Monatsarchiv: April 2013

Abiawards (Nullnacht Teil 3)

Wie bereits gesagt gab es Kategorien für Lehrer und Schüler. Ich fange einfach mal mit denen für die Lehrer an, da ich das große Ärgernis ja bereits angesprochen habe.

Die Kategorie „Hätte lieber etwas Anderes werden sollen“:
Zu dem Hintergrund dieses Vorschlags: Letztes Jahr machte Frau Elder bei der Mottowoche des Jahrganges über meinem mit. Bei dem Motto Kindheitshelden kam sie als Charlie Chaplin. Das passende Bärtchen wurde… sagen wir mal, absichtlich fehlinterpretiert. Ich denke, man weiß, was ich damit sagen möchte.
Ich finde diesen Vorschlag weder lustig noch in irgendeiner Art und Weise mit normalen Umgangsformen vereinbar. Um ehrlich zu sein: Um sowas zu schreiben – und die Abi-Awards sollen ja eigentlich ins Jahrbuch! -, muss man schon ziemlich… blöd sein.

Aber nun zu schöneren Dingen. Dieser Titel wird übrigens auch nicht im Abibuch stehen.
Weitere Alternativkarrieren waren Folgende:

Madame Ravissant hätte Flugbegleiterin werden sollen. Wie man vielleicht anhand des Namens erraten kann (und fall ich da einen fatalen Fehler gemacht habe, Asche auf mein Haupt, ich hatte nie Französisch) ist Madame Ravissant unglaublich hübsch. Also so wirklich richtig schön.

The Whale hätte Ausbilder bei der Bundeswehr werden sollen. Böse, böse… Aber bei dem Ton, den diese Frau manchmal drauf hat, ist das nun nicht weiter verwunderlich.

Frau Neon wurde eine Alternativkarriere als Börsenmaklerin vorgeschlagen. Das wundert auch nicht, denn schließlich kommt sie ja aus der Wirtschaft. Und über sie werden häufiger mal Sachen gesagt wie „Ja, weißt du, an der Wall Street sind ja die Aktien total runtergegangen, da musste sie mal eben am Wochenende hin und das alles da retten.“

Frau Laschs Berufsvorschlag war nicht sehr nett: Sie hätte lieber Bierkönigin werden sollen, wenn es nach unserem Jahrgang geht. Dieser Vorschlag hat seine Begründung darin, dass ihr im Zusammenhang mit Alkohol ein gewisser Ruf nachgesagt wird. Was genau da dran ist, weiß ich nicht.

Kommen wir zur nächsten Kategorie, wiederum eine Lehrerkategorie:Best dressed.
Hier belegte Frau Schick den ersten Platz, Ms. Smile war aber auch platziert. Frau Schick trank dann sogar einen Kurzen (obwohl das gar nicht eingeplant war :D).

Die nächste Lehrerkategorie: Zuspätkommer (das Schüleräquivalent hatten wir übrigens auch, aber das kommt ja erst später).
Frau Blümchen winkte schon, als die Kategorie verkündet wurde. Etwas Anderes konnte man sich auch nur schwer vorstellen, schließlich ist sie die Königin des Zuspätkommens. (Ich zitiere nur mal ein Gespräch, das so oder so ähnlich immer wieder vor ihren Unterrichtstunden geführt wird: (Es ist 12:50 Uhr) „Wann haben wir Unterricht?“ – „Um Fünf vor Eins.“ – „Okay, dann haben wir ja noch eine Viertelstunde…“)
Natürlich machte sie in der Kategorie auch den ersten Platz. Und weil Frau Schick es ja schon so schön vorgemacht hat, trank auch sie einen Kurzen. Dazu muss man sagen, dass es dieser grüne Waldmeister-Wodka-Likör war. Nachdem sie ihr Schnapsglas hinutergestürzt hatte, schüttelte sie sich. Schmecken tat ihr das Zeug sichtlich nicht, woraufhin Calvin dann rief: „Wir haben auch noch sauren…“

Und nun zur nächsten Kategorie, der Lehrplanfixierung.
Platz Drei belegte Frau Neon, Platz Zwei Herr Hastig und den ersten Platz machte Herr Brot. Ich finde, dass diese Kategorie ein wenig hilft, zu verstehen, warum die eine Platzierung der nächsten Kategorie so unglaublich lustig erschien…

Bei der erwähnten Kategorie handelt es sich *trommelwirbel* um das Lehrertraumpaar. Egal, ob reales Pärchen oder nur Wunschdenken, jegliche Kombination war erlaubt.
Platz Drei in dieser wunderschönen Kategorie belegte das imaginäre Pärchen Neon-Brot. Das passt und passt doch nicht, aber auf jeden Fall ist es eins: Eine absolut komische Vorstellung.
Platz Zwei errang das ebenfalls imaginäre Pärchen Ravissant-Sporty. Beides tolle Lehrer mit einem genialen Draht zu den Schülern, gut aussehen tun sie auch noch…
Und das absolute Traumpärchen unserer Lehrerschaft ist kein imaginäres, sondern ein höchst reales:

Frau Rock und Herr Guetta!

