Archiv der Kategorie: Schüler

Päckchen

Jeder hat sein Päckchen zu tragen, wie man so schön sagt.
Oft wird dieser Ausspruch genutzt, um auszudrücken, dass man es ja selber schwer habe und sich deswegen nicht auch noch um anderer Leute Probleme kümmern könne.

Dabei gibt es davon so viele. Man muss nur einmal genau beobachten. Ich nenne jetzt bewusst keine Namen, nicht die richtigen, nicht die im Blog. Ich möchte nicht, dass ihr diese Beschreibungen den Menschen zuordnet, deren Bild ich für euch zeichne. Luna wird sie natürlich erkennen. Aber das ist etwas anderes.

Da ist das Mädchen, das aus einer etwas zerrütteten Familie kommt, und ihre eigenen Fähigkeiten ständig anzweifelt. Das Mädchen, das einem Ideal entsprechen möchte, weil es nur so ein wenig Anerkennung von seinem Vater bekommen kann. Das Mädchen, das ständig im Schatten seines Bruders steht – von Geburt an.

Oder das Mädchen, das niemals etwas Ungesundes isst. Das verschlossen wird, wenn man darüber spricht. Das deswegen schon Ärger mit ihrer Familie bekommen hat (deutete sie an). Das dennoch lang und breit über Rezepte reden kann. Das sehr sportlich ist.

Oder das Mädchen, das gut verbergen kann, wie es ihr geht und dass manchmal ziemlichen Unfug macht und nicht auf sich aufpasst. Das Mädchen, um das ich mir momentan die größten Sorgen mache, für das ich aber nichts wirklich tun kann. Das Mädchen, was eindeutigerweise abgenommen hat und was deswegen schon mehrfach von Lehrern angesprochen wurde. Das Mädchen, das nun schon mehrere Male beinahe zusammengeklappt ist in der Schule.
Ich mag dieses Mädchen. Ich weiß auch, dass es für sie daheim nicht einfach ist…

Ich mache mir einfach Gedanken und würde gerne etwas tun, irgendetwas… Aber das kann ich nicht wirklich. Und das macht mich traurig.

 

Es ist besonders in diesem Falle so, aber auch in den anderen Fällen. Und in noch mehr.
Doch meist kann ich eben nichts tun. Weil die Umstände es nicht erlauben, weil die Reaktion Einigelung ist, weil … Es gibt viele Gründe.

Das ist ein Teil meines Päckchens und wird es wohl immer sein.

 

(Wer sich jetzt fragt, ob dieser Text einen tieferen Sinn hatte, dem sei gesagt, dass ich diese Gedanken nur einmal loswerden wollte…)

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Wie Tahmid sein Abi durch Mitleid bekam

Manchmal ist es sicher schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. So fühle ich auch mit Señor Enano.

Tahmid hätte eigentlich die null Punkte im Zeugnis verdient. Er kommt kaum und wenn er mal da ist, bemüht er sich nicht einmal, mitzuarbeiten.

Und dann ist da die Sache mit der Klausur…

Tahmid hat die Klausur nachgeschrieben (wie er alle Klausuren nachschreibt – absichtlich. Denn bei Señor Enano brauchen wir kein Attest, um bei einer Klausur zu fehlen. Señor Enano ist da schwer in Ordnung.). Tahmid schreibt nach, weil er dabei alleine ist und sein Smartphone benutzen kann, um die Klausur zu bearbeiten. Eigentlich wäre das ja nicht nötig, wenn er mal dem Unterricht beiwohnen würde… Aber sei’s drum.

Bei Señor Enano ist die Nachschreibeklausur eigentlich immer genau dieselbe Klausur, die auch die anderen Schüler am regulären Termin geschrieben haben. Und zumeist benutzt er irgendwelche Dinge, die wir im Unterricht besprochen haben, sodass es kein Hexenwerk ist, das inhaltlich hinzubekommen. Zudem gibt er meistens auch Hinweise, was drankommen wird. In diesem Fall das siebte Kapitel unserer Lektüre.

Da ich das vorbereiten sollte und auch vorgetragen habe, hatte ich davon eine Zusammenfassung, die ich auch schon abgetippt hatte, weil Ilvy, die krank gewesen ist, mich darum gebeten hatte, dass ich ihr das schicke und ich es für besser hielt, es abzutippen, als es einfach einzuscannen. Das ist so einfach lesbarer und ich kann eventuelle Fehler (also zumindest die, die mir auffallen) ausbügeln.

Diese Zusammenfassung (und eine Charakterisation einer Figur aus diesem Kapitel) habe ich also Tahmid geschickt, weil ich wollte, dass er sich auf die Klausur vorbereiten kann. Weil ich wollte, dass er eine anständige Note hinbekommt, weil er ja zwei Halbjahre Spanisch ins Abi einbringen muss.

Fakt ist, dass ich ihm damit quasi die Lösung zweier Aufgaben aus der Klausur geliefert habe. Auf relativ hohem Niveau.

