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Praktikum in Zahlen

Wenn ich so zurückblicke, ist mein Praktikum wahnsinnig schnell vergangen. Natürlich freue ich mich darauf, Ostern mit meiner Familie zu verbringen und ein paar freie Tage zu haben, ehe das neue Semester wieder losgeht.

Hier ein paar Zahlen über mein Praktikum:

Ich habe in 87 Schulstunden hospitiert, davon 29 in Deutsch, 28 in Geschichte, 18 in Englisch und 12 in anderen Fächern. Wenn man sich anschaut, in welchen Klassenstufen ich hospitiert habe, kommt folgendes Ergebnis heraus: 26 Stunden in Klassenstufe 5, 35 Stunden in Klassenstufe 6, 8 Stunden in Klassenstufe 7, 6 in Klassenstufe 8 und 12 in Klassenstufe 9. Man bemerkt ein deutliches Übergewicht an Stunden bei den Fünftis und Sechstis. Das ergibt sich unter anderem daher, dass ich teilweise bei einigen Lehrkräften in höheren Klassenstufen nicht hospitieren durfte (aus welchen Gründen auch immer) und dass ich es für interessant hielt, die fachlichen Entwicklungen der Klassen beziehungsweise die Klassen in verschiedenen Fächern über die vier Wochen hinweg zu beobachten. Natürlich spielten auch andere Gründe hinein, so arbeitete eine Klasse beispielsweise in eigenverantwortlicher Arbeit an einer Lesekiste zu einer Lektüre, die ich nicht kannte, was es für mich wenig attraktiv machte, dort zu hospitieren.

Es muss natürlich auch beachtet werden, dass mein Untersuchungsschwerpunkt Unterrichtsstörungen beziehungsweise Lehrerreaktionen auf Unterrichtsstörungen war. In eigenverantwortlicher Arbeit beobachtet sich so etwas eher weniger gut.

Gehalten habe ich 10 Unterrichtsstunden, davon 2 in Englisch, 2 in Geschichte und 6 in Deutsch. Diese habe ich nur bei den Fünftis (2 Stunden) und den Sechstis (8 Stunden) gehalten und zwar in insgesamt drei verschiedenen Klassen. Ich bin deswegen schon ein wenig stolz auf mich.

Ich habe relativ viel Zeit benötigt, um die Stunden vorzubereiten, habe für mich selbst aber bemerkt, dass ich mich wirklich sicherer fühle, wenn ich viel Zeit in die Vorbereitung investiert habe und somit die Stunde genau geplant habe. Es ist dann kein Problem, spontan von der Planung abzuweichen, aber es gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, ein Gerüst zu haben, auf das ich zurückgreifen kann.

Ich habe natürlich noch mehr Zeit in der Schule verbracht als die reinen Unterrichtsstunden, beispielsweise die Pausen über, bei einer Dienstbesprechung, bei Auswertungsgesprächen und und und. Das summiert sich am Ende ganz schön, muss ich sagen.

Aber jede investierte Stunde war es wert. Es war wirklich schön, wieder in der Schule zu sein. Für mich war es außerdem spannend, ein anderes Schulsystem kennenzulernen, da ich das Praktikum ja in einem Bundesland gemacht habe, in dem ich nicht zur Schule gegangen bin (was mich – gefühlt – von einem Großteil meiner Kommilitonen unterscheidet. In meiner Begleitseminargruppe waren beispielsweise auch einige dabei, die an ihre alte Schule zurückgekehrt sind).

Meine Praktikumsschule war aber auch toll. Ich hatte zwar einen relativ langen Weg, aber der war immerhin kürzer als zu meiner FSJ-Schule.

Für spätere Praktika würde ich diese Schule definitiv in meine Wunschliste aufnehmen, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt. Aber alles zu seiner Zeit 😉

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Von der Schwierigkeit, Studentin zu sein

Natürlich ist meine Position als Studentin im Praktikum sehr viel definierter als als FSJlerin. Aber trotzdem gibt es Situationen, in denen man irgendwo dazwischen steht.

