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Der Anfang

Die ALLERERSTE Stunde meines Lebens!

Ich habe sie gehalten! Woaaaaah, total gutes Gefühl.

Ich war vorher meganervös. So nervös, dass ich sogar kurz vorher am Zittern war. Die Nerven 😉

Aber als ich dann vor der Klasse stand… da war das alles weg. Ich habe mich gefühlt als würde ich wieder vor den Kindern beim Karatetraining stehen. Die Situationen sind ja auch ähnlich, das erklärt dieses Gefühl vermutlich. Einfach ziemlich selbstbewusst und vor allem meiner Position bewusst.

Während meines FSJs war ich ja in einer sehr einzigartigen Position und stand quasi auf halbem Wege zwischen Lehrkraft und Schülerin. Das ist jetzt natürlich einfacher, weil ich eine klare Rolle innehabe.

Aber jetzt zur Stunde. Ich hatte quasi zwei Tage Vorbereitungszeit. Es sollte eine Stunde bei Fünftis sein – eine Englischstunde. Das Thema waren Stundenabläufe (ein Thema, mit dem ich schon im Englischunterricht im FSJ zu tun hatte).

Die Rahmenbedingungen waren herausfordernd – die letzte Doppelstunde am Freitag.

Die herumgehende Erkältungswelle dezimierte die Klasse auf 22 Kinder. Allerdings waren diese 22 nicht unbedingt diejenigen, die auch in der Englischstunde zuvor anwesend waren… was ich bei der täglichen Übung, die in dieser Klasse am Anfang jeder Stunde steht, gemerkt habe (Ich habe Uhrzeiten auf Englisch angesagt und sie sollten sie aufschreiben). Ich blickte in ratlose Gesichter (in der Auswertung sagte die Lehrerin, dass das der Moment gewesen sei, wo sie eingreifen wollte). Ich sagte jedoch, sie sollten es jetzt erst einmal versuchen, wir würden es dann gleich noch einmal wiederholen.

Ich habe also ganz spontan noch einmal die Uhrzeitenangabe auf Englisch wiederholt und das hat auch ganz gut geklappt, nach meiner Einschätzung. Es gab hierzu noch einen kleinen Verbesserungsvorschlag in der Auswertung, aber dafür, dass das spontan war, bin ich sehr zufrieden damit gewesen.

Eine Aufgabe hat nicht so gut funktioniert, das war schade und hat mich während der Stunde ein wenig nervös gemacht (im Nachhinein ist mir auch klar, dass ich mindestens ein Beispiel an der Tafel hätte machen müssen und nicht nur mündlich…). Naja, niemand ist perfekt und für eine allererste Stunde ist das echt ziemlich gut gelaufen!

Ich bin absolut überflutet von den Glückshormonen oder sonst was… ich bin einfach total glücklich. Natürlich ist das kein Maßstab für alle zukünftigen Stunden… aber mich macht das zumindest zuversichtlich, die richtige Berufswahl getroffen zu haben.

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Die Sache mit der Fächerwahl

Ja, also, nachdem sich jetzt einige gewundert haben, dass ich so viele Stunden habe… hier die – eigentlich ganz einfache – Erklärung. Ich studiere auf Lehramt, ja. Dass ich Deutsch und Mathe studiere, hat sich hier ja schon deutlich abgezeichnet. Allerdings ist das nicht alles – ich habe mir gleich zu Beginn ein Drittfach angelacht. Ich studiere neben Deutsch und Mathematik eben auch noch Englisch.
Klar, das klingt ziemlich verrückt und überehrgeizig. Aber ich wollte mich von Vornherein nicht mit zwei Fächern zufrieden geben und habe einen Antrag für das Drittfach gestellt. Der wurde, lustigerweise, genehmigt.
Lustigerweise, weil ich ständig Leute treffe, die mir erzählen, dass das gar nicht möglich sei, was ich da mache. Tja… Ich würde sagen, ich mache es einfach trotzdem.
Ihr dürft mich jetzt gerne für verrückt halten…