Was macht Tahmid also, der Arbeit zu gerne mal scheut?

Er druckt sich das aus und nimmt es mit zur Klausur. Den Text schreibt er komplett so ab.

Dass das nicht unbemerkt bleiben konnte, war offensichtlich. Denn Tahmid bringt im Unterricht keinen einzigen spanischen Satz zustande und dümpelt im Unterkursbereich umher. Und plötzlich soll er so einen Text verfasst haben? Unglaubwürdig…

Das führte dazu, dass Señor Enano, als er uns am Montag die Klausuren austeilte, ihm seine nicht wiedergab. Stattdessen forderte er Tahmid auf, sich in’s Vorzimmer unseres Raumes zu setzen und seine Klausur zum Großteil ins Deutsche zu übersetzen. Ein Ding der Unmöglichkeit für ihn. Er versuchte es dennoch, mehr oder minder erfolgreich und wieder mit Einsatz elektronischer Hilfsmittel.

Ich hatte das schlechte Gewissen wohl ins Gesicht geschrieben, denn so fühlte ich mich. Verantwortlich dafür, was passiert war, denn ich wusste sofort, worum es ging.

Heute war Tahmid (wie zu erwarten war…) nicht anwesend und Señor Enano wandte sich an mich und meinte, dass ich Tahmid ja ausrichten könnte, dass es eine Doppelnull geworden sei (wobei er am Montag sagte, dass es, hätte er’s gewertet, wohl elf oder zwölf Punkte geworden seien).

Nach dem Unterricht sprachen wir noch weiter und er fragte mich, wie es denn um Tahmids Abi stünde, woraufhin ich meinte, dass ihm null Punkte das Genick brechen würden. Denn null Punkte bedeutet Kursaberkennung – eigentlich zu verschmerzen, doch Tahmid MUSS diesen Kurs belegt haben. Dementsprechend zöge das die Nichtzulassung zum Abitur nach sich.
Señor Enano meinte, Tahmid hätte durchaus null Punkte verdient, doch er würde ihm, wenn die Dinge so seien, einen Punkt geben.
Ein Mitleidspunkt. Der Tahmids Abitur rettet.

Dann sagte er auch noch: „Wenn man so blöd ist und das so auffällig macht wie Tahmid, dann hat man allein dafür schon null Punkte verdient…“

Dem kann ich nur beipflichten…

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Vollpfosten! … Oder?

Manchmal gibt einem das Leben wirklich zu denken.

So zum Beispiel heute. Ich begegnete am Bahnhof Sascha, wir kamen beide von Terminen, die für unsere Zukunft wirklich wichtig waren. Wir quatschten ein bisschen und ärgerten uns gemeinsam darüber, dass unser Zug ausfiel und wir warten mussten. Irgendwann kam dann der nächste und wir stiegen ein und unterhielten uns weiter.

Ich weiß oft nicht, was ich von Sascha halten soll. Ich kenne ihn schon fünf Jahre. Die achte und neunte Klasse war er ja mit Luna und mir in einer Klasse, weil er die siebte übersprungen hat.

Sascha… Er ist ziemlich intelligent, aber auch unsagbar faul. Und ein Großmaul dazu, prollt ziemlich oft einfach nur rum und kokettiert mit seinem Ruf als Rechter (mich hat er ja eine ganze Weile immer Nazibraut genannt -.-).

Aber Sascha hat auch eine andere Seite. Wenn man mit ihm allein ist, kann man wirklich mit ihm reden.
Heute zum Beispiel, darüber dass Timon und ich Lehrer werden wollen. Da guckte er mich an und meinte, er könne sich das gut bei mir vorstellen, nur ein bisschen extrovertierter sollte ich werden. Ich war baff, denn er kam dann auch mit Beispielen… Wenn man sonst denkt, jemand würde einen nur so bekanntschaftsmäßig wahrnehmen und der kommt dann mit einer Analyse über dich, ist das schon beeindruckend.

Und manchmal, wenn man so redet, erzählt er einem dann auch was (mir zumindest, ich kann schlecht beurteilen wie das sonst ist).

Heute fiel mit einem Mal dann der Satz: „Eigentlich ist mein Leben ziemlich traurig. Meine Freundin hat sich vor zwei Wochen getrennt, den Einstellungstest hab ich nicht hingekriegt und mein bester Freund hat einen Tumor im Kopf.“

Das ist schon ein hartes Stück. Der Tumor ist laut Ärzten zwar gutartig und gut erreichbar, aber da kann ja trotzdem viel schiefgehen… Und die beiden anderen Dinge sind auch nicht ohne…

 

Das war das erste Mal, dass ich das Bedürfnis hatte, Sascha in den Arm zu nehmen. Und obwohl er oft ein richtiger Arsch ist, mag ich ihn irgendwie.