Zwischen Lehrern und Schülern beispielsweise. Im zwischenmenschlichen Sinne.

Ich kenne diese Situation zu gut, im FSJ war es teilweise ähnlich.

Zu wem soll man halten? Man muss eigentlich zu der Lehrkräften halten. Man darf ihre Autorität nicht untergraben.

Aber was ist, wenn die Schüler im Recht sind?

Ich bin nur sehr kurze Zeit an der Schule. Ich kann längerfristige Konflikte nicht beurteilen, ich weiß nicht, ob und wie sich das entwickelt hat.

Ich weiß nicht, ob jemand sich nur aufspielt oder anstellt.

Aber wenn ein Schüler weint, dann geht mir das ans Herz. Wenn er mir sagt, dass das gar nicht so sehr wegen dem aktuellen Auslöser ist, sondern wegen dem allgemeinen Zustand mit einer Lehrkraft ist, dann tut mir das weh. Das erinnert mich zu sehr an Frau Rank und meine großen Probleme mit ihr (für alle, die sich nicht so recht dran erinnern oder meine frühen Beiträge nicht kennen: die schlimmste Lehrerin, die ich je hatte).

Wenn mir erzählt wird, was die Schüler sich schon anhören mussten, dann ist das ein ganz schön starkes Stück.

Weiß ich, ob das so passiert ist? Natürlich nicht. Kann ich mir etwas in der Art vorstellen? Leider ja. Nur zu gut.

Kann ich irgendetwas tun? Nein. Ich kann überhaupt nichts tun. Ich lasse das alles hinter mir, aber es berührt mich trotzdem. Natürlich.

Mein Praktikum ist mit einem Missklang zu Ende gegangen. Das macht mich sehr traurig.

 

(Natürlich würde ich gerne mehr hierzu schreiben, aber das Thema ist mir zu sensibel. Ich werde es aber sicherlich noch in weiteren Erzählungen anschneiden.)

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Praktikum – endlich wieder Fünftis?

Erster Praktikumstag – ich bin ziemlich nervös. Eine vollkommen neue Schule in einem Bundesland, in dem ich das Schulsystem etwas merkwürdig finde – es ist halt anders als das, im dem ich beschult wurde oder mein FSJ gemacht habe.

Ich war schon einmal zum Einführungsgespräch an der Schule. Das lief ziemlich gut, sympathische Mentorin, …

Aber trotzdem bin ich nervös.

Ich treffe im Lehrerzimmer einen Mitpraktikanten, die anderen, die noch an der Schule sind, sind nicht da (später am Tag finde ich heraus, dass eine der Praktikantinnen eine Kommilitonin aus meiner Mathezeit ist). Er wirkt sehr nett und hat eine völlig andere Fächerkombination als ich  (mit – Trommelwirbel – Mathe).

Ich schreibe meine Hospitationswünsche auf. Auch schon für heute, den ersten Tag. Eigentlich möchte ich in eine Geschichtsstunde, aber die fällt heute aus. Stattdessen werde ich zu Biologie mitgenommen. Keine Fünftis in Sicht, sondern Siebtklässler. Sie machen Stationsarbeit. Das ist gut, ich kann ein wenig herumgehen und schauen, was sie so machen. Mithilfe der Lösungsblätter kann ich sogar ein bisschen helfen. Es ist fast wieder so wie in meinem FSJ.

Auch danach sind es keine Fünftis, die ich mir ansehe, aber dennoch eine mir wohlbekannte Jahrgangsstufe – Sechstis.

Sie haben Deutsch und halten kurze Vorträge. Einer der Jungs wird immer wieder zum Lachen gebracht und verliert dadurch den Faden. Er tut mir ein bisschen leid, aber er scheint es überhaupt nicht schlimm zu finden.

