Monatsarchiv: August 2012

Einschulung

Bals ist es auch bei uns wieder so weit, dass die Schule anfängt. Bei mir wird Chaos herrschen, wie jedes Jahr, seit ich die Oberstufe besuche, dieses Jahr aber vor allem, weil Mr. Suit nicht erscheinen wird. Der bekommt/bekam nämlich ein neues Kniegelenk und fällt bis November aus. Wie die Schulleitung sich das vorstellt, das ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.

Aber auch bei meinen kleinen Geschwistern, Louis und Linnea fängt die Schule wieder an. Linnea freut sich schon sehr darauf. Denn nach den Sommerferien werden sie einen Klassenhund haben. Der Hund heißt Fjord, wird aber Fjör ausgesprochen, da beharrt meine kleine Schwester auch drauf. Mal sehen, vielleicht wird auch einiges aus dem Projekt in den Blog einfließen… Das wäre eine Idee.

Für Louis, meinen kleinen Bruder ergeben sich deutlich größere Änderungen.

Seine Grundschulzeit ist nun vorbei und er kommt in die fünfte Klasse. Auf’s Gymnasium. Das bedeutet für ihn einen deutlich längeren Schulweg, da die Grundschule (die übrigens sowohl Katharina als auch ich ebenfalls besucht haben) am Ende unserer Straße liegt. Die erste Zeit nach den Sommerferien wird er vermutlich mit dem Fahrrad fahren und im Winter dann mit dem Bus, so wie wir das auch bei Katharina und mir gemacht haben.

Da er nicht auf dieselbe Schule gehen wird wie ich, können wir nicht den ganzen Weg zusammen fahren, aber ziemlich viel (wenn ich denn einen Umweg fahre). Also werde ich zukünftig früher und vor allem dann pünktlich aus dem Haus gehen müssen… Aber das ist es mir wert 😉

Da er auf eine neue Schule kommt, wird er dort natürlich auch eingeschult, am ersten Schultag nach den Ferien eben. Und die Schule, auf die er gehen wird ist mir sehr sympathisch: Die schulen nämlich erst um 17 Uhr ein. Es gibt auch Schulen, die das unbedingt vormittags machen möchten… Ein Graus für berufstätige Eltern und Geschwister (ich war ja schon sauer, dass seine „richtige“ Einschulung an einem Wochentag war -.-).

Also heißt das: Ich bin bei der Einschulung dabei! 🙂

Ich habe für die beiden jetzt eine eigene Kategorie angelegt und werde mal schauen, ob ich nicht auch öfter mal etwas über deren Schulzeit schreiben kann 😉

Ich wünsche noch einen wunderschönen Tag.

Eure Muffin

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Eingeordnet unter Louis' & Linneas Schulzeit

Umzug (Die Zweite)

An demselben Tag sollten natürlich auch schon die Betten stehen (sinnvollerweise 😉 ). Zusammengebaut werden mussten also zwei Hochbetten und ein normales. Beim Zusammenbauen der Hochbetten war ich nicht dabei, ich habe es nur immer mal wieder krachen hören (und teilweise auch Fluchen)… Dafür aber bei dem normalen. Nele war grad wieder irgendwo in der Wohnung unterwegs und Thomas und ich betrachteten die Einzelteile, die für den Zusammenbau so notwendig sein würden. Erstaunlicherweise waren auch kleine Holzklötzchen mit der Aufschrift „Jenga“ dabei. Wem das nichts sagt: Das ist ein Spiel, bei dem aus einem Turm aus ebendiesen Holzklötzchen immer abwechselnd eines hinausgezogen und oben drauf gelegt wird. Bei wem der Turm dann umfällt, der hat eben verloren.

Was das aber beim Zusammenbau eines Bettes sollte?

Nele gab uns wenig später grinsend die Antwort: Da es ein Doppelbett sei und zwei solcher Einlegelattenroste habe, müsse man ja etwas dazwischen stecken, damit die Dinger an ihrem Platz bleiben.

