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Sheldon Cooper in böse

Wer kennt ihn nicht, Sheldon Cooper, einen der Protagonisten von „The Big Bang Theory“?

(Wem das partout nichts sagt, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um eine Serie handelt, in der es um überschlaue Menschen geht, die manchmal ein wenig Probleme damit haben, sich der normalen durchschnittsintelligenten Welt anzupassen, was zu lustigen Situationen führt. In einer Folge ist beispielsweise eine Kostümparty und Sheldon möchte sich unbedingt als „Doppler-Effekt“ verkleiden, was sich Otto Normalbürger natürlich nicht erschließt… aber ich schweife ab 😉 )

Den im Titel genannten Spitznamen hat Timon unserer lieben Frau Neon verpasst. Wir erinnern uns – ein anderer Spitzname von ihr ist Entenmama… Passt das zusammen?

Natrlich. Denn jeder Mensch hat viele Facetten und für manche sind eben andere Facetten für das Bild des Menschen prägend als für andere. Manchmal kann man einige Facetten ja auch gar nicht berücksichtigen, weil man sie nicht kennt.

Stellen wir uns nun die Frage, wie Timon ausgerechnet auf diesen Spitznamen kommt.

Ich glaube, irgendwo schon einmal erwähnt zu haben, dass dank Frau Neon „Erwartungshorizont“ das Unwort des letzten Schuljahres war. Ihre Klausuren (sie schreibt alte Abiturklausuren…) fallen regelmäßig mittelprächtig bis richtig mies aus, weil ihre Ansprüche sehr hoch sind. Wirklich SEHR hoch (absichtlich zu hoch laut Timon, woher auch der Zusatz „in böse“ kommt). Sie kommt ja eigentlich aus der Wirtschaft, hat zehn Jahre in der IT-Branche gearbeitet. Ihre Freunde sind Professoren und Doktoren und samt und sonders enorm intelligent. Wie sie auch. Über sie wurde mal gewitzelt, sie könne wohl alle Sprachen der Welt sprechen und weil ihr mal langweilig gewesen sei, hätte sie mal eben noch ein paar Computersprachen gelernt.
Traue ich ihr glatt zu.

Sie ist also überaus intelligent und in vielen Bereichen bewandert. Das stellt auch niemand in Abrede, selbst die Leute, die sie nicht mögen nicht. Das ist schon besonders, denn meistens werden Lehrer ja als dumm deklariert, wenn man sie nicht mag. Das KANN man bei Frau Neon aber gar nicht.

Allerdings, so klug sie auch ist, so hinterwäldlerisch/hinter dem Mond lebend/unnormal/sozial inkompatibel erscheint sie manchmal.

Einmal wusste sie beispielsweise nichts mit dem Begriff „Twilight“ anzufangen. Ein anderes Mal fragte sie nach, wer denn J.K. Rowling sei (wobei ich mir da nicht sicher bin, ob sie nicht einfach einen Blackout oder so hatte…).

Eine der letzten Deutschstunden. Sie hat uns einen Auszug von einem Lernmaterial eines bekannten Verlages kopiert/abgetippt und verteilte sie mit den Worten „Ich hoffe ja, dass ihr mich nicht anzeigt.“.
Elli meinte dann ironischerweise: „Na, mal sehen, wie die Geschichtsklausur so ausfällt…“
Frau Neon hat das nicht verstanden. Wir lachten, sie guckte komisch.
„Wie meinst du das?“, fragte sie dann nach und wir erklärten ihr, dass Elli scherzhaft meinte, dass wir sie nicht verraten würden, wenn unsere Noten in der Geschichtsklausur stimmen würden.
Daraufhin hob Frau Neon, deren Miene mittlerweile versteinert war, dazu an, zu erklären, wie sie sich dann vor Gericht verteidigen würde, dass sie sagen würde, sie hätte nur Werbung für dieses Produkt machen wollen und dass sie diesem Erpressungsversuch nie nachgeben würde.

Okaaaaay… Da ist die Ironie ein bisschen SEHR am Ziel vorbeigegangen…

Das war bei weitem nicht das einzige Mal, dass es ein Missverständnis zwischen ihr und uns gab oder dass sie Wissenslücken hatte, die man eigentlich unmöglch haben kann, weil man an diesem Wissen gar nicht vorbeikommt.

Ein anderes Beispiel dafür ist, dass ich in meiner Deutschklausur über moderne Kunst geschrieben hatte, dass man sich bei dieser häufig frage, ob das nun Kunst sei oder wegkönne.
Hierbei hatte ich das häufig benutzte Zitat im Sinn, das bei einer sehr bekannten Suchmaschine immerhin ungefähr 6380000 Ergebnisse hervorbringt. Leider kann ich nicht den vollständigen Ursprung dieses Zitates klären.
Frau Neon zumindest sah dies als stilistischen Fehler an und strich das „wegkönne“ durch. Als Verbesserungsvorschlag schrieb sie oben drüber „zu vernachlässigen wäre“. Damit verliert sich aber die ganze Anspielung und der Sinn wird verändert…

Weitere spannende Anekdoten gibt’s morgen, denn die Herbstferien sind auch für mich wieder vorbei 😉

Eure Muffin

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Das kommt mir spanisch vor…

Vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt mal wieder eine kleine Ansammlung an Schmunzelwürdigem aus dem Unterricht in besagten Fach zum Besten geben möchte 😉

Der Titel kommt übrigens aus einer der letzten Spanischstunden, in der Señor Enano mal wieder nach einem Satzteil fragte und zwar mit den Worten: „Was ist das?“

Als er dann jemanden dran nahm, der sich nicht gemeldet hat, resultierte das in der stumpfen Antwort:
„Das ist Spanisch.“

War nicht unbedingt das, was Señor Enano erwartet hatte ;D

Dabei sollte er schon aus einer früheren Stunde gelernt haben. Da haben wir nämlich die Zahlen wiederholt, weil einige Spezialisten immer noch arge Probleme damit haben.

Señor Enano: „Ilvy, schreib mal siebzehn auf Spanisch an die Tafel.“, forderte er eine unserer Kursbesten auf und drehte sich dann wieder zur Klasse und erzählte irgendetwas. Währenddessen ging Ilvy nach vorne und da sie keine Ahnung hatte, wie sie siebzehn richtig schreiben sollte, versuchte sie es mit Humor und schrieb die Ziffer 17 an die Tafel…
Señor Enano hat das mit Humor genommen – ausschreiben musste sie „diecisiete“ trotzdem noch 😉

Auch im Spanischen gibt es falsche Freunde, Wörter also, die so klingen wie deutsche, aber etwas anderes bedeuten. Eines dieser Wörter sorgte bei einer Partnerarbeit für Erheiterung. Es war ein einfaches Frage- und Antwort-Spiel auf Spanisch und es ging um Dinge und wieviel sie kosten. Da kam bei Federica das Wort „ordenador“ und ein Preis von 495 Euro und sie meinte stumpf: „Das ist aber ein teurer Ordner!“
Blöd nur, dass „ordenador“ übersetzt „Computer“ heißt 😀

Nicht unbedingt ein falscher Freund, sondern eine falsche Assoziation war es, mit der Tahmid uns zum Lachen brachte.
Jemand las gerade einen Satz vor und Señor Enano forderte Tahmid, weil er schon so unaufmerksam wirkte, auf, den Satz zu wiederholen. Tahmids Entschuldigung:
„Ich habe nur dieses „planchar“ gehört, dann hab‘ ich an Planschen gedacht und dass war ich weg.“

Wir haben in unserem Jahrgang zwei neue Schülerinnen und eine davon ist auch bei mir im Spanischkurs. Die folgende Szene ereignete sich bei ihrem ersten Unterricht:

Sie stellte sich gerade vor und Achmed hat mal wieder nicht zugehört. Da sie aber schon zum wiederholten Male ihren Namen gesagt hatte, war sie wohl etwas genervt…

Achmed: „Wie heißt du?!“
Michelle: „MICHELLE!“
Achmed: „Ok, ich bin der Harald.“

Er ließ sich auchden Rest der Stunde so nennen und reagierte nicht auf Achmed 😀

Das war es auch wieder für’s Erste. Momentan ist Spanisch nicht ganz so unterhaltsam wie sonst, da die Kandidaten, die sonst immer für den einen oder anderen Lacher sorgen, gar nicht erst auftauchen. Tahmid, Achmed, Erdal, Ilai… Alle bisher entweder gar nicht oder nur ein- bis höchstens zweimal dagewesen… Schade eigentlich.

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