Vom Besichtigen Teil 3

Das Hotel haben wir strategisch günstig gewählt, sodass es nah an der ersten Wohnung ist, sodass das mit dem Termin auch klappen kann (undenkbar meine Mutter mit dem Mobiliar einverstanden ist – sie hat da sehr spezielle Vorstellungen).
So nah dran, dass wir zu Fuß dorthin gehen können und dabei die Umgebung ein wenig unter die Lupe nehmen können. Es handelt sich um ein Wohngebiet (wer hätte das gedacht?) mit eigentlich allen Discountern in fußläufiger Entfernung. Einen Baumarkt gibt es auch in der näheren Umgebung.
Wir besuchen eine Studentin, die ihren Master in einer anderen Stadt machen wird und deswegen einen Nachmieter sucht. Sie ist noch ein bisschen fertig vom Feiern am Vorabend, bietet uns aber einen Kaffee an.
Ihre Möbel möchte sie gerne mit verkaufen und das für einen recht hohen Preis. Naja…
Die Wohnung ist wirklich schön. In der Küche gibt es eine Herd-Backofen-Mikrowellenkombi, im Badezimmer kann man eine Miniwaschmaschine anschließen und es gibt sogar eine Badewanne. Wir unterhalten uns nett, schauen uns alles an und am Ende empfiehlt sie uns noch ein Restaurant für’s Abendessen.

Vorläufiges Fazit:
Tolle Wohnung, nett eingerichtet. Hier könnte ich mich wohlfühlen, vor allem auch durch die schöne Küchenausstattung.

Wir folgen der Empfehlung und landen bei einem Italiener, der uns allerdings nicht überzeugen kann (ich finde es nicht lustig, kleine Salamistücke auf meiner Pizza Margherita zu finden… durch den Geschmack. Der ist sehr intensiv und wie ich finde, unglaublich eklig!).

Nach einer kleinen Sightseeingtour (die meine Mutter nicht so genießen konnte, weil sie so auf die Wohnungssuche fokussiert war), ging es zum nächsten Termin, diesmal bei einer Art kommerzielles Wohnheim.
Wieder bin ich durch Nachmietergesuche darauf aufmerksam geworden und habe neben dem Termin jetzt noch einen weiteren am nächsten Tag vereinbart.
Das Wohnheim macht von außen einen ganz passablen Eindruck – solange man nicht näher hinsieht. Teilweise scheinen sich die Einwohner keine Vorhänge leisten zu können – warum sonst sollte man sich Müllsäcke vor’s Fenster hängen?
Wir gehen rein und zum Fahrstuhl. Es ist sehr still. Eigentlich genau das Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte.
Der Fahrstuhl kündigt sich mit einem unheilvollen Quietschen und Ächzen an. Wir betreten ihn und bereuen es beinahe sofort, denn es stinkt. Verziert ist die Kabine beinahe so wie eine Schultoilette – Schmierereien an den ganzen Wänden. Wir suchen den Knopf für das sechste Geschoss, denn wir wollen uns eine Dachgeschosswohnung ansehen. Den gibt es nur leider nicht. Also drücken wir auf den für den fünften Stock.
Der Fahrstuhl setzt sich schwerfällig in Bewegung. Die Geräusche, die er dabei von sich gibt, sind alles andere als vertrauenserweckend. Nach einer gefühlten Ewigkeit hält er an, die Türen öffnen sich und entlassen uns.
Wir betreten den fünften Stock, der genauso still und dunkel daliegt wie das bisherige Gebäude. Es gibt kaum Licht und keinerlei Anzeichen für Leben.
Eine Treppe nach oben gibt es – auf den ersten Blick zumindest – auch nicht.
Vorsichtig erkunden wir die Flure und entdecken schließlich nach zwei Ecken die gesuchte Treppe.
Mittlerweile wollen wir eigentlich jetzt schon einfach wieder gehen, aber die Neugier treibt uns voran.
Wird es einen Menschen in diesem totenstillen Gebäude geben? Was erwartet uns im gut versteckten Dachgeschoss?
Und vor allem: Kommen wir hier wieder heil heraus?

To be continued…

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