Von der Schwierigkeit, Studentin zu sein

Natürlich ist meine Position als Studentin im Praktikum sehr viel definierter als als FSJlerin. Aber trotzdem gibt es Situationen, in denen man irgendwo dazwischen steht.

Zwischen Lehrern und Schülern beispielsweise. Im zwischenmenschlichen Sinne.

Ich kenne diese Situation zu gut, im FSJ war es teilweise ähnlich.

Zu wem soll man halten? Man muss eigentlich zu der Lehrkräften halten. Man darf ihre Autorität nicht untergraben.

Aber was ist, wenn die Schüler im Recht sind?

Ich bin nur sehr kurze Zeit an der Schule. Ich kann längerfristige Konflikte nicht beurteilen, ich weiß nicht, ob und wie sich das entwickelt hat.

Ich weiß nicht, ob jemand sich nur aufspielt oder anstellt.

Aber wenn ein Schüler weint, dann geht mir das ans Herz. Wenn er mir sagt, dass das gar nicht so sehr wegen dem aktuellen Auslöser ist, sondern wegen dem allgemeinen Zustand mit einer Lehrkraft ist, dann tut mir das weh. Das erinnert mich zu sehr an Frau Rank und meine großen Probleme mit ihr (für alle, die sich nicht so recht dran erinnern oder meine frühen Beiträge nicht kennen: die schlimmste Lehrerin, die ich je hatte).

Wenn mir erzählt wird, was die Schüler sich schon anhören mussten, dann ist das ein ganz schön starkes Stück.

Weiß ich, ob das so passiert ist? Natürlich nicht. Kann ich mir etwas in der Art vorstellen? Leider ja. Nur zu gut.

Kann ich irgendetwas tun? Nein. Ich kann überhaupt nichts tun. Ich lasse das alles hinter mir, aber es berührt mich trotzdem. Natürlich.

Mein Praktikum ist mit einem Missklang zu Ende gegangen. Das macht mich sehr traurig.

 

(Natürlich würde ich gerne mehr hierzu schreiben, aber das Thema ist mir zu sensibel. Ich werde es aber sicherlich noch in weiteren Erzählungen anschneiden.)

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Muffins Studienzeit

2 Antworten zu “Von der Schwierigkeit, Studentin zu sein

  1. Es ist leider so, das man nicht allen helfen kann. Manchmal stehen Kollegen, Eltern, Regeln dagegen. Es ist immer frustrierend so hilflos zu sein. Aber auf der anderen Seite stehen all die, die man inspirieren konnten, die man erreicht hat und die mit einem Lachen aus dem Unterricht gehen weil sie etwas mitgenommen haben, was mehr ist als reines Fachwissen. Lehrer sein kann sehr emotionale Momente haben, tolle aber auch traurige. Das ist das schöne an dem Beruf. 🙂

  2. Ich schätze, es ist in dem Beruf so schwer zu erkennen, dass man nur gewisse Bereiche als ‚in der eigenen Verantwortung stehend‘ annehmen darf und beim Rest eben dieselbe abgeben soll. Man kann andere Menschen schlecht als Zuständigkeitsbereich abtun und ich denke, es ist gut, dass dir das schwer fällt.

    Den Blick sollte man sich bewahren und immer auch schauen, ob man nicht doch etwas tun kann. Andererseits ist es auch wichtig, sich nicht für die ganze Welt verantwortlich zu fühlen, auch wenn einige theoretische Konzepte das fordern würden 😉

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