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Highlights

Zwei Highlights, beide aus dem Matheunterricht der Chaosfünftis.
Es ist an der Zeit, selbstständig zu arbeiten. Es dürfen natürlich Fragen gestellt werden. Ich gehe zu einem Jungen, der eine Frage hat.
Er guckt mich an und zögert. Dann fragt er doch.
„Ich wollte wissen, ob ihr Lehrer euch untereinander duzen dürft.“
Ich unterdrücke ein Grinsen und erkläre ihm, dass das ganz davon abhänge, wie gut man sich versteht und ob man einander das Du anbietet.
Aber die Frage war wirklich süß. Denn sie zeigt, dass er sich Gedanken darum macht – es war auch gerade in Deutsch ein Thema -, welche Anrede für wen angemessen ist.

Das zweite Highlight hing damit zusammen, dass die Kinder Magnetschilder mit ihrem Namen drauf bekommen haben. Magnete sind natürlich ungemein spannend, man kann so viel damit machen. Gucken, ob nicht irgendwelche Stifte magnetisch sind beispielsweise.
Was natürlich magnetisch ist, das sind ja Scheren. Es ist auch sehr, sehr unterhaltsam, damit herumzuspielen, indem man zum Beispiel – wie Markus – seine Schere in sein T-Shirt steckt und das Namensschild quasi als Orden trägt.
Doof nur, wenn direkt hinter einem dann eine FSJlerin sitzt, die leise aufsteht, sich anschleicht und ihm dann die Schere aus der Hand nimmt, als er sie gerade ins T-Shirt stecken wollte.
Dieser unglaublich verdatterte Blick war einfach nur lustig 😀

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The Whale

Oder: Herr Otto ist weg.

Nun ist es also soweit, Herr Otto ist in Rente gegangen. Leider Gottes.

Dementsprechend war heute auch, da für alle(außer uns) das Halbjahr geendet hat, Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Es waren viele da, vor allem auch viele alte Gesichter. Mit alt meine ich richtig alt – zum Beispiel unser Mathelehrer Herr Fuchs zum Beispiel, der vor vier (oder fünf?) Jahren in Rente gegangen ist. Irgendwie ist der seitdem ein bisschen älter geworden^^
Auch unser anderer ehemaliger Mathelehrer Herr Hut war da.
Wer nicht da war (glücklicherweise) war Frau Rank. Ich weiß nicht, wie ich dieser Dame gegenübertreten würde. Leider nicht da war Herr Blume.

Ach, außer für Herrn Otto war es auch der letzte Tag für Herrn Frettchen. Man glaubt gar nicht, wie sehr der sich darüber gefreut hat 😉

Jedenfalls hatten Ari, Luna und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir etwas für den Abschied von Herrn Otto machen wollen. Nach ein wenig Überlegen kamen wir dann auf die Idee, einige Szenen aus „Das Leben des Brian“ nachzuspielen. Zum Einen, weil das absolut den Humor von Herrn Otto trifft und zum Anderen, weil wir eben unter anderem die eine Szene nachgespielt haben, in der Brian „Römer geht nach Hause“ an eine Wand schmieren will und seine Grammatik dann von einer römischen Patrouille verbessert wird… Das passte einfach.

So saßen wir denn also zu Beginn der „Dienstbesprechung“ im Lehrerzimmer. Erst einmal herrschte einiger Trubel, es wurden einige sehr interessante Gespräche geführt und wir konnten einige interessante Dinge beobachten…

Dann kam The Whale und hakte die ersten Punkte der Dienstbesprechung ab. Die Punkte, bei denen ich verstanden hätte, dass wir nicht dabei sein sollten. Dann ging sie über zur Verabschiedung und wir waren dran.

Dafür mussten wir in die Aula gehen. Am Ausgang vom Lehrerzimmer verteilte Ari dann Kreuze. Luna behauptete, sie müsse nicht zur Kreuzigung, sondern sei freigesprochen, gibt dann aber zu, dass das ein Scherz gewesen sei… Die Szene kennt man 😉
Am Eingang zur Aula hockte ich und bat um eine Spende für einen „Ex-Leprakranken“. Herr Otto spendete mir sein Kreuz (wie gemein, dann werde ich ja gekreuzigt^^).
Herr Guetta saß mittlerweile auf der Bühne und sollte ein Schild hochhalten, auf dem „Judäische Volksfront“ stand. Als Herr Otto das sah, freute er sich und meinte „Ich weiß, was auf dem anderen Schild steht!“
Luna und Ari setzten sich mit einigem Abstand neben Herrn Guetta und Luna begann, über diese „Sche*ß Volksfront von Judäa“ herzuziehen. Ari guckte sie daraufhin indigniert an und meinte, dass sie selbst doch die Volksfront von Judäa seien. Gleichzeitig hielt sie dann das Schild, auf dem ebendieses stand. Luna sah sie entgeistert an: „Was?! Ich dachte, wir wären die populäre Front!“, woraufhin Ari verneinte und auf  Herrn Otto zeigte. „Nein. Die steht da drüben.“ (wenn man den Film kennt, ist es umso lustiger, da der Vertreter der populären Front so ein alter, komischer Kauz ist…^^).
Dann kam ich und rief „Otternasen, frische Otternasen!“ und bot sie Ari und Luna an. diese ignorierten mich, woraufhin ich nur meinte, dass das Geschäft auch nicht mehr das sei, was es mal war und Herrn Otto die Otternasen in die Hand drückte (unsere Otternasen waren Lakritze 😉 ).
Dann schrieb Luna als Brian „Romanes eunt domus“ auf ein Bettlaken. Ich als römische Patrouille kam vorbei und korrigierte sie. Wobei es sehr lustig war, dass sehr viele Lehrer wie pubertierende Kiddies bei dem Wort „- anus“ gelacht haben – dabei ging es nur um die Endung von Romanus^^
Nachdem ich Luna dann aufgetragen hatte, den richtigen Satz hundertmal zu schreiben, richtete ich einige Worte an Herrn Otto.
Unter anderem fielen Sätze wie:
„Ich selbst habe ja jahrelang in Latein unter ihnen gelitten.“
„Sie haben ihre Lieblingsvokabel „vexare“ – für die Nicht-Lateiner „quälen“ – gelebt und immer authentisch rübergebracht.“
„Ich werde nie vergessen, wie sie sich mit Truman um einen Stuhl geprügelt haben, die Drei-Sekunden-Regeln, nach der man sie innerhalb von dre Sekunden zurückschlagen durfte, wenn sie uns geschlagen haben oder ihre diskriminierenden, sexistischen und sonstwie verletzenden Äußerungen. Aber keine Bange – Wir wissen ja alle, dass das alles genau so gemeint war, wie sie es gesagt haben.“

