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Was wurde eigentlich aus… [Schuledition]

Natürlich haben sich meine Mitschüler geändert, sie sind älter geworden, aus der Schule raus und in alle Winde zerstreut. Aber meine ehemalige Schule hat sich, und das finde ich erstaunlich, ebenfalls sehr gewandelt. Hier nun also die Schuledition.
Was wurde eigentlich aus…
Frau Schick?
Frau Schick, die beste stellvertretende Schulleiterin aller Zeiten, die stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Schüler hatte. Zu der wir am liebsten gegangen sind, wenn etwas mit der Schulleitung zu klären war. Deren Bürotür immer offenstand und zu der man auch immer gehen konnte. Die ihren ganz eigenen Stil hatte, in deren Büro der Spruch „Kein Stress, nur Strass“ hing und zu der Luna stets meinte, dass ich absolut die rosarote Brille aufhätte, wenn es um sie ginge. Naja, vielleicht ein bisschen.
Frau Schick ist aus dem aktiven Schuldienst heraus- und in den Behördendienst hineingegangen. Ein Verlust für alle Schüler, die sie nun nicht mehr bekommen können. Aber symptomatisch dafür, dass an meiner alten Schule vieles schiefging (wie der geneigte Leser meines Blogs vielleicht noch weiß).
Frau Blümchen?
Unsere wunderbare ehemalige Philosophielehrerin. Oft ziemlich verpeilt, aber sehr liebenswert. Gelegentlich antwortet sie mir sogar auf E-Mails ;D
Auch sie ist nicht mehr an meiner alten Schule tätig, aber wirklich weit weg hat sie es (geographisch gesehen) nicht geschafft – sie unterrichtet jetzt an der Schule meines kleinen Bruders.
Ms. Smile?
Naaa, erinnert sich noch irgendwer an den Scherz, dass Ms. Smile schwanger sei?
Nun ja, schwanger ist sie nicht. Oder sollte ich besser „nicht mehr“ sagen? Sie hat mittlerweile ein Kind bekommen, einen kleinen Jungen (lustigerweise am Geburtstag meines kleinen Bruders^^).
Wem Ms. Smile nichts sagt: Das war die Lehrerin, die unseren EnglischLK nach viel Ärger gute zehn Wochen vor den Abiturprüfungen übernommen hat.
The Whale?
The Whale. Die Schulleiterin einer Schule, an der vieles so richtig, richtig schief gelaufen ist. Mittlerweile ist auch sie nicht mehr an der Schule.
Mr. Suit?
Auch unser Oberstufenhauptverantwortlicher mit gesundem Selbstbewusstsein hat die Schule verlassen und ist in ein anderes Bundesland gewechselt. Somit wurde die gesamte Schulleitung ausgetauscht.
Frau Rock und Herr Guetta?
Die beiden, die bei unseren Abiawards zum Lehrer-Traumpaar gekürt wurden, sind immer noch zusammen. Sie haben mittlerweile auch einen kleinen Sohn 🙂
Frau Neon?
Hach, Frau Neon. Der verlinkte Beitrag enstand ziemlich am Anfang unserer gemeinsamen Zeit, heute würde ich ihn ganz anders schreiben. Außerdem würde sie heute wohl auch einen anderen Namen verpasst bekommen, denn das mit der Warnweste wurde ihr in der Zwischenzeit eigentlich vollkommen abgewöhnt.
Sie war meine Tutorin und Deutschleistungskurslehrerin und ist eine derjenigen, die es noch an meiner alten Schule hält.
Mittlerweile sind wir übrigens per du, haben einander bei WhatsApp (Frau Neon. Bei WhatsApp. Seht ihr diesen Quantensprung im Verständnis moderner Technik?!) und ich habe bereits einmal einen Nachmittag bei ihr mit Teetrinken verbracht.

So, und da ich schon so schön dabei bin, in alten Geschichten zu kramen, gibt es demnächst unveröffentlichte Geschichten aus meiner Schulzeit und aus meinem FSJ (da gibt es ja einiges, was ihr nicht mitbekommen habt!). Alles zum 1000tägigen Jubiläum 😉

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The Whale

Oder: Herr Otto ist weg.