Nach den Vorträgen werden Personenbeschreibungen eingeführt.

Am Ende der Stunde soll ich mich vorstellen und verspreche mich beim Namen der Lehrerin. Am liebsten wäre mir da ein Loch im Boden gewesen, in dem ich hätte versinken können… aber eigentlich kann das ja jedem mal passieren, oder? Ich meine, ich kenne die ganzen Lehrernamen noch nicht… woher auch.

Natürlich entschuldige ich mich gleich im Anschluss bei der Lehrerin. Sie findet es auch nicht schlimm.

Ich erwarte ständig, bekannte Schülergesichter zu sehen. Manchmal sehe ich ein Kind, das Ähnlichkeit mit einem meiner Fünftis und Sechstis aus dem FSJ hat und muss unwillkürlich lächeln.

Ich habe es wirklich vermisst, an der Schule zu sein. Ich glaube, dass das ein gutes Zeichen ist, dass ich die richtige Berufsentscheidung getroffen habe.

Mal sehen, ob ich nach meinen ersten selbstgehaltenen Stunden immer noch so denke…

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Die Sache mit der Fächerwahl

Ja, also, nachdem sich jetzt einige gewundert haben, dass ich so viele Stunden habe… hier die – eigentlich ganz einfache – Erklärung. Ich studiere auf Lehramt, ja. Dass ich Deutsch und Mathe studiere, hat sich hier ja schon deutlich abgezeichnet. Allerdings ist das nicht alles – ich habe mir gleich zu Beginn ein Drittfach angelacht. Ich studiere neben Deutsch und Mathematik eben auch noch Englisch.
Klar, das klingt ziemlich verrückt und überehrgeizig. Aber ich wollte mich von Vornherein nicht mit zwei Fächern zufrieden geben und habe einen Antrag für das Drittfach gestellt. Der wurde, lustigerweise, genehmigt.
Lustigerweise, weil ich ständig Leute treffe, die mir erzählen, dass das gar nicht möglich sei, was ich da mache. Tja… Ich würde sagen, ich mache es einfach trotzdem.
Ihr dürft mich jetzt gerne für verrückt halten…

Mein Stundenplan setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Mathe: Insgesamt 8 bzw. 10 SWS, verteilt auf zwei Module: Lineare Algebra (4 SWS Vorlesung und 2 SWS Übung) und Geometrie mit Computertechnik (2 SWS Vorlesung und 1 SWS Übung(d.h. die findet eben nur 14tägig statt)).
Deutsch: 18 SWS verteilt auf drei Module: Mittelhochdeutsch 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Grammatikkurs und 2 SWS Übung), Sprachwissenschaft 6 SWS (4 SWS Vorlesung, 2 SWS Übung) und Literatur 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Kurs zum Wissenschaftlich Arbeiten, 2 SWS Übung).
Englisch: 4 SWS, verteilt auf zwei Module: Englische Grammatik und Vokabular mit je zwei SWS.
Pädagogik: 4 SWS, davon sind 2 SWS Vorlesung undd 2 SWS Praktikumsbegleitung(was ich rein theoretisch nicht brauche, weil ich ja keines mache, aber das Belegen ist zumindest Pflicht – die Anwesenheit nicht. Aktuell muss ich da noch hin, um meine Reflexion zum FSJ angemessen schreiben zu können, aber danach…).
Also habe ich je nach Woche 34 bis 36 Stunden.

Deutsch habe ich in diesem Semester so viel, weil ich dann im nächsten Semester da kürzer treten will, d.h. nur ein Modul belegen möchte, um mehr Zeit für Englisch zu haben.
Viel sind in diesem Semester auch und vor allem die Übungen. Die werden mit der Studienzeit weniger, dafür gibt es dann Seminare o.Ä. .
Es ist im Prinzip wirklich nur dieses eine Semester – und eventuell das nächste -, das bei mir so voll ist.
In fast allen Modulen muss ich eine Klausur am Ende schreiben (bis auf Pädagogik, da ist es die Reflexion, die ich ja, sobald ich die genauen Anforderungen habe, schreiben und abgeben kann).