Das klingt vielleicht jetzt fies. Aber so ist er gar nicht. Man muss mit seiner Art klarkommen, natürlich. Aber er meinst es nicht so, das ist nur sein Humor.

Dann gab uns Frau Drama noch Tipps, was wir hätten verbessern können (typisch Darstellendes-Lehrerin^^) und ich wurde von mehreren Lehrern nach den sexistischen Äußerungen gefragt^^ (aber nicht so ernst, sondern eher so, dass sie sich drüber amüsieren wollten).

Danach ging es wieder ins Lehrerzimmer und The Whale – schmiss uns raus.

Ziemlich deutlich sogar. Anfangs sagte sie noch, dass wir jetzt nach Hause wollten (witzig, da Luna sowieso abgeholt werden musste und das frühestens eine Stunde später – wegen der Krücken -.-), dann, dass sie das „unter ihnen“ „im kleinen Kreis“ gerne weiterführen würde. Ahja.

Hätte ich verstehen können, wenn es dann um dienstliche Dinge gegangen wäre. Aber es war einfach nur weitere Verabschiedung, ein umgeschriebenes Lied für Herrn Otto, ein Loriot-Sketch von Frau Neon und Mr. Suit – und Herr Otto meinte zuvor zu uns, wir könnten gerne bleiben (später meinten auch andere Lehrer, sie hätten nicht verstanden, warum wir denn gehen mussten…). Mitbekommen haben wir trotzdem alles, da wir von draußen, wo wir dann gezwungenermaßen warteten, exzellent hören konnten.

Nach einer Stunde oder auch etwas mehr, kam The Whale auch raus (viele waren schon gegangen und hatten kurz mit uns gequatscht) und zu uns. Und ihr „Mitgefühl“ für Luna, das konnte sie sich dann echt schenken. Als wenn sie da irgendein Mitgefühl gehabt hätte… (es ging darum, dass wir ja soo lange warten müssten, bla)

 

Naja. Diese Schulleiterin weiß einfach nicht, was sie an uns hat.

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Ernstzunehmender Biologieunterricht

Heute hatten wir mal wieder eine sehr anregende und lehrreiche Biostunde…

Moment mal, falscher Film. Bio bei Herrn Fabulant und ernstzunehmeneder Unterricht? Ich hoffe doch, dass mir das keiner abgekauft hat… 😉

So klingt mein Biounterricht:

Herr Fabulant: „Wo auf der Erde ist die Artenvielfalt am größten?“
Mändy: „Keine Ahnung.“
Herr Fabulant: „Na gut, dann nenn‘ mir mal ein paar Regionen und dann werden wir sehen, dass du doch ein wenig Ahnung hast.“
Mändy: „USA.“
Herr Fabulant: „Das ist ein Staat.“
Mändy: „Ja, äh… Was wollen sie denn hören? Kontinente?!“
Herr Fabulant: „Okay… Was für eine Region fällt dir denn in den USA ein?“
Mändy: „Los Angeles.“
Herr Fabulant: „Und eine andere Region?“
Mändy: „Keine Ahnung, Muffinstadt?“
Herr Fabulant: „Wo ist es denn artenreicher?“
Mändy: „Ich glaube mal Los Angeles.“
Herr Fabulant: „Warum?“
Mändy: „Weil da mehr Menschen leben.“

… Okay… Es folgten aber noch mehr eloquente Beiträge zum Unterricht. Zum Beispiel der hier:

Herr Fabulant: „Wie erkennt man denn Arten?“
Mändy: „Wenn sie gleich aussehen und das Gleiche tun?“

oder auch:

Herr Fabulant: „Wie unterscheidet man denn verschiedene Arten?“
Jobst: „Weil sie unterschiedliche Geräusche machen?“

oder:

Herr Fabulant: „Wo ist die Artenvielfalt denn nun am größten?“
Mändy: „In mitteleuropäischen Wäldern, dem Regenwald.“
Herr Fabulant: „Du hast da jetzt zwei Regionen genannt. Wo gibt es denn mehr Arten?“
Mändy: „Im Regenwald!“
Herr Fabulant: „Warum?“
Mändy: „Weil da mehr Tiere leben!“

