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„Du hast keinen Bock mehr auf Schule, oder?“

Das war, was Frau Neon letzte Woche zu mir sagte. Keinen Bock mehr auf Schule – ich war verwirrt. Wenn ich keinen Bock mehr auf Schule hätte, würde ich erstens gar nimmer kommen (Entschuldigungen schreiben kann ich mir ja selbst) und zweitens bestimmt nicht darauf hoffen, eine FJ-Stelle in einer Schule zu bekommen (ich hab‘ da nächste Woche einen Vorstellungstermin *yey* ).

Ich habe immer noch Lust, zur Schule zu gehen, sehr sogar. Aber gleichzeitig habe ich auch furchtbar viel um die Ohren und kaum mal einen Tag, an dem ich nicht nach der Schule schnell irgendwohin muss oder etwas ganz Dringendes zu erledigen habe. Darunter leidet meine Bereitschaft mich an sinnlosen Unterrichtsspielereien zu beteiligen.

Ich bin angespannt wie selten und dankbar dafür, dass der Deutsch- oder auch der Biounterricht für mich von Timon aufgelockert wird. Er rettet in diesen Stunden meine gute Laune (was vor allem in Bio absolut notwendig ist). Frau Neon stört sich aber daran, dass wir ihren Ausführungen über Deutungshypothesen nicht lauschen, sondern lieber einander… Gut, das kann ich auch verstehen, das ist in einem Kurs mit fünf Leuten echt ein bisschen doof.

Was ich aber nicht verstehe, ist, dass sie JETZT auf den Gedanken kommt, ich hätte keinen Bock mehr. Ich war schon viel schlimmer drauf während ihres Unterrichtes. Vor allem in Geschichte, da haben Luna und ich eine ganze Zeit lang jede einzelne Stunde vor Lachen auf dem Tisch liegend verbracht. Oder in Deutsch, als wir das Frauenthema hatten und mir die blöde Effi Briest-Klausur die Laune für Wochen verdorben hat. Oder die Zeit, in der ich jede einzelne ihrer Stunden undd Unterrichtsmethoden in Frage gestellt habe, weil ich sie nicht sinnvoll fand. Warum also jetzt?

Es ist mir ein Rätsel.

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Kina und England

Wir behandeln in Geschichte gerade das nicht abi-relevante Thema China. Wobei Frau Neon das immer Kina ausspricht, eine Angewohnheit, an der sich einige im Kurs sehr stören. Schina und China ist beides gut und schön, aber Kina? Naja… Da merkt man wohl, wo Frau Neon herkommt 😉

Nun haben wir zwei Quellen gelesen, jeweils von einem Chinesen an den/die englische/n König/in geschrieben und zwar im zeitlichen Abstand von uuungefähr fünfzig Jahren. Daraus sollten wir schließen, was in der Zwischenzeit geschehen ist, aber auch, was später passieren wird.

Da ich aber bereits wusste, was passieren würde (die Opiumkriege) und dementsprechend schnell fertig war mit der Aufgabe – und meine Hände an Luna aufwärmte. Und vielleicht ein klitzekleines bisschen quatschte -, wurde mir eine Sonderaufgabe auferlegt: Eine zweite Möglichkeit, wie es weitergehen könnte, zu finden.

Also schrieb ich:

„Queen Victoria könnte sich in den Opium-Handel einmischen und die Vorschläge umsetzen, die Commissioner Lin ihr unterbreitet hat, unter anderem also die Zerstörung von Opium-Plantagen in Indien. Zusätzlich könnte sie finanzielle Hilfe für spezielle Krankenhäuser gewähren, in denen die Opiumsüchtigen von ihrer Sucht geheilt werden können. Um das Bedürfnis nach Opium zu ersetzen werden die Opiumsüchtigen zu einer Sucht nach Schokolade hingeführt. Natürlich keine Sucht nach Milchschokolade (aufgrund der hohen Laktoseunverträglichkeitsrate in China), sondern nach dunkler Schokolade.
Ihr bitterer Geschmack führt aufgrund chemischer Reaktionen im Gehirn zu einer Vebesserung der kognitiven Fähigkeiten. Weil die Engländer die Einzigen sind, die in der Lage sind, mit dieser dunklen Schokolade zu handeln, wird China von England abhängig.
Weil das den Chinesen nicht gefällt, entsenden sie ein Mädchen, Mulan, nach England. Dort stiehlt sie die Geheimnisse der Schokoladenherstellung.