Die haben sich diesen Titel wirklich verdient.

Zum Abschluss dieses Eintrags nun noch eine der allseits beliebten Lehrerkategorien. „Kommt häufig vom Thema ab“.

Und wer könnte für diesen Titel prädestinierter sein als Mr. Suit, der Lehrer, der andauernd aus dem Nähkästchen plaudert, egal, ob man es nun hören möchte oder nicht? Der schon alles erlebt, alles gesehen, alles studiert hat?
Aber auch der dritte Platz ist meiner Meinung nach total verdient: Herr Waschbär hat ihn bekommen.
Als die Kategorie angekündigt wurde, formierten sich Sprechchöre, die „Waschbär, Waschbär!“ skandierten. Das sagt doch schon alles, oder? 😉

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Von einer recht gelungenen Nullnacht, einem nicht sehr erfolgreichen Notlösungsabistreich und dem Unterricht am Tag danach (Teil 2)

Schon als ich im Dunklen auf dem Weg zur Turnhalle war (also vom Parkplatz aus), begegnete ich dem ersten Mitschüler. Es war Tahmid, wie ich an der Stimme erkannte, als er mich mit grellem Licht anleuchtete und grüßte. Ich grüßte zurück und ging weiter. Im Vorraum der Turnhalle traf ich dann auf Herrn Bleistift, der dort gerade Liegestühle aufstellte. Warum auch immer. Der nahm mich jedenfalls mit hinein und ich lief quasi in Frau Schick hinein. Wie man merkt, sind die Beiden die Lehrer, die zur Beaufsichtigung da waren. Noch dazu waren Frau Blümchen und Madame Ravissant. Wir hatten also eine echt geniale Lehrerbesetzung.

Frau Schick schaute mich an und meinte nur: „Muffin, du gibst echt alles.“ Allerdings wusste sie nicht wirklich, was ich darstellen sollte (aber das bin ich ja schon von Dienstag gewöhnt gewesen… 😉 <- Spoiiiiler!).

Dann kam ich auch mal in der Halle an. Frau Blümchen und Madame Ravissant hatten sich an einer Seite auf einem großen Kasten niedergelassen und beobachteten, auf der gegenüberliegenden Seite waren ein paar Tische mit Essen und Getränken aufgebaut. Dazu lagen die großen Weichbodenmatten auf dem Boden und die Kletterseile waren herausgezogen. Am Anfang stand das Erkennen von den verschiedenen Kostümen im Mittelpunkt. Einige waren auch noch nicht fertig und in der Umkleide (Ari zum Beispiel).

Der Einfachkeit halber werde ich bei denen, die ich nicht so häufig erwähne, übrigens keinen Extranamen einführen, sondern sie mit ihren Kostümen bezeichnen. Es lohnt sich einfach nicht mehr 😉

Ich hatte ziemlich viel Spaß bei der Nacht. Mir wurde einmal von Ari „Partyuntauglichkeit“ bescheinigt, weil ich nur sehr selten Alkohol trinke. So auch bei der Nullnacht. Mir ist bewusst, dass ich wenig vertrage.

Lorena ist eigentlich auch bewusst, wie viel sie verträgt. Das denke ich zumindest, so schätze ich sie ein. Als sie aber vor mir stand (ich saß mit Luna auf einer der Bänke) und folgendes von ihr gab, zweifelte ich ein bisschen daran.

„Ja, Muffin, du hast so einen kritischen Blick. Ich weiß, was du denkst: Ich bin die Jahrgangsschlampe! Hier, trink!“

Damit hielt sie mir ihren Becher mit einer Fantamische hin. Ich nahm einen Schluck – mit Betrunkenen diskutiere ich nicht 😉
Dazu muss ich sagen, dass ich das keinesfalls von Lorena denke. Ich respektiere sie. Sie ist geradlinig und hat immer einen lockeren Spruch auf Lager. Eigentlich mag ich sie sogar. Wirklich zum Tragen ist das allerdings nie gekommen. Dafür sind wir zu unterschiedlich. Schade eigentlich.
Auch als sie mir später auf dem Flur begegnet ist, machte sie einen, sagen wir, redseligen Eindruck. Sie fasste mich die ganze Zeit an und unterhielt sich über Liebesdinge – ich sollte für sie Informationen über einen Typen einholen.

Was es auch noch gab in dieser Nacht, war die Verleihung der Abi-Awards. Es wurden immer die ersten Drei genannt und der Erstplatzierte musste einen Kurzen trinken.
Es gab sowohl Schüler- als auch Lehrerkategorien. Eine der Lehrerkategorien war „Hätte lieber etwas Anderes werden sollen“. Da gab es Ärger, denn einige Spaßvögel fanden es wohl lustig, Frau Elder eine Alternativkarriere als SS-Offizier nahezulegen…

Aber Näheres dazu und zum Rest der Nullnacht gibt es dann ein anderes Mal 😉

(Ich liebe Cliffhanger! Aber nur, wenn ich sie selbst konstruiere ;P )

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Müde, müde, müde

Oder auch: Von einer recht gelungenen Nullnacht, einem nicht sehr erfolgreichen Notlösungsabistreich und dem Unterricht am Tag danach (Teil 1).