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Pausenschnipsel

Schnipsel Nr. 1:

Ms. Smile kommt zum Lehrerzimmer und sieht uns (wie immer) dort auf der Bank sitzen. Wir grinsen sie an, sie grinst zurück und meint: „Wir können uns wohl nicht mehr normal begegnen.“
(Wer das nicht versteht, der lese hier nach 😉 )

Schnipsel Nr. 2:

Herr Hastig sieht uns auf der Bank sitzen und meint kopfschüttelnd und grinsend: „Irgendwann müssen doch bei euch Verwachsungen mit der Bank entstehen…“

Schnipsel Nr. 3:

Herr Waschbär sieht uns vor dem Lehrerzimmer, wir stehen gerade und setzen uns dann rasch auf die Bank. Er kommt zu uns und meint: „Ach, was soll ich nur machen, wenn ihr Abitur habt? Ihr könnt da auf der Bank ja was eingravieren lassen… Luna und Muffin-Gedächtnisbank vielleicht.“
Er geht zur Treppe und meint: „Wenn ich mich umdrehe und die Treppe runtergehe, dürft ihr wieder weggehen.“

Schnipsel Nr. 4:

Wir sitzen auf unserer Bank und Herr Hastig stürmt wutentbrannt aus dem Lehrerzimmer, mit den Worten „Entschuldige mal, das hätte man auch gestern klären können!“
Herr Otto erzählt uns, dass Herr Hastig sich nur dann so aufregt, wenn andere Kollegen ihm ihre Planänderungen erst zu spät mitteilen. Also fünf Minuten vor Stundenbeginn quasi anstatt am Tag zuvor.
Ich bin froh, dass Herr Hastig noch nie so wütend auf MICH war O.o

Schnipsel Nr. 5:

Herr Otto guckt Luna und mich an (wir sitzen an unserem Stammplatz) und meint: „Euch bewahrt auch nur der Tod vor dem Abitur.“
Wir unterhalten uns noch ein bisschen, unter anderem über vergangene mündliche Prüfungen, die er abgehalten hat, und darüber, dass man sich eigentlich gar nciht so errückt machen muss wegen des Abiturs.
Und natürlich auch darüber, wieviele Schüler unseres Jahrgangs wohl das Abitur schaffen. In dem Jahrgang, den Herr Otto als letztes betreut hat, dem über uns, ist der Matheleistungskurs mit ungefähr 28 Leuten gestartet, von denen dann am Ende elf Abitur gemacht haben.
Passend dazu ist auch das neueste Gerücht, dass eine Schülerin die Schule wohl endgültig verlassen hat, da sie das Abitur nicht schaffen kann. Es werden auch eifrig Gespräche geführt, wie wahrscheinlich die Zulassung noch ist. DAS Zitat dazu stammt von Mr. Suit: „Noch bist du nicht tot.“
Wie in einem Videospiel. So und so viel Unterkurse und du bist tot. Game over.

Schnipsel Nr. 6:

Luna und ich sind auf dem Weg zu unserer Bank, da begegnen wir Ms. Smile, die Aufsicht hat. Wir unterhalten uns sehr nett mit ihr, darüber, wie es uns jetzt geht, dass wir so froh sind, dass wir jetzt Herrn Frettchen haben und vernünftige Klausuren schreiben und wohl auch eine akzeptable Bewertung erreichen können, die vorige sei doch – hier suchte Luna nach einem passenden Wort und Ms. Smile hilft ihr: „Fragwürdig?“ – gewesen. Dann sprechen wir darüber, wo wir gerade bei unserem Thema sind und worüber wir die Klausur schreiben werden, da Ms. Smile ja den zweiten Englischleistungskurs macht und dort einen etwas anderen Ansatz gewählt hat, mit dem Stoff zu verfahren. Dann verabschieden wir uns mit einem großen Lächeln auf den Lippen und im Herzen und Ms. Smile fragt gut gelaunt: „Geht ihr jetzt zu eurer Bank?“

Schnipsel Nr. 7:

Frau Hood kommt die Treppe hinunter und sieht uns auf der Bank sitzen, schmunzelt und meint: „Ich sag’s doch, ich gehe die Damen auf der Bank besuchen…“

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Makaber, Tafelschreiber und Modekrankheit

Immer noch dieselbe Situation wie im letzten Blogpost 😉

Kurze Zeit später, wir hatten gerade angefangen wieder zu arbeiten, da fangen Elli und Lorena wieder an zu quatschen. Im Rahmen einer selbstgewählten Fünfminutenpause natürlich, nicht im Unterricht 😉

Es ging darum, dass Lorena gehört hätte, dass es eine neue Modekrankheit gäbe, bei der der Hals deformiert wird. Dies käme davon, dass man zu lange nach unten schaue, um auf sein Smartphone zu gucken. Lorena hatte dafür kein Verständnis.

„Ich halte mein Smartphone doch nciht hier unten hin!“, meitne sie und deutete an, wie sie das meinte. Ich mischte mich ein und meinte dazu nur:

„Naja, Lorena, aber wenn du im Unterricht draufschauen willst, dann musst du’s ja unter dem Tisch halten und so runtergucken…“

Frau Neon guckte mich entgeistert an.