Eine interessante Verwendungsmöglichkeit, muss ich schon sagen 😉

In der Nacht habe ich dann übrigens in dem einen Hochbett geschlafen – glücklicherweise hat es mich ausgehalten. Ja, ich gebe es zu, ich habe ein wenig meine Zweifel an den Baukünsten derjenigen, die’s eben aufgebaut haben, gehabt…

Am nächsten Tag ging es dann weiter, es war ja bei weitem nicht alles fertig.

Das letzte Bett wurde aufgebaut und ich durfte Bücher ins Regal sortieren (nachdem ich es ausgewischt habe natürlich). So etwas mache ich ja nun gerne, aus diesem Grunde habe ich ja auch mal ein Praktikum in einer Bibliothek gemacht. Ominöserweise passten allerdings nicht mehr alle Bücher in das Regal, die laut Neles Aussage vorher dringestanden haben. Merkwürdig, aber nicht zu ändern.

Beim Einsortieren habe ich auch gleich ein Buch gefunden, was mir sehr gefallen hat (einfach vom Titel und Klappentext her – mittlerweile habe ich es aber auch gelesen):

„Ich darf das, ich bin Jude“ von Oliver Polak.

Und, man kann es nicht anders sagen: Der Name ist Programm. Wer aber nicht über politisch Inkorrektes lachen kann, der sollte dieses Buch eher meiden 😉

Später hatte ich noch so wahnsinnig verantwortungsvolle Aufgaben wie Kindersicherungen in Steckdosen zu kleben und auf Leitern stehenden Leuten Schrauben wieder aufzuheben. Ach, und nicht zu vergessen: Den Staubsauger beim Löcher bohren drunterhalten 😉

Erwähnenswert ist auch noch der Tischler, der am Freitag kommen sollte, um den Zaun auszubessern und die Arbeitsplatte in der Küche zuzuschneiden (und um Nele glücklich zu machen, erwähne ich es hier extra: Nele hat eine tolle Küche! Mit Spülmaschine! Und grünen Fliesen, gelben Schränken und einer dunklen Arbeitsfläche. Total schick!).

Ausgemacht war halb Zehn. Wann klingelte es? Um dreiviertel Acht – für alle Normaldeutschen ( ;P ) übrigens Viertel vor Acht. Das war schon eine Merkwürdigkeit, aber da er und sein Kollege sich sowieso erst um den Zaun kümmern wollten nicht weiter schwierig. Um Eins kam dann Thomas (ja, genau der, mit dem ich das Regalbrett kaputt gemacht habe *hust*). Der sollte nämlich die Lampen aufhängen und die Wasserleitungen wieder anschließen, sobald die neue Arbeitsfläche angebracht ist. Das kann der nämlich 😉

Und eigentlich hat Nele diese fachkräftige Hilfe Katja zu verdanken, der Lebensabschnittverschönerin von Thomas, das ist nämlich eine Freundin von ihr. Dadurch entstand folgendes Gespräch:

Nele: „Das macht er toll, oder Muffin?“
Thomas: „Ja… empfehlt mich bitte nicht weiter.“
Nele (grinsend): „Oh, ich kenn da einen, der hat mir meine Küche gemacht, der hilft dir bestimmt auch gerne…“
Thomas: „Ja, genau. Den kannst du auch rund um die Uhr anrufen, um halb Drei nachts, deutschlandweit, der hilft dir gerne.“

Nele: „Ihr scheint eine sehr glückliche Beziehung zu führen.“
Thomas: „Ja, seitdem ich Umzüge mache: „Schatz, mach‘ du mal deinen Umzug und lass mich machen.““

Ich mag ihn ;D

Irgendwann war der Tischler dann auch mal wieder zurück, der hatte nämlich Mittagspause und meinte gleich, dass er nochmal wiederkommen müsste, wegen des Zauns… da hätten sie nämlich zehn Latten zu wenig mitgebracht. Er hatte also getreu dem Wortsinn nicht alle Latten am Zaun 😀

Sehr sympathisch war auch, dass er die ganze Zeit, während er seine Berechnungen auf der Arbeitsfläche anstellte wegen der Löcher für Ceranfeld und Spüle, vor sich hinmurmelte, sodass Nele ganz leise meinte: „Ich dachte, dass das nur Frauen machen, beim Reden Lösungen finden…“. Das war ziemlich lustig. Fast so lustig wie Neles Gesichtsausdruck, als der Tischler dann irgendwann meinte: „Hm, jetzt hab ich was falsch gemacht.“…

