Liebeserklärung

Warum ich meine Schule trotz allem liebe.

An meiner Schule kann man individuell sein. Man kann so sein, wie man ist.
Wir haben recht kleine Kurse – ich meine, fünf Leute im Deutschleistungskurs ist schon ein Jackpot – und wundervolle Lehrer, die sich um einen kümmern. Die sich Gedanken machen und da sind, obwohl es doch über tausend Schüler an der Schule gibt.
Eine dieser wundervollen Lehrerinnen ist unsere stellvertretende Schulleiterin, Frau Schick. Sie ist so absolut wunderbar, man kann sie nicht anders beschreiben, wirklich nicht. Man kann mit Sorgen zu ihr kommen und sie hat ein offenes Ohr dafür. Und manchmal muss man noch nicht einmal zu ihr kommen. Denn manchmal kommt sie zu einem. Wie damals, als ich vor Mr. Suits Büro darauf gewartet habe, dass ich wegen Frau Rank mit ihm sprechen kann. Da ist sie zu mir gekommen und hat mich gefragt, was los sei. Genauso wie vor ein paar Tagen, nachdem uns das mit Herrn Frettchen mitgeteilt wurde. Man kann sich auch darauf verlassen, dass sie Stillschweigen über das bewahrt, was man mit ihr besprochen hat, wenn man sie darum bittet. Dieses Vertrauen habe ich nicht zu jedem. Man kann ehrlich mit ihr reden und das ist Gold wert.
Ich könnte hier noch viele andere Beispiele aufzählen, aber das lasse ich jetzt mal, ihr dürftet das alles sowieso in meinem Blog irgendwo wiederfinden.
Wir haben große Klassenräume mit schönem Ausblick. An vielen Stellen im Gebäude findet man Kunstwerke von Schülern. Wir haben eine tolle bunte Statue vor dem Lehrerzimmer stehen. Und draußen aus Schrott von Lehrern geschweißte Viecher.
Ich liebe an meiner Schule ihre kleinen Eigenheiten, dass ich nur auf einer Seite der Aula Empfang habe und dass bei jedem Regen der Zugang zum Fahrradparkplatz geflutet ist.
Ich freue mich darüber, dass die Schulleitung die Namen vieler ihrer Schüler kennt.
Ich finde die Sportarten, die man in der Oberstufe wählen kann, klasse, denn nirgendwo sonst gibt es Karate.
Ich war gerne in der Mittelstufe auf der Schule. Die Möglichkeit, zwei Wochen lang ein Praktikum in England machen zu können, war einzigartig und die Bibliothek, in der ich dort war, war grandios.
Ich war einige Zeit im Leseclub und auch mal in der Theater-AG, ich habe bei Simulationen politischer Ereignisse teilgenommen und ein Sprachzertifikat gemacht. Ich habe Chancen bekommen.

Ich bin durch meine Schule ich geworden. Nicht ausschließlich natürlich, aber einen nicht geringen Teil verdanke ich ihr.

Und so schlecht ist doch nicht, was dabei herauskam, oder? 😉

 

Eine kurze Liebeserklärung mitten in der Nacht. Mir war gerade einfach so danach. Denn ich bin glücklich. Glücklich über die mögliche Kompromisslösung, die wir nun erreicht haben (und die hoffentlich so kommen wird). Glücklich darüber, dass bald Weihnachten ist und jetzt schon Ferien sind.
Glücklich darüber, dass ich wundervolle Menschen in meinem Leben haben darf.
Glücklich darüber, dass Freundschaften auch Zeiten des sehr seltenen Kontaktes überdauern können.
Glücklich darüber, dass sich manche Dinge niemals ändern (das man zum Beispiel für Filme wie „Hüter des Lichts“ nie zu alt wird).
Glücklich darüber, dass meine große Schwester Katharina bei uns ist.
Glücklich darüber, dass ich demnächst auf ein absolut geniales Konzert gehen darf und das mit absolut genialen Leuten.
Glücklich darüber, dass mein Zeugnisschnitt mit 1,3 doch ganz gut ist.
Glücklich darüber, dass ich auf dieser schönen Welt leben und so tolle Dinge erleben darf.

Vielleicht ist das auch gerade zu einer kleinen Liebeserklärung ans Leben geworden… Aber die hat es auch verdient ♥

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit

3 Antworten zu “Liebeserklärung

  1. das hört sich doch mal richtig richtig gut an 🙂

    Ich wünsch dir schöne und erholsame Ferien, bevor´s dann auf´s Abi zugeht 😉

  2. Ich hoffe wirklich, dass ihr jetzt ne gute Lösung kriegt!
    Schöne Ferien!

  3. Was ist denn mit dir passiert? oder eher: Was hast du genommen?!?! ich will auch was davon ;D aber schön das ich scheinbar nicht die einzige bin, die an dieser schule hängt und findet, dass sie auch ihre guten seiten hat. (auch wenn die manches mal versteckt werden^^) 🙂

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