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Die Entenmama

Sie hat sehr oft Aufsicht und unterrichtet in einer sechsten Klasse. Die Schülerinnen dieser Klasse laufen ihr ständig hinterher, wenn sie Aufsicht hat und möchten mit ihr reden. Das sieht ziemlich niedlich aus, wenn sie da so inmitten von den Kleinen steht…

Eigentlich traut man das Frau Neon ja gar nicht zu 😉

Den Spitznamen „Entenmama“ hat sie jedenfalls schonmal sicher.

Letzten Freitag während der großen Pause saßen wir mal wieder auf „unserer“ Bank vor dem Lehrerzimmer (wobei sich das mit Mr. Suits Rückkehr vielleicht erledigen wird :/ ). Da kam Frau Neon mit drei kleinen Mädels im Schlepptau. Die eine war hingefallen und ihr taten jetzt die Knie weh, die anderen beiden waren Freundinnen von ihr. Luna und ich räumten die Bank, sodass die Kleinen sich hinsetzen konnten. Frau Neon holte Kühlpacks.

Während Frau Neon die Kühlpacks holte, erzählte eine der beiden Freundinnen (Fini wurde sie genannt) den beiden anderen von einem ganz furchtbaren Erlebnis. Das klang dann so:

„Und dann bin ich kreischend weggesprungen und meine Mutter hat mich ganz erschrocken angeguckt und gefragt, was passiert sei!“

Es ging um einen Wurm im Salat. Also in so einem Salatkopf. Außerdem sei da auch noch Erde dran gewesen, total widerlich.

Fraui neon kam mit zwei Kühlpacks zurück und gab sie der Verletzten(die übrigens auch schon einen Gips an der Hand hatte – mit ganz vielen Tatzen drauf, sehr süß). Dann durfte Nesrina, so hieß der Pechvogel, ihre Füße auf Lunas Schultasche ablegen.

Frau Neon: „So, schau mal, Luna opfert ihre schöne schwarze Tasche jetzt für dich, da kannst du die Füße rauflegen.“
Die Kleenen: „DANKE, LUNA.“

Dann wurde das weitere Vorgehen besprochen. Eigentlich dürfen nur Oberstüfler während der Pause ins Schulgebäude und da die Treppen hoch, aber mit verletzten Beinen ist das Treppensteigen ja eine langwierige Sache (so schlimm war’s nicht 😉 )… Also schlugen Luna und ich vor, dass sie doch erst hochgehen sollten, wenn die ganzen anderen schon oben seien, damit sie nicht ins Gedränge geraten.

Die Kleinen: „Aber dann kommen wir doch zu spät!“
Luna: „Na und?“
Frau Neon: „Luna!“
Ich: „Bei wem denn?“
Frau Neon: „Bei Frau Hood.“
Ich: „Na und?“
Frau Neon: „MUFFIN! Tsst, hört nicht auf die Großen, die sind schon total verdorben!“
Ich(grinsend): „Und DAS sagt meine Tutorin…“
Frau Neon: „Willst du damit etwa sagen, ich sei schuld daran?“
Ich: „Joah…“

Die Kleinen hatten auch noch den Vorschlag, dass sie ja den Fahrstuhl benutzen könnten (unsere Schule hat genau einen und dafür braucht man eben den Fahrstuhlschlüssel). Das wollte Frau Neon aber nicht, weil sie den nicht so einfach bekommen würde, weil das Sekretariat zu dem Zeitpunkt auch unbesetzt sei…

Besonders Fini und die andere Freundin baten aber darum, sodass Frau Neon schließlich meinte: „Ich habe den Eindruck, ich brauche den Fahrstuhl eher für dich und Fini als für Nesrina…“

Schlussendlich machten sich die drei dann noch während der Pause auf den Weg nach oben. Die Kühlpacks hatten dann Fini und die andere Freundin auf den Kopf gelegt, die andere Freundin hatte da drauf noch ihre Brotdose gestapelt und im Schneckentempo bewegten sie sich nach oben.

Frau Neon ließ sich auf die Bank plumpsen und ich sah den Kleinen nach und meinte zu Luna:

„Die werden noch wie wir.“

Luna erwiderte: „Die werden schlimmer.“

Frau Neon meinte: „Muffin, immer, wenn ich mit denen zu tun habe, verstehe ich, warum du lieber in der Schule als zu Hause bei deinen Geschwistern bist…“

Ich schaute sie an, als sei ihr ein zweiter Kopf gewachsen.

„Wie bitte?!“

Glaubt sie wirklich, ich würde freiwillig soviel Zeit in der Schule verbringen? Sicher nicht…

Frau Neon begründete das dann damit, dass wir ja auch immer in unseren Freistunden in der Schule seien. Das stimmt aber gar nicht. Sobald es sich auch nur ein bisschen lohnt, mache  ich mich auf den Weg nach Hause. Aber wenn man nur eine Freistunde hat, macht das nun einmal absolut keinen Sinn…

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Dekoration

Wir sind Deko, Luna und ich.

Warum?

Weil wir irgendwie einen Großteil unserer Pausen vor dem Lehrerzimmer/Sekretariat/Oberstufenleiterbüro verbringen (das ist ein und derselbe Flur 😉 ). Sei es, weil wir eine Schulbescheinigung brauchen, etwas fragen oder abgeben wollen oder etwas klären möchten. Oder weil uns einfach langweilig ist und wir gerne mit und über Lehrer quatschen….

Es geschehen immer lustige Dinge vor dem Lehrerzimmer. Und wir werden bereits darauf angesprochen, dass wir so oft da herumstehen…

Beispielsweise von Lunas Biolehrerin Frau Rock. Luna hat ja Bio als Leistungskurs, ich ja nicht, darum hat sie eine andere Lehrerin. Frau Rock kam also an uns vorbei, grinste und sagte nur: „Luna vor dem Lehrerzimmer.“
Luna daraufhin: „Ja, wir sind eben dekorativ.“

Mein ehemaliger Lateinlehrer, immer für einen Spruch gut (er hat übrigens eine Brotdose, auf der „Otternasen“ drauf steht 😀 Für alle, die’s nicht kennen: Das Leben des Brian 😉 ), kam vor kurzem, als außer uns noch relativ viele andere vor dem Lehrerzimmer herumstanden, und bahnte sich seinen Weg durch die Schüler. Als wir dann Platz machten, meinte er nur: „Danke, meine Fans, dass ihr mir ein Spalier bildet.“

Vor einiger Zeit sprach uns auch schon unser Sportlehrer Mr. Sporty an:

„Was wollt ihr denn schon wieder hier?“

Luna und ich: „Wir stehen dekorativ in der Gegend herum. Wir werten doch den ganzen Raum auf.“

Eine Lehrerin kam vorbei und sagte sinngemäß ebenfalls so etwas. Unser Sportlehrer blieb auch eine Weile stehen und stand nur so herum – wie wir. Einige Zeit später kam besagte Lehrerin abermals vorbei und meinte grinsend: „Ach, der Mr.  steht nun auch dekorativ in der Gegend rum!“

Ich glaub‘, wir haben unseren Ruf weg…

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