Monatsarchiv: August 2013

Herzmomente

Ich bin ja nun noch nicht wirklich lange an der Schule, aber die Namen der Fünftis, in deren Klasse ich auch im Unterricht dabei bin, die habe ich mittlerweile drauf. Das sind fast vierzig Schülerinnen und Schüler.
Haben sie anfangs noch etwas verwirrt reagiert („Woher wissen Sie unsere Namen?“), haben sie sich mittlerweile ein wenig an mich gewöhnt, die einen mehr, die anderen weniger.

Meine Herzmomente waren folgende:
1. Es ist Pause, ich stehe mit ein paar Fünftis draußen und wir unterhalten uns. Ich werde gefragt, wie lange ich denn an der Schule bleibe. Ich erwidere, dass ich das ganze Schuljahr über bleiben würde.  Ein Mädchen guckt mich ganz lieb an und fragt: „Kannst du nicht für immer bleiben?“
2. Freitag, wieder Pause. Wieder eine Unterhaltung mit den Fünftis, heute haben sich schon mehr zu mir getraut. Die Pause ist fast zu Ende und wir schicken die Kinder schon einmal los, damit sie nicht zu spät kommen. Ich verabschiede mich mit den Worten „Bis Montag!“. Da kommt eins der Mädchen noch einmal schnell zu mir und umarmt mich kurz. „Ein schönes Wochenende.“, wünschte sie mir noch und war dann verschwunden.
Und der dritte Herzmoment, den ich nun mit euch teile, ist zugleich auch der letzte für diesen Eintrag:
Wieder ein Erlebnis mit den Fünftis. Diesmal auf dem Flur, von dem ihre Klassenräume abgehen. Ich stehe recht mittig und werde von einer Klasse gefragt, ob ich heute wieder zu ihnen in den Unterricht komme. Bevor ich antworten kann, tut es jemand aus der anderen Klasse, während sie sich bei mir einhängt: „Aber sie gehört doch zu uns!“

Ja, ich fühle mich gut an der Schule. Aufgehoben und angekommen. Ich gehe momentan so gerne zur Schule wie eigentlich nie oder nur selten zuvor.

Ich bin gerade einfach nur glücklich ♥

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Die Einschulung

Heute sind die neuen Fünftis eingeschult worden – sowohl an meiner als auch an Linneas neuer Schule. Frau X. war heute auch da – sie hat mich auch wieder erkannt und ich hatte den Eindruck, dass sie sich wirklich gefreut hat, mich zu sehen. Das ist ein schönes Gefühl.
Wir setzten uns bei der Einschulung zusammen auf die Empore in der Aula. Dort saßen auch einige Schüler und Frau X. stellte mich ihnen gleich vor. Dabei stellte sie mich auch vor die Entscheidung, ob ich mich denn nun Muffin oder Frau Sunshine nennen lassen wollte. Schwierig, wie ich finde. Frau Sunshine passt überhaupt nicht zu mir. Ich finde es auch absolut merkwürdig, gesiezt zu werden. Allerdings habe ich im Gegenzug auch so meine Probleme, Erwachsene nicht zu siezen, wenn alle anderen das tun. Das schleicht sich da manchmal so rein, ich gebe mir aber Mühe, denn schließlich wurde mir das Du auch schon von einigen Lehrern angeboten. Von anderen nicht, da bleibe ich einfach beim Sie.
Ich habe mich dann für Muffin entschieden und bei den Fünftis geht das mit dem Sie und Du sowieso durcheinander, da werde ich beides mal.

Die Einschulung war ziemlich schön. Zwei Sechstklässlerinnen durften die Moderatorinnen spielen. Es gab eine Akrobatikvorführung von der einen sechsten Klasse und von der anderen wurde ein Lied gesungen, das von der Zeit handelte, die man in der Schule verbringt. Das fand ich ziemlich niedlich.
Dann wurde für die Geburtstagskinder Happy Birthday gesungen.
Natürlich gab es auch Reden. Eine von einem der Klassenlehrer hat mich sehr beeindruckt.
Er sprach von all den Dingen, die die Kinder während der nächsten Jahre aus der Schule mitnehmen könnten und packte sie sinnbildlich in einen Rucksack. Lego-Männchen für neue Freundschaften, die man schließen könne, ein Buch für das Wissen, was man ansammeln könnte („Auch wenn das nicht das Wichtigste sei.“), einen kleinen Pokal als Symbol für die Erfolge, die jeder persönlich für sich erreichen könne und eine Sonnenbrille für die Coolness, die man meistens so in der siebten, achten Klasse unbedingt brauche. Das als Beispiele, es waren noch mehr Dinge.
Die Klassen wurden klassisch eingeteilt, jeder wurde aufgerufen und musste nach vorne gehen. Dort bekam er ein kleines Päckchen von einem der Sechstklässler überreicht, auf dem sein Name stand. Was darin war, weiß ich leider nicht.
Dann sollten die Klassen mit ihren Lehrern zu ihren Räumen gehen, während die Eltern weitere Informationen von der Schulleitung in der Aula bekommen sollten. Frau X. und ich verschwanden dann aber auch unauffällig, da wir noch einiges zu besprechen hatten.

