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Karate-Wettkampf-Ergebnisse

Mittlerweile war ich sogar schon auf zwei Wettkämpfen. Von dem einen Mal habe ich ja hier erzählt. Da habe ich es ja auch zwei Wochen im Voraus erfahren, dass ich dort starten soll. Der Wettkampf war dann kurz bevor ich nach Rom geflogen bin.

Morgens trafen wir uns alle noch nicht so ganz wach (es war früh!), aber schon mit geflochtenen Haaren (zumindest teilweise). Wegen der Haare habe ich mir beinahe einen ebenso großen Stress gemacht wie überhaupt wegen des Wettkampfs und wegen der Kata und überhaupt – ja, das mutet etwas seltsam an, aber ich bin nunmal so. Bei meinen Haaren gibt es nämlich das Problem, dass sie nicht alle in einem Zopf halten, weil sie vorne eben nicht lang genug dafür sind. Normalerweise stört mich das nicht allzu sehr, weil die Strähnen eigentlich recht gut aussehen, allerdings ist das beim Wettkampf eben nicht angebracht. Und mit Klammern nach hinten stecken ging auch nicht, weil Klammern und Spangen nicht erlaubt waren. Na toll.
Also habe ich verzweifelt etwas gesucht, um dieses Dilemma zu lösen und es in Form von einer Erklärung zum Flechten von französischen Zöpfen gefunden. Ein wenig geübt, meine kleine Schwester als Testobjekt benötigt und schon konnte ich es – und es geht soviel leichter, als ich es mir vorgestellt habe!

Wir fuhren in Fahrgemeinschaften zum Wettkampf und Lillith fuhr in dem Auto mit, in dem ich mitgenommen wurde. Es war das Auto von dem Vater von einem der kleinen Mädchen, die bei uns im Verein sind.

Die Fahrt war nicht besonders erwähnenswert und irgendwann kamen wir bei dem Wettkampfort an. Dort hieß es dann Umziehen, Warmmachen und… Warten. Warten, warten, warten.

Zwischendurch musste ich auf drei von unseren Kleinen aufpassen, die, ebenso wie Tia, Lillith und ich, ein Kata-Team bildeten. Eigentlich sollten die zusammen trainieren (von einem Weißgurt beaufsichtigt, juhu^^). Haben sie aber nicht. Sie haben die ganze Zeit gestritten. Erst wollte der Eine nicht mehr mitmachen, dann der Zweite und schließlich der Dritte. Das ist ok, damit kann ich ja noch umgehen, das lässt sich klären. Blöderweise waren es zwei Brüder und die Mutter war dabei. Die hat das mitbekommen und sich dann eingemischt – soweit auch noch in Ordnung. Aber das Einmischen ging natürlich nicht auf Deutsch oder sonst einer Sprache, die ich verstehe…

Ergo stand ich doof daneben, während neben mir immer heftiger gestritten wurde… Irgendwann erbarmte sich dann einer der Jungs und erklärte mir, was da gerade vor sich ging (bezeichnenderweise keiner der Brüder).

Schlussendlich wurden die Drei dann aufgerufen zum Fertigmachen und Rhea entschied ob meiner Schilderung der Geschehnisse, dass die Drei sicher nicht wieder ein Team bilden würden…

Irgendwann kamen wir dann auch mal dran. Zuerst einzeln, dann als Mannschaft.

Ich musste gegen Lillith starten. Wir liefen beide Heian Sandan und sie gewann mit 2 zu 1. Das ist wichtig, weil der Eine, der für mich gestimmt hat, uns irgendwie freundlich gesonnen war^^

Lillith traf im Finale dann auf Tia und unterlag – was nicht verwundert, denn Tia ist die Beste von uns (was Kata betrifft, im Kumite ist Lillith einen Tick besser).

Ich schaffte es dann noch, in der Trostrunde (also die Runde um Platz 3) gegen ein Mädchen aus einem anderen Verein zu gewinnen und mir somit den dritten Platz zu sichern – Yey!

Wir drei auf dem Treppchen, das war schon einmal große Klasse, vor allem für mich, weil ich ja noch nicht sehr lange dabei bin.

Bei Kata-Mannschaft hatten wir nicht soviel Glück, da unsere Kata eben eine relativ „niedrige“ Kata ist (für den Wettkampf zumindest), dort erreichten wir keine Platzierung.

Auf der Rückfahrt wurden Lillith und ich dann von einer Dan-Trägerin mitgenommen, die zum einen selbst gestartet ist und zum anderen auch Kinder hat, die starteten. Die Tochter und Lillith hatten die Rückfahrt über extrem viel Spaß dabei, den Kopf und die Hände aus den Autofenstern zu strecken 😀

Aber am lustigsten war es, Lillith nach Hause zu bringen. Sie war nämlich eingeschlafen und als sie dann aufwachte und wir ihr sagten, dass sie nun fast zuhause sei, guckte sie sich um und meinte: „Nee… Hier wohn‘ ich net!“

Sie ließ sich dann aber doch noch überzeugen, dass sie eine Straße weiter wohnte 😉

Und der andere Wettkampf… Ja, der war am Tag nach meiner Rückkehr aus Rom. Und eigentlich wusste ich davon nichts, bis ich am Abend des Vorvortages eine SMS von Rhea bekam…

Darin stand, dass sie meine Handynummer von meinem Vater bekommen hätte und nicht gewusst habe, dass ich sie Woche nicht da sei. Wegen Zeitdruck und weil ich bei Facebook nicht geantwortet habe, hätte sie es leider ohne meine Zustimmung entscheiden müssen. Ich sei bei einem Wettkampf angemeldet.