Nun ist es also soweit, Herr Otto ist in Rente gegangen. Leider Gottes.

Dementsprechend war heute auch, da für alle(außer uns) das Halbjahr geendet hat, Zeugnisausgabe und Verabschiedung. Es waren viele da, vor allem auch viele alte Gesichter. Mit alt meine ich richtig alt – zum Beispiel unser Mathelehrer Herr Fuchs zum Beispiel, der vor vier (oder fünf?) Jahren in Rente gegangen ist. Irgendwie ist der seitdem ein bisschen älter geworden^^
Auch unser anderer ehemaliger Mathelehrer Herr Hut war da.
Wer nicht da war (glücklicherweise) war Frau Rank. Ich weiß nicht, wie ich dieser Dame gegenübertreten würde. Leider nicht da war Herr Blume.

Ach, außer für Herrn Otto war es auch der letzte Tag für Herrn Frettchen. Man glaubt gar nicht, wie sehr der sich darüber gefreut hat 😉

Jedenfalls hatten Ari, Luna und ich relativ kurzfristig beschlossen, dass wir etwas für den Abschied von Herrn Otto machen wollen. Nach ein wenig Überlegen kamen wir dann auf die Idee, einige Szenen aus „Das Leben des Brian“ nachzuspielen. Zum Einen, weil das absolut den Humor von Herrn Otto trifft und zum Anderen, weil wir eben unter anderem die eine Szene nachgespielt haben, in der Brian „Römer geht nach Hause“ an eine Wand schmieren will und seine Grammatik dann von einer römischen Patrouille verbessert wird… Das passte einfach.

So saßen wir denn also zu Beginn der „Dienstbesprechung“ im Lehrerzimmer. Erst einmal herrschte einiger Trubel, es wurden einige sehr interessante Gespräche geführt und wir konnten einige interessante Dinge beobachten…

Dann kam The Whale und hakte die ersten Punkte der Dienstbesprechung ab. Die Punkte, bei denen ich verstanden hätte, dass wir nicht dabei sein sollten. Dann ging sie über zur Verabschiedung und wir waren dran.

Dafür mussten wir in die Aula gehen. Am Ausgang vom Lehrerzimmer verteilte Ari dann Kreuze. Luna behauptete, sie müsse nicht zur Kreuzigung, sondern sei freigesprochen, gibt dann aber zu, dass das ein Scherz gewesen sei… Die Szene kennt man 😉
Am Eingang zur Aula hockte ich und bat um eine Spende für einen „Ex-Leprakranken“. Herr Otto spendete mir sein Kreuz (wie gemein, dann werde ich ja gekreuzigt^^).
Herr Guetta saß mittlerweile auf der Bühne und sollte ein Schild hochhalten, auf dem „Judäische Volksfront“ stand. Als Herr Otto das sah, freute er sich und meinte „Ich weiß, was auf dem anderen Schild steht!“
Luna und Ari setzten sich mit einigem Abstand neben Herrn Guetta und Luna begann, über diese „Sche*ß Volksfront von Judäa“ herzuziehen. Ari guckte sie daraufhin indigniert an und meinte, dass sie selbst doch die Volksfront von Judäa seien. Gleichzeitig hielt sie dann das Schild, auf dem ebendieses stand. Luna sah sie entgeistert an: „Was?! Ich dachte, wir wären die populäre Front!“, woraufhin Ari verneinte und auf  Herrn Otto zeigte. „Nein. Die steht da drüben.“ (wenn man den Film kennt, ist es umso lustiger, da der Vertreter der populären Front so ein alter, komischer Kauz ist…^^).
Dann kam ich und rief „Otternasen, frische Otternasen!“ und bot sie Ari und Luna an. diese ignorierten mich, woraufhin ich nur meinte, dass das Geschäft auch nicht mehr das sei, was es mal war und Herrn Otto die Otternasen in die Hand drückte (unsere Otternasen waren Lakritze 😉 ).
Dann schrieb Luna als Brian „Romanes eunt domus“ auf ein Bettlaken. Ich als römische Patrouille kam vorbei und korrigierte sie. Wobei es sehr lustig war, dass sehr viele Lehrer wie pubertierende Kiddies bei dem Wort „- anus“ gelacht haben – dabei ging es nur um die Endung von Romanus^^
Nachdem ich Luna dann aufgetragen hatte, den richtigen Satz hundertmal zu schreiben, richtete ich einige Worte an Herrn Otto.
Unter anderem fielen Sätze wie:
„Ich selbst habe ja jahrelang in Latein unter ihnen gelitten.“
„Sie haben ihre Lieblingsvokabel „vexare“ – für die Nicht-Lateiner „quälen“ – gelebt und immer authentisch rübergebracht.“
„Ich werde nie vergessen, wie sie sich mit Truman um einen Stuhl geprügelt haben, die Drei-Sekunden-Regeln, nach der man sie innerhalb von dre Sekunden zurückschlagen durfte, wenn sie uns geschlagen haben oder ihre diskriminierenden, sexistischen und sonstwie verletzenden Äußerungen. Aber keine Bange – Wir wissen ja alle, dass das alles genau so gemeint war, wie sie es gesagt haben.“