Außerdem habe ich Angst vor den ganzen Durchfallquoten, die uns um die Ohren gehauen werden. Wenn ich jetzt mehr mache, dann habe ich mehr Zeit, später etwas nachzuholen – so mein Gedankengang.
Klar, das ist viel. Und natürlich ist das nicht einfach. Aber es ist ein begrenzter Zeitraum (ein Semester, also bis Februar quasi – das sind nicht mal mehr vier Monate) und ich lerne daraus etwas für den Bau von zukünftigen Stundenplänen… und dass ich nun wirklich nicht überall immer hin muss.

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Mein durchgeplantes Studentenleben

Ja, ich bin ein kleiner Planungsfreak. Ich tue gerne sinnvolle Dinge. Und manchmal, da übernehme ich mich auch. Ich merke das meistens gar nicht sofort, aber irgendwann halte ich dann inne und denke mir, dass da doch was schief läuft.
Aktuell habe ich 36 Semesterwochenstunden Veranstaltungen in der Uni. In Zeitstunden sind das 27 Stunden. Da aber natürlich nicht alle Veranstaltungen nahtlos ineinander übergehen (ich habe z.B. regulär zwei Freistunden und alle zwei Wochen drei), bin ich länger außer Haus.
Einmal zusammengefasst sind das also tatsächlich ungefähr 36 Zeitstunden, die ich entweder mit dem Weg zu einer Veranstaltung, mit der Veranstaltung selber oder mit den Wegen zwischen den Veranstaltungen verbringe.
Das ist an sich schon eine ganze Menge Zeit. Damit aber nicht genug. Ich muss ja noch Hausaufgaben machen, Übungen erledigen, Lektüren lesen, Mittelhochdeutsch übersetzen und mich allgemein auf die Veranstaltungen vorbereiten. Da habe ich bislang keinen konkreten Wert, wie lange das dauert, damit werde ich mich demnächst beschäftigen.
Theoretisch müsste ich auch noch ein Praktikum absolvieren – dafür lasse ich mir aber mein FSJ anrechnen (hoffentlich klappt das auch…).
Was mache ich sonst noch (nur die regelmäßigen, d.h. wöchentlichen festen Termine mit einbezogen)?
Karate leider nur einmal in der Woche eineinhalb Stunden, das läuft über den Hochschulsport. Eigentlich möchte ich mir allerdings demnächst einen „richtigen“ Verein suchen, zumindest für eine zweite Trainingseinheit in der Woche.
Demnächst soll eine Lerngruppe für Mathematik starten, das wird bestimmt auch mindestens zwei Stunden in der Woche in Anspruch nehmen.
Dazu kommt das Ehrenamt, was ich mir in der Hochschulpolitik (das ist die beste Beschreibung dafür) angelacht habe (jaja, kaum an der Uni schon voll dabei…). Zeitaufwand: mindestens eineinhalb bis zwei Stunden pro Woche, eventuell alle zwei Wochen länger, das kann ich allerdings jetzt noch nicht so ganz abschätzen.

Was ich noch gerne dazu machen würde:
Eine weitere Karatetrainingseinheit.
Anfangen, Laufen zu gehen (positiv: nicht zeitgebunden).
Ein weiteres ehrenamtliches Engagement.
Wieder mit dem Gitarrespielen anfangen (was leider finanziell gerade höchstens im Selbststudium geht).
Und noch so vieles mehr…

Irgendwie hat meine Woche bei weitem nicht genug Tage, um das alles dort hinein zu quetschen… Dabei habe ich schon ein echtes Händchen dafür, mein Leben durchzuplanen.

