Vom Besichtigen Teil 6

Irgendwann war es dann aber (endlich!) spät genug, dass wir uns in Richtung unserer Spontanbesichtigung bewegen konnten. Übrigens hatten wir der Mieterin der ersten Wohnung bereits unser eindeutiges Interesse signalisiert. Statt irgendwelcher klarer Ansagen (so in der Art „Ich entscheide mich bis dann und dann.“ oder auch „Tut mir leid, ich habe mich für jemand anders entschieden.“) kommunizierte sie nur mit Smalltalk. Das ist teilweise recht frustrierend.
Nun ja.
Unsere Spontanbesichtigung ist eine Wohnung in direkter Campusnähe in einem Hochhaus. Es gibt eine ungeheure Menge an Briefkästen und an Klingeln, sodass wir eine Weile brauchen, um die richtige zu finden. Währenddessen wundere ich mich darüber, warum an einem Briefkasten sechs verschiedene Nachnamen kleben. Wie die wohl in einer Einzimmerwohnung leben? Gestapelt?
Oder handelt es sich ganz einfach um eine reine Meldeadresse…
Vielleicht hat da doch jemand die Idee einer der Lehrerinnen an meiner FSJ-Schule umgesetzt, sich irgendwo gemeldet und wohnt in Wirklichkeit in einem Schrebergarten? (Übrigens ist „Schrebergarten“ ein wirklich schwieriges Wort. Ich dachte früher, dass das Strebergarten heißt und habe mich über die Wortherkunft gewundert! Das ist fast so wie mit den Schupfnudeln – für mich hießen die immer Schlumpfnudeln. Was ja auch ein viel hübscherer Name ist.)
Jedenfalls klingeln wir und eine freundlich klingende weibliche Stimme erklärt uns, in welches Geschoss wir denn müssen.
Wir folgen der Beschreibung und treffen auf ein hübsches Mädel und ihren sympathischen Freund. Kaum sind wir in der Wohnung und haben uns das erste Mal umgesehen, klingelt es abermals. Es ist ein weiterer Interessent. Quasi ein Konkurrent. Dennoch lächle ich ihn an und grüße. Er erwidert den Gruß nicht.
Die Wohnung ist hübsch und hat einen Balkon. Die Beiden, die jetzt darin wohnen („Seit ich meine Freundin kenne, komme ich nicht mehr zu spät zur Uni.“) sind unglaublich liebenswürdig.
Man soll ihnen per Mail Bescheid geben, ob man Interesse hat – und auch bereit ist, eine gewisse Summe für die Übernahme von Möbeln zu zahlen.
Der Freund meint, er würde sich auch dafür einsetzen, dass ich die Wohnung bekäme, er würde das einem Ersti echt gönnen.
Uns steht noch eine letzte Besichtigung bevor, die hoffentlich eine echte Alternative zu den bisherigen darstellt.
Bisher sind wir mit der Ausbeute nicht so recht zufrieden…

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