Das klingt vielleicht jetzt fies. Aber so ist er gar nicht. Man muss mit seiner Art klarkommen, natürlich. Aber er meinst es nicht so, das ist nur sein Humor.

Dann gab uns Frau Drama noch Tipps, was wir hätten verbessern können (typisch Darstellendes-Lehrerin^^) und ich wurde von mehreren Lehrern nach den sexistischen Äußerungen gefragt^^ (aber nicht so ernst, sondern eher so, dass sie sich drüber amüsieren wollten).

Danach ging es wieder ins Lehrerzimmer und The Whale – schmiss uns raus.

Ziemlich deutlich sogar. Anfangs sagte sie noch, dass wir jetzt nach Hause wollten (witzig, da Luna sowieso abgeholt werden musste und das frühestens eine Stunde später – wegen der Krücken -.-), dann, dass sie das „unter ihnen“ „im kleinen Kreis“ gerne weiterführen würde. Ahja.

Hätte ich verstehen können, wenn es dann um dienstliche Dinge gegangen wäre. Aber es war einfach nur weitere Verabschiedung, ein umgeschriebenes Lied für Herrn Otto, ein Loriot-Sketch von Frau Neon und Mr. Suit – und Herr Otto meinte zuvor zu uns, wir könnten gerne bleiben (später meinten auch andere Lehrer, sie hätten nicht verstanden, warum wir denn gehen mussten…). Mitbekommen haben wir trotzdem alles, da wir von draußen, wo wir dann gezwungenermaßen warteten, exzellent hören konnten.

Nach einer Stunde oder auch etwas mehr, kam The Whale auch raus (viele waren schon gegangen und hatten kurz mit uns gequatscht) und zu uns. Und ihr „Mitgefühl“ für Luna, das konnte sie sich dann echt schenken. Als wenn sie da irgendein Mitgefühl gehabt hätte… (es ging darum, dass wir ja soo lange warten müssten, bla)

 

Naja. Diese Schulleiterin weiß einfach nicht, was sie an uns hat.

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Gesprächsfetzen II

Ein guter Ratschlag: Sagt nie zu einer Lehrerin, dass sie älter aussieht, seit ihr sie das letzte Mal gesehen habt. Das könnte sie stark verwirren, verunsichern oder gar verstimmen.

Was für ein Glück, dass Frau Pinguin Humor hat 😉

Da wir sie bei Facebook als Freundin haben, wurde uns ihr Geburtstag natürlich angezeigt. Eigentlich wollte ich ihr an dem Tag auch gratulieren, doch ich habe sie nicht getroffen, ebensowenig wie in den darauffolgenden Tagen. Bis Dienstag.

„Hallo Frau Pinguin, Sie sehen älter aus, seit ich Sie das letzte Mal gesehen habe.“

„Wie, was?“

Sie sieht mich äußerst verwirrt und verschreckt an.

„Na, wenn ich mich nicht irre, hatten sie in der Zwischenzeit Geburtstag.“, meine ich lächelnd. „Herzlichen Glückwunsch nachträglich.“

Ein Hauch von Erleichterung zeigt sich auf ihrem Gesicht.

„Ach sooo… Ja, das stimmt, danke. Ich dachte schon…“

Unsicher berührt sie ihre Haare, fährt sich dadurch, streicht durch ihr Gesicht. Und macht sich dann auf den Weg, die Treppe hinunter.