Zum Glück, bevor er irgendwas zugeschnitten hat 😉

Nele ist daraufhin aber lieber aus der Hörweite verschwunden…

Schlussendlich hat aber doch alles mehr oder weniger gut geklappt und auf dem einzigen Bild, das Nele vom Umzug hat, sitze ich (sehr elegant natürlich *hust*) auf ihrer neuen Arbeitsplatte (damit die nicht verrutscht) und Thomas steckt so halb im Schrank über dem ich sitze, weil er ja die Arbeitsplatte festschrauben musste.

Übrigens sind diese schicken Muffins, die in meinem Blog-Hintergrund zu sehen sind, in ebendieser tollen Küche entstanden. Die übrigens eine Spülmaschine hat. Hab‘ ich das schon erwähnt? 😉

 

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Erwachsen werden

Je näher mein nächster Geburtstag rückt, desto mehr Gedanken mache ich mir darüber. Denn es ist nicht irgendeiner, den ich dieses Jahr begehen darf oder muss. Nein, es ist mein 18. Geburtstag. Achtzehn. Das klingt so gar nicht nach mir.

Genausowenig wie Erwachsensein nach mir klingt. Aber beides trifft bald auf mich zu, zumindest auf dem Papier.

Ab diesem Schuljahr darf ich mich Abiturientin nennen und wenn ich mich jetzt nicht sonderlich doof anstelle, dauert es kein Jahr mehr, bis meine Schulzeit vorbei ist. Wow. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Meine Schulzeit neigt sich dem Ende zu. Zwölf lange Jahre. Was habe ich heute noch mit dem Mädchen mit den kurzen Haaren und der Felix-Schultüte, das von dem Foto in der Collage meiner Mutter in unseren Flur lächelt, gemeinsam?

Ich habe Noten bekommen und sie für zu wichtig gehalten. Ich habe mich nicht angestrengt, habe geschwiegen und trotzdem recht gute Noten bekommen. Ich habe Unnützes gelernt und Wichtiges. Ich habe in Pausen gelesen und gequatscht.

Aber vor allem habe ich immer gedacht, dass die Schulzeit nie zu Ende gehen wird. Es war alles noch so weit entfernt, so unwirklich. Abitur, Studium, Beruf, all das habe ich betrachtet, als könne es nie zu einem Teil meines Lebens werden.

Wie geht es weiter mit mir?

Was will ich?

Ich weiß, dass die Welt nicht stehenbleiben wird, wenn mein Geburtstag da ist. Ich weiß, dass sich dadurch eigentlich nichts verändert.

Es ist nur ein Tag, der vergeht, ein einziger Tag.

Aber mit diesem Tag kommen Rechte, die ich nie hatte, Rechte, aber auch Verantwortung.

Ich darf mir Zigaretten und Alkohol kaufen, darf bei der Bundestagswahl wählen, darf alleine Auto fahren, wenn ich meinen Führerschein habe, darf heiraten und alleine aus- und umziehen. Ich darf ein rechtskräftiges Testament verfassen und in alle Diskos gehen. Ich darf nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden und Lotto spielen.

Das macht mir Angst, ehrlich gesagt. Denn ich weiß nicht, ob ich bereit dafür bin, erwachsen zu sein.

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Umzug (Die Erste)

Seit ein paar Tagen bin ich stolze Besitzerin einer Sonnenblume. Sie ist wunderbar, eine Erinnerung an’s Lächeln, an schöne Momente und an einen ganz lieben Menschen (beziehungsweise sogar mehrere).

Aber um nicht mittendrin oder am Ende anzufangen und auch dem Titel dieses Eintrages gerecht zu werden, fange ich jetzt, wo das gesagt ist, was mir am meisten am Herzen lag, noch einmal an.

Meine Freundin ist umgezogen. Und da sie ziemlich weit weg wohnt und mir trotzdem oft näher ist als die Menschen in meinem direkten Umfeld, wollte ich dabei sein. Die Ferien kamen diesem Plan natürlich entgegen.

Aber ich wollte auch ein klein wenig (oder auch viel) überraschen. Bei so einer Entfernung sind spontane Besuche ja unmöglich. Aber unangekündigte nicht.