Als krönenden Abschluss des ersten Schultages als Fünftklässler ließen sie übrigens Luftballons steigen, an den vierblättrige Kleeblätter aus Tonpapier hingen. Auf diese hatten sie ihren Namen geschrieben und was sie sich von ihrer neuen Schule wünschten. Natürlich auch die Adresse der Schule, damit ein Finder zurückschreiben könnte.
Ich bin gespannt, ob und wann jemand antwortet…

Und ebenso gespannt bin ich darauf, wie die Fünftis so sind. Es ist schon lustig, wie sehr das Aussehen in diesem Alter auseinander geht. Einige Fünftis sind noch wirklich klein, andere sehen aus, als wären sie Siebtklässler – mindestens.
Ich freue mich schon 🙂

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Der Tag davor…

Morgen geht es also los. Ich werde morgen wohl erst einmal die Lehrer kennenlernen, die im fünften Jahrgang eingesetzt werden, weil ich ja schwerpunktmäßig bei den Fünftis unterwegs sein werde. Was ich schön finde… Wir kommen quasi gemeinsam an der neuen Schule an.
Ich bin aufgeregt. Sehr sogar. Wie wird es wohl werden?
Besonders Angst habe ich davor, dass sie mich als ungenügend ansehen könnten und beschließen könnten, mich zu entlassen. Waaaaah, Horrorvorstellung!
In zwei Wochen werde ich dann das erste Seminar haben. Die Emailadressen meiner Mit-FSJler konnte ich schon der ersten Infomail entnehmen – und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich jemanden davon bereits kenne und zwar aus meiner Tanzschulzeit…
Morgen werde ich mit dem Auto fahren dürfen, ein Luxus, der mir wohl nicht oft vergönnt sein wird.
Übermorgen werden die Fünftis eingeschult – Linnea übrigens auch, die ist schon ganz enttäuscht, dass ich bei ihrer Einschulung nicht dabei sein kann.

Wünscht mir Glück für morgen und in meinem neuen Lebensabschnitt 🙂

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Ein Stöckchen ;)

Yieha, ein Stöckchen, ein Stöckchen.
Eigentlich finde ich sowas wie Kettenbriefe doof. Außer den Hermann-Kettenbriefteig, der ja schon irgendwie Stil hatte und einfach eine nette Geste war. Zumindest eine Weile. Aber der ist ja auch relativ schnell wieder verschwunden, zumindest aus meinem Umfeld.
Andere sinnlose Kettenbriefe habe ich nie weitergeschickt und müsste dafür schon dutzende Male gestorben sein, die Liebe meines Lebens verloren haben und die nächsten 634 Jahre vom Pech verfolgt werden. Ihr kennt das sicher alle.

Manchmal gibt es aber auch Kettenbriefe, die schön sind. Ich erinnere mich da gerne an ein Exemplar, was einfach etwas Schöngeschriebenes war, von der Freude an den kleinen Dingen des Lebens erzählte und keine Aufforderung zum Weiterschicken beinhaltet hat. Aber ich schweife ab.

Ich hab‘ nämlich ein Stöckchen zugeworfen bekommen und werd‘ es jetzt einfach beantworten, weil mir eben danach ist. So. Aber ich hatte noch mindestens ein Stöckchen, das suche und beantworte ich dann erstmal… Deswegen werfe ich das Stöckchen nicht weiter 😉

Und so funktioniert es:

1. Nenne den Stöckchenwerfer.
2. Beantworte seine elf Fragen.
3. Erzähl elf Dinge über dich.
4. Entwirf elf Fragen, die der nächste beantworten soll
5. Wirf das Stöckchen an den nächsten Blogger.