Mein Stundenplan setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Mathe: Insgesamt 8 bzw. 10 SWS, verteilt auf zwei Module: Lineare Algebra (4 SWS Vorlesung und 2 SWS Übung) und Geometrie mit Computertechnik (2 SWS Vorlesung und 1 SWS Übung(d.h. die findet eben nur 14tägig statt)).
Deutsch: 18 SWS verteilt auf drei Module: Mittelhochdeutsch 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Grammatikkurs und 2 SWS Übung), Sprachwissenschaft 6 SWS (4 SWS Vorlesung, 2 SWS Übung) und Literatur 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Kurs zum Wissenschaftlich Arbeiten, 2 SWS Übung).
Englisch: 4 SWS, verteilt auf zwei Module: Englische Grammatik und Vokabular mit je zwei SWS.
Pädagogik: 4 SWS, davon sind 2 SWS Vorlesung undd 2 SWS Praktikumsbegleitung(was ich rein theoretisch nicht brauche, weil ich ja keines mache, aber das Belegen ist zumindest Pflicht – die Anwesenheit nicht. Aktuell muss ich da noch hin, um meine Reflexion zum FSJ angemessen schreiben zu können, aber danach…).
Also habe ich je nach Woche 34 bis 36 Stunden.

Deutsch habe ich in diesem Semester so viel, weil ich dann im nächsten Semester da kürzer treten will, d.h. nur ein Modul belegen möchte, um mehr Zeit für Englisch zu haben.
Viel sind in diesem Semester auch und vor allem die Übungen. Die werden mit der Studienzeit weniger, dafür gibt es dann Seminare o.Ä. .
Es ist im Prinzip wirklich nur dieses eine Semester – und eventuell das nächste -, das bei mir so voll ist.
In fast allen Modulen muss ich eine Klausur am Ende schreiben (bis auf Pädagogik, da ist es die Reflexion, die ich ja, sobald ich die genauen Anforderungen habe, schreiben und abgeben kann).

Außerdem habe ich Angst vor den ganzen Durchfallquoten, die uns um die Ohren gehauen werden. Wenn ich jetzt mehr mache, dann habe ich mehr Zeit, später etwas nachzuholen – so mein Gedankengang.
Klar, das ist viel. Und natürlich ist das nicht einfach. Aber es ist ein begrenzter Zeitraum (ein Semester, also bis Februar quasi – das sind nicht mal mehr vier Monate) und ich lerne daraus etwas für den Bau von zukünftigen Stundenplänen… und dass ich nun wirklich nicht überall immer hin muss.

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Abiturientin in spe

Das bin ich wohl immer noch. Mr. Suit hat uns sowohl in seiner E-mail als auch heute bei der Abholung der Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfungen als „Abiturientinnen und Abiturienten in spe“ angesprochen.
Heute sollten/mussten wir nämlich zu dem eben erwähnten spannenden Anlass in die Schule kommen. Der Termin war um 12:30 Uhr in unserer Aula. Wer (bisher) nicht bestanden hat und sich nachprüfen lassen muss, um das Abitur zu bestehen, wurde bereits gestern telefonisch informiert und hatte heute ein persönliches Gespräch mit Mr. Suit. Bei unserem Jahrgang, der jetzt tatsächlich noch 47 Mitglieder zählt, sind von diesen persönlichen Gesprächen 11 betroffen. Das ist fast ein Viertel und ziemlich traurig. Da diese elf dann auch beim Termin um 12:30 Uhr nicht dabei waren, können wir sehr genau sagen, um wen es sich dabei handelt. Da die meisten davon allerdings hier kaum Erwähnung fanden, verzichte ich auf eine Auflistung aller.
Einige davon haben auch schon erklärt, dass sie sich nicht nachprüfen lassen wollen.

Bei dem Termin stellte Mr. Suit sich natürlich erst einmal an das eigens herbeigetragene Rednerpult und erzählte eine Menge. Unter anderem fragte er, was „in spe“ denn bedeute, die „alten Lateiner“ müssten das doch wissen. Damit sprach er Luna und mich an, wir antworteten dann auch brav…Ehrlich gesagt fand ich diesen Monolog furchtbar. Ich war den ganzen Tag schon aufgekratzt wie sonst etwas und er zog das Ganze auch noch künstlich in die Länge.

Schließlich rief er uns dann in alphabetischer Reihenfolge auf und wir durften uns die Prüfungsergebnisse abholen.

