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Hassliebe und Gerüchteküche

Die Gerüchteküche ist wieder am Brodeln und ich befürchte, dass, wenn sie überkocht, fatale Flecken hinterlassen werden könnten.

Die Gerüchteküche an meiner Schule ist ziemlich oft eine zuverlässige Quelle. Meistens sind es nur halbgare Informationen, natürlich. Aber einen wahren Kern haben sie oft.

Worum geht es diesmal, was brodelt, was wird getuschelt und vor allem, warum rege ich mich darüber so auf?

Es geht um Herrn Frettchen.

Es geht um Herrn Frettchen und darum, dass er die Schule verlassen will. Zum Halbjahr. Vor den Abiturprüfungen.

Das ist das Gerücht.

Natürlich bemüht man sich dann darum, es zu verifizieren oder ein Dementi zu bekommen. Wie damals schon, als die Sache mit Frau Rank aktuell war, wir gehofft und gebangt haben, belogen wurden und schließlich die erlösende Nachricht erhielten, dass sie nicht wiederkommen würde.

Wie als wir nicht wussten, wie es weitergehen sollte, ob wir zusammengelegt werden würden oder nicht. Als wir dann schließlich die Nachricht bekamen, dass wir Herrn Frettchen bekommen würden. Die Erleichterung.

Und jetzt das.

Luna und ich haben mit Ms. Smile und Frau Schick gesprochen. Mit Ms. Smile, weil Timon mir erzählt hatte, dass Juliet ihm erzählt hätte, dass Ms. Smile da was gesagt hätte… Und dass Mr. Suit da auch eine Andeutung in die Richtung gemacht hätte…
Ms. Smile sagte uns, sie wisse es nicht, rechne aber stark damit. Die Gerüchte würde sie seit vor den Sommerferien kennen (was erklärt, warum bis zuletzt nicht klar war, ob wir Herrn Frettchen bekommen würden…). Das Datum im Gerücht wechselte, immer zu den nächsten Ferien sollte es sein. Und es liefe nun schon so lange… Sie versprach uns auch, noch einmal bei Herrn Frettchen nachzufühle. Und meinte, sie bereite sich seit dem Sommer seelisch darauf vor, dass wir zusammengelegt werden würden.

Danach waren wir bei Frau Schick.
Diese wusste nichts, sie konnte uns nichts sagen (und ich glaube ihr, dass sie nichts wusste, denn sie hätte uns einen Wink gegeben…). Sie konnte also auch nicht dementieren. Und das tat ihr auch leid.
„Luna, du bist errötet und du, Muffin, bist blass geworden und ich hab eben schon in deinen Augen gesehen, dass du fast geweint hättest… und das will ich doch auch nicht, aber ich möchte hier ja nicht die Pferde scheu machen oder euch in Seligkeit wiegen und nachher kommt doch alles ganz anders…“

Eine absolut besch… Situation… 😦

Ich glaube, dass Herr Frettchen einen Antrag auf Versetzung gestellt hat und noch keiner weiß, wie die Behörde entscheiden wird. Ob. Und Wann.

Und ich glaube auch, dass ich ausrasten werde, wenn er wirklich geht und uns hängen lässt.

Ich hasse diese Schule. Ihre Organisation. Ihr Versteckspiel mit wichtigen Informationen.
Aber irgendwie liebe ich sie auch. Warum auch immer, denn viel Grund dafür gibt sie mir nicht. Darauf werde ich in einem der nächsten Artikel wohl eingehen. Jetzt bin ich dafür zu enttäuscht. Zu sauer. Und zu traurig.

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Kleiner Smiley im Anmarsch

Oder: So entstehen Gerüchte…

Statt zwei sinnlose Schulstunden in „Politik“ zu vergeuden, haben Luna, Ari und ich heute unsere Szene für Darstellendes geschrieben (wir haben ja umgewählt, Luna und ich. Von Kunst zu Darstellendes. Was passiert natürlich? Der Kunstlehrer bricht sich was und es fällt ständig aus…). Wo wohl?