„Muffin! Ich muss mich wohl verhört haben?!“

Lorena grinste. „Da sehen Sie’s, Muffin hat eben gar nicht gelesen…“

(wobei das nicht mal stimmt. Die meisten Leute lassen ihr Smartphone im Federmäppchen liegen und spielen dann da damit rum… 😉 )

Timon erzählte davon, wie sehr er sich auf den Film „Der kleine Hobbit“ freue und dass er am vorigen Tag gerade den Soundtrack hätte hören können. Er sei geschmolzen. Originalzitat 😉

Da gab es dann noch einmal eine kurze Diskussion über Harry Potter und darüber, ob die Filme gut gemacht seien. Irgendwann erwähnte Timon dann irgendetwas über den achten Film (also 7.2 quasi) und Frau Neon machte große Augen.

„Ich dachte, es gibt nur sieben Bücher?!“, fragte sie äußerst verwirrt. Wir klärten sie dann lebenswürdierweise auf und widmeten uns langsam wieder der Arbeit.

Bis Anouk und ich darüber diskutierten, ob Henry VIII nun sechs oder acht Frauen hatte. Anouk zählte die sechs auf und das sogar in der richtigen Reihenfolge – anhand des bekannten Abzählreimes „Annulled, beheaded, died, annulled, beheaded, survived“ konnten wir uns einigen 😉

Auf die Frage von Frau Neon, woher sie das wüsste, meinte sie nur grinsend: „Ich hab‘ Die „Tudors“ geguckt…“

Timon war mittlerweile fertig und Frau Neon fragte ihn, ob er denn auch etwas über die heutige politische Situation Schottlands wüsste. Wusste er nicht. Aber ich wusste, auf was sie abzielte… Die geplante Volksabstimmung, ob Schottland weiter zu Großbritannien gehören möchte. Frau Neon nannte dies lustig und meinte, dass die sich eh zu einem Verbleiben dort entschließen würden.

Ich murmelte vor mich hin, dass ich auch eine Volksabstimmung haben möchte, eine, ob Muffinhausen und Muffinlingen nicht zwei Städte/Dörfer bilden sollen. Zwischen diesen beiden Teilen gibt es nämlich immer so ein bisschen Gestänkere und es wird sich gnadenlos über den anderen Teil lustig gemacht.

Ich war so leise, dass man mich nicht verstehen konnte. Sollte auch besser niemand, denn sie hätten es wohl nicht verstanden. Frau Neon ist zugezogen und Elli und Anouk wohnen in Muffinburg, einem weiteren Teil, der da recht unbeteiligt von ist. Dementsprechend interessiert sie das nicht.

Frau Neon fragte aber nach, was ich gesagt hätte und ich meinte nur „Nichts.“

Woraufhin Lorena meckerte: „Das sagst du IMMER! Das regt mich voll auf und dabei rede ich nie mit dir!“

Öhm… Was? O.o

Timon fragte dann – sehr diplomatischer Zeitpunkt 😉 -, ob er denn sein Schaubild an die Tafel bringen solle. Er sollte und Anouk meinte, als sie ihn schreiben sah.

„Die Schrift ist schöner als die von einigen Lehrern. Als die von Mr. Suit zum Beispiel.“

Frau Neon guckte Anouk an und meinte dann: „Sag doch, was du meinst. Sie ist schöner als meine. Das gebe ich auch zu. Dann wandte sie sich an Timon. „Timon, du wirst mein Tafelschreiber.“

Dann sah sie auf die Uhr und auf ihren Zeitplan, den sie ausnhamsweise einmal erstellt hatte.
„Oh, wir sollten schon seit zehn Minuten mit der Präsentation der Ergebnisse durch sein…“

Tjaaa… 😉

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Einstieg in die makabre Einheit

Wir haben heute mit unserer zweiten Deutschlektüre begonnen. Nachdem wir Goethes Faust I behandelt haben, war es nun ein Werk von Schiller – Maria Stuart.

Die Stunde begann damit, dass Frau Neon mehr oder wneiger schwungvoll hineinkam und meinte: „Es ist zum Heulen.“
Draußen auf dem Flur hatten nämlich Mittelstüfler gesessen und einer davon hat wohl irgendetwas kaputtgemacht, war Frau Neon mitbekommen hat. Dann wollte er ihr auch nicht seinen Namen verraten….
Das hat sie ziemlich aufgeregt (später ging sie dann auch noch einmal rüber und ließ sich den Namen vom unterrichtenden Lehrer nennen und gab den Fall dann an deren Klassenlehrer weiter.)

Sie entschuldigte sich bei uns für ihre schlechte Laune und wir fingen mit dem Unterricht an.

Wir machten zuerst einmal eine kleine Runde darüber, wie uns das Drama denn gefallen hätte und alle äußerten sich mehr oder weniger positiv. Frau Neon zeigte sich erstaunt und meinte, dass das ja noch nie vorgekommen wäre, dass wir alle eine Deutschlektüre gut finden. Lorena berichtigte sie: „Ich habe es nur mit den Lektüren verglcihen, die wir hatten. Es ist nicht schwer, spannender zu sein als Effi Briest.“

Da hat sie Recht 😉

Wir bildeten Gruppen (und Frau Neon bedauerte mal wieder, das wir zu fünft sind… da muss dann einer immer alleine arbeiten uns innerhalb dieser Gruppen ein Schaubild zu einem Teilthema des historischen Kontextes überlegen.

Elli und Lorena nahmen sich der Aufgabe an, die Bedingungen und den Verlauf ihres Lebens zu untersuchen, Timon kümmerte sich um die politische Lage in Schottland im 16. Jahrhundert und Anouk und ich beschäftigten uns mit den politischen Zielen Elisabeths und dem daraus resultierenden Verhalten gegenüber Maria.

Zu dem Text aus dem Anhang unserer Lektüre (wir arbeiten mit der Einfach Deutsch-Ausgabe) war ein Bild abgedruckt, das die Hinrichtung Marias zeigte. Anouk guckte sich das an und fragte dann:
„Warum haben die die denn in einem Raum geköpft?!“

Wir mutmaßten ein wenig, Frau Neon erinnerte daran, dass Hinrichtungen früher absolut angesagte Events gewesen seien, zu denen die Leute in Scharen geströmt seien und dann nannte Anouk den Grund, warum sie das so unmöglich fand…

„Das muss doch irgendjemand wegmachen, das ganze Blut. Das gibt doch eine Sauerei!“
„Ach so, Anouk denkt an die Putzfrauen.“, meinte Frau Neon.
Ich erwiderte: „Reinigungsfachkräfte…“, woraufhin Frau Neon erwiderte: „Ach ja… Also, Anouk denkt an die Room Manager…“

Dann diskutierten wir noch eine Weile über Hinrichtungsarten, denn es wurde in den Raum geworfen, dass sie Maria ja auch einfach hätten hängen können. Das Blutbad wäre somit vermieden worden.

Frau Neon: „Ja, aber das wäre ja bedeutend unangenehmer für Maria gewesen. Wenn ich zum Tode verurteilt werden würde, dann würde ich die Enthauptung vorziehen…“

Lorena war anderer Meinung.

„Ich finde, es ist eine schreckliche Vorstellung, meinen Kopf von meinem Körper abgetrennt zu wissen. Ich habe gehört, dass man, wenn man geköpft wurde. noch einige Augenblicke sehen kann…“
Frau Neon unterbrach sie: „Hast du das von Störtebecker?“
„Nein. Also, für einige Momente ist die Blutzufuhr ja noch da… Also könnte das durchaus möglich sein. Da würde ich lieber einen unangenehmeren Tod sterben und als Ganzes beerdigt werden, als in zwei Teilen…“

Irgendwie hat sie damit ja Recht.

Ich warf ein: „Es könnte auch schief gehen und dann ist man wie der fast kopflose Nick.“
Lorena grinste: „Okay, ich habe mich umentschieden, damit habe ich eine reelle Chance, nach Hogwarts zu kommen.“

Einige Augenblicke später fügt sie noch hinzu: „Ach, mein Brief kommt noch. Wenn ich mein Abi habe. Dumbledore wartet ab, bis ich einen vernünftigen Abschluss hier bei den Muggeln habe…“
Timon: „Dumbledore ist tot.“
Lorena: „SSSSSCHT! Der tut nur so!“

Dazu fiel dann Frau Neon auch noch etwas ein: „Also, die eine Schülerin, die bei mir Geschichte geschrieben hat, die kam nach der Arbeit zu mir und meinte, sie hätte die Arbeit mit Wissen bearbeitet, das sie von Harry Potter hat…“
(Frau Neon sprach „Harry“ total merkwürdig aus. Nicht Härry sondern Haaari…^^)

Lorena wandte sich an Elli.

„Siehst du und du machst dich immer darüber lustig, dass ich Team Potter bin!“
Elli: „Ja… Durchschnittsalter zwölf Jahre…“
Lorena: „Im KOPF schon!“

Bei den letzten Worten deutete sie auf ihren Kopf. Den meinte sie wohl damit 😉

 

Wie es weiterging, erfahrt ihr morgen 😉

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Sheldon Cooper in böse

Wer kennt ihn nicht, Sheldon Cooper, einen der Protagonisten von „The Big Bang Theory“?

(Wem das partout nichts sagt, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um eine Serie handelt, in der es um überschlaue Menschen geht, die manchmal ein wenig Probleme damit haben, sich der normalen durchschnittsintelligenten Welt anzupassen, was zu lustigen Situationen führt. In einer Folge ist beispielsweise eine Kostümparty und Sheldon möchte sich unbedingt als „Doppler-Effekt“ verkleiden, was sich Otto Normalbürger natürlich nicht erschließt… aber ich schweife ab 😉 )

Den im Titel genannten Spitznamen hat Timon unserer lieben Frau Neon verpasst. Wir erinnern uns – ein anderer Spitzname von ihr ist Entenmama… Passt das zusammen?

Natrlich. Denn jeder Mensch hat viele Facetten und für manche sind eben andere Facetten für das Bild des Menschen prägend als für andere. Manchmal kann man einige Facetten ja auch gar nicht berücksichtigen, weil man sie nicht kennt.

Stellen wir uns nun die Frage, wie Timon ausgerechnet auf diesen Spitznamen kommt.

Ich glaube, irgendwo schon einmal erwähnt zu haben, dass dank Frau Neon „Erwartungshorizont“ das Unwort des letzten Schuljahres war. Ihre Klausuren (sie schreibt alte Abiturklausuren…) fallen regelmäßig mittelprächtig bis richtig mies aus, weil ihre Ansprüche sehr hoch sind. Wirklich SEHR hoch (absichtlich zu hoch laut Timon, woher auch der Zusatz „in böse“ kommt). Sie kommt ja eigentlich aus der Wirtschaft, hat zehn Jahre in der IT-Branche gearbeitet. Ihre Freunde sind Professoren und Doktoren und samt und sonders enorm intelligent. Wie sie auch. Über sie wurde mal gewitzelt, sie könne wohl alle Sprachen der Welt sprechen und weil ihr mal langweilig gewesen sei, hätte sie mal eben noch ein paar Computersprachen gelernt.
Traue ich ihr glatt zu.

Sie ist also überaus intelligent und in vielen Bereichen bewandert. Das stellt auch niemand in Abrede, selbst die Leute, die sie nicht mögen nicht. Das ist schon besonders, denn meistens werden Lehrer ja als dumm deklariert, wenn man sie nicht mag. Das KANN man bei Frau Neon aber gar nicht.

Allerdings, so klug sie auch ist, so hinterwäldlerisch/hinter dem Mond lebend/unnormal/sozial inkompatibel erscheint sie manchmal.

Einmal wusste sie beispielsweise nichts mit dem Begriff „Twilight“ anzufangen. Ein anderes Mal fragte sie nach, wer denn J.K. Rowling sei (wobei ich mir da nicht sicher bin, ob sie nicht einfach einen Blackout oder so hatte…).

Eine der letzten Deutschstunden. Sie hat uns einen Auszug von einem Lernmaterial eines bekannten Verlages kopiert/abgetippt und verteilte sie mit den Worten „Ich hoffe ja, dass ihr mich nicht anzeigt.“.
Elli meinte dann ironischerweise: „Na, mal sehen, wie die Geschichtsklausur so ausfällt…“
Frau Neon hat das nicht verstanden. Wir lachten, sie guckte komisch.
„Wie meinst du das?“, fragte sie dann nach und wir erklärten ihr, dass Elli scherzhaft meinte, dass wir sie nicht verraten würden, wenn unsere Noten in der Geschichtsklausur stimmen würden.
Daraufhin hob Frau Neon, deren Miene mittlerweile versteinert war, dazu an, zu erklären, wie sie sich dann vor Gericht verteidigen würde, dass sie sagen würde, sie hätte nur Werbung für dieses Produkt machen wollen und dass sie diesem Erpressungsversuch nie nachgeben würde.

Okaaaaay… Da ist die Ironie ein bisschen SEHR am Ziel vorbeigegangen…

Das war bei weitem nicht das einzige Mal, dass es ein Missverständnis zwischen ihr und uns gab oder dass sie Wissenslücken hatte, die man eigentlich unmöglch haben kann, weil man an diesem Wissen gar nicht vorbeikommt.

Ein anderes Beispiel dafür ist, dass ich in meiner Deutschklausur über moderne Kunst geschrieben hatte, dass man sich bei dieser häufig frage, ob das nun Kunst sei oder wegkönne.
Hierbei hatte ich das häufig benutzte Zitat im Sinn, das bei einer sehr bekannten Suchmaschine immerhin ungefähr 6380000 Ergebnisse hervorbringt. Leider kann ich nicht den vollständigen Ursprung dieses Zitates klären.
Frau Neon zumindest sah dies als stilistischen Fehler an und strich das „wegkönne“ durch. Als Verbesserungsvorschlag schrieb sie oben drüber „zu vernachlässigen wäre“. Damit verliert sich aber die ganze Anspielung und der Sinn wird verändert…

Weitere spannende Anekdoten gibt’s morgen, denn die Herbstferien sind auch für mich wieder vorbei 😉

Eure Muffin

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Die Entenmama

Sie hat sehr oft Aufsicht und unterrichtet in einer sechsten Klasse. Die Schülerinnen dieser Klasse laufen ihr ständig hinterher, wenn sie Aufsicht hat und möchten mit ihr reden. Das sieht ziemlich niedlich aus, wenn sie da so inmitten von den Kleinen steht…

Eigentlich traut man das Frau Neon ja gar nicht zu 😉

Den Spitznamen „Entenmama“ hat sie jedenfalls schonmal sicher.

Letzten Freitag während der großen Pause saßen wir mal wieder auf „unserer“ Bank vor dem Lehrerzimmer (wobei sich das mit Mr. Suits Rückkehr vielleicht erledigen wird :/ ). Da kam Frau Neon mit drei kleinen Mädels im Schlepptau. Die eine war hingefallen und ihr taten jetzt die Knie weh, die anderen beiden waren Freundinnen von ihr. Luna und ich räumten die Bank, sodass die Kleinen sich hinsetzen konnten. Frau Neon holte Kühlpacks.

Während Frau Neon die Kühlpacks holte, erzählte eine der beiden Freundinnen (Fini wurde sie genannt) den beiden anderen von einem ganz furchtbaren Erlebnis. Das klang dann so:

„Und dann bin ich kreischend weggesprungen und meine Mutter hat mich ganz erschrocken angeguckt und gefragt, was passiert sei!“

Es ging um einen Wurm im Salat. Also in so einem Salatkopf. Außerdem sei da auch noch Erde dran gewesen, total widerlich.

Fraui neon kam mit zwei Kühlpacks zurück und gab sie der Verletzten(die übrigens auch schon einen Gips an der Hand hatte – mit ganz vielen Tatzen drauf, sehr süß). Dann durfte Nesrina, so hieß der Pechvogel, ihre Füße auf Lunas Schultasche ablegen.

Frau Neon: „So, schau mal, Luna opfert ihre schöne schwarze Tasche jetzt für dich, da kannst du die Füße rauflegen.“
Die Kleenen: „DANKE, LUNA.“

Dann wurde das weitere Vorgehen besprochen. Eigentlich dürfen nur Oberstüfler während der Pause ins Schulgebäude und da die Treppen hoch, aber mit verletzten Beinen ist das Treppensteigen ja eine langwierige Sache (so schlimm war’s nicht 😉 )… Also schlugen Luna und ich vor, dass sie doch erst hochgehen sollten, wenn die ganzen anderen schon oben seien, damit sie nicht ins Gedränge geraten.

Die Kleinen: „Aber dann kommen wir doch zu spät!“
Luna: „Na und?“
Frau Neon: „Luna!“
Ich: „Bei wem denn?“
Frau Neon: „Bei Frau Hood.“
Ich: „Na und?“
Frau Neon: „MUFFIN! Tsst, hört nicht auf die Großen, die sind schon total verdorben!“
Ich(grinsend): „Und DAS sagt meine Tutorin…“
Frau Neon: „Willst du damit etwa sagen, ich sei schuld daran?“
Ich: „Joah…“

Die Kleinen hatten auch noch den Vorschlag, dass sie ja den Fahrstuhl benutzen könnten (unsere Schule hat genau einen und dafür braucht man eben den Fahrstuhlschlüssel). Das wollte Frau Neon aber nicht, weil sie den nicht so einfach bekommen würde, weil das Sekretariat zu dem Zeitpunkt auch unbesetzt sei…

Besonders Fini und die andere Freundin baten aber darum, sodass Frau Neon schließlich meinte: „Ich habe den Eindruck, ich brauche den Fahrstuhl eher für dich und Fini als für Nesrina…“

Schlussendlich machten sich die drei dann noch während der Pause auf den Weg nach oben. Die Kühlpacks hatten dann Fini und die andere Freundin auf den Kopf gelegt, die andere Freundin hatte da drauf noch ihre Brotdose gestapelt und im Schneckentempo bewegten sie sich nach oben.

Frau Neon ließ sich auf die Bank plumpsen und ich sah den Kleinen nach und meinte zu Luna:

„Die werden noch wie wir.“

Luna erwiderte: „Die werden schlimmer.“

Frau Neon meinte: „Muffin, immer, wenn ich mit denen zu tun habe, verstehe ich, warum du lieber in der Schule als zu Hause bei deinen Geschwistern bist…“

Ich schaute sie an, als sei ihr ein zweiter Kopf gewachsen.

„Wie bitte?!“

Glaubt sie wirklich, ich würde freiwillig soviel Zeit in der Schule verbringen? Sicher nicht…

Frau Neon begründete das dann damit, dass wir ja auch immer in unseren Freistunden in der Schule seien. Das stimmt aber gar nicht. Sobald es sich auch nur ein bisschen lohnt, mache  ich mich auf den Weg nach Hause. Aber wenn man nur eine Freistunde hat, macht das nun einmal absolut keinen Sinn…

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Perfekt vorbereitet.

In einer schon etwas länger zurückliegenden Philosophiestunde haben wir den bereits hier erwähnten Film zu Ende geschaut. Das heißt, zumindest wollten wir es…

Denn zu Stundenbeginn saßen wir Schüler vor dem verschlossenen Raum. Das übliche Geplänkel von wegen „Sie ist doch erst drei Minuten zu spät, überfordert sie nicht!“ ging natürlich mal wieder los… Frau Blümchen ist zwar wundervoll, aber ein Pünktlichkeitsgen hat sie nun wirklich nicht 😉

Da kam Herr Ostreidae den Flur entlang und man konnte so manches Augenpaar rollen sehen. Der Herr ist scheinbar ein Referendar und unterrichtet Mathe und Philosophie. Weswegen er eben bei uns in Philosophie rumsitzt. Und zwar wirklich nur rumsitzt. Mein persönliches Highlight mit ihm: Frau Blümchen kommt zwanzig Minuten zu spät und er ist die ganze Zeit da, sitzt am anderen Ende des Klassenraumes und starrt uns einfach nur an. Ich weiß nicht, ob man vergessen hat, ihm im Studium beizubringen, dass es später wirklich Schüler sein werden, mit denen er es zu tun hat…
Natürlich musste sich Marisa dann unbedingt über Abstürze a la „Und der war so besoffen…“ unterhalten. Bester Eindruck ever 😉

Aber darum geht es jetzt gar nicht.

Herr Ostreidae kam also den Flur entlang, guckte uns verwirrt an und fragte:

„Wieso sitzt ihr hier?“

Da unser Kurs halt unser Kurs ist, kamen zahlreiche ironische bis bissige Kommentare, aber kein „Die Tür ist abgeschlossen.“

Allerdings war das doch selbstverständlich, aus Spaß sitzen wir ja nicht auf dem Flur rum.

Einige Zeit verging, bis Herr Ostreidae dann wieder genügend Mut gesammelt hatte, um uns noch einmal anzusprechen.

„Ist der Raum zu?“, fragte er. Wir bejahten und wieder dauerte es ein Weilchen, bis Herr Ostreidae auf den Gedanken kam, dass ER ja den Raum aufschließen könne… Schließlich hat er’s auch gemacht. Aber gedauert hat das…

Ein bisschen später kam dann auch Frau Blümchen. Mit den Worten, sie sei bestens vorbereitet. Schon alleine diese Ankündigung machte mich ja eher skeptisch – zu recht, wie sich herausstellen sollte.