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Die Parkplatzrebellen

Unsere Schule hat zwei Parkplätze. Der eine ist etwas abseits, man muss im Prinzip von hinten an die Schule heranfahren, in der Nähe der Turnhalle parken und dann noch einen relativ weiten Weg zum Hauptgebäude zurücklegen. Der andere Parkplatz ist direkt beim Hauptgebäude, viel besser erreichbar und eben mit einem deutlich kürzerem Weg verbunden.

Vor einigen Jahren gab es noch keine Oberstufe an meiner Schule und dementsprechend auch kaum ein Problem mit Parkplätzen, da die wenigsten volljährig und im Besitz eines Führerscheines waren. Es gab auf dem einen, dem näheren Parkplatz eine Stellfläche für die Roller der Zehntklässler und das reichte aus.

Mittlerweile hat sich das geändert. Alleine aus meinem Profil (ich erinnere: Wir sind zu neunt!) kommen vier Leute mit dem Auto zur Schule: Elli, Lorena, Tahmid und Teresa. Und natürlich sind diese bequem und parken lieber auf dem näheren Parkplatz – dem Lehrerparkplatz…

Das Parken ist dort allerdings für Schüler explizit verboten, eben weil es ein Parkplatz für die Lehrer sein soll. Der ist nämlich nicht so groß, als dass Schüler und Lehrer dort Platz zum Parken finden würden wie sie lustig sind.

Konsequenzen gab es bisher allerdings noch keine.

Bis heute.

„Die Schüler, deren Wagen die amtlichen Kennzeichen „X LZ 92“ sowie „X VI 56″ haben, bitte augenblicklich zu Mr. Suit.“, wurde durchgesagt.

Luna und ich saßen auf der Bank vor dem Lehrerzimmer und grinsten uns eins. Wir wussten nämlich nur zu genau, we das eine Kennzeichen zuzuordnen war… Unserer lieben Lorena. Lorena Z., geboren 1992.

Bald darauf kam sie auch und mit ihr ein Schüler des Matheleistungskurses.

Mr. Suit: „Sind das eure Autos?“
Lorena: „Ja klar, Lorena Z., 92 geboren.“

Sie grinste. Doch das verging ihr schnell wieder, denn Mr. Suit fand deutliche Worte.

„Umparken, sofort. Und nie wieder da parken. das ist für Schüler verboten. Beim nächsten Mal wird die Polizei geholt und ihr abgeschleppt. Das kann teuer werden.“

Lorena versuchte zu argumentieren, dass dort ja auch noch andere Schüler ständen. Mr. Suit meinte dazu nur, sie solle ihm die Kennzeichen geben und er würde denen dasselbe sagen.

Tja.

Einige Zeit später, wir sitzen im Flur vor dem Raum, in dem wir den nächsten Unterricht haben, und Lorena regt sich auf. Aber ganz gehörig.

Tahmid, Elli und Teresa meinen, dass es kein Wunder wäre, dass gerade die beiden aufgerufen worden wären, weil sie in der Reihe parkten, die am nächsten am Schulgebäude dran ist. Die Reihe, in der die Lehrer bevorzugterweise parken.

Lorena sah das nicht ein und kündigte an:

„Ich werde mich da morgen wieder hinstellen. Und dann wieder. Und dann wieder. Bis ich abgeschleppt werden soll. Dann gehe ich dahin, die dürfen mich ja nicht abschleppen, wenn ich da bin. Und dann kann das mal schön Mr. Suit bezahlen!“

Elli echauffierte sich noch ein wenig darüber, dass die Schulleitung sich lieber um die Renovierung des Schulgebäudes und die Ausstattung der Toiletten mit Klopapier bemühen sollte, als um Parksünder.

Dann kam Herr Frettchen und Lorena war gerade wieder dabei, sich aufzuregen.

Er fragte sie, ob es ihr Auto gewesen sei. Sie bejahte und er erklärte, dass es vermutlich damit zusammenhänge, dass die Lehrer laut der Behörde für ihre Parkplätze bezahlen sollen. Lorena fragte nach, wieviel das denn koste und Herr Frettchen grinste und meinte nur:

„I don’t know. I never paid.“

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Makaber, Tafelschreiber und Modekrankheit

Immer noch dieselbe Situation wie im letzten Blogpost 😉

Kurze Zeit später, wir hatten gerade angefangen wieder zu arbeiten, da fangen Elli und Lorena wieder an zu quatschen. Im Rahmen einer selbstgewählten Fünfminutenpause natürlich, nicht im Unterricht 😉

Es ging darum, dass Lorena gehört hätte, dass es eine neue Modekrankheit gäbe, bei der der Hals deformiert wird. Dies käme davon, dass man zu lange nach unten schaue, um auf sein Smartphone zu gucken. Lorena hatte dafür kein Verständnis.

„Ich halte mein Smartphone doch nciht hier unten hin!“, meitne sie und deutete an, wie sie das meinte. Ich mischte mich ein und meinte dazu nur:

„Naja, Lorena, aber wenn du im Unterricht draufschauen willst, dann musst du’s ja unter dem Tisch halten und so runtergucken…“

Frau Neon guckte mich entgeistert an.

