Vom Besichtigen Teil 5

Am nächsten Morgen stellte ich fest, dass entweder der Hotelfön zu schwach oder meine Haare zu wasserabsorbierend waren. Jedenfalls wurden und wurden sie nicht trocken. Zum Glück war unser erster Termin erst am späten Vormittag…
Auch dieser Termin war mit der aktuellen Mieterin vereinbart worden. Eigentlich sollte/wollte der Vermieter selbst auch dabei sein, hatte jedoch andere Verpflichtungen.
Es handelt sich eine Altbauwohnung mit einem geteilten Flur. Es geht also vom Treppenhaus in den Flur und von da aus in zwei Wohnungen. Sie liegt mitten in einem Wohngebiet mit wenigen Geschäften. Das Haus scheint von vorne ganz passabel zu sein, eine Fensterscheibe ist wohl allerdings eingeworfen worden. Sie wurde geklebt.
Man muss zur Seite des Hauses, um den Eingang zu finden. Hierbei fällt an einigen Stellen auf, dass der Putz bröckelt. Meine Mutter stolpert beinahe über eine unebene Wegplatte, während ich mich frage, warum dort draußen ein Toaster steht (nicht angeschlossen natürlich 😉 ).
Wir achten wie immer auf die Beschriftungen an Klingeln und
Briefkästen, schließlich kann man eventuelle Verwahrlosung unter Umständen schon daran ablesen.
Die Mieterin lässt uns rein und stellt sich kurz vor.
Bei meiner Mutter und ihr ist es spontane Antipathie. Man entscheidet ja recht schnell, ob jemand einem grundsätzlich sympathisch oder unsympathisch ist und bei meiner Mutter merkt man das (bei mir übrigens auch wurde mir schon mehrfach bescheinigt) einfach. Ob das gut gehen kann?
Wir betreten den Flur, der scheinbar nur als zusätzliche Abstellkamner genutzt wird (ein Fahrrad steht dort auch, damit wäre die für mich wichtige Frage der Fahrradunterbringung auch geklärt) und danach die Wohnung. Sie ist ziemlich vollgestellt und – meiner Meinung nach – nicht so eingerichtet, dass man den vorhandenen Platz auch nur annähernd optimal nutzt. Die Decke ist sehr hoch(ideal für Hochbetten!), allerdings ist die Tapete oben ziemlich fleckig.  Vom Zimmer geht die Küche ab und von der Küche das Bad.
Das heißt wohl, dass man zumindest keine Umwege machen muss, wenn man morgens schonmal den Wasserkocher anstellen will, ehe man ins Bad geht, um direkt danach einen Kaffee oder Tee zu trinken…
Insgesamt waren wir nur sehr sehr kurz in dieser Wohnung, was nicht zuletzt an der beschriebenen Antipathie lag.
Draußen teilte meine Mutter mir ihr Urteil mit: Da müsse dringend erstmal renoviert werden, die Mieterin sei ja total unsympathisch und es kam ihr gleich beim Betreten so vor, als würde es feucht riechen.

Hätte wir das also auch geklärt. Die zweite Besichtigung in dem Gruselhaus von gestern hatten wir bereits abgesagt und beim Frühstück auch spontan einen neuen Termin zu einer anderen Besichtigung vereinbart.

Zuvor gingen wir allerdings bei einer Genossenschaft fragen, ob sie nicht eine Wohnung hätten, die infrage käme. Wir wurden ganz nett beraten und auf die Warteliste für eine Wohnung gesetzt, die allerdings erst im September frei wird. Eigentlich wollten sie uns auch eine in einem Stadtteil anbieten, von dem ich nur einmal etwas gehört habe – mit gutem Grund, denn ebendieser Stadtteil liegt recht weit außerhalb…

Nun ja. Wir hatten also wieder ein wenig Zeit und verbrachten diese unter anderem damit, einen Fön zu kaufen („Schließlich brauchst du demnächst sowieso einen!“)…

To be continued…

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