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Liebe Mathematik

Liebe Mathematik,

Was ist denn los mit uns beiden? Wir haben uns doch immer so gut verstanden, uns gegenseitig unterstützt. Natürlich gab es gute und nicht so gute Zeiten. Ich habe dich auch stiefmütterlich behandelt, ich weiß, ich weiß. Ich habe andere Disziplinen vorgezogen, habe dich beiseite gelassen.
Zahlst du mir dies nun zurück?
Vielleicht liegt es an der ungewohnten Umgebung, vielleicht auch daran, dass wir uns während meines FSJ auseinander gelebt haben. Aber ich studiere dich nunmal – ich weiß, dass es dir gefällt, wenn man sich mit dir beschäftigt. Wieso machst du es dann meinen Mitstudenten und mir so schwer?

Vielleicht liegt es am Professor. Er ist so in dich vertieft und verliebt, wie man nur sein kann. Vielleicht will er dich – ganz eifersüchtiger Liebhaber – ganz für sich alleine haben? Dich nicht mit jungen Menschen teilen müssen? Oder höchstens mit wenigen Erwählten?
Sag mir, liebe Mathematik, hörst du das wirklich gerne, dass du trivial seist, offensichtlich, ganz einfach zu verstehen?
Oder ist das eine Geheimsprache zwischen dem Professor und seinen Auserwählten (jenen Studenten, die sich nicht nur mit der Schönheit der Linearen Algebra beschäftigen, sondern sich auch dem Studium der Analysis verschrieben haben vielleicht?)?

Ich bin ja auch nicht die Einzige, die unzufrieden ist mit dir. Vielleicht hast du ja gerade einen kleinen Durchhänger. Eine beginnende Winterdepression, sowas soll in den besten Familien vorkommen. Das ist nicht schlimm, wir verstehen das (im Gegensatz zu dem, was unser Professor von dir an die Tafel schreibt), wir sind ja auch nur Menschen! Dann wäre es aber wunderbar lieb, wenn du dich ein bisschen zusammenreißen könntest…

Wenn das nämlich so weitergeht, liebe Mathematik, sehe ich den Tag nahen, an dem sich unsere Wege trennen werden…

Deine Muffin

Ich mag Mathe eigentlich. Ich verstehe Mathe eigentlich. Mir fällt Mathe eigentlich leicht.
Zumindest war das mal so. Ziemlich genau bis ich mit dem Studium anfing. Wir haben zwei Mathematikmodule, das eine ist super, tolle Beispiele, gut erklärt. Und das andere… Naja, das ist ziemlich bescheiden und leider Gottes dasjenige mit dem größeren Stundenanteil…
Ich würde behaupten, dass es nicht zuletzt an dem Professor liegt. Er vermittelt es einfach nicht verständlich. Ab und zu verstehe ich, was er von mir will – den Rest der Zeit habe ich nicht einmal Zeit, darüber nachzudenken, was ich da eigentlich von den Tafeln abschreibe.
Dazu müssen wir wöchentlich Hausaufgaben abgeben und dort mindestens 50% richtig haben, um am Ende des Semesters zur Klausur zugelassen zu werden. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Ich zweifle an mir selbst und meiner Fächerwahl. An meiner Eignung.
Ich weiß nicht, wie es weitergeht mit der Mathematik und mir. Ich habe mir nun ein Mathebuch besorgt („Lineare Algebra“ von Beutelspacher), vielleicht gelingt es mir damit, etwas Lich in das Dunkel zu bringen, das die Vorlesungen regelmäßig bei mir hinterlassen.
Hoffentlich…

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Die Benrather Linie

Und dieser Eintrag widmet sich – schon wieder – dem Mittelhochdeutschen. Ich lerne aber auch noch anderes an der Uni, keine Sorge. Davon werde ich euch auch noch erzählen. Irgendwann 😉

