Vom Hinfallen (und Wiederaufstehen)

Vielleicht – nur vielleicht – fragt sich der ein oder andere gelegentlich, was eigentlich mit meinem Blog passiert ist. Warum es so still geworden ist, obwohl ich doch sonst immer viel zu sagen hatte.
Ich habe immer noch viel zu sagen, aber es ist persönlicher als sonst. Es tut mehr weh.
Natürlich gehören zum Leben auch immer Schattenseiten, es gibt Entscheidungen, die man besser nie getroffen hätte und manchmal passieren einem auch Dinge, die gänzlich außerhalb unseres Einflussbereiches liegen.
Ich weiß das alles. Trotzdem habe ich hier geschwiegen, weil ich mich geschämt habe.
Jetzt im Studium habe ich zum ersten Mal überhaupt erlebt, dass mir etwas schwer fiel. Ich war eins dieser Kinder, denen alles immer mehr oder weniger zugeflogen ist. Das hat dazu geführt, dass ich mich überschätzt habe (was natürlich nicht heißt, dass ich nicht immer noch der Meinung bin, dass ich die Welt ändern und (fast) alles schaffen kann, wenn ich es nur möchte!).
Die Frage, die ich mir nun schon häufig gestellt habe, lautet: „Warum habe ich mit genau diesem Studium angefangen?“
Ich will immer noch Lehrerin werden und ich bin auch immer noch der festen Überzeugung, dass ich Deutsch unterrichten muss – einfach, weil ich die Sprache, ihre Möglichkeiten und Facetten liebe. Ich möchte Kindern und Jugendlichen meine Begeisterung näherbringen. Ich möchte sie mit der Leidenschaft anstecken, die ich fürs Lesen empfinde. Ich möchte, dass sie tausende Abenteuer erleben können, alle mithilfe ihres eigenen Geistes.
Aber um das, was ich tun möchte, soll es hier überhaupt nicht gehen. Es soll darum gehen, was ich nicht tun möchte.
Ich möchte keine Mathematiklehrerin werden. Ich möchte nicht Mathe studieren.
Es macht mir keinen Spaß und vielleicht fehlt mir auch einfach die intellektuelle Begabung dafür. Ich mag Mathematik dennoch. Konstruktionen von geometrischen Figuren haben beispielsweise ihre ganz eigene Schönheit. Ich umgebe mich auch gerne mit Mathematikern, weil sie häufig eine sehr logische Art an sich haben.
Aber das Problem ist, dass ich Mathematik nicht aus dem Grund heraus gewählt habe, weil ich eine Begeisterung, ähnlich der, die ich Deutsch gegenüber empfinde, für dieses Fach mit meinen zukünftigen Schülern teilen wollte.
Ich wollte zeigen, dass ich intelligent bin. Ich wollte aus der Masse herausstechen, weil ich ein sprachliches Fach mit einem (mehr oder weniger) naturwissenschaftlichen verbinde. Ich wollte einzigartig sein.
Das sind aber die falschen Gründe, um sich für etwas zu entscheiden. Zumindest die falschen Gründe für mich. Das Studium der Mathematik hat mich nicht glücklich gemacht, im Gegenteil. Es machte mich unglücklich. Ich zweifelte an allem und vor allem an mir selbst.
Aus diesem Grund werde ich dieses Studium so nicht fortsetzen.
Ich werde Mathematik als Fach aufgeben und mich dem Bereich zuwenden, in dem meine Fähigkeiten und Begabungen und auch meine Begeisterungsfähigkeit größer sind. Das neue Fach wird vermutlich Geschichte werden. Ich habe stark zwischen Geschichte und Philosophie geschwankt. Beiden Disziplinen habe ich mein Herz geschenkt und ich denke, dass mich auch beide glücklicher machen würden, als es die Mathematik getan hat.
Ich habe in dem Dreivierteljahr, das ich nun studiere, mehr über mich gelernt, als ich gedacht hätte. Es ist beileibe nicht alles positiv, was ich neu an mir entdeckt habe, aber ich bin trotzdem froh über diese Erkenntnisse.
Jeder fällt mal hin und das ist keine Schande, solange man nicht liegenbleibt. Ich lag am Boden, durch Misserfolge ausgeknockt. Aber ich bin wieder aufgestanden. Es gehört Mut dazu, sich einen gemachten Fehler einzugestehen, denke ich. Und ich glaube daran, dass meine Entscheidung das einzig Richtige für mich ist.

So long.

Muffin

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Ich bin noch da.

So, meine Lieben… mich gibt es noch. Vielleicht wundert euch das ein wenig, schließlich, habt ihr eine ganze Weile nichts von mir gehört habt. Das liegt zum einen an den Semesterferien und zum anderen daran, dass mein Leben wohl genauso turbulent ist, wie das von jedem von euch. Aktuell einfach nur noch mehr als sonst.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…
Mit dem Liebeskummer, den ich gerade mit mir herumtrage? Mit den Erkenntnissen, die ich über mich selbst gewonnen habe? Mit den Ergebnissen der ersten Prüfungsphase?
Ich weiß es wirklich nicht. Und eigentlich weiß ich nicht einmal, ob ich diesen Blog weiterführen möchte. Darüber denke ich schon länger nach…

Ich erzähle euch einfach mal etwas Schönes:
Mein supertolles, süßes, unglaublich fabelhaftes Patenkind wird demnächst schon zwei Jahre alt. Neulich habe ich sie abholen dürfen. Um zu ihrem Zuhause zu kommen, müssen wir mit dem Bus und der Straßenbahn fahren. Aber erst einmal mussten wir natürlich zur Haltestelle kommen. Das sind 650 Meter (ich habe bei Google Maps geschaut). Engel hatte ein wunderbares Oberteil mit Enten („Gagacks“) an. Was soll ich sagen? Wir haben sehr, sehr lange für diesen eigentlich recht kurzen Weg gebraucht… Wir mussten schließlich Bauarbeitern bei der Arbeit zuschauen. Zuerst einem Baggerfahrer und dann ein paar Hundert Meter weiter einem Lastwagen mit so einem integrierten Kran… Und da konnten wir nicht weitergehen, solange noch etwas passierte. Ihr hättet Engels neugierigen Gesichtsausdruck sehen sollen!
Auch die etwas erhöhten Kanten am Beginn von Vorgärten bzw. kleinen Rasenflächen sind etwas Faszinierendes. Darauf kann man nämlich wunderbar balancieren. Immer einen Fuß vor den anderen… Aber nicht zu schnell, sonst kommt man aus dem Gleichgewicht, auch wenn man sich an der Hand der Patentante festhält. Und sobald eine Ameise den Weg kreuzt, muss man anhalten, große Augen machen und sie vorbeilassen.
Ganz kniffelig wurde es, als wir an eine Stelle kamen, an der die Kante durch eine Pusteblume bewachsen war. Wir mussten stehenbleiben und überlegen. Von der Kante runterzugehen, kam nicht in Frage.
Schließlich machte Engel einfach einen ganz großen Schritt über die Blume hinüber.
Auch ein Vogel, der in einem Busch saß und aufflog und ein Marienkäfer, der auf dem Gehweg lief, hielten uns ein paar Minuten davon ab, weiterzugehen.
Wenn man mit einem kleinen Kind unterwegs ist, zeigt das einem, wie eilig man es normalerweise hat, wie viel man übersieht. Für mich ist nichts herzerwärmender als den Druck einer kleinen Hand zu spüren, die sich an mir (oder besser an einem meiner Finger)festhält, den Spitznamen zu hören, den Engel mir gegeben hat, weil sie meinen Namen nicht aussprechen kann und in ihrem Blick zu sehen, dass sie mir vertraut.

Ich liebe mein Patenkind.

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Augen zu und durch?

Mir ist schlecht. So richtig.
Woran das liegt? Nicht daran, dass ich irgendetwas Schlechtes gegessen hätte… nee. Das liegt einzig und alleine daran, dass für mich die erste Klausurenphase an der Uni losgeht. Und nicht mit so etwas Nettem wie Mittelhochdeutsch… nee. Die erste Klausur ist in Linearer Algebra.
Es ist eigentlich nur eine Bestanden/Nicht bestanden-Klausur zur Überprüfung, wer denn im nächsten Semester den zweiten Teil des Moduls machen darf… aber trotzdem ist mir schlecht.
Die Nachschreibe-/Wiederholungsklausur wäre auch erst im April/Mai…

Ich habe das Gefühl, mein Kopf sei so leer wie eine Wüste. Nur ohne die Sandkörner, Oasen und Kakteen. Leer eben.
Ich habe versucht zu lernen, ich habe es wirklich. Seit ein paar Wochen denke ich schon an nichts anderes mehr als an diese Klausur. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ich irgendetwas von dem behalten hätte, was ich wiederholt habe.
Ich will diese Klausur nicht schreiben. Ich will nicht versagen, ich will nicht durchfallen.
Ich habe Angst.

Der zweite Modulteil im nächsten Semester wird aufgeteilt. Dann haben wir Lehrämtler nicht mehr mit den Vollfachmenschen zusammen. Vielleicht fühle ich mich dann weniger dumm.
Vorausgesetzt natürlich, ich bekomme diese Klausur irgendwie hin…

Wenn gar nichts geht… dann schreibe ich einfach auf die Klausur drauf „Ich studier‘ Germanistik, ich kann kein Mathe.“, diese Meinung vertritt nämlich so mancher an der Uni…

>_<

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Auf Wiedersehen, 2014, war nett mit dir!

Schon ist ein Jahr wieder vorbei.
Es begann mit einer Umarmung und endete mit einer Tasse Tee.
Das vergangene Jahr hat einen großen Umbruch in meinem Leben verursacht. Ich habe mein FSJ beendet, bin ausgezogen, habe begonnen zu studieren. Das sind wohl die prägendsten Meilensteine, die 2014 in meinem Kopf hinterlassen wird. Aber natürlich auch die Erinnerung an anderes:
Ich bin ganz offiziell zur Patentante geworden. Ich war bei mehreren Hochzeiten (wovon mir eine besonders viel bedeutet). Ich habe meine Haare knallrot getönt. Ich habe über 100 Bücher gelesen. Ich habe meine Lebensweise umgestellt.

Es gibt noch vieles mehr, einiges davon ist mir zu persönlich, um es hier auszubreiten. Um es mal zusammenzufassen:
2014 war ein echt geniales Jahr für mich, trotz aller Tiefschläge.

Jetzt ist 2015. Was ich mir vorgenommen habe?
Die Prüfungen zum Ende des Wintersemesters zu bestehen – besonders die Mathematikprüfung! Mich für ein Stipendium bewerben. Mich um meinen Auslandsaufenthalt kümmern (für den ich hoffentlich nicht den Mut verliere). Mir einen neuen Karateverein suchen (habe da schon einen im Auge). Mir ein Gewand zu nähen (zu Weihnachten gab’s eine Nähmaschine, yey!). Viel zu lesen. Gesünder zu leben (und vor allem: Genug zu trinken, das vergesse ich nämlich gerne mal).

Und auch hier gibt es noch einige Punkte mehr, die ich hier nicht ausbreiten werde.

Meine Lieben, ich danke euch. Für eure Kommentare, dafür, dass ihr meinen Blog lesen mögt. Ich bin froh, dass es euch gibt – jeden Einzelnen von euch – und ich wünsche euch allen ein wunderbares Jahr 2015!

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Mir ist gerade nach Fragen beantworten, weil ich mal wieder was von mir hören lassen möchte und mir spontan diese Fragen von der lieben Frau Weh auf ihrem wunderbaren Blog kuschelpädagogik über den Weg gelaufen sind.

1. Bist du ein Stehaufmännchen oder ein Wackelkandidat?

Halb-halb, würde ich sagen. Es kommt immer darauf an, wie es mir geht. Wenn mich etwas sinnbildlich zu Boden wirft, dann springe ich wieder auf und denke „Jetzt schaffe ich das erst recht!“, wenn es mir gut geht. Wenn es mir gerade nicht so gut geht, suche ich den Fehler bei mir, selbst wenn es um etwas geht, wofür ich nichts kann. Dann bin ich gut im Zweifeln.

2. Welches Gedicht kannst du ohne zu zögern aufsagen?

Mehrere. Zum Beispiel den Zauberlehrling (im FSJ mit den Sechstis auswendig gelernt), die Bürgschaft (in der Schule gelernt), der Leser von Rilke (Lieblingsgedicht vom Lieblingsdichter!), … ich habe ein relativ gutes Gedächtnis, was sowas angeht 🙂

3. Wenn du an deine eigene Schulzeit denkst, wie fühlt sich das an?

Einerseits traurig, weil ich sie wirklich wunderbar fand. Andererseits bin ich froh, dass ich nun studiere (und selbst Lehrerin werde, yay!), weil ich da einfach Dinge viel eingehender betrachte.

5. Ich plane eine Überraschungseinladung für eine Handvoll Blogleser. Möchtest du teilnehmen?

Ja, bitte, unbedingt! (Erinnerst du dich noch an deine Bloggeburtstagsaktion? Fällt mir so spontan ein^^)

6. Welche CD begleitet dich schon ganz lange? Was löst sie bei dir aus?

Hm… ich weiß nicht so recht, ich kann mich da auf keine bestimmte festlegen.

7. Was ist dein Luxus?

Mein Luxus, hm… Bücher sind ein Luxus, den ich mir ab und zu gönne. Aber auch Tee. Ich liebe Tee einfach. Der darf dann ruhig auch mal bio und fairtrade sein.

8. Welches Buch hast du schon x-mal gelesen. Warum?

X-mal gelesen habe ich schon so einige Bücher. Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón zum Beispiel. Weil ich die Sprache und die Geschichte schön finde und wegen seiner Bücher Barcelona eins meiner Traumreiseziele geworden ist. Aber zum Beispiel auch Der Joker von Markus Zusak, Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher, Splitterfasernackt von Lilly Lindner und die Alanna-Reihe von Tamora Pierce und viele viele mehr. Ich lese gute Bücher gerne mehrfach. Und für mich sind sie gut, wenn sie etwas in mir berühren.

9. Warum bloggst du?

Naja, ganz aktiv bin ich ja gerade nicht. Aber ich blogge, weil ich dadurch meine Gedanken ordnen kann. Weil ich Dinge erzählen kann. Weil mein Blog mein eigenes kleines Reich ist.
Ich blogge, weil ich wunderbare Menschen dadurch kennenlernen durfte (nicht wahr, Theni? 😉 ).
Ich blogge, weil es mir Spaß macht.

10. Was macht dich liebenswert?

Uh, fies. Auf sowas zu antworten finde ich immer ganz besonders schwierig. Ich glaube, dass meine Begeisterungsfähigkeit mich liebenswert macht. Wenn ich etwas machen möchte,  dann mache ich es mit ganzem Herzen. Ich glaube, dass es mich liebenswert macht, dass ich gut zuhören kann. Ich glaube, dass meine ganzen Macken und Schwächen mich liebenswert machen.

11. Du stehst vor deinem Schöpfer (ungeachtet der Tatsache, ob du dran glaubst oder nicht) und darfst eine Frage stellen. Welche wäre es?

„Hat das Leben einen tieferen Sinn?“
Einfach, weil ich schon Phasen hatte, in denen ich an dieser Frage fast verzweifelt bin…

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Was wurde eigentlich aus… [Schuledition]

Natürlich haben sich meine Mitschüler geändert, sie sind älter geworden, aus der Schule raus und in alle Winde zerstreut. Aber meine ehemalige Schule hat sich, und das finde ich erstaunlich, ebenfalls sehr gewandelt. Hier nun also die Schuledition.
Was wurde eigentlich aus…
Frau Schick?
Frau Schick, die beste stellvertretende Schulleiterin aller Zeiten, die stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Schüler hatte. Zu der wir am liebsten gegangen sind, wenn etwas mit der Schulleitung zu klären war. Deren Bürotür immer offenstand und zu der man auch immer gehen konnte. Die ihren ganz eigenen Stil hatte, in deren Büro der Spruch „Kein Stress, nur Strass“ hing und zu der Luna stets meinte, dass ich absolut die rosarote Brille aufhätte, wenn es um sie ginge. Naja, vielleicht ein bisschen.
Frau Schick ist aus dem aktiven Schuldienst heraus- und in den Behördendienst hineingegangen. Ein Verlust für alle Schüler, die sie nun nicht mehr bekommen können. Aber symptomatisch dafür, dass an meiner alten Schule vieles schiefging (wie der geneigte Leser meines Blogs vielleicht noch weiß).
Frau Blümchen?
Unsere wunderbare ehemalige Philosophielehrerin. Oft ziemlich verpeilt, aber sehr liebenswert. Gelegentlich antwortet sie mir sogar auf E-Mails ;D
Auch sie ist nicht mehr an meiner alten Schule tätig, aber wirklich weit weg hat sie es (geographisch gesehen) nicht geschafft – sie unterrichtet jetzt an der Schule meines kleinen Bruders.
Ms. Smile?
Naaa, erinnert sich noch irgendwer an den Scherz, dass Ms. Smile schwanger sei?
Nun ja, schwanger ist sie nicht. Oder sollte ich besser „nicht mehr“ sagen? Sie hat mittlerweile ein Kind bekommen, einen kleinen Jungen (lustigerweise am Geburtstag meines kleinen Bruders^^).
Wem Ms. Smile nichts sagt: Das war die Lehrerin, die unseren EnglischLK nach viel Ärger gute zehn Wochen vor den Abiturprüfungen übernommen hat.
The Whale?
The Whale. Die Schulleiterin einer Schule, an der vieles so richtig, richtig schief gelaufen ist. Mittlerweile ist auch sie nicht mehr an der Schule.
Mr. Suit?
Auch unser Oberstufenhauptverantwortlicher mit gesundem Selbstbewusstsein hat die Schule verlassen und ist in ein anderes Bundesland gewechselt. Somit wurde die gesamte Schulleitung ausgetauscht.
Frau Rock und Herr Guetta?
Die beiden, die bei unseren Abiawards zum Lehrer-Traumpaar gekürt wurden, sind immer noch zusammen. Sie haben mittlerweile auch einen kleinen Sohn 🙂
Frau Neon?
Hach, Frau Neon. Der verlinkte Beitrag enstand ziemlich am Anfang unserer gemeinsamen Zeit, heute würde ich ihn ganz anders schreiben. Außerdem würde sie heute wohl auch einen anderen Namen verpasst bekommen, denn das mit der Warnweste wurde ihr in der Zwischenzeit eigentlich vollkommen abgewöhnt.
Sie war meine Tutorin und Deutschleistungskurslehrerin und ist eine derjenigen, die es noch an meiner alten Schule hält.
Mittlerweile sind wir übrigens per du, haben einander bei WhatsApp (Frau Neon. Bei WhatsApp. Seht ihr diesen Quantensprung im Verständnis moderner Technik?!) und ich habe bereits einmal einen Nachmittag bei ihr mit Teetrinken verbracht.

So, und da ich schon so schön dabei bin, in alten Geschichten zu kramen, gibt es demnächst unveröffentlichte Geschichten aus meiner Schulzeit und aus meinem FSJ (da gibt es ja einiges, was ihr nicht mitbekommen habt!). Alles zum 1000tägigen Jubiläum 😉

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Was wurde eigentlich aus… [Schüleredition]

Zum 1000tägigen Bestehen meines Blogs gibt es hier ein Update, waschen einige Menschen aus meiner Vergangenheit betrifft, die Einzug in diesen Blog gehalten haben. Ihr wollt doch auch wissen, was mit denen passiert ist, gebt’s doch zu 😉
Zu diesem Zweck habe ich ein bisschen recherchiert, da ich zu vielen nicht mehr wirklich Kontakt habe. Hier nun also:
Was wurde eigentlich aus…

Luna?
La Luna, die beste Freundin und der Cupcakemonstercookie. Luna, mit der ich immer vor dem Lehrerzimmer herumgelungert, gequatscht und auch viele andere Dinge (wie beispielsweise Sterben) gemacht habe. Erinnert ihr euch noch an sie? Wenn nicht: Hier habe ich meinen abgewandelten Abibuchtext über sie gepostet. Das Lunalein hat genauso wie ich ein FSJ gemacht und steckt nun in einer Ausbildung im medizinischen Bereich.
Timon?
Timon, der Filmfreak. Der einzige Junge in meinem Deutschleistungskurs. Sehr intelligent. Der studiert auf Lehramt. Soweit ich das mitbekommen habe, Englisch und Französisch. Lehrer, das passt irgendwie zu ihm.
Tahmid?
Tahmid, unser Dauerschwänzer aus Spanisch, der beinahe durch ebendieses Fach an der Abiturzulassung gescheitert wäre. Eigentlich wollte er mal Sportwissenschaft studieren, hatte davon aber nicht so recht die Ahnung. Jetzt studiert er etwas, was total nach „Ich will mal Chef werden“ klingt. So ein richtiger Manager-Studiengang.
Marisa?
Marisa, die freiwillig ein Jahr zurückgegangen ist, hat mittlerweile auch ihr Abitur und macht derzeit ein FSJ.
Elli?
Elli, ein weiteres ehemaliges Mitglied meines DeutschLKs. Elli hatte schon zur Abizeit DEN Plan und hat ihn auch durchgezogen. Sie wird Sozialpädagogin.
Calvin?
Calvin, unser Klassenclown,der immer einen Spruch auf Lager hatte (zum Beispiel wie hier). Die Sportskanone mit Humor. Nach seinem FSJ hat er nun eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich begonnen. Ich glaube, er kann jedem alles verkaufen, wenn man ihn nur lang genug reden lässt. Insofern eigentlich auch ganz passend.
Teresa?
Teresa, mit der ich die wichtigste und zermürbenste Gruppenarbeit meiner Schulzeit absolviert habe. Eine der beiden Mitschülerinnen, die schon mit meiner großen Schwester in einer Klasse waren. Eine notorische Zuspätkommerin. Sie studiert im Ausland, etwas mit Projektmanagement. Dass sie ins Ausland gehen würde, ist keine große Überraschung. Dass sie einen so klingenden Studiengang wählen würde, auch nicht. Nicht unbedingt wegen ihrer Vorlieben und Fähigkeiten – sondern wegen der Erwartungen ihrer Eltern.
Niobe?
Niobe hatte uns ja – wie Marisa – verlassen, um ein Jahr zu wiederholen. Auch sie ist mit dem Abitur fertig und studiert jetzt etwas mit Medien. Und Germanistik.
Lorena?
Hach, Lorena, die nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Eigentlich wollte sie ja auch Germanistik studieren. Jetzt studiert sie etwas mit Medien und Wirtschaft.

Sascha? Sascha eben. Er hat erst eine Ausbildung angefangen und diese dann geschmissen. Jetzt sucht er nach einer neuen.

Ich bin ehrlich gespannt, wie es mit uns weitergehen mag.

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Die Sache mit der Fächerwahl

Ja, also, nachdem sich jetzt einige gewundert haben, dass ich so viele Stunden habe… hier die – eigentlich ganz einfache – Erklärung. Ich studiere auf Lehramt, ja. Dass ich Deutsch und Mathe studiere, hat sich hier ja schon deutlich abgezeichnet. Allerdings ist das nicht alles – ich habe mir gleich zu Beginn ein Drittfach angelacht. Ich studiere neben Deutsch und Mathematik eben auch noch Englisch.
Klar, das klingt ziemlich verrückt und überehrgeizig. Aber ich wollte mich von Vornherein nicht mit zwei Fächern zufrieden geben und habe einen Antrag für das Drittfach gestellt. Der wurde, lustigerweise, genehmigt.
Lustigerweise, weil ich ständig Leute treffe, die mir erzählen, dass das gar nicht möglich sei, was ich da mache. Tja… Ich würde sagen, ich mache es einfach trotzdem.
Ihr dürft mich jetzt gerne für verrückt halten…