Happy End für China.“

Zu meiner Verteidigung… Es sollte nicht realistisch sein^^

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„Keine Weihnachtsfreude“

Da in letzter Zeit erstaunlich viele Suchanfragen zur Karikatur „Keine Weihnachtsfreude“ auf meinen Blog geführt haben, habe ich mir gedacht, dass ich meine Analyse dazu einmal hier zum Besten geben könnte. Sogar in übersetzer Form 😉

Die Karikatur findet man hier: http://diglit.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1919/0687

„Die vorliegende Karikatur „Keine Weihnachtsfreude“ von Werner Hahmann zeigt die Konsequenzen des Versailler Vertrages. Dieser Vertrag war der Friedensvertrag zwischen den Alliierten und Deutschland und besagte, dass es Deutschland untersagt war, eine Armee von über 100.000 Mann zu unterhalten. Dasselbe galt für jegliche Militärflugzeuge sowie Seestreitkräfte. Der Junge stellt den Deutschen Michel, ein gebräuchliches Symbol für Deutschland, dar. Er darf seine Kriegsspielzeuge nicht behalten und bekommt stattdessen den Friedensvertrag. Die Karikatur zeigt ebenfalls die Unzufriedenheit der deutschen Bevölkerung mit dem Versailler Vertrag. Laut diesem Vertrag trägt Deutschland die alleinige Kriegsschuld. Die Karikatur scheint Hermann Müller, den Reichsminister des Auswärtigen, für diese Lage verantwortlich zu machen, da er den Versailler Vertrag unterzeichnete. Genau genommen, hatte er keine Wahl. Deutschland hatte den Krieg verloren und war nicht in der Position, um irgendetwas zu fordern. Der Großteil der deutschen Bevölkerung sah das aber nicht, da sie der sogenannten Dolchstoßlegende Glauben schenkten. Diese Legende wurde von der Obersten Heeresleitung erdacht und machte den Menschen Glauben, dass Deutschland in der Lage gewesen sei, den Krieg zu gewinnen, wären die Politikern der Armee nicht in den Rücken gefallen und hätten sie nicht in einen Waffenstillstand eingewilligt. Die Tatsache, dass das Bild Müllers ein Porträt von Bismarck überdeckt, zeigt den Wandel Deutschlands. Bismarck symbolisierte die deutsche Stärke. Müller wurde zum Symbol für die demütigende Einwilligung Deutschlands in den Versailler Vertrag.“

Natürlich kann man einiges mehr ausführen etc. Aber ich wollte euch nur meine Analyse als Beispiel an die Hand geben, falls ihr etwas Ähnliches machen müsste 😉

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Kaffee, Klausur und Nichtanwesenheit

„Will jemand einen Kaffee?“

Diese Frage war wirklich ein Highlight des heutigen Tages. Gestellt hat sie Frau Blümchen an uns. Im Unterricht 😀
Na gut, nicht wirklich Unterricht, sie hat uns Zeit gegeben, an unseren Facharbeiten zu arbeiten. Meine restlichen Gruppenmitglieder(Teresa und Nina) waren aber nicht da. Beide krank, laut eigener Aussage.

Bei Nina ist es so eine Sache, das mit dem Kranksein. Über sie wird schon gespöttelt, sie habe sich wohl den Zeh angestoßen und könne deswegen leider nicht am Unterricht teilnehmen…

In Philosophie haben wir auch die Noten für unsere Vorträge bekommen, sofern wir sie denn gehalten haben. Valentina war auch mal wieder da. Luiza nicht.

Ungünstig, vor allem, da wir heute auch noch eine Geschichtsklausur geschrieben haben. Frau Neon war nicht begeistert.

„Leute, meine Nachschreibklausuren sind nicht einfacher als die am Tag X!“

Dass sie sich aufgeregt hat, könnte daran liegen, dass das Gespräch so ablief:

Frau Neon: „Wo ist denn Timon?“

Niobe: „Der hat Fahrprüfung.“

Frau Neon: „Wie, der hat Fahrprüfung? Kommt er nicht zur Klausur?“

Niobe: „Doch, klar, er kommt gleich. Hat bestanden.“ (Facebook auf Handy sei dank für die Information 😉 )

Ich: „Nina ist krank. Und Teresa auch.“

Lorena: „Luiza ist auch krank.“

Wohlgemerkt: Wir sind nur 14 Leute im Geschichtskurs. Und Tahmid war heute auch nicht da… Luiza kam zumindest für die Klausur. Timon kam etwas später auch noch (so viel später, dass Frau Neon schon die Vermutung äußerte, er trinke wohl noch Champagner wegen der bestandenen Fahrprüfung 😉 ).

Die Klausur war ganz in Ordnung. Wir haben eine Karikatur („Keine Weihnachtsfreude“) bekommen und sollten sie beschreiben und dann interpretieren. Die letzte Aufgabe war dann die, zu diskutieren, ob der Versailler Vertrag ein gerechter Friedensvertrag gewesen sei. Ich hoffe, wir bekommen sie noch vor den Osterferien zurück.

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