Der Begriff Mittelhochdeutsch setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen, dem „Mittel“, dem „hoch“ und dem „deutsch“. Ersteres ist eine zeitliche Einordnung. Es gibt Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch und Neuhochdeutsch. Mittelhochdeutsch liegt also zeitlich gesehen einfach zwischen den anderen beiden Sprachstufen. Das „deutsch“ bezieht sich auf die Sprache.
Und das „hoch“?
Das ist ein geographischer Aspekt. Die Benrather Linie ist eine gedachte Linie, die nach dem am Rhein gelegenen Ort Benrath benannt wurde und bezeichnet die geographische Trennlinie zwischen dem hochdeutschen und dem niederdeutschen Sprachraum. Sie verläuft ein gutes Stück unter Magdeburg. Im Süden wurde demzufolge Hochdeutsch, im Norden Niederdeutsch gesprochen (was sich mit der Reformation ja änderte).
Das heißt, dass zum Beispiel Sachsen, Thüringen und Bayern vor dem Norden des heutigen Deutschlands Hochdeutsch gesprochen haben.

Das habe ich auch meiner Mutter erzählt, woraufhin sie meinte:

„Ja, aber verstanden haben sie das bis heute nicht!“

;D

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Lieblingswort

Ich habe ein neues Lieblingswort. Es ist ein Wort aus dem Mittelhochdeutschen. Es klingt ziemlich lustig. Seid ihr bereit?
Hier kommt es:
Ouwe
Ich wünschte, ihr könntet mich hören, wenn ich dieses Wort ausspreche. Ich bekomme spontan gute Laune davon.
Dieses Wort kenne ich aus dem „Armen Heinrich“ von Hartmann von Aue. Es kommt gleich im Prolog vor:
„Ein ritter sô gelêret was
daz er an den buochen las
swaz er dar an geschriben vant;
der was Hartman genant,
dienstman was er ze Ouwe.“
Klingt das nicht faszinierend?
Ouwe ist im Übrigen das mittelhochdeutsche Wort für „Aue“.
Ich finde Mittelhochdeutsch ziemlich spannend. Dabei wurde mir schon gesagt, dass das einer der Kurse sei, die mich „ziemlich schnell zum Kotzen bringen“ werde. Noch ist das nicht der Fall, noch freue ich mich auf die Veranstaltungen dazu. Aber vielleicht ändert sich das ja noch?
Wenn ich mich für einen Kurs entscheiden, den ich zu meinem „Lieblingskurs“ küren müsste, dann wäre es Mittelhochdeutsch.
Natürlich ist das nicht unbedingt etwas, was ich später im Unterricht behandeln werde (beziehungsweise höchstens mal am Rande), aber von dieser Vorstellung soll man sich im Studium sowieso verabschieden. Nicht umsonst wurde uns gesagt, dass wir, wenn wir glaubten, dass wir im Studium das behandeln würden, was wir später im Unterricht brauchen würden. Außer vielleicht Pädagogik.
Es wäre ja auch langweilig, nur das wiederzukäuen, was wir bereits einmal gelernt haben 😉