Das nächste Mal denke ich vielleicht vorher darüber nach, was ich sage…

 

„Ihr schon wieder!“

Herr Guetta vor dem – na, wer kommt drauf? – Lehrerzimmer zu Luna und mir. Ich weiß wirklich nicht, was er hat… ER läuft immer an uns vorbei (auch im fünften Stock!), nicht wir an ihm. Er verfolgt uns O.o

 

„Ach, ich liebe euch.“

Frau Schick auf dem Lehrerparkplatz, gegen 17:40 Uhr. Wir haben seit kurz nach 16 Uhr Schluss. Frau Schick hatte in der Pause noch verkündet, dass sie vor uns nach Hause käme. Logische Schlussfolgerung?

Wir sehen ihr Auto noch auf dem Parkplatz, stellen uns daneben und warten einfach solange, bis sie kommt. Damit sie früher nach Hause fahren kann als wir 😀

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Immer wieder freitags…

Freitage sind sehr sehr gute Tage für Blogeinträge. Denn an Freitagen gibt’s eigentlich immer etwas (Lustiges) zu berichten. So auch heute.

Freitags haben wir eine Freistunde vor den letzten beiden Stunden (Sport) und was machen wir für gewöhnlich in dieser Freistunde? Also, außer den Mathehausaufgaben, die allerdings stets nur wenige Minuten in Anspruch nehmen?

Wer jetzt darauf getippt hat, dass wir diese Freistunde vor dem Lehrerzimmer verbringen, hat exakt ins Schwarze getroffen. Da steht nämlich eine Bank, da kann man sehr schön sitzen und außerdem bekommt man auch mit, wenn der Sportlehrer rübergeht.

Wir steht natürlich für Luna und mich 😉

Kurz nachdem wir aus dem vierten Stock runtergekommen waren und mit zwei Mitschülerinnen, Runa und Jules, herumstanden, kam Herr Hastig aus dem Lehrerzimmer, guckte uns an und fragte: „Habt ihr kein Zuhause?“ 😀

Ernsthaft, wer hat uns denn den Stundenplan so gegeben? Wegen wem haben wir denn da jetzt eine doofe Freistunde?`Aber naja… irgendwie auch lustig^^

Runa wollte eigentlich ein paar Zettel bei Mr. Suit abgeben, aber der war nicht da. Also schob sie die, nch längerem Warten, einfach unter der Tür durch in sein Büro. So kann man’s auch machen. Dann ging sie mit Teresa, die mittlerweile auch aufgetaucht war, obwohl sie sonst den ganzen Tag gefehlt hatte, ihren komischen Tanz üben (Sportkurs Tanzen eben…^^). Jules fuhr nach Hause, weil sie ihre Sportsachen nicht dabei hatte und so blieben Luna und ich da alleine sitzen.

Es war eigentlich nicht viel los.

Herr Guetta ging zur Toilette (die Lehrertoiletten gehen auch von dem Flur ab, in dem das Lehrerzimmer liegt) und kam nach einiger Zeit wieder heraus und wir lachten gerade. Prompt blieb er stehen, guckte uns komisch an und schaut dann an sich runter. Wieder ein komischer Blick zu uns und ein prüfender Blick zu seinen Schuhen. Da war natürlich nichts. Dann ging er langsam über den Flur zum Lehrerzimmer, uns immer wieder diese komischen Blicke zuwerfend und wir waren wegen seiner Reaktion natürlich noch mehr am Lachen… es war schon lustig. Und Luna meinte dann zu ihm „Sie wissen ja, den Tod kann man an- und ausschalten…“, eigentlich völlig zusammenhangslos. Und er hat die Anspielung nicht verstanden… Tststs.

Später aber, nach der Schule, also dem Sportunterricht (Luna und ich hingen mal wieder noch ein wenig an der Schule herum), haben wir es ihm noch erklärt. Beziehungsweise, eine kleine Erinnerungsstütze gegeben. Eine wirklich kleine, mehr brauchte er nicht…

„Ah ja, ihr habt da doch dieses Komische geübt… und daran müsst ihr denken, wenn ich vom Klo komme?!“ 😀

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Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit