Zu blöd für die Technik

Gestern hatten wir theoretisch die erste Doppelstunde in Pädagogik.

Über die Ferien hat sich irgendjemand Gedanken gemacht und beschlossen, dass unser Riesen-Kurs (über den ich hier schon einmal geschrieben habe) in zwei Kurse geteilt werden sollte. Das wurde auch umgesetzt, nur leider fehlte wieder einmal die Kommunikation und so gab es ein großes Rätselraten, wer denn nun den „neuen“ Pädagogik-Kurs übernehmen würde. Der neue Pädagogik-Kurs ist derjenige, der nicht mehr von Herrn Waschbär unterrichtet werden wird. In diesem Kurs bin ich drin.

Und die Lehrerin, die diesen Kurs übernehmen wird beziehungsweise übernommen hat, ist mir wohlbekannt, es handelt sich hierbei nämlich um Frau Lasch.

Frau Lasch ist eigentlich Latein- und Geschichtslehrerin und hat mich nie zuvor mit ihrem Unterricht beehrt. Allerdings hatte Katharina, meine große Schwester, sie in Latein und der Parallelkurs hatte sie vor zwei Jahren in Geschichte.

Und, wie soll ich es beschreiben…

Ich glaube, ich zitiere mal Katharina: „Die hat den Dreh einfach noch nicht raus, wie man mit Schülern umgeht.“

Sie ist zu lieb. Deswegen bekommt man auch stets zu hören: „Aaach, Frau Lasch, da setzte dich einfach in die erste Reihe und lächelst die lieb an, dann bekommst du gute Noten.“

Aha… Ich werde mir mal mein eigenes Bild machen.

Nun ja. Die erste Doppelstunde sollten beide Kurse zusammen haben und zwar im Filmraum. Da unser Thema ab jetzt ja Erziehung im Nationalsozialismus sein soll, war von Herrn Waschbär und Frau Lasch angedacht worden, den Film „Napola“ zu schauen, als Einstieg gewissermaßen.

So weit, so gut.

Frau Lasch hatte ihren Laptop dabei. Den schlossen Herr Waschbär und sie an einen der transportablen Beamer an und schon hatten wir ein Bild an der Wand. Aber leider keinen Ton.

Um diesen Missstand zu beheben, machte sich Herr Waschbär auf den Weg, Lautsprecher zu besorgen. Allerdings bekam er keine, das war an unserer Schule ja abzusehen.

Der zweite Versuch, uns den Film vernünftig zeigen zu können, involvierte den festen Beamer, der in dem Raum auf einer Halterung an der Decke steht. Eigentlich war dieser von Frau Lasch ausgeschlossen worden, weil sie den richtigen Anschluss dafür nicht besäße. Allerdings wies man sie dann auf das Kabel hin, das neben dem Anschluss lag…

Sie schlug sich an die Stirn 😉

Anouk durfte sich dann auf den Tisch stellen und versuchen, den Beamer anzumachen. Vergeblich. Der ging einfach nicht.

Anouk: „Also, der steht jetzt auf Strich. Muffin, ist Strich oder Null an?“

Ich: „Ähm… Strich.“

Frau Lasch: „Dann müsste der doch jetzt angehen?“

Ging er aber nicht. Also setzte Anouk sich wieder zu mir. Herr Waschbär fand dann aber den Schalter für die Stromzufuhr des Beamers. Also ging es für Anouk gleich wieder rauf auf den Tisch. Es klappte trotzdem nicht.

Der dritte und letzte Versuch war der, den Film mithilfe des USB-Anschlusses auf dem Fernseher zu zeigen. Das ging nach einigen Versuchen auch… Allerdings nur mit Ton und ohne Bild…

Daraufhin strichen sie die Segel. Dann überlegten sie laut, ob sie mit einer Karikatur einsteigen sollten (während die beiden Kurse schon nach der Freiheit geiferten).

Währenddessen spielte Frau Lasch ständig mit ihrem USB-Stick herum, sie hat nämlich so einen zum Rausdrehen, dieser hängt an ihrem Schlüsselbund.

Schlussendlich machten wir dann aber doch Schluss, eine Schulstunde zu früh – und Frau Lasch hörte gar nicht mehr auf, sich zu entschuldigen. Das fand ich etwas merkwürdig. Ich meine, welcher Lehrer entschuldigt sich denn, wenn er eine Stunde zu früh Schluss macht, dafür, dass man so lange warten musste?

(Der Name dieses Artikels ist übrigens ein O-Ton von Frau Lasch 😉 )

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Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schulkram, Unterrichtsgeschehen

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