Ari hat die geforderten 100 Punkte genau erreicht, das ist wirklich eine Kunst für sich. Jobst, der ja zuvor immer betont hatte, dass Timon, er und ich in Konkurrenz um das beste Abitur stünden, hat 1,8. Timon 1,5, ihn hat die Deutschklausur da echt runtergezogen. Die ist allgemein sehr schlecht ausgefallen…

Was Luna hat, das wird sie sicherlich selbst verraten wollen, ich bin aber stolz auf sie 😉

Und ich? Tja…

Dass ich eine Aufgabe in Mathematik gar nicht bearbeitet habe, das wusste ich ja nun schon. Dementsprechend war ich von den elf Punkten, die es dann doch noch geworden sind, sehr positiv überrascht.

In Deutsch hatte ich ja ein gutes Gefühl, als ich sie geschrieben hatte. Das hat sich dann auch bewahrheitet und mit 14 Punkte eingebracht.

Englisch konnte ich vor allem wegen der letzten Aufgabe sehr schwer einschätzen. Dass ich dann auch noch mitbekommen habe, dass Englisch relativ schlecht ausgefallen sein soll und da ich ja wusste, dass diese Klausur auch noch fremdkorrigiert wird (also von jemanden von einer anderen Schule), war ich da nicht so optimistisch. Dass ich den Überraschungserfolg der Vorabiklausur (die unglaublichen 15 Punkte) wiederholen könnte, habe ich nicht erwartet. Doch es ist so gekommen und das freut mich umso mehr. Fünfzehn Punkte, das ist sowas von cool 😉
(Ich bin auch stark versucht, meine Prüfungsergebnisse einzuscannen und an Frau Rank zu schicken, Englisch dabei natürlich schön rot eingekreist…)

Insgesamt komme ich so also auf 776 Punkte von 900 möglichen. Das ist ein Schnitt von 1,3. Das ist das beste Abitur meines Jahrgangs (obwohl ich natürlich bei 47 Leuten nicht sooo viel Konkurrenz hatte 😉 ).

In die Nachprüfung werde ich nicht gehen. Ich bin also durch.

 

YEAH! 🙂

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BÄM!

Ich hatte heute nur zwei Stunden Schule und zwar Englisch bei Ms. Smile. Sie hatte schon vorher angekündigt, dass sie uns wohl schon die Langzeitklausuren wiedergeben könne… Was ziemlich gemischte Gefühle bei uns ausgelöst hat.

Ich betrat das Schulgebäude und begegnete prompt Mr. Suit, der gerade die Treppen hochkam.

„Guten Morgen, Muffin.“, grüßte er mich. „Du hast eine EnglischLK-Klausur geschrieben, oder?“

Ich nickte und leitete mir daraus ab, dass Ms. Smile die Klausuren wirklich schon fertig hatte – schließlich muss Mr. Suit immer nochmal drübergucken, über eine gute, eine mittlere und eine schlechte.

„Bekommt ihr die heute wieder?“, fragte Mr. Suit dann.

„Ja, zumindest meine Ms. Smile das. In den nächsten beiden Stunden.“

„Gut, dann sage ich dazu mal nichts.“

Damit ließ er mich stehen und ich war verwirrt. Entweder hatte ich die Klausur also total verhauen oder im Gegenteil total rausgehauen. Anders konnte ich mir das nicht erklären.

In der ersten Stunde besprachen wir dann die Suffragetten und ein bisschen mehr über Gender, dann besprachen wir die offiziellen Abiturvorgaben für Englisch.

Dann – fünfzig Minuten nach Stundenbeginn! – klopfte es, die Tür öffnete sich und Teresa trat ein, was erst einmal einen allgemeinen Heiterkeitsausbruch hervorrief (vor allem, weil sie gestern so stolz war, dass sie pünktlich war^^).

Ihre Entschuldigung: „I overslept.“

Oh Teresa… 😀

Während der Besprechung der Abiturvorgaben fiel der Satz „Keine Panik – das könnt ihr nicht.“ von Ms. Smile. Es ging um etwas, was wir bei Frau Rank hätten haben müssen, aber nicht hatten und auch nicht mehr machen werden, weil uns die Zeit dazu fehlt… Wunderbare Aussichten 😉

Dann – ENDLICH! – nahm Ms. Smile die Klausuren zur Hand und begann sie zu besprechen. Sie ist eine der Lehrerinnen, die der Ansicht sind, dass ihnen sowieso keiner mehr zuhört, wenn sie die Klausur erst einmal ausgeteilt hat… Also zog sich die Spannung in die Länge und einigen wurde schon ganz schlecht (mir auch..^^).