Los geht’s…

1. Der Stöckchenwerfer  war der bogenschießende Reservistenvorzimmerdrache (oder so ähnlich) Nobelix.

2. Die 11 Fragen und die passenden Antworten:

1. Was ist dein Lieblings-Urlaubsort oder Land?

Mein Lieblingsurlaubsland… Hm, das ist schon kniffelig. Ich bin bisher noch nicht so weit herumgekommen. In Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Italien war ich bisher. Und natürlich in Deutschland. Ich glaube, Deutschland ist davon mein Lieblingsurlaubsland. Denn es gibt „hier“ (also im Bezug auf’s Land) viel zu entdecken. Ich würde sogar sagen, dass ich einen Lieblingsurlaubsort habe – den verrate ich aber nicht 😉
Nur so viel: Dort fühle ich mich genauso zuhause wie bei meinem richtigen Zuhause. Und eigentlich kann man sogar sagen, dass ich da auch eine Art Familie habe.

Wo ich aber UNBEDINGT mal hinmöchte, ist Spanien. Unter anderem nach Barcelona. Und nach Norwegen. Aus persönlichen Gründen.
2. Wie kommst du dorthin? Mit dem Auto oder mit dem Flugzeug?

Mit der Bahn 😉
Trotz Verspätungen etcetera finde ich die Bahn nämlich eigentlich ziemlich klasse.
3. Was macht einen perfekten Tag aus?
Schwer zu sagen… einfach das Gefühl, mein Leben zu lieben und sich auf den nächsten Augenblick zu freuen.
4. Und was macht einen perfekten Katastrophen-Tag aus?

Wenn ich zu etwas Wichtigem zu spät komme. Wenn ich dumme Fehler mache. Wenn ich keinen Tee bekommen kann. Wenn ich keine Zeit für meine Gedanken habe. Wenn ich mich streite.
5. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich verweise hier mal frech auf meinen Artikel zu diesem Thema.

6. Warum bloggst du?

Um mich erinnern zu können und um meinen Kopf ein wenig freizubekommen.

7. Wenn ich nicht arbeite oder im Internet surfe, dann…

Unternehme ich gerne was mit meinen Geschwistern, lese, habe Training und und und…

8. Was ist dein Traumberuf und hast du ihn oder wirst du ihn ausüben können?

Lehrerin. Immer schon. Und naja, ich hoffe es doch mal?

9. Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?
Zum einen den Weltfrieden, dann würde ich mir wünschen, dass die Menschheit ihre Konsumhaltung überdenkt und endlich Rücksicht auf den Planeten nimmt, auf dem wir leben und als letztes, dass alle Menschen, die in meinem Herzen sind im Umkreis von ca. 50 Kilometern wohnen.

10. Was war die schrägste/abgefahrenste Begegnung, die du bis jetzt hattest?

Das ist schwer zu beurteilen. Vielleicht die mit dem Typen am Bahnhof, der sich eine Machete leihen wollte, um den Dschungel auf seinem Bahnsteig zu durchdringen…
11. Was möchtest du einmal machen, wenn du nicht mehr arbeiten musst?

Da will ich jetzt wirklich noch nicht drüber nachdenken O.o

3. 11 Dinge über mich:

1. Ich habe seit zwölf Jahren ein Abo für das Lustige Taschenbuch. Zudem habe ich auch Erstausgaben davon, die teilweise farbig und teilweise schwarzweiß gedruckt wurden. Insgesamt beläuft sich meine Sammlung auf fast 60% der bislang erschienenen Lustigen Taschenbücher, das sind also über 250 Stück.
2. Ich habe den „Hobbit“ auf Englisch, Deutsch und Spanisch gelesen.
3. Ich beurteile ein Kartenspiel danach, wie die Kreuzkönigin aussieht, weil ich in der Grundschule Teil einer Mädelsclique mit vier Mitgliedern war, von denen jede eine der Königinnen eines Kartenspiels darstellte. Wie man sich denken kann, war ich die Kreuzkönigin.
4. Ich habe die ersten drei Bände der Twilight-Reihe gelesen, aber den vierten nicht, weil mir der Hype erstens zu blöd wurde und ich zweitens das, was ich schon von dem Inhalt wusste, ziemlich bescheiden fand.
5. Ich sammle die Glöckchen von Lindt-Osterhasen und Nikoläusen und habe bisher 14 Stück, die an meiner Schreibtischlampe hängen.
6. Meine Lieblingsmusik machen Subway to Sally, die Wise Guys, Schandmaul, Revolverheld und Christina Stürmer. Und ja, mir ist bewusst, dass das alles nicht zusammenpasst 😉
7. Postkarten, die mir geschickt werden, hänge ich an meinen Kleiderschrank.
8. Ohne Brille bzw. Kontaktlinsen kann ich nichtmal eine Armlänge weit gucken.
9. Ich hab meinen Führerschein im ersten Anlauf bestanden.
10. Ich laufe stets mit einem kleinen Herz in der Hosentasche herum, das wie ein Marienkäfer gemustert ist.
11. Ich liebe Gesellschaftsspiele.

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