„Muffin! Ich muss mich wohl verhört haben?!“

Lorena grinste. „Da sehen Sie’s, Muffin hat eben gar nicht gelesen…“

(wobei das nicht mal stimmt. Die meisten Leute lassen ihr Smartphone im Federmäppchen liegen und spielen dann da damit rum… 😉 )

Timon erzählte davon, wie sehr er sich auf den Film „Der kleine Hobbit“ freue und dass er am vorigen Tag gerade den Soundtrack hätte hören können. Er sei geschmolzen. Originalzitat 😉

Da gab es dann noch einmal eine kurze Diskussion über Harry Potter und darüber, ob die Filme gut gemacht seien. Irgendwann erwähnte Timon dann irgendetwas über den achten Film (also 7.2 quasi) und Frau Neon machte große Augen.

„Ich dachte, es gibt nur sieben Bücher?!“, fragte sie äußerst verwirrt. Wir klärten sie dann lebenswürdierweise auf und widmeten uns langsam wieder der Arbeit.

Bis Anouk und ich darüber diskutierten, ob Henry VIII nun sechs oder acht Frauen hatte. Anouk zählte die sechs auf und das sogar in der richtigen Reihenfolge – anhand des bekannten Abzählreimes „Annulled, beheaded, died, annulled, beheaded, survived“ konnten wir uns einigen 😉

Auf die Frage von Frau Neon, woher sie das wüsste, meinte sie nur grinsend: „Ich hab‘ Die „Tudors“ geguckt…“

Timon war mittlerweile fertig und Frau Neon fragte ihn, ob er denn auch etwas über die heutige politische Situation Schottlands wüsste. Wusste er nicht. Aber ich wusste, auf was sie abzielte… Die geplante Volksabstimmung, ob Schottland weiter zu Großbritannien gehören möchte. Frau Neon nannte dies lustig und meinte, dass die sich eh zu einem Verbleiben dort entschließen würden.

Ich murmelte vor mich hin, dass ich auch eine Volksabstimmung haben möchte, eine, ob Muffinhausen und Muffinlingen nicht zwei Städte/Dörfer bilden sollen. Zwischen diesen beiden Teilen gibt es nämlich immer so ein bisschen Gestänkere und es wird sich gnadenlos über den anderen Teil lustig gemacht.

Ich war so leise, dass man mich nicht verstehen konnte. Sollte auch besser niemand, denn sie hätten es wohl nicht verstanden. Frau Neon ist zugezogen und Elli und Anouk wohnen in Muffinburg, einem weiteren Teil, der da recht unbeteiligt von ist. Dementsprechend interessiert sie das nicht.

Frau Neon fragte aber nach, was ich gesagt hätte und ich meinte nur „Nichts.“

Woraufhin Lorena meckerte: „Das sagst du IMMER! Das regt mich voll auf und dabei rede ich nie mit dir!“

Öhm… Was? O.o

Timon fragte dann – sehr diplomatischer Zeitpunkt 😉 -, ob er denn sein Schaubild an die Tafel bringen solle. Er sollte und Anouk meinte, als sie ihn schreiben sah.

„Die Schrift ist schöner als die von einigen Lehrern. Als die von Mr. Suit zum Beispiel.“

Frau Neon guckte Anouk an und meinte dann: „Sag doch, was du meinst. Sie ist schöner als meine. Das gebe ich auch zu. Dann wandte sie sich an Timon. „Timon, du wirst mein Tafelschreiber.“

Dann sah sie auf die Uhr und auf ihren Zeitplan, den sie ausnhamsweise einmal erstellt hatte.
„Oh, wir sollten schon seit zehn Minuten mit der Präsentation der Ergebnisse durch sein…“

Tjaaa… 😉

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Einstieg in die makabre Einheit

Wir haben heute mit unserer zweiten Deutschlektüre begonnen. Nachdem wir Goethes Faust I behandelt haben, war es nun ein Werk von Schiller – Maria Stuart.

Die Stunde begann damit, dass Frau Neon mehr oder wneiger schwungvoll hineinkam und meinte: „Es ist zum Heulen.“
Draußen auf dem Flur hatten nämlich Mittelstüfler gesessen und einer davon hat wohl irgendetwas kaputtgemacht, war Frau Neon mitbekommen hat. Dann wollte er ihr auch nicht seinen Namen verraten….
Das hat sie ziemlich aufgeregt (später ging sie dann auch noch einmal rüber und ließ sich den Namen vom unterrichtenden Lehrer nennen und gab den Fall dann an deren Klassenlehrer weiter.)

Sie entschuldigte sich bei uns für ihre schlechte Laune und wir fingen mit dem Unterricht an.