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Vom heldenhaften Studenten

Eigentlich wollte ich ja etwas ganz anderes erzählen, davon wie lustig Mittelhochdeutsch sein kann, dass ein riesiger Kanon bei genauerer Betrachtung gar nicht so schlimm ist und warum ich überlege, mir das Buch ‚Lineare Algebra für Dummies‘ zu kaufen.
Aber das werdet ihr jetzt nicht erfahren, denn ich muss euch von demjenigen erzählen, der mir meinen Tag rettete.
Ich hab‘ ja jetzt Uni und bin dementsprechend nicht immer Zuhause. Eigentlich ist das für die Paketabgabe gar kein Problem, da es hier im Haus eine Sammelstelle gibt, bei der die Pakete abgegeben werden können.
Was natürlich nicht für Nachnahmepakete gilt…
Ich habe Stühle bestellt. Von Ikea. Und eben die sollten eigentlich an einem Tag ankommen, an dem ich nicht zur Uni musste. Kamen sie aber nicht. Genauso wenig wie am Tag danach. Oder danach.
Irgendwann kam ich dann aber heim und entdeckte einen Zettel im Briefkasten. Auf diesem stand drauf, dass man mir das hätte zustellen wollen, aber dass das nicht möglich gewesen sei, weil ich ja nicht da war. Also sollte ich es bei der nächstgelegenen Postfiliale abholen.
Das wollte ich dann auch tun und ging fröhlich am nächsten Tag nach der Uni zur Post.
Die Frau hinter dem Schalter guckte mich kritisch an und fragte, ob ich denn auch gut gefrühstückt hätte heute.
Da hätte mir das Problem schon klar sein müssen…
Jedenfalls bekam ich ein ziemlich großes Paket ausgehändigt und wie das bei den meisten großen Paketen so ist, war das ziemlich schwer.
Von der Filiale bis zu mir nach Hause ist es auch noch eine recht weite Strecke (zumindest zu Fuß mit einem schweren Paket…).
Ich kämpfte mich also ab, machte immer wieder Pausen… dazu wurde ich auch noch neugierig angestarrt.
Nachdem ich vielleicht ein Viertel des Weges geschafft hatte, sprach mich ein junger Mann an (ungefähr mein Alter würde ich schätzen). Ob er mir helfen solle.
Zuerst meinte ich, dass es schon ginge, aber als er dann nochmal nachfragte, gestand ich mir ein, dass ich alleine noch eine ganze Weile an dem Paket schleppen müsste. Und da er mir versicherte, sowieso in die selbe Richtung zu müssen…
Er half mir also. Zusammen ging es viel leichter und nebenbei konnte man sich auch noch nett unterhalten.
Er trug das Paket mit mir bis vor meine Wohnungstür und verabschiedete sich dann.
Und dann, als er weg war, fiel mir ein, dass ich seinen Namen gar nicht wusste. Wie ärgerlich!
(Dafür weiß ich, wo er wohnt und was er studiert^^)
Er hat mir jedenfalls den Tag gerettet.

Also… falls ihr mal jemanden seht, der offensichtlich Hilfe gebrauchen könnte – dann bietet eure Hilfe an! Der/diejenige wird euch sicher dankbar sein.
Und wenn du das hier zufällig mal lesen solltest… nochmals vielen vielen Dank!

Übrigens ist das mit dem Nichtvorstellen und dann den Namen nicht wissen ein ziemlich weit verbreitetes Ärgernis in der Uni, wie ich festgestellt habe. Man kommt ins Gespräch, vielleicht weil man sich gemeinsam über einen Dozenten lustig machen kann, weil man etwas nicht verstanden hat oder einfach, weil man zufällig in der Nähe sitzt. Man unterhält sich nett und nach der Vorlesung geht man wieder getrennte Wege – ohne sich vorgestellt zu haben…