Und was habe ich am Ende bekommen?

Dasselbe wie Timon…

 

FÜNFZEHN PUNKTE!

Ich feiere mich sehr ;D

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Sonnige Smilestunden

Ich gebe zu, ich mag Ms. Smile. Sehr sogar. Bisher hatten wir sie zwar nur eine Woche á fünf Stunden Englisch und haben in einer Stunde besprochen, was nun vor uns liegt und in den beiden anderen Stunden einen Film (wobei die Technik auf Anhieb funktioniert hat, was Ms. Smile dann mit „Das explodiert bestimmt gleich.“ kommentiert hat. In unserer Schule funktioniert Technik doch nicht einfach so, ohne Weiteres 😉 ) geguckt.

Aber es macht einen vertrauenswürdigen Eindruck, das alles. Ich bin froh drüber…

Den Film, den wir geguckt haben, heißt „A time to kill“, auf deutsch (glaube ich zumindest) „Die Jury“ und es geht natürlich um den amerikanischen Süden beziehungsweise um Rassismus. Aber vor allem – meiner Meinung nach – um Gerechtigkeit.

Kurz zum Inhalt:
Zwei weiße Männer vergewaltigen die zehnjährige Tonya Hailey (die dunkelhäutig ist). Ihr Vater, Carl Lee Hailey, erschießt die beiden Männer im Gericht, als sie auf dem Weg zu ihrer Verhandlung sind, weil er befürchtet, dass sie wieder freigelassen werden könnten. Er wird verhaftet und vor Gericht gestellt. Sein Anwalt ist der Weiße Jake Brigance, der versucht, ihn freisprechen zu lassen. Brigances Gegenspieler ist der Staatsanwalt Buckley, der einen hohen Posten anstrebt und sich mit diesem Fall profilieren möchte.Der Fall erregt enormes öffentliches Interesse und die verschiedensten Menschen messen ihm große Bedeutung bei, beispielsweise die NAACP oder, als krasser Gegensatz, der Ku Klux Klan.

Wie der Film ausgeht, das verrate ich euch nicht, ich fand ihn jedenfalls sehr sehenswert. Ich möchte hierzu gerne Lorena zitieren, die meinte, dass das der interessanteste Film sei, den sie je in der Schule geschaut habe.

Was Ms. Smile noch sympathischer macht, ist zum Einen die Tatsache, dass sie für nächste Woche einen Kinobesuch für ihre Kurse anbieten („Django“, sie meinte, sie könne das ja unmöglich als Unterrichtsinhalt verkaufen, was sollte sie denn sagen, wenn The Whale fragen würde, wer denn dieser Tarantino sei. Es käme vielleicht nicht so gut, wenn sie ihr dann von „From Dusk til Dawn“ erzählen würde… 🙂 ), an dem ich leider nicht teilnehmen werde, da es an einem Donnerstagabend ist. Und donnerstags bin ich ab diesem Jahr viereinhalb Stunden in der Halle – I ♥ Karate.
Und natürlich, dass sie, als ich am Dienstag Muffins mithatte und sie verteilt hab, nach der üblichen Frage („Hast du Geburtstag?“) meinte: „I’m glad you’re in my class.“

Ich bin also zufrieden mit der jetzigen Lösung, obwohl es natürlich so ist, dass Ms. Smile jetzt mehr Stunden hat und darunter eben zwei LKs. Dazu haben Herr Ostreidae und Frau Blümchen in der Philosophiestunde ja ein interessantes Gespräch geführt, von wegen Überlastung…

Aber egal, daran will ich gar nicht denken. Ich freue mich einfach, dass es ist, wie es ist und es wird sowieso alles gut 🙂

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Wieder Schule und ein Sieg

Heute war wieder Schule angesagt. Absolut erfreulich, natürlich, wer freut sich da nicht drüber?

Aber es war eigentlich ganz gut.