Wir machten zuerst einmal eine kleine Runde darüber, wie uns das Drama denn gefallen hätte und alle äußerten sich mehr oder weniger positiv. Frau Neon zeigte sich erstaunt und meinte, dass das ja noch nie vorgekommen wäre, dass wir alle eine Deutschlektüre gut finden. Lorena berichtigte sie: „Ich habe es nur mit den Lektüren verglcihen, die wir hatten. Es ist nicht schwer, spannender zu sein als Effi Briest.“

Da hat sie Recht 😉

Wir bildeten Gruppen (und Frau Neon bedauerte mal wieder, das wir zu fünft sind… da muss dann einer immer alleine arbeiten uns innerhalb dieser Gruppen ein Schaubild zu einem Teilthema des historischen Kontextes überlegen.

Elli und Lorena nahmen sich der Aufgabe an, die Bedingungen und den Verlauf ihres Lebens zu untersuchen, Timon kümmerte sich um die politische Lage in Schottland im 16. Jahrhundert und Anouk und ich beschäftigten uns mit den politischen Zielen Elisabeths und dem daraus resultierenden Verhalten gegenüber Maria.

Zu dem Text aus dem Anhang unserer Lektüre (wir arbeiten mit der Einfach Deutsch-Ausgabe) war ein Bild abgedruckt, das die Hinrichtung Marias zeigte. Anouk guckte sich das an und fragte dann:
„Warum haben die die denn in einem Raum geköpft?!“

Wir mutmaßten ein wenig, Frau Neon erinnerte daran, dass Hinrichtungen früher absolut angesagte Events gewesen seien, zu denen die Leute in Scharen geströmt seien und dann nannte Anouk den Grund, warum sie das so unmöglich fand…

„Das muss doch irgendjemand wegmachen, das ganze Blut. Das gibt doch eine Sauerei!“
„Ach so, Anouk denkt an die Putzfrauen.“, meinte Frau Neon.
Ich erwiderte: „Reinigungsfachkräfte…“, woraufhin Frau Neon erwiderte: „Ach ja… Also, Anouk denkt an die Room Manager…“

Dann diskutierten wir noch eine Weile über Hinrichtungsarten, denn es wurde in den Raum geworfen, dass sie Maria ja auch einfach hätten hängen können. Das Blutbad wäre somit vermieden worden.

Frau Neon: „Ja, aber das wäre ja bedeutend unangenehmer für Maria gewesen. Wenn ich zum Tode verurteilt werden würde, dann würde ich die Enthauptung vorziehen…“

Lorena war anderer Meinung.

„Ich finde, es ist eine schreckliche Vorstellung, meinen Kopf von meinem Körper abgetrennt zu wissen. Ich habe gehört, dass man, wenn man geköpft wurde. noch einige Augenblicke sehen kann…“
Frau Neon unterbrach sie: „Hast du das von Störtebecker?“
„Nein. Also, für einige Momente ist die Blutzufuhr ja noch da… Also könnte das durchaus möglich sein. Da würde ich lieber einen unangenehmeren Tod sterben und als Ganzes beerdigt werden, als in zwei Teilen…“

Irgendwie hat sie damit ja Recht.

Ich warf ein: „Es könnte auch schief gehen und dann ist man wie der fast kopflose Nick.“
Lorena grinste: „Okay, ich habe mich umentschieden, damit habe ich eine reelle Chance, nach Hogwarts zu kommen.“

Einige Augenblicke später fügt sie noch hinzu: „Ach, mein Brief kommt noch. Wenn ich mein Abi habe. Dumbledore wartet ab, bis ich einen vernünftigen Abschluss hier bei den Muggeln habe…“
Timon: „Dumbledore ist tot.“
Lorena: „SSSSSCHT! Der tut nur so!“

Dazu fiel dann Frau Neon auch noch etwas ein: „Also, die eine Schülerin, die bei mir Geschichte geschrieben hat, die kam nach der Arbeit zu mir und meinte, sie hätte die Arbeit mit Wissen bearbeitet, das sie von Harry Potter hat…“
(Frau Neon sprach „Harry“ total merkwürdig aus. Nicht Härry sondern Haaari…^^)

Lorena wandte sich an Elli.

„Siehst du und du machst dich immer darüber lustig, dass ich Team Potter bin!“
Elli: „Ja… Durchschnittsalter zwölf Jahre…“
Lorena: „Im KOPF schon!“

Bei den letzten Worten deutete sie auf ihren Kopf. Den meinte sie wohl damit 😉

 

Wie es weiterging, erfahrt ihr morgen 😉

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Lorena und Frau Neon

Ganze zwei Leute haben Frau Neon als Tutorin gewählt. Das sind Lorena und ich. Das heißt, eigentlich haben alle damals Frau Rank als Tutorin gewählt, die die Wahl zwischen ihr und Frau Neon hatten, einfach, weil Frau Neon eine Unbekannte darstellte, neu an der Schule und in der ersten Stunde als langweilig und farblos eingeschätzt… ein Fehler, den ich mitten in der Rank-Krise korrigiert habe. Mit einer Tutorenumwahl. Also dem Wechsel von Frau Rank zu Frau Neon. Das stellte für mich einen symbolischen Akt dar, der unbedingt getan werden musste.