Das Smartboard musste geholt werden und Luna und ich erboten uns diesmal dafür. Wir haben wohl schon geahnt, was passieren würde…

Wir gingen auf den anderen Flur im selben Stockwerk und zum Raum mit dem Smartboard. Abgeschlossen.

Für den Raum hat Frau Blümchen natürlich auch keinen Schlüssel. Denn dieser Raum ist ein Naturwissenschaftsraum (Frau Rock benutzt das Ding wohl ganz gerne mal in ihrem Unterricht). Zu blöd.

„Soo… Wir müssen jetzt naturwissenschaftliche Menschen suchen.“, stellte Frau Blümchen fest und redete gleich weiter. „Wo findet man die denn normalerweise?“

Da wir zu einer Zeit Philosophie haben, in der kaum jemand Unterricht hat, zumindest nicht in dem Stockwerk, stellte sich diese Suche als Problem heraus. Wir versuchten es in der Bio- und Chemiesammlung (wobei wir da ja nur klopfen konnten, war auch abgeschlossen. Bestimmt haust da einer der Lehrer drin! O.O) und in anderen Klassenräumen. Einige waren zwar auf, aber leer.

Tja…

Frau Blümchen beschloss dann, im Lehrerzimmer, also unten, nach naturwissenschaftlichen Menschen zu fahnden, während wir vor dem Smartboard-Raum warten sollten. Sie würde sich auch beeilen…

Nach ein paar Minuten kam sie dann auch wieder und wir konnten das Smartboard herausholen und in unseren Raum verfrachten, während Frau Blümchen wieder runterlief, um den Schlüssel zurückzubringen.

Ungefähr zwanzig oder sogar mehr Minuten nach Stundenbeginn konnten wir dann „anfangen“. Das Smartboard musste natürlich noch verkabelt werden, aber das ging einigermaßen.

 

Soviel zu „bestens vorbereitet“ 😉

 

Eure Muffin

Ein Kommentar

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Das kommt mir spanisch vor…

Vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt mal wieder eine kleine Ansammlung an Schmunzelwürdigem aus dem Unterricht in besagten Fach zum Besten geben möchte 😉

Der Titel kommt übrigens aus einer der letzten Spanischstunden, in der Señor Enano mal wieder nach einem Satzteil fragte und zwar mit den Worten: „Was ist das?“

Als er dann jemanden dran nahm, der sich nicht gemeldet hat, resultierte das in der stumpfen Antwort:
„Das ist Spanisch.“

War nicht unbedingt das, was Señor Enano erwartet hatte ;D

Dabei sollte er schon aus einer früheren Stunde gelernt haben. Da haben wir nämlich die Zahlen wiederholt, weil einige Spezialisten immer noch arge Probleme damit haben.

Señor Enano: „Ilvy, schreib mal siebzehn auf Spanisch an die Tafel.“, forderte er eine unserer Kursbesten auf und drehte sich dann wieder zur Klasse und erzählte irgendetwas. Währenddessen ging Ilvy nach vorne und da sie keine Ahnung hatte, wie sie siebzehn richtig schreiben sollte, versuchte sie es mit Humor und schrieb die Ziffer 17 an die Tafel…
Señor Enano hat das mit Humor genommen – ausschreiben musste sie „diecisiete“ trotzdem noch 😉

Auch im Spanischen gibt es falsche Freunde, Wörter also, die so klingen wie deutsche, aber etwas anderes bedeuten. Eines dieser Wörter sorgte bei einer Partnerarbeit für Erheiterung. Es war ein einfaches Frage- und Antwort-Spiel auf Spanisch und es ging um Dinge und wieviel sie kosten. Da kam bei Federica das Wort „ordenador“ und ein Preis von 495 Euro und sie meinte stumpf: „Das ist aber ein teurer Ordner!“
Blöd nur, dass „ordenador“ übersetzt „Computer“ heißt 😀

Nicht unbedingt ein falscher Freund, sondern eine falsche Assoziation war es, mit der Tahmid uns zum Lachen brachte.
Jemand las gerade einen Satz vor und Señor Enano forderte Tahmid, weil er schon so unaufmerksam wirkte, auf, den Satz zu wiederholen. Tahmids Entschuldigung:
„Ich habe nur dieses „planchar“ gehört, dann hab‘ ich an Planschen gedacht und dass war ich weg.“

Wir haben in unserem Jahrgang zwei neue Schülerinnen und eine davon ist auch bei mir im Spanischkurs. Die folgende Szene ereignete sich bei ihrem ersten Unterricht:

Sie stellte sich gerade vor und Achmed hat mal wieder nicht zugehört. Da sie aber schon zum wiederholten Male ihren Namen gesagt hatte, war sie wohl etwas genervt…

Achmed: „Wie heißt du?!“
Michelle: „MICHELLE!“
Achmed: „Ok, ich bin der Harald.“

Er ließ sich auchden Rest der Stunde so nennen und reagierte nicht auf Achmed 😀

Das war es auch wieder für’s Erste. Momentan ist Spanisch nicht ganz so unterhaltsam wie sonst, da die Kandidaten, die sonst immer für den einen oder anderen Lacher sorgen, gar nicht erst auftauchen. Tahmid, Achmed, Erdal, Ilai… Alle bisher entweder gar nicht oder nur ein- bis höchstens zweimal dagewesen… Schade eigentlich.

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