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How to build a Stundenplan

Mal ganz ehrlich, das hätte ich schon in der Schule (also in der Oberstufe) gerne gehabt – die Möglichkeit, mir meinen eigenen Stundenplan zusammenzubasteln.
Jetzt weiß ich auch, warum immer gesagt wird, dass Studenten sich selbst gut organisieren müssen. Zumindest teilweise 😉
Mein Rohentwurf für den Stundenplan steht, allerdings fehlen darauf noch Dinge, bei denen ich die Termine noch nicht kenne. Und um ganz sicher zu gehen, habe ich mein potenzielles Drittfach einfach schon einmal eingebaut (und einiges mehr an Stunden, als mein Studienablaufplan fordert, aber nun ja…).
Natürlich kann man auch die Einführungsveranstaltungen abwarten, aber ich persönlich bin ein kleiner Planer und Perfektionist, bei mir muss das eigentlich vorher schon stehen.
Die wichtigsten Utensilien für den Stundenplanbau sind (zumindest bei mir):
– das Stundenraster der jeweiligen Hochschule. Meine Uni hat jeweils Doppelstunden und dazwischen relativ kurze Pausen. Sofern man das noch nicht im Kopf hat, sollte man es beim Bauen neben sich liegen haben.
– ein Lageplan der Hochschule. Damit man weiß, worauf man sich einlässt, wenn man die knapp bemessene Pause wirklich zum Wechseln der Gebäude nutzen will/muss.
– die Studienordnungen aller betroffenen Fächer bzw. den Studienablaufplan. Meine Hochschule stellt einen „Idealplan“ für den Studienablauf bereit, auf dem in einer übersichtlichen Tabelle vermerkt ist, in welchem Semester das Belegen empfohlen wird und welchem Umfang das jeweilige Modul hat.
Diese Tabellen habe ich mir ausgedruckt und darauf markiert, was ich belegt habe (bzw. belegen werde). So habe ich am Ende auch den Überblick, was ich noch belegen muss – sehr wichtig, wenn man (wie ich) einige Dinge aus einem anderen Semester eingebaut hat!
– die jeweiligen Vorlesungsverzeichnisse/Lehrveranstaltungskataloge/wie auch immer das sonst bezeichnet wird. Ist selbstverständlich, oder?

Dann geht es ans Basteln. Ich habe zuerst festgestellt, dass ich in Mathematik nicht so die große Auswahl habe, das ist recht starr vorgegeben. Darum habe ich mit diesem Fach begonnen und mir die zutreffenden Vorlesungen/Übungen in eine Exceltabelle einzutragen. Diese habe ich rot markiert, als Zeichen dafür, dass ich diese Veranstaltungen zu diesen Zeiten belegen muss und nicht schieben kann (bzw. da ich zu einem Gebiet mehrere Übungen zur Auswahl hatte, habe ich sie mir jeweils eingetragen und blau markiert – als Zeichen dafür, dass diese Veranstaltung dort nicht liegen muss).
Dann bin ich zu meinem anderen Fach übergegangen, zu Deutsch. Hier war die Auswahl ungleich größer (zumindest was Vorlesungen/Einführungskurse anging, die vorgeschriebenen Tutorien waren (und sind) leider noch nicht online). Ich habe mir also mögliche Veranstaltungen aus dem 1. und teilweise 2. Semester herausgesucht. Hierbei habe ich schon auf die möglichen Überschneidungen geachtet und dementsprechend gewählt. Insgesamt habe ich mehr als nötig an Deutschveranstaltungen in meinem Stundenplan, darum wurden sie blau markiert (ich erinnere daran – ich weiß noch nicht, wie die Tutorien in meinen Plan passen!).
Dann ging ich zu meinem potentiellen Drittfach über und füllte damit etwaige Freistunden auf (mit Veranstaltungen aus den ersten drei Semestern. Man muss halt flexibel sein.).
Als Letztes suchte ich mir noch eine der Veranstaltungen für Erziehungswissenschaften heraus.

Et voilà: Mein Plan steht soweit. Bisher passt alles und ich habe mir einen freien Tag gelassen. Dafür habe ich aber ungleich mehr Semesterwochenstunden als empfohlen (siehe zu viele Deutschveranstaltungen und Drittfach), da wird unter Umständen noch dran rumoptimiert. Wobei das Ganze sich ungefähr mit meinen früheren Schulstunden deckt.
Ach ja: eine Doppelstunde beinhaltet zwei Semesterwochenstunden, einige Dinge sind 14tägig, weil man sie nur mit einer Semesterwochenstunde belegen muss und außerdem muss ich (weil ich nur das kleine Latinum habe), an der Uni nochmal Latein machen. Das gibt es aber glücklicherweise als Onlinekurs 😉

Ich bin sehr gespannt, ob ich mir zu viel vorgenommen habe. Ich halte euch auf dem Laufenden 😉

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