Sonst hat das keiner getan. Als dieses Schuljahr begann und sich herausstellte, dass Herr Frettchen zukünftig unseren Leistungskurs betreuen würde, entschied Lorena sich dafür, Frau Neon ebenfalls als Tutorin zu wählen, da Frau Rank nun ja endgültig abgeschrieben werden konnte. Warum sie das tat, ist mir nicht so ganz klar. Eigentlich kann sie nicht mit ihr.

Lorena hat in Geschichte eine mündliche Mitarbeitsnote von einem Punkt bekommen. Begründung: „Weil du da warst.“ Das ist echt hart und dementsprechend negativ ist Lorenas Einstellung Frau Neon gegenüber.

Das heißt, das ist sie natürlich nicht erst seit dem.

Frau Neon ist manchmal ein wenig anders. Sie hat eben ihre Ansichten und diese sind manchmal einfach nicht schülerkonform. Ich schätze sie trotzdem, aber ich denke, das merkt man auch, oder?

Ein Mal hat sie beispielsweise in Geschichte zwei verschiedene Texte lesen lassen, einen von Truman und einen von Shdanow. Der Truman-Text war dreiseitig, während der Shdanow-Text zweiseitig war. So weit, so gut.
Nun teilte sie die Texte zu. Auch das ist akzeptabel und sinnig. Allerdings kann ich die Art und Weise nicht gutheißen. Sie meinte nämlich, dass die guten und schnellen Leser den Truman-Text bekommen sollten, betrieb also ganz klar eine Leistungsdifferenzierung.
Lorena bekam den Shdanow-Text und Frau Neon hatte sich wirklich unglücklich ausgedrückt.
Dementsprechend begann Lorena natürlich mit ihr zu disktieren, ob sie sie für blöd halte und warum sie das denn so vor allen breittreten müsse.
Frau Neon argumentierte, dass man ja sowieso selbst recht gut einschätzen könne, wo man in einem Kurs stünde und dass sie, wenn sie draußen auf dem Flur mündliche Noten verteilt auch immer mitbekommt, dass alle, sobald sie wieder reingehen, ihre Note verkünden.
Das Letztere stimmt größtenteils, aber ich kann mich dieser Argumentation trotzdem ncht anschließen und möchte das auch gar nicht.

Lorena hat Frau Neon dies sehr übel genommen und beklagte sich mit bitterbösen Worten über sie.

Ein anderes Mal unterhielt sich Lorena mit Marisa darüber, dass sie sich ein Tattoo stechen lassen wollte. Frau Neon bekam das Gespräch mit und fragte nach. Lorea anwortete, dass sie sich gerne die Jahreszahl tätowieren lassen würde, in dem ihre Eltern geboren sind und Frau Neon begann ihr davon abzuraten. Es wirkte sehr skurril, denn ihre Argumentation war sehr darauf eingeschossen, ihre Meinung durchzusetzen.

Demtensprechend begeistert reagierte Lorena. „Was will die eigentlich?!“ und „Das geht die doch nichts an!“ waren da die harmlosesten Sprüche zu dieser Einmischung.

Bei jeder Gelegenheit beschwert sie sich über Frau Neon. Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen.

 

Ich beneide Luna trotzdem um ihre Tutorin. Wirklich. Frau Rock ist cool. Und bei ihr gibt es auch Tutandentreffen (das erste auf dem Weihnachtsmarkt… Neid!)… Was nicht heißt, dass ich mir das wünschen würde – ich kann mir wahrlich Besseres vorstellen, als mit Frau Neon und Lorena zusammenzuhängen O.o

(Meine Traumtutorin wäre ja Frau Schick ;D )

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Goodbye Marisa

Nur, um euch auf dem Laufenden zu halten: Marisa ist nicht mehr Mitglied meines Jahrgangs. Sie wiederholt freiwillig.

Das finde ich ziemlich schade.

Jetzt sind wir nunmehr nur noch neun Leute im Profil. Gestartet sind wir damals zu acht und von diesen „Gründungsmitgliedern“ sind noch drei da. Timon, Elli und ich.

Zwischendurch waren wir fünfzehn.

Wir hatten eine große Menge an Leuten, die mal da waren und dann gegangen sind.

Luiza ist auf einer anderen Schule und dort scheinbar genauso selten da wie sie es bei uns war. Sie wiederholt dort, ist also im Jahrgang unter meinem. Ob sie es dort schaffen wird? Ich weiß es nicht und wage es zu bezweifeln.
Niobe und Marisa sind beide im Jahrgang unter meinem an derselben Schule geblieben. Sie haben auch noch denselben Leistungskurs: Englisch.
Valentina mach ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Krankenhaus, nachdem sie die Schule abgebrochen hat. Einen großen Unterschied zu früher gibt es nicht. Sie war sowieso fast nie da.
Nina ist jetzt an einer Grundschule und wird nach diesem Jahr dann wohl ihr Fachabitur haben. Ich denke, dass das gut zu ihr passt, das Arbeiten mit Kindern.
Truman ist ja nach Singapur ausgewandert. Das ist so schade…

Dann gab es noch das Mädchen aus Spanien, das fälschlicherweise in unserem Jahrgang gelandet war und dann an eine andere Schule gegangen ist, weil sie bei uns in meinem Jahrgang hätte bleiben müssen. Mittlerweile hat sie ihr Abitur.
Ganz zu Anfang hatten wir auch noch eine Vierundzwanzigjährige, die ihr Abitur bei uns nachmachen wollte. Irgendwann ist sie einfach nicht mehr gekommen. Gerüchte rankten sich darum, doch mittlerweile ist  sie in Vergessenheit geraten, es ist ja schon lange her.
Wir hatten auch noch ein Mädchen bei uns, die aber mittlerweile in den Matheleistungskurs gewechselt ist.
Ein anderer ist auf eine andere Schule gewechselt, einfach so.

Wer ist außer uns dreien (also Elli, Timon und ich) noch da und wann sind sie gekommen?

Calvin ist auch schon recht lange dabei, wenn auch nicht von Beginn an: Er war anfangs kurze Zeit im Deutschleistungskurs.
Luna war das erste halbe Jahr im Matheleistungskurs.
Anouk und Teresa sind zu Beginn der Q-Phase zu uns gestoßen.
Lorena kam eine Woche später dazu.
Tahmid kam erst zu uns, als wir schon die erste Englischklausur bei Frau Rank geschrieben haben. Wenn ich mich nicht irre, sogar am selben Tag.

 

Ich habe übrigens die Lehrer- und Schülerliste ein wenig aktualisiert 😉

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Die Entenmama

Sie hat sehr oft Aufsicht und unterrichtet in einer sechsten Klasse. Die Schülerinnen dieser Klasse laufen ihr ständig hinterher, wenn sie Aufsicht hat und möchten mit ihr reden. Das sieht ziemlich niedlich aus, wenn sie da so inmitten von den Kleinen steht…

Eigentlich traut man das Frau Neon ja gar nicht zu 😉

Den Spitznamen „Entenmama“ hat sie jedenfalls schonmal sicher.

Letzten Freitag während der großen Pause saßen wir mal wieder auf „unserer“ Bank vor dem Lehrerzimmer (wobei sich das mit Mr. Suits Rückkehr vielleicht erledigen wird :/ ). Da kam Frau Neon mit drei kleinen Mädels im Schlepptau. Die eine war hingefallen und ihr taten jetzt die Knie weh, die anderen beiden waren Freundinnen von ihr. Luna und ich räumten die Bank, sodass die Kleinen sich hinsetzen konnten. Frau Neon holte Kühlpacks.

Während Frau Neon die Kühlpacks holte, erzählte eine der beiden Freundinnen (Fini wurde sie genannt) den beiden anderen von einem ganz furchtbaren Erlebnis. Das klang dann so:

„Und dann bin ich kreischend weggesprungen und meine Mutter hat mich ganz erschrocken angeguckt und gefragt, was passiert sei!“

Es ging um einen Wurm im Salat. Also in so einem Salatkopf. Außerdem sei da auch noch Erde dran gewesen, total widerlich.

Fraui neon kam mit zwei Kühlpacks zurück und gab sie der Verletzten(die übrigens auch schon einen Gips an der Hand hatte – mit ganz vielen Tatzen drauf, sehr süß). Dann durfte Nesrina, so hieß der Pechvogel, ihre Füße auf Lunas Schultasche ablegen.

Frau Neon: „So, schau mal, Luna opfert ihre schöne schwarze Tasche jetzt für dich, da kannst du die Füße rauflegen.“
Die Kleenen: „DANKE, LUNA.“

Dann wurde das weitere Vorgehen besprochen. Eigentlich dürfen nur Oberstüfler während der Pause ins Schulgebäude und da die Treppen hoch, aber mit verletzten Beinen ist das Treppensteigen ja eine langwierige Sache (so schlimm war’s nicht 😉 )… Also schlugen Luna und ich vor, dass sie doch erst hochgehen sollten, wenn die ganzen anderen schon oben seien, damit sie nicht ins Gedränge geraten.

Die Kleinen: „Aber dann kommen wir doch zu spät!“
Luna: „Na und?“
Frau Neon: „Luna!“
Ich: „Bei wem denn?“
Frau Neon: „Bei Frau Hood.“
Ich: „Na und?“
Frau Neon: „MUFFIN! Tsst, hört nicht auf die Großen, die sind schon total verdorben!“
Ich(grinsend): „Und DAS sagt meine Tutorin…“
Frau Neon: „Willst du damit etwa sagen, ich sei schuld daran?“
Ich: „Joah…“

Die Kleinen hatten auch noch den Vorschlag, dass sie ja den Fahrstuhl benutzen könnten (unsere Schule hat genau einen und dafür braucht man eben den Fahrstuhlschlüssel). Das wollte Frau Neon aber nicht, weil sie den nicht so einfach bekommen würde, weil das Sekretariat zu dem Zeitpunkt auch unbesetzt sei…

Besonders Fini und die andere Freundin baten aber darum, sodass Frau Neon schließlich meinte: „Ich habe den Eindruck, ich brauche den Fahrstuhl eher für dich und Fini als für Nesrina…“

Schlussendlich machten sich die drei dann noch während der Pause auf den Weg nach oben. Die Kühlpacks hatten dann Fini und die andere Freundin auf den Kopf gelegt, die andere Freundin hatte da drauf noch ihre Brotdose gestapelt und im Schneckentempo bewegten sie sich nach oben.