In der ersten Stunde hatten wir Geschichte und sollten Flüsse malen. Also nicht irgendwelche Flüsse, sondern wir sollten die Biografien von Menschen aus der DDR-Zeit als Flüsse darstellen. Ich glaube, Frau Neon sind die Ferien nicht so gut bekommen…

Dann gab es Berufsberatung und allgemeines Chaos, weil niemand irgendetwas wusste (ob wir dahin sollen und wenn ja, ob ein oder zwei Stunden…) und der Herr von der Berufsberatung war, glaube ich, ein wenig am Verzweifeln. Aber etwas Sinnvolles haben wir dabei sowieso nicht gelernt. Das Thema war Zeitmanagement und wir haben gelernt, dass man Prioritäten setzen soll… Etwas ganz neues.

Und dann… Dann hatten wir ENGLISCH. Bei MS. SMILE. OHNE den anderen EnglischLK!

Ich bin vor Freude fast im Quadrat gesprungen, das könnt ihr mir glauben 😉

 

In Darstellendes habe ich mich dann aber ein bisschen blamiert. Wir mussten einen inneren Monolog aus Frühlings Erwachen von Wedekind vortragen und ich hab’s total versemmelt. Trotz Probe vor dem Lehrerzimmer 😉 Naja, man kann nicht alles haben und eigentlich lief der Tag doch ganz gut.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und verabschiede mich in die Küche, Muffins backen, aus Freude über die Nicht-Zusammenlegung 🙂

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Der Schaden einer Frau Rank

Wieviel Schaden kann eine Lehrerin anrichten?

Meinen Notenschnitt hat sie mir runtergezogen, mir eins meiner Lieblingsfächer verleidet (was Herr Frettchen langsam umkehren kann) und im Abitur wird sie uns auch reinreißen können.

Was haben wir ihr denn getan, dass sie sich so absolut keine Mühe gibt?

Schon im letzten Jahr habe ich angemerkt, dass wir mit ihrem Unterricht die Abituranforderungen nicht erfüllen. Verpflichtend ist, sowohl ein Drama als auch einen Roman zu unserem Schwerpunktthema zu lesen. Tja. Haben wir aber nicht.

Wir haben uns an The Whale gewandt. Seltsamerweise wusste sie von den Problemen mit Frau Rank nichts. Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht oft genug bei Mr. Suit gesessen… Ich glaube, es tut der Schule ganz gut, dass er nicht da ist und einiges nicht mehr auf ihn zentriert läuft.

Jetzt überlegt The Whale, uns eine zusätzliche Stunde Englisch zu geben, damit wir unsere Defizite irgendwie aufholen können.

Das kommt spät. Und auch nur vielleicht.

Nötig wäre es aber.

Interessanterweise nimmt auch keiner eine schützende Haltung Frau Rank gegenüber mehr ein. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem uns endlich geglaubt wird, geglaubt wird, dass sie uns nicht gut vorbereitet hat.

An meinen Noten ändert das nichts mehr.

Aber vielleicht an meinen Chancen im Abitur.

 

Danke, Frau Rank. Danke für gar nichts.

 

(Das musste jetzt einmal raus, der Geburtstagsbericht kommt morgen, der ist noch nicht fertig 😉 )

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Herr Frettchen und die erste Woche

So, die erste Woche mit unserem neuen Englischlehrer ist vorbei. Vier Stunden, in denen wir ihn und er uns ein wenig beschnuppern konnten.

Nun, was soll ich dazu sagen? Ich hatte eigentlich eine recht ablehnende Haltung ihm gegenüber, obwohl ich ihn niemals im Unterricht hatte. Er war mir einfach nicht so sympathisch. Aber nach dem Fiasko mit Frau Rank dachte ich mir eigentlich schon, dass wir auf jeden Fall ein kleineres Übel bekommen würden als zuvor. Ich versuchte, so vorbehaltslos wie möglich in den Unterricht bei ihm zu gehen und wurde sehr angenehm überrascht. Wenn wir ihn doch bloß statt Frau Rank bekommen hätten… aber das ist ja nur ein Was-wäre-wenn, damit möchte ich keine Zeit vergeuden.

Herr Frettchen hat mich davon überzeugt, dass der Englischunterricht auch wieder Spaß machen und interessant sein kann. Diese Gedanken hatte ich spätestens in der zweiten Woche bei Frau Rank begraben, während ihrer Zeit war der Englischunterricht eine furchtbare Quälerei.

In der ersten Stunde, in der wir ihn hatten, machte er gleich eine lustige Bemerkung über unsere Schulleiterin, The Whale („Please don’t ask me if I’m gonna be your teacher next year.“ – „Nobody knows!“ – „Oh no, that’s not true, at least God knows. And at this school God is female and from Antarctica – she’s walking like that.“), was die Stimmung eindeutig hob. Er setzte sich auch nicht an das Lehrerpult, was gefühlte Meilen von unseren Plätzen entfernt war, sondern – dem guten Beispiel Frau Neons folgend – an einen Platz in unserer Nähe. Pluspunkt!

Er erkundigte sich auch, was wir denn bei Frau Rank gemacht hätten, er hätte darüber von ihr keinerlei Informationen bekommen (wen wundert’s? Mich zumindest nicht.). Daraufhin schwiegen wir und irgendjemand murmelte „Wir haben was gemacht?!“. Schließlich erzählten wir, dass wir die Lektüre „Bend it like Beckham“ bekommen hätten und einige Aufgabenblätter dazu. Besprochen haben wir dazu natürlich nichts, immerhin hat es ja auch Ewigkeiten gedauert, bis Frau Rank das Buch mal besorgt hatte… Das Sprachniveau dieser Lektüre ist auch nicht gerade herausfordernd (ich meine, es wird für B1 + B2 empfohlen, ich habe in der 9ten schon ein Sprachzertifikat für B2 gemacht…).  Außerdem sagten wir, dass wir eigentlich Referate über Indien hätten halten sollen. Wo das ja auch soooo sehr zum Thema gehört; und dass wir Referate über die verschiedenen „waves“ der weiblichen Entwicklung gehalten hätten (Klausurersatzleistung und über die sieben Punkte da könnte ich mich immer noch totärgern).

Herr Frettchen sah insgesamt etwas geschockt aus und wir beschlossen, dass wir einfach den ganzen Müll die gesamten noch geplanten Unterrichtselemente von Frau Rank nicht in unseren weiteren Unterricht implementieren würden. Was habe ich mich da gefreut!

Dann verteilte er sogenannte Study Guides, in denen Multiple Choice-Aufgaben zur Grammatik aufgelistet werden, an uns und wir machten noch einige und dann war die erste Stunde bei unserem neuen Lehrer auch schon rum.
Übrigens, extra für Frau Falke: Die Study Guides sind jeweils elf Seiten. Kopiert. Für jeden von uns. Und übrigens, die Aufgaben zu Bend it like Beckham, die Mr. Suit uns im Auftrag von Frau Rank gegeben hat, sind 22 kopierte Seiten für jeden. Dabei haben wir noch nicht mal alle bearbeitet und werden es wohl auch nicht mehr tun. Tjaha, schön, wenn man funktionierende Kopierer hat 😀

In der nächsten Stunde, einer Doppelstunde diesmal, besprachen wir zuerst einmal die Abiturklausur von diesem Jahr, samt Operatoren und allem Drum und Dran, also auch, was wir denn für Ideen zur Beantwortung dieser Aufgaben hätten und so weiter. Danach gingen wir im zweiten Teil der Doppelstunde in den Computerraum und auf die Seite http://www.breakingnewsenglish.com. Dahinter verbirgt sich eine Seite, auf der in regelmäßigen Abständen über ein aktuelles Ereignis berichtet wird. Das Besondere daran: Es werden zu dem Ereignis Aufgaben gestellt, die zu bearbeiten sind. Das taten wir zu dem Artikel Air-Rage Granny Gets 10-Year Flight Ban. Besonders interessant war die Aufgabe, in der man eine Tabelle mit einigen Arten von Rage ausfüllen musste. Unter anderem, was diese bestimmte Art ist, warum sie geschieht und wie man sie verhindern kann. Lustig war die Antwort von Calvin zu „Trolley rage“. Er beschrieb diese Art von Rage als diejenige, die entsteht, wenn es nur noch einen Einkaufswagen gibt, aber zwei Leute ihn haben wollen… Als Lösungsansatz hatte er „Gewinnen“. Finde ich gut 😀

Ich hatte bei „Office rage“ als Lösungsvorschlag „less coffee“ eingebracht. Herr Frettchen fragte nach und ich meinte, dass es da ja immer Ärger gebe, wer denn den Kaffee zu kochen habe und wie stark und wer abwäscht etc. Er fasste es dann zusammen mit „Also ist Kaffee das Problem. Sprichst du aus Erfahrung?“. Ich verneinte, da ich gar keinen Kaffee mag und er fragte, was ich denn dann gerne trinken würde. Die Antwort war klar: Tee (ich LIEBE Tee!). Daraufhin fragte er Luna, die mit „cold drinks“ antwortete. Herr frettchen verstand das aber nicht und er fragte entgeistert: „Cookies?!“
Ja klar. Ich trinke auch immer Cookies 😀

So verging auch diese Stunde und wir bekamen eine Hausaufgabe, nämlich die, eine der Aufgaben aus der Abiturklausur zu machen.

Heute war nun die letzte Stunde dieser Woche. Herr Frettchen wählte einen interessanten Stundeneinstieg. Er schrieb ein Zitat an die Tafel.

I don’t know. I google.

Dann sprachen wir über dieses Zitat und begründeten unsere Meinung. Das erinnerte mich ein bisschen an die Vorbereitung damals auf das Sprachzertifikat – und das ist GUT! 🙂

Danach besprachen wir die Hausaufgaben und gingen noch ein wenig mehr auf die Abiturklausur im Ganzen ein.

Mein Fazit nach einer Woche: Ich finde es gut, dass wir Herrn Frettchen bekommen haben.

 

(und um noch mit einer kleinen Anekdote abzuschließen…
Wir sind bereits im Raum, es ist vor der ersten Englischstunde mit Herrn Frettchen. Elli äußert Bedenken.
„Ich hatte noch nie einen männlichen Englischlehrer…“
Sie wird komisch angeschaut.
„Und was ist mit Herrn Fellow?“
Elli guckt ein wenig bedröppelt, sie hat ihn tatsächlich vergessen. Dann schlägt sie die Hand vor den Mund und ruft:
„WIE?! Das war ein MANN?!“

😀 )

 

Ich wünsche ein erholsames Wochenende!

Mit lieben Gruß

Muffin

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Gerüchteküche

Nachdem jetzt seit gestern offiziell klar ist, dass Frau Rank nicht wiederkommen wird und wir somit noch vor den Sommerferien einen Lehrerwechsel haben werden, brodelt die Gerüchteküche natürlich stärker denn je.

Herrn Frettchen wurden zeitweise recht gute Chancen zugestanden, da er seinen Englischleistungskurs aus dem Abijahrgang ja abgegeben hat. Auf Nachfragee von Timon und Calvin wiegelte er jedoch ab: „Ihr musstet mich schon lang‘ genug ertragen.“. Die beiden hatten ihn ja schon in der Mittelstufe im Unterricht.

Als weitere Kandidatin galt Frau Elder. Mir persönlich hätte dies aber sehr missfallen. Sie unterrichtet den Englischgrundkurs und wie man so hört, soll das Lernpensum nicht außerordentlich groß sein.

Potentieller Anwärter auf den Posten war auch unser ehemaliger Wirtschafts- und Englischlehrer. Der geht aber bald in Rente und ist sowieso Jahrgangsleiter bei den „Kleinen“.

Heute im Deutschunterricht rutschte Frau Neon erst heraus, dass es eine Lehrerin sein sollte und dann auch der Name. Angeblich stünde das nun fest… Es bleibt aber weiterhin spannend, warum, das erzähle ich gleich.

Am höchsten gehandelt wird nun also – Trommelwirbel bitte! –

Ms. Smile.

Ich habe sie hier – glaube ich – noch nicht wirklich erwähnt, da ich sie (noch?) nicht im Unterricht habe. Aber einen Namen hat sie schon. Und, wie man daran vielleicht ablesen kann, fände ich es gut, sie zu bekommen. Sie wirkt sehr sympathisch.

Aber: Sie ist die Lehrerin des anderen EnglischLKs.

Was wird nun werden? Werden wir zusammengelegt (BITTE nicht! Ich habe Mändy & Co doch schon fünf Jahre ertragen müssen)? Droht dasselbe unserem DeutschLK (angeblich sollen wir ja Leute aus’m anderen DeutschLK bekommen…)?

Aber vor allem natürlich: Bekommen wir sie wirklich? Und wenn ja, wann?

Mr. Suit hat behauptet, es stünde nichts fest. Aber er hat auch bis zuletzt Frau Ranks Schwangerschaft geleugnet…

Eines steht zumindest fest: Es bleibt spannend und genug zu erzählen werde ich auch weiterhin haben 😉

Drückt mir mit Ms. Smile die Daumen!

Eure Muffin

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Englischklausur

Heute haben wir Englisch geschrieben. Leider.

Als ersten Punkt auf der Tagesordnung hatte Frau Rank offenbar „Zuspätkommen“ geschrieben, denn um kurz nach acht (wir standen größtenteils vor dem Lehrerzimmer herum, Calvin und Timon, weil sie die Dictionaries tragen sollten, ich, weil ich auf sie warten wollte und mir nicht ganz sicher war, ob wir im regulären Raum sein würden, und der Rest, weil wir drei da herumstanden 😀 ) tauchte sie erst in der Schule auf. Das Herausholen der Dictionaries dauerte dann auch noch ein paar Minuten, plus das Tische hinstellen, über elektrische Dictionaries und ihre Zulassung diskutieren, das Austeilen der Schreibbögen und Zettel, etc.). Begonnen haben wir dann ungefähr um 8:20 Uhr. Da wir dreistündig schreiben sollten (also eigentlich von 8 bis 10:25 Uhr), dachte ich noch, dass das nicht so schlimm sei. Den Abgabetermin setzte Frau Rank dann jedoch schon einmal auf 10:20 Uhr fest. Na gut… Was machen schon fünf Minuten… (Viel!)

Wir bekamen einen Text (den hier: http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/apr/15/1?INTCMP=SRCH) und die obligatorischen drei Aufgaben dazu (Zusammenfassung, Analyse, eigene Meinung). Wohlgemerkt: Unser Thema ist „gender matters“.Wenn man sich den Link mal anschaut, sieht man, dass nur ungefähr die Hälfte der Seite überhaupt etwas damit zu tun hat, der Rest beschäftigt sich mit irgendeinem Erholungsort für gestresste Topmanager. Was haben wir aber kopiert bekommen? Alles. Natürlich.

Tahmid war der Erste der fragte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt den zweiten Teil des Textes mental schon abgehakt, da die Aufgabenstellung sich dahingehend interpretieren ließ, dass man den weglassen kann.

Tahmid fragte aber. Ob das denn zusammenhinge, das sei doch ein anderes Thema.

Natürlich hinge das zusammen, sagte Frau Rank. Das sei ja so auf der Seite gewesen.

Tahmid akzeptierte das und Frau Rank ging nach vorne und las sich den Text durch. Daraufhin, Calvin hatte das Thema wieder angeschnitten, änderte sie offenbar ihre Meinung und teilte uns mit, dass der Teil nicht zum Artikel gehöre, ein anderer Artikel sei, der brauche uns gar nicht zu interessieren.

Aaaah ja. Aber gelesen haben Sie ihn schon, als sie die Klausur vorbereitet haben?

Die ersten beiden Stunden hatte Frau Rank Aufsicht, danach übernahm Herr Hastig. Warum nicht Frau Neon, bei der wir regulär Unterricht gehabt hätten (und die gestern noch nichts von der Klausur wusste^^), weiß ich nicht.

Frau Rank möchte die Klausur gerne in Reinschrift haben. Das heißt, einmal vorschreiben und dann abschreiben. Damit habe ich 25 Minuten vor Schluss angefangen. Und, was soll ich sagen… ich bin damit nicht fertig geworden. Ich habe nur die erste Aufgabe und die Hälfte der zweiten abschreiben können, danach versah ich meine Reinschrift mit dem Hinweis „Rest on second paper“ und zählte notdürftig durch (bei 400 konnte ich nicht mehr, da musste ich abgeben, Herr Hastig stand schon vor meinem Tisch…).

Mir war nach Heulen, ehrlich gesagt. So blöd hab‘ ich mich in noch keiner Klausur gefühlt. Ich hoffe, sie wertet das auf dem Vorschreibepapier überhaupt… Ansonsten bin ich wirklich erledigt.

Die Frage danach, ob sie den Text denn vorher mal gelesen hätte, schwirrte übrigens nicht nur mir im Kopf herum, fast alle bemängelten das, besonders natürlich Tahmid.

Aber so what? Passiert ist passiert, rückgängig machen lässt sich’s nicht.

Englisch habe ich für dieses Schuljahr echt abgehakt.

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