Richtig. Auf unserem Stammplatz, der Bank vor dem Lehrerzimmer (und Mr. Suits Büro, das momentan Herr Otto belegt)…

Wir waren dort also gerade fleißig am Arbeiten, als Herr Otto kam und stöhnte: „Ach, die schon wieder.“
Alles wie immer also 😉

Er stellte sich dann zu uns und wir quatschten etwas über Gott und die Welt, als Ms. Smile zu uns kam und sich vor den Kasten stellte, der neben der Tür vom Büro unseres Oberstufenkoordinators hängt. Darin hängen die Klausurenpläne aus, für die E-Phase, Q1 und Q2.
Herr Otto: (zu ihr)“Ach, soll ich dir das wieder erklären?“ (zu uns) „Die versteht das einfach nicht!“ (wieder zu ihr) „Hier ist E-Phase, da ist Q1 und da ist Q2. Und da in den Texten stehen die Vorschriften zu den Klausuren drin!“

Er schaute uns wieder an und Ms. Smile deutete auf einen der Klausurtermine.

„Kannst du den verschieben?“

Er schaute zu ihr und sie zeigte ihm nochmal den Termin, den sie meinte.

Wir gaben dann zahlreiche Kommentare dazu ab, dass Herrn Otto das ja egal wäre, woraufhin sie meinte:
„Ja, ganz egal, wohin es mit euch Oberstüflern geht, ab Februar ist er ja weg.“

Herr Otto geht nämlich zu meinem großen Leidwesen in Rente. Ein herber Verlust. Allerdings ist es natürlich auch schön für ihn, denn dann kann er wieder mit seiner Frau zusammenleben, momentan haben die ja eine Fernbeziehung (auch noch in einem unserer schönen Nachbarländer).
Ms. Smile erklärte dann auch noch, warum sie die Klausur gerne um eine Woche nach hinten verlegen würde – und da setzt der wirklich lustige Teil ein.

Ms. Smile: „Ich hab‘ nämlich nächsten Dienstag einen Termin.“
Herr Otto (guckt sie an und meint dann trocken): „Beim Frauenarzt.“
Ms. Smile (lacht): „Ja, ich muss mich nach dem Zustand meines ungeborenen Kindes erkundigen.“
Herr Otto: „Du bist schwanger?“

Ms. Smile dämmerte dann, dass ein Eingehen auf solche Scherze in dieser Schule mit den jüngsten Erfahrungen nicht unbedingt ratsam sei…

Ms. Smile: „Oh Gott, nein!“
Herr Otto: „Na, hör mal, das hast du doch gerade gesagt.“ (zu uns) „Ihr habt das doch auch so verstanden, oder?“

Wir pflichteten ihm grinsend bei.

Ms. Smile: „Das könnte ich meinem LK nicht antuen, die kippen um wie die Fliegen! Die erste Frage, als ich sie in der E-Phase bekommen habe, war, ob ich in den nächsten drei Jahren schwanger werden würde. Das würde ich nie machen!“
Herr Otto: „Aber du hast es doch gesagt.“
Ms. Smile: „DU bist schuld, wenn du mit dem Gynäkologen anfängst!“
Herr Otto: „Aber du wüsstest doch wie es geht, oder?“
Ms. SMile: „Nein, deswegen muss ich da ja Dienstag hin, damit mir das gezeigt wird…“

Humor, Humor… Man sollte aufpassen, was man sagt ;D

Es ging noch eine Weile hin und her, mit sehr lustigen Äußerungen und Wortwechseln wie:

Ms. Smile: „Ich möchte mir dieses Mobbing nicht länger antun.“
Herr Otto: „Genau, ich mobbe. Aber nur Schülerinnen.“
Ms. Smile: (zu uns) „Eine sehr grenzwertige Äußerung, oder?“
Ich: „Und was ist mit Truman?“

Den hat Herr Otto jahrelang „gemobbt“. Das ist einfach die Art von Herrn Otto, die ihn ja auch so besonders macht. Er meint es ja nicht so und das weiß halt auch jeder.