Für eine ganze Weile sah es ohnehin so aus, als würde nichts daraus werden können. Am Tag vor dem Umzug war ich noch im Süden Deutschlands, mehrere Stunden Zugfahrt von Zuhause und auch von Nele entfernt. Aber an zwei Tagen hintereinander stundenlang Zug zu fahren, nur hastig zu packen und nicht allzu lang zu schlafen, das alles war es mir wert. Für das Lächeln, was ich auf Neles Gesicht sehen konnte.

Ganz unangekündigt war es nicht. Ihrem „Lebensabschnittsverschönerer“ (ich finde dieses Wort ziemlich genial/lustig ;D ) hatte ich es verraten. Und der sagte es ihr dann ungefähr eine halbe Stunde, bevor ich ankam. Das Gesicht von Nele hätte ich ja nur zu gerne auch gesehen… Aber ich konnte es mir ja vorstellen und die SMS, die ich dann bekam („Ihr seid doch soooooo doof!!!“, gleich darauf gefolgt von „*freuuuuuuuuuuu*“), sagten auch schon einiges ;D

So kam es dann, dass ich mitten ins Umzugschaos kam und verkündete, dass ich eine Woche bleiben würde. Könnte man auch als ziemlich unverschämt werten. Aber ich habe ja auch mitgeholfen 😉

Ob DAS dann allerdings so gut war, ist eine andere Frage. Zusammen mit einem anderen Helferling (Thomas) habe ich’s zumindest geschafft, ein Regalbrett kaputt zu machen… *schäm*

Das wiederum kam so: Das Regal war eins von Ikea, namentlich das Modell „Expedit“. Wer sich davon mal ein Bild angesehen hat, weiß, dass das Ding unzählige gleichgroße Fächer hat (theoretisch, das von Nele ist jetzt ein Designerstück mit extragroßem Fach…). Es gibt also das Boden- und Oberteil, die Seitenteile sowie wenige lange und mehr kurze Teile für die Fächer. Beinahe alles nur zum In-Einander-Stecken. Also ganz einfach. Ikea eben. Und weil wir zwei so kompetent aussahen und es eben wirklich einfach ist, hat Nele sich darauf beschränkt eben auch nur das zu sagen. Dass im Prinzip nur gesteckt werden muss.

Aber warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht? Kurz und gut (oder eben nicht gut), wir haben es geschafft, dieses Ikea-Regal falsch zusammenzubauen… Eine echte Leistung.

Eigentlich muss man nämlich die kurzen Teile senkrecht und die langen waagerecht anbringen – wir haben es genau andersrum probiert. Dadurch war das Ganze während des Bauens ziemlich wackelig und stürzte dann eben auch einmal zusammen. Tja… Und dabei ging ein Brett kaputt. Wir bauten trotzdem noch munter weiter (Nele war grade anderswo am Verzweifeln) und schlussendlich stand es auch. Nur so ganz richtig sah es nicht aus. Es ging zwar, aber irgendwie…

Wir schauten es uns an und überlegten und dann kam Nele, schaute auch und stellte fest, dass das falsch zusammengebaut sei. Irgendwie fand sie es auch ein bisschen lustig… Die passenden Sätze aus der Situation:

„Und wo ist jetzt die versteckte Kamera von „Verstehen Sie Spaß?““ (Nele)

„Duhuuu, Katja (Lebensabschnittverschönerin von Thomas)? Frisst der Thomas Leute, wenn er wütend ist? Dann sollte ich wohl besser verschwinden.“ (Nele)

„Wir sind von Ikea beauftragt und sollen andere Möglichkeiten des Zusammenbaus herausfinden.“ (Thomas)

„Wir sollten feststellen, ob der Zusammenbau vom Regal wirklich idiotensicher ist.“ (Thomas)

Also hieß es: Nochmal auseinander- und wieder zusammenbauen. Und das übrigens in ungefähr einem Zehntel der Zeit, die wir für das erste Zusammenbauen gebraucht haben… Das war also doch schon irgendwie eine Kunst für sich ;D

Mehr Umzugsgeschichten gibt’s dann morgen 😉

 

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