenende!

Mit lieben Gruß

Muffin

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