Frau Neon ließ sich auf die Bank plumpsen und ich sah den Kleinen nach und meinte zu Luna:

„Die werden noch wie wir.“

Luna erwiderte: „Die werden schlimmer.“

Frau Neon meinte: „Muffin, immer, wenn ich mit denen zu tun habe, verstehe ich, warum du lieber in der Schule als zu Hause bei deinen Geschwistern bist…“

Ich schaute sie an, als sei ihr ein zweiter Kopf gewachsen.

„Wie bitte?!“

Glaubt sie wirklich, ich würde freiwillig soviel Zeit in der Schule verbringen? Sicher nicht…

Frau Neon begründete das dann damit, dass wir ja auch immer in unseren Freistunden in der Schule seien. Das stimmt aber gar nicht. Sobald es sich auch nur ein bisschen lohnt, mache  ich mich auf den Weg nach Hause. Aber wenn man nur eine Freistunde hat, macht das nun einmal absolut keinen Sinn…

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Das kommt mir spanisch vor…

Vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt mal wieder eine kleine Ansammlung an Schmunzelwürdigem aus dem Unterricht in besagten Fach zum Besten geben möchte 😉

Der Titel kommt übrigens aus einer der letzten Spanischstunden, in der Señor Enano mal wieder nach einem Satzteil fragte und zwar mit den Worten: „Was ist das?“

Als er dann jemanden dran nahm, der sich nicht gemeldet hat, resultierte das in der stumpfen Antwort:
„Das ist Spanisch.“

War nicht unbedingt das, was Señor Enano erwartet hatte ;D

Dabei sollte er schon aus einer früheren Stunde gelernt haben. Da haben wir nämlich die Zahlen wiederholt, weil einige Spezialisten immer noch arge Probleme damit haben.

Señor Enano: „Ilvy, schreib mal siebzehn auf Spanisch an die Tafel.“, forderte er eine unserer Kursbesten auf und drehte sich dann wieder zur Klasse und erzählte irgendetwas. Währenddessen ging Ilvy nach vorne und da sie keine Ahnung hatte, wie sie siebzehn richtig schreiben sollte, versuchte sie es mit Humor und schrieb die Ziffer 17 an die Tafel…
Señor Enano hat das mit Humor genommen – ausschreiben musste sie „diecisiete“ trotzdem noch 😉

Auch im Spanischen gibt es falsche Freunde, Wörter also, die so klingen wie deutsche, aber etwas anderes bedeuten. Eines dieser Wörter sorgte bei einer Partnerarbeit für Erheiterung. Es war ein einfaches Frage- und Antwort-Spiel auf Spanisch und es ging um Dinge und wieviel sie kosten. Da kam bei Federica das Wort „ordenador“ und ein Preis von 495 Euro und sie meinte stumpf: „Das ist aber ein teurer Ordner!“
Blöd nur, dass „ordenador“ übersetzt „Computer“ heißt 😀

Nicht unbedingt ein falscher Freund, sondern eine falsche Assoziation war es, mit der Tahmid uns zum Lachen brachte.
Jemand las gerade einen Satz vor und Señor Enano forderte Tahmid, weil er schon so unaufmerksam wirkte, auf, den Satz zu wiederholen. Tahmids Entschuldigung:
„Ich habe nur dieses „planchar“ gehört, dann hab‘ ich an Planschen gedacht und dass war ich weg.“

Wir haben in unserem Jahrgang zwei neue Schülerinnen und eine davon ist auch bei mir im Spanischkurs. Die folgende Szene ereignete sich bei ihrem ersten Unterricht:

Sie stellte sich gerade vor und Achmed hat mal wieder nicht zugehört. Da sie aber schon zum wiederholten Male ihren Namen gesagt hatte, war sie wohl etwas genervt…

Achmed: „Wie heißt du?!“
Michelle: „MICHELLE!“
Achmed: „Ok, ich bin der Harald.“

Er ließ sich auchden Rest der Stunde so nennen und reagierte nicht auf Achmed 😀

Das war es auch wieder für’s Erste. Momentan ist Spanisch nicht ganz so unterhaltsam wie sonst, da die Kandidaten, die sonst immer für den einen oder anderen Lacher sorgen, gar nicht erst auftauchen. Tahmid, Achmed, Erdal, Ilai… Alle bisher entweder gar nicht oder nur ein- bis höchstens zweimal dagewesen… Schade eigentlich.

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