Vom Besichtigen Teil 7

Unser Aufenthalt nähert sich dem Ende und wir haben nur noch eine Besichtigung vor uns. Die erste Mieterin ist nicht einmal zu einer Aussage zu bewegen, wann sie sich denn nun entscheiden möchte, was ein unangenehmes Gefühl vom Warmgehalten werden vermittelt. Ein klares Nein wäre mir da bei weitem lieber. Pokert sie, um vielleicht noch mehr für ihre Möbel herauszuschlagen, nachdem sie den Preis bereits einmal angehoben hat?
Man kann nur spekulieren.
Die Hoffnung liegt auf der letzten Besichtigung, darauf, dass sich hier eine Alternative bietet.
Die Besichtigung ist für elf Uhr vereinbart, wir checken vorher aus dem Hotel aus und bringen unser Gepäck in Schließfächern am Hauptbahnhof unter.
Um Viertel vor elf sind wir bereits am vereinbarten Treffpunkt. Wir warten. Zehn Minuten, eine Viertelstunde, dann zwanzig Minuten. Eine halbe Stunde.
Wir spekulieren bei beinahe jeder vorbeikommenden Person, ob es sich jetzt um diejenige welche handelt, mit der wir verabredet sind.
Schließlich – nach besagter halben Stunde – suche ich die Handynummer heraus, die ich doch irgendwo stehen hatte.
Niemand geht ran.

Dafür kommt jemand aus der benachbarten Einfahrt und fragt uns, ob wir wir seien. Wir bejahen erleichtert und die Besichtigung geht los.

Es handelt sich um „betreutes Wohnen für junge Menschen“. Es ist ein Quasi-Wohnheim mit recht vielen Wohnungen. Wir besichtigen zunächst eine recht kleine (in der nicht einmal Platz für einen Schrank ist) und danach eine größere. Die gefällt mir wiederum gut, auch wenn die Miniküche eben genau das ist – mini.
Es gibt einen Waschraum mit Listen, in denen man sich eintragen muss, wenn man waschen möchte (also, falls man mal einen Schwarm hat… einfach schauen, wann der waschen will und zur gleichen Zeit eine andere Maschine reservieren 😉 ), ein kleines Kellerabteil und einen genialen Fahrradraum, in den man einfach reinfahren kann wie in eine Tiefgarage.

Bei Interesse sollen wir eine E-Mail schreiben, vor allem, wenn wir die besichtigte Wohnung haben möchten (andere gleich große Wohnungen haben eine noch kleinere Küche!).
Ich greife, sobald wir uns verabschiedet haben, zu meinem Smartphone und schreibe genau diese E-Mail.

Am Nachmittag geht es dann nach Hause.

Hat die Wohnungssuche jetzt ein Ende? Ich hoffe es sehr…

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Muffins Auszug

3 Antworten zu “Vom Besichtigen Teil 7

  1. drück dir die Daumen, dass du deine Wunschwohnung bekommst 🙂

  2. Wohnungssuche kann zum Running-Gag werden wie bei meiner ÄltestenLieblingsTochter. 😦
    Sie zieht gerade zum siebten Mal innerhalb von zwei Jahren um.
    Jetzt kommt fast schon Routine auf.
    Aber dafür nicht nur „Endlich Medizin“, sondern jetzt auch Vollstudienplatz.
    Das Möbellager in unserem Keller füllt sich hoffentlich nicht weiter.
    Grundsätzlicher Tip: Gemeinschaftsräume sind nur so gut wie der schlampigste Mitbewohner.

  3. Toll, dass es hier wieder so viel zu Lesen gibt! Drücke dir die Daumen, dass es mit deiner Wusch-Wohnung klappt! 🙂

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