Am besten kann wohl Luna beschreiben, wie ich mich da gefühlt habe… Total aufgedreht und überrumpelt. Zumidnest hat sie das mitbekommen^^

Aber stolz war ich natürlich auch.

Schlussendlich haben wir dann als Mannschaft mangels Gegnern einfach so die Goldmedaille bekommen und in Kata Einzel bin ich Vierte geworden. Das ist doch auch ganz schön 🙂

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Karate-Turnier

Ich weiß, dass ich aktuell ziemlich wenig schreibe, Asche auf mein Haupt. Das liegt daran, dass ich momentan recht viel um die Ohren habe, das Schuljahr neigt sich ja nun auch langsam dem Ende zu. Heute in einer Woche wer ich übrigens in Italien weilen, wegen der Studienfahrt. Mal sehen, wie das wird, berichtet wird natürlich hinterher 😉

Aber ganz viel Zeit in Anspruch nimmt aktuell die Vorbereitung auf meinen aller-, allerersten Wettkampf. Einige wird es sicher wundern, dass ich jetzt schon an einem Wettkampf teilnehme(n darf), obwohl ich doch noch nicht einmal zwei Monate Karate mache und bisher auch noch keine Prüfung gemacht habe. Die Prüfung lege ich aber dann wohl im Juli ab, ich bin da recht zuversichtlich, dass ich das hinbekomme.

Eigentlich wollte ich aber gar nicht beim Wettkampf mitmachen, weil ich dachte, dass es zu früh wäre – andererseits ist das vielleicht meine letzte Chance in U18 zu starten^^

Nun ist es aber so, dass Tia und Lillith gerne nicht nur als Einzelperson, sondern auch als Kata-Team starten wollten. Dafür braucht es aber drei Personen. Eigentlich sollte ein Mädchen bei ihnen mitmachen, dass sie kaum beziehungweise gar nicht kennen, aber das ist dann abgesprungen, wegen Krankheit oder so. Und bei dem Training am Samstag, also vor acht Tagen, habe ich dann mit denen geübt, weil das von der Größe her ungefähr passt (ich bin etwas größer als die beiden, sehe aber scheinbar jünger aus, zumindest schätzte Lillith mich auf dreizehn – interessant, übrigens 😉 ). Also machte ich das. Die Kata, die die beiden laufen wollten, Heian Sandan, hatte ich bis dahin nur ein-, zweimal gelaufen, aber da ich mir Abläufe recht gut merken kann, habe ich mich ganz gut geschlagen. Dann, irgendwann im Training winkte Rhea, unsere Trainerin, mich zu sich und meinte einfach zu mir, dass sie mich nun für den Wettkampf aufgeschrieben hätte. Ich guckte sie an wie ein Auto, muss ich sagen, so überrascht war ich. Gleichzeitig bemerkte ich auch so ein aufgeregtes Kribbeln im Bauch und ein bisschen stolz war ich auch, dass mir das zugetraut wurde.

Also habe ich mich gleich auch noch überreden lassen, auch in Kata Einzel zu starten. Naja, da werden Tia und Lillith immerhin nicht Letzte 😉

Also übe ich jetzt brav zuhause meine Kata und vor allem meine Stände (speziell den Kibadachi), um Tia, Lillith und Rhea nicht zu enttäuschen.

Drückt mir mal feste die Daumen für den Wettkampf – wie er gelaufen ist, berichte ich dann auch irgendwann^^

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Veränderung

Mal was nicht-Schulisches:

Goodbye Taekwondo, hallo Karate.

Tja, es steht nun wohl endgültig fest, dass ich meinen Sport und meinen Verein wechseln werde. Irgendwie hab‘ ich den Leuten bei TKD gegenüber fast so etwas wie ein schlechtes Gewissen. Immerhin war das die längste Vereinszugehörigkeit meines bisherigen Lebens, was ja aber auch nicht unbedingt viel heißen muss, jung, wie ich schließlich bin 😉

Aber seit Truman weg ist, ist es einfach nicht mehr dasselbe wie früher.

Ja, also nun, Karate. Meine kleinen Geschwister machen das schon seit Jahren, ich hab mich aber stets dagegen gesträubt, weil… Ja, warum eigentlich? Weil ich befürchtet habe, ich könnte im Vergleich mit ihnen nicht standhalten. Ich könnte schlechter sein.

Nun hatte ich im letzten Schulhalbjahr aber auch schon Karate als Kurs im Sportunterricht, bei Mr. Sporty. Taekwondo und Karate ähneln sich in gewissen Dingen sehr, deswegen wird mir die Umgewöhnung wohl nicht allzu schwer fallen, beziehungsweise fällt sie mir nicht allzu schwer. Denn ich war bereits ein paar Mal beim Karate-Training (und laut Rhea, die das Training macht, könnte ich sogar die nächste reguläre Prüfung nutzen, um meinen ersten Kyu zu bekommen 🙂 ).

Ich habe schon länger überlegt, mit Taekwondo aufzuhören. Vielleicht wieder mit Bogenschießen oder Badminton anzufangen. Aber so richtig gepackt hat mich nun Karate, vor allem die Atmosphäre, die dort herrscht. Offen und freundlich.

Ich freue mich schon auf das nächste Training.

Eure Muffin

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