Ms. Smile versicherte uns dreien auch immer wieder, dass sie nun wirklich, absolut und überhaupt nicht schwanger sei und auch nicht werden wollte. Ich glaube, sie befürchtete ein Gerücht… Tja, so entstehen die eben 😉

Schlussendlich gingen die beiden auch zusammen nach Hause – oder zumindest aus der Schule ;D

Schön, wenn Lehrer sich verstehen 🙂

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Schwanger?

Eins vorweg: Nein, ICH bin nicht schwanger 😉

Es geht um Frau Rank, meine Englischlehrerin. Gestern war sie das erste Mal seit einiger Zeit wieder in der Schule und auch ich sah nun, was Gerüchte mir schon zugetragen haben. Sie hat ein Bäuchlein bekommen.

Hierzu muss man natürlich auch wissen, wie Frau Rank allgemein aussieht – nämlich klein und dünn. Und nun dieses Bäuchlein… Das befeuert natürlich die Gerüchteküche.

Heute ging eine Geschichtsstunde eigentlich komplett dadurch drauf. Wir unterhielten uns darüber, Frau Neon kam hinein, wir begannen mit dem Unterricht (nach etwas Klären von Facharbeitssachen… da gibt’s extremen Stress grad) und Calvin bat Frau Neon darum, ob sie ihm nicht etwas kopieren könne, da Frau Rank sich dafür nicht in der Lage sah. Etwas für das Referat, das Calvin in ihrem Unterricht halten soll… aber nun gut.

Frau Neon verneinte mit Hinweis darauf, dass sie ihr Kopierkontingent sowieso schon ständig überziehen würde. Und meinte, dass wir doch Frau Ranks eigener Kurs seien… und damit fing es an.

Tahmid meinte nämlich: „Ja, wir glauben, dass Frau Rank noch einen eigenen Kurs bekommt.“

Frau Neon war ziemlich verwirrt. Lorena erbarmte sich schließlich und klärte sie darüber auf, dass wir vermuten, dass Frau Rank schwanger sei. Da begann Frau Neon zu lachen. Sehr verdächtig! Kein Fragen danach, wie wir darauf kämen oder so. Und auf Nachfragen unsererseits, ob sie da etwas  wüsste, antwortete sie nicht, sondern wich aus. Zu spät. Das Thema okkupierte unsere Aufmerksamkeit während der nächsten halben Stunde.

Einige Auszüge:

1. „Wir stellen ihr eine Falle! Wir stellen ihr Nutella und saure Gurken auf’s Pult und schauen, ob sie’s isst.“

2. „Wir machen uns alle so T-shirts, wo „Wir sind schwanger“ draufsteht.“

3.  „Wir bieten ihr ein Glas Sekt an und wenn sie’s nicht trinkt, dann wissen wir’s.“
„Jaaa, Sektfrühstück.“

4. „Ihr macht das morgen in Englisch und ich sag‘ dann „Seid nicht so kindisch!“ (Calvin zu Luna und mir. Kann ich gar nicht verstehen. Wir hatten doch nur Spaß.)

5. „Wir bezahlen ein kleines Kind, das zu ihr hingeht, die Hand auf ihren Bauch legt und fragt, ob sie schwanger ist.“
„Ja, das sagt dann bestimmt so: Die Teresa hat mich dafür bezahlt, dass ich sie frage, ob sie schwanger sind. Sind sie’s?“

6. „Wir fragen sie einfach ganz stumpf, wer mit uns auf Studienfahrt fährt.“ (vor dem Hintergrund, dass sie zu der Zeit schon hochschwanger sein müsste)
„Ja und dann sagt sie „Ich.“ und denkt sich: Die hab ich jetzt aber schön verarscht.

7. „Wir machen einen Bring-your-child-to-work-day und sagen dann „Oh, haben Sie ja schon.“ “

Das waren jetzt nur ein paar Auszüge… vielleicht schreibe ich später nochmal mehr. Auf jeden Fall war es sehr lustig – und die spannende Frage bleibt ungeklärt:

Ist sie nun schwanger oder nicht?

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