Ich gestehe: Ich werde alt. Und brauche meinen Schlaf. Zumindest minimale Mengen müssen schon drin sein. Von Donnerstag auf Freitag gab’s aber keinen… Unser Jahrgang veranstaltete seine Nullnacht in der schuleigenen Turnhalle. Das ist bei uns eine Dreifachturnhalle, Platz genug gab es also.
Das Motto, unter dem die Nullnacht stand, war der Buchstabe „A“. Also war es angesagt, sich als etwas mit diesem Anfangsbuchstaben zu verkleiden. Der dahintersteckende Gedanke ist, dass die uns nachfolgenden Jahrgänge diese Buchstaben als Tradition fortführen… der Jahrgang nach dem Jahrgang nach uns kommt dann also als Clowns. Oder Chamäleons. Die Armen.
Dieselbe Tradition gibt es auch an der Spanischschule, die sind allerdings schon bei „P“ angekommen und ziemlich viele Mädels gehen als Prinzessin…
Wir hatten ein paar echt coole, einige lustige, rätselhafte, unverständliche und einfallslose Kostüme. Wir gingen als Avatar, Arzt (viele), Asiatin (zwei), Amerika, Amy Winehouse, Agent/in (zwei), Amazone, Artemis, Abfall, Ampel, Alien, Astronaut, Anhalter, Aristocat, Aristokrat, Athlet, Aladdin, Alohagirl, Ash von Pokemon, Antike (Elli als Römerin), Antikerin (das habe ich echt nicht verstanden… aber ist auch Star Gate oder so…), alte Frau, Alptraum, Angler, Autonomer (mit Palituch und Gewehr, Al Quaida …
Dann gab’s auch noch zwei Abiturienten ohne wirkliche Verkleidung, eine Abgängerin, und Sascha, der das alles sowieso sabotiert hat. Und ich bin mir gerade ziemlich sicher, dass ich jemanden vergessen habe… Den Alm-Öhi zum Beispiel.

Angefangen hat der Spaß um 22 Uhr. Ab 20 Uhr war Aufbau, ich habe mich da aber herausgehalten, schließlich hatte ich zuvor noch Training und brauchte ja auch Zeit, um mich fertig zu machen. Wirklich viel aufgebaut wurde sowieso nicht. Ich bin gegen halb elf gekommen. Gekleidet als Anime-Figur, ein bisschen an Ami (Sailor Merkur von Sailor Moon) angelehnt. Mit blauen Haaren, die zu zwei Zöpfen gebunden waren, und aufgemalten großen blauen Manga-Augen. Dazu ein richtiges Cosplay-„Japanisches Schulmädchen“-Kostüm mit blauem Faltenrock an weißem Oberteil mit blauer Krawatte… Ich fand mich gut 😉

(Teil 2 gibt’s morgen, ich geh noch ein bisschen für’s Abi lernen 😉 )

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Final Countdown

Also, es wird langsam ernst, meine lieben Freunde. Ich habe die Osterferien nun fast hinter mir und nur noch eineinhalb Wochen Unterricht. Inklusive Mottowoche (ihr werdet hier auch was zu gucken haben, versprochen 😉 ).

Und dann? Dann stehen die Abiturprüfungen an. Alle in einer Woche, zwei an aufeinanderfolgenden Tagen.

Wenn ich daran denke, schwanke ich zwischen unbändiger Freude („Es ist fast vorbei!“), Angst („Was ist, wenn ich das nicht schaffe, was ist, wenn ich einen Blackout habe, was ist, wenn ich die Abiturklausuren verhaue…“), Gelassenheit („Aaaaach, läuft doch, selbst wenn ich in jeder Abiklausur – inklusive mündliche Prüfung – nur fünf Punkte bekomme, hab‘ ich immer noch einen Schnitt von 2,3.“), Angst („Was ist nach dem Abi? Was bringt die Zukunft?“), Erleichterung („Dann bin ich endlich, endlich diesen blöden Jahrgang los!“), Traurigkeit („Das soll alles schon vorbei sein? Aber ich bin doch acht Jahre lang tagtäglich in der Schule gewesen. Keinen Philosophieunterricht bei Frau Blümchen mehr? Kein Quatschen mit Frau Schick? Keine Lehrerbeobachtung mehr?“), Jubel („Bald ist MAIIIHAII, bald ist Mai!! <- ein Kapitel für sich… ich werde zwei Wochen im Mai nicht zuhause sein und freue mich unglaublich drauf 🙂 ), …

Das volle Programm, eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Das ist wohl normal, wenn ein Lebensabschnitt endet…

 

Und eigentlich wollte ich euch hiermit nur mitteilen, dass die Ferienblogpause zu Ende ist 😉

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