Mein Stundenplan setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:
Mathe: Insgesamt 8 bzw. 10 SWS, verteilt auf zwei Module: Lineare Algebra (4 SWS Vorlesung und 2 SWS Übung) und Geometrie mit Computertechnik (2 SWS Vorlesung und 1 SWS Übung(d.h. die findet eben nur 14tägig statt)).
Deutsch: 18 SWS verteilt auf drei Module: Mittelhochdeutsch 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Grammatikkurs und 2 SWS Übung), Sprachwissenschaft 6 SWS (4 SWS Vorlesung, 2 SWS Übung) und Literatur 6 SWS (2 SWS Vorlesung, 2 SWS Kurs zum Wissenschaftlich Arbeiten, 2 SWS Übung).
Englisch: 4 SWS, verteilt auf zwei Module: Englische Grammatik und Vokabular mit je zwei SWS.
Pädagogik: 4 SWS, davon sind 2 SWS Vorlesung undd 2 SWS Praktikumsbegleitung(was ich rein theoretisch nicht brauche, weil ich ja keines mache, aber das Belegen ist zumindest Pflicht – die Anwesenheit nicht. Aktuell muss ich da noch hin, um meine Reflexion zum FSJ angemessen schreiben zu können, aber danach…).
Also habe ich je nach Woche 34 bis 36 Stunden.

Deutsch habe ich in diesem Semester so viel, weil ich dann im nächsten Semester da kürzer treten will, d.h. nur ein Modul belegen möchte, um mehr Zeit für Englisch zu haben.
Viel sind in diesem Semester auch und vor allem die Übungen. Die werden mit der Studienzeit weniger, dafür gibt es dann Seminare o.Ä. .
Es ist im Prinzip wirklich nur dieses eine Semester – und eventuell das nächste -, das bei mir so voll ist.
In fast allen Modulen muss ich eine Klausur am Ende schreiben (bis auf Pädagogik, da ist es die Reflexion, die ich ja, sobald ich die genauen Anforderungen habe, schreiben und abgeben kann).

Außerdem habe ich Angst vor den ganzen Durchfallquoten, die uns um die Ohren gehauen werden. Wenn ich jetzt mehr mache, dann habe ich mehr Zeit, später etwas nachzuholen – so mein Gedankengang.
Klar, das ist viel. Und natürlich ist das nicht einfach. Aber es ist ein begrenzter Zeitraum (ein Semester, also bis Februar quasi – das sind nicht mal mehr vier Monate) und ich lerne daraus etwas für den Bau von zukünftigen Stundenplänen… und dass ich nun wirklich nicht überall immer hin muss.

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Mein durchgeplantes Studentenleben

Ja, ich bin ein kleiner Planungsfreak. Ich tue gerne sinnvolle Dinge. Und manchmal, da übernehme ich mich auch. Ich merke das meistens gar nicht sofort, aber irgendwann halte ich dann inne und denke mir, dass da doch was schief läuft.
Aktuell habe ich 36 Semesterwochenstunden Veranstaltungen in der Uni. In Zeitstunden sind das 27 Stunden. Da aber natürlich nicht alle Veranstaltungen nahtlos ineinander übergehen (ich habe z.B. regulär zwei Freistunden und alle zwei Wochen drei), bin ich länger außer Haus.
Einmal zusammengefasst sind das also tatsächlich ungefähr 36 Zeitstunden, die ich entweder mit dem Weg zu einer Veranstaltung, mit der Veranstaltung selber oder mit den Wegen zwischen den Veranstaltungen verbringe.
Das ist an sich schon eine ganze Menge Zeit. Damit aber nicht genug. Ich muss ja noch Hausaufgaben machen, Übungen erledigen, Lektüren lesen, Mittelhochdeutsch übersetzen und mich allgemein auf die Veranstaltungen vorbereiten. Da habe ich bislang keinen konkreten Wert, wie lange das dauert, damit werde ich mich demnächst beschäftigen.
Theoretisch müsste ich auch noch ein Praktikum absolvieren – dafür lasse ich mir aber mein FSJ anrechnen (hoffentlich klappt das auch…).
Was mache ich sonst noch (nur die regelmäßigen, d.h. wöchentlichen festen Termine mit einbezogen)?
Karate leider nur einmal in der Woche eineinhalb Stunden, das läuft über den Hochschulsport. Eigentlich möchte ich mir allerdings demnächst einen „richtigen“ Verein suchen, zumindest für eine zweite Trainingseinheit in der Woche.
Demnächst soll eine Lerngruppe für Mathematik starten, das wird bestimmt auch mindestens zwei Stunden in der Woche in Anspruch nehmen.
Dazu kommt das Ehrenamt, was ich mir in der Hochschulpolitik (das ist die beste Beschreibung dafür) angelacht habe (jaja, kaum an der Uni schon voll dabei…). Zeitaufwand: mindestens eineinhalb bis zwei Stunden pro Woche, eventuell alle zwei Wochen länger, das kann ich allerdings jetzt noch nicht so ganz abschätzen.

Was ich noch gerne dazu machen würde:
Eine weitere Karatetrainingseinheit.
Anfangen, Laufen zu gehen (positiv: nicht zeitgebunden).
Ein weiteres ehrenamtliches Engagement.
Wieder mit dem Gitarrespielen anfangen (was leider finanziell gerade höchstens im Selbststudium geht).
Und noch so vieles mehr…

Irgendwie hat meine Woche bei weitem nicht genug Tage, um das alles dort hinein zu quetschen… Dabei habe ich schon ein echtes Händchen dafür, mein Leben durchzuplanen.

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995.

Eben habe ich unter Mollys Beitrag über die Statistikfaszination von Bloggern kommentiert und dabei erwähnt, dass ich jetzt im dritten Jahr blogge. Ich musste erst noch einmal überlegen,ob das denn auch so stimmt – aber ja. Ich habe im Februar 2012 mit dem Bloggen begonnen. Oder, um es mit Tagen auszudrücken: Vor 995 Tagen. Das sind ja fast 1000…

In der Zeit ist viel passiert.
Als „Meilensteine“: Mein Abitur, mein FSJ, mein Auszug, mein Studienbeginn.
Ich weiß nicht, wer von euch wie lange hier mitliest. Am Anfang hatte dieser Blog auch noch eine andere Url, bei dem Umzug habe ich einige Leser verloren.
Ich lese immer noch sehr gerne Blogs und muss sagen, dass ich es schade finde, wie viele Blogs doch verschwunden sind, die ich gerne gelesen habe. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum ich noch da bin. Weil ich es selbst schade finde, wenn Blogs verschwinden und mit ihnen die Menschen, die sie geschrieben haben.
Mittlerweile habe ich ein paar Blogger persönlich treffen dürfen. Das ist eine ganz spannende Sache. Ein bisschen wundertütenmäßig. Schließlich weiß man ja, dass man die Schreibweise derjenigen mag (sonst würde man sich ja nicht treffen), aber das sagt ja nicht unbedingt etwas über die Sympathie im realen Leben aus.
Ich muss sagen, dass ich da bislang Glück hatte, egal, ob es sich um ein geplantes Treffen handelte oder um ein „Aaaaah, ich hab‘ genug Hinweise gesammelt, ich WEISS jetzt, wer dieser Blogger im realen Leben ist. Ich geh da einfach mal hin und spreche ihn darauf an.“ (was übrigens ziemlich lustig war. Ich wäre an der Stelle des besagten Bloggers ja vermutlich vor Schreck tot umgefallen^^).
Bloggen bereichert einfach.

So, jetzt möchte ich aber mal etwas von euch wissen:
Wie lange lest ihr hier schon mit und was gefällt euch an meinem Blog? 🙂

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