Englischklausur

Heute haben wir Englisch geschrieben. Leider.

Als ersten Punkt auf der Tagesordnung hatte Frau Rank offenbar „Zuspätkommen“ geschrieben, denn um kurz nach acht (wir standen größtenteils vor dem Lehrerzimmer herum, Calvin und Timon, weil sie die Dictionaries tragen sollten, ich, weil ich auf sie warten wollte und mir nicht ganz sicher war, ob wir im regulären Raum sein würden, und der Rest, weil wir drei da herumstanden 😀 ) tauchte sie erst in der Schule auf. Das Herausholen der Dictionaries dauerte dann auch noch ein paar Minuten, plus das Tische hinstellen, über elektrische Dictionaries und ihre Zulassung diskutieren, das Austeilen der Schreibbögen und Zettel, etc.). Begonnen haben wir dann ungefähr um 8:20 Uhr. Da wir dreistündig schreiben sollten (also eigentlich von 8 bis 10:25 Uhr), dachte ich noch, dass das nicht so schlimm sei. Den Abgabetermin setzte Frau Rank dann jedoch schon einmal auf 10:20 Uhr fest. Na gut… Was machen schon fünf Minuten… (Viel!)

Wir bekamen einen Text (den hier: http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2008/apr/15/1?INTCMP=SRCH) und die obligatorischen drei Aufgaben dazu (Zusammenfassung, Analyse, eigene Meinung). Wohlgemerkt: Unser Thema ist „gender matters“.Wenn man sich den Link mal anschaut, sieht man, dass nur ungefähr die Hälfte der Seite überhaupt etwas damit zu tun hat, der Rest beschäftigt sich mit irgendeinem Erholungsort für gestresste Topmanager. Was haben wir aber kopiert bekommen? Alles. Natürlich.

Tahmid war der Erste der fragte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt den zweiten Teil des Textes mental schon abgehakt, da die Aufgabenstellung sich dahingehend interpretieren ließ, dass man den weglassen kann.

Tahmid fragte aber. Ob das denn zusammenhinge, das sei doch ein anderes Thema.

Natürlich hinge das zusammen, sagte Frau Rank. Das sei ja so auf der Seite gewesen.

Tahmid akzeptierte das und Frau Rank ging nach vorne und las sich den Text durch. Daraufhin, Calvin hatte das Thema wieder angeschnitten, änderte sie offenbar ihre Meinung und teilte uns mit, dass der Teil nicht zum Artikel gehöre, ein anderer Artikel sei, der brauche uns gar nicht zu interessieren.

Aaaah ja. Aber gelesen haben Sie ihn schon, als sie die Klausur vorbereitet haben?

Die ersten beiden Stunden hatte Frau Rank Aufsicht, danach übernahm Herr Hastig. Warum nicht Frau Neon, bei der wir regulär Unterricht gehabt hätten (und die gestern noch nichts von der Klausur wusste^^), weiß ich nicht.

Frau Rank möchte die Klausur gerne in Reinschrift haben. Das heißt, einmal vorschreiben und dann abschreiben. Damit habe ich 25 Minuten vor Schluss angefangen. Und, was soll ich sagen… ich bin damit nicht fertig geworden. Ich habe nur die erste Aufgabe und die Hälfte der zweiten abschreiben können, danach versah ich meine Reinschrift mit dem Hinweis „Rest on second paper“ und zählte notdürftig durch (bei 400 konnte ich nicht mehr, da musste ich abgeben, Herr Hastig stand schon vor meinem Tisch…).

Mir war nach Heulen, ehrlich gesagt. So blöd hab‘ ich mich in noch keiner Klausur gefühlt. Ich hoffe, sie wertet das auf dem Vorschreibepapier überhaupt… Ansonsten bin ich wirklich erledigt.

Die Frage danach, ob sie den Text denn vorher mal gelesen hätte, schwirrte übrigens nicht nur mir im Kopf herum, fast alle bemängelten das, besonders natürlich Tahmid.

Aber so what? Passiert ist passiert, rückgängig machen lässt sich’s nicht.

Englisch habe ich für dieses Schuljahr echt abgehakt.

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Lehrer, Muffins Schulzeit, Schüler, Schulkram

3 Antworten zu “Englischklausur

  1. Matthias

    Hallo,
    meine Schulzeit liegt verdammt lange zurück und ich weiß vieles nicht mehr.
    In Einem bin ich mir aber sicher – ich habe es mir meist so einfach wie möglich gemacht.
    Also auch keine Wörter „gezählt“.
    Die Wörter in 4…5 durchschnittlich erscheinenden, wahllos über die Arbeit verteilten Zeilen gezählt und mit der Zeilenanzahl multipliziert. Das ist allemal genau genug.

    Und Reinschrift – Schönschreibübungen gab es in der Unterstufe, bei den Abiklassen sollte der Inhalt wichtiger sein (Lesbarkeit, Rechtschreibung etc. natürlich vorausgesetzt). Was ist in einer Klausur so schlimm an ein paar (ordentlich) durchgestrichenen Zeilen oder einem “ * “ Einschub.

    • So mache ich das auch gerne, aber Frau Rank hätte dazu gerne die genauen Fünfzigerschritte…
      Und das mit dem Abschreiben gibt’s erst seit Frau Rank… vorher hab‘ ich das noch nie machen müssen.
      Aber meine Klausuren kann man auch ohne Abschreiben lesen… ich schreibe ja nicht wie Calvin, der hat eine Sauklaue 😀

      • Matthias

        Deinen Blog habe ja quasi gerade eben erst gefunden und bin beim „zurück-„lesen inzwischen auch bei „Geranke“ etc. angekommen. Da kann ich mir ja so meinen Teil denken…

        Aber wozu sind bitteschön Fünfzigerschritte gut? Die Wortanzahl dient doch nur dem Fehler-/Notenschlüssel bei der Rechtschreibung. Oder?

        Man kann natürlich seine Zettel auch ohne Reinschrift abgeben, aber die anschließenden Diskussionen über die Benotung sind halt nerv- und zeitraubend.
        Dazu ist man ja in solchen ‚weichen‘ Fächern (in Mathe, Chemie usw. geht es ja meist um ‚harte‘ Fakten), einer gewissen ‚Willkür